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Ad Aran Alt

Geschichte von A

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, erzählt vom Zwergen Jevo, einem Throalischen Troubadour.

Werte Zuhörer! Mein Name ist Jevo, Troubadour aus dem schönen Throal.

Am heutigen Abend möchte ich euch die Geschichte von Ad'aran erzählen.

Wer ist dieser Ad'aran höre ich da einige Stimmen aus dem Publikum und ich möchte diese Stimmen mit einer Antwort zum Schweigen bringen.
Ad'aran ist einer der drei Verteidiger die aus dem Kaer del Ignis, dem Kaer des Dorfes Dargol, errettet wurde.
Er wurde achtzehn Jahre vor der Kaeröffnung durch Throalische Truppen von der Elfin Igna Dera und dem Menschen Atok Fyrn geboren. Sie waren sehr überrascht, dass Ihr Sohn Adeptenkräfte besitzen sollte, doch in der finsteren Lage in der sich das Kaer befand war jede Hilfe Recht.

So entschlossen Sie sich schon recht früh ihren Sohn in die Obhut von Jola Dargon, der erfahrensten Verteidigerin des Kaers zu geben und so dem jungen und sich eine Zukunft zu sichern.Die alte Elfe hatte viele Schlachten geschlagen und erklärte sich gerne bereit den Jungen aus zu bilden.

Über die Kindheit und Jugend der Hauptfigur erzähle ich jetzt mal nichts weiter, es würde euch eh langweilen. wir alle wissen noch all zu gut wie das Leben in einem Kaer verlief.

Eines Tages kamen Zwerge aus dem fernen Throal vor die Tore des Kaers.
Wie ein jeder von euch weiß, war das Kaer durch die Mithilfe des großen Thoral errichtet und es wurde vereinbart das eine Delegation von Abgesandten das Kaer nach der Plage wieder befreien würde.

Und so geschah es dann auch.
Die Delegation traf ein.
Jedoch hatte etwa ein Drittel der Abgesandten ihr Leben auf dem Weg durch die Öde verloren. Niemand hätte geahnt das die Plage hier so wüten würde.

Nachdem sich die Überlebenden von der Überraschung der wenigen Überlebenden im Kaer und den Verletzungen etwas erholen konnten wurde der Aufbruch beschlossen. Die fünfunddreißig Überlebenden aus dem Kaer zogen mit den verbliebenen siebenundzwanzig Abgesandten nach Throal. Auf dem Weg verloren weitere zwölf Namengeber ihr Leben.

So, jetzt ist aber Schluss mit der Finsternis!

Am ersten Tag in Märkteburg saß die Hauptfigur dieser Erzählung, also der junge Adept Ad'aran in der Schänke Tausendglück und lauschte den Geschichten der überaus attraktiven Troubaroura Sendra.

Diese fesselte ihn mit ihren Erzählungen und, wer weiß, auch mit ihren Reizen.

Nach ihrer Darbietung stieg die junge Frau von der Bühne und unterhielt sich mit einem grau berobten elfischen Mann, der etwas abseits stand. Beide unterhielten sich und blickten dann durch den Raum.

Ad'aran fielen sofort die stechend blauen Augen des Berobten auf, die ihn sondierten.
Sendra und das Blauauge kamen auf ihn zu und das Blauauge stellte sich als Wyrn und Magier vor. Er fragte, ob sie sich setzen dürften und da nichts dagegen sprach, setzten sie sich.

Sendra und Wyrn erzählten eine Geschichte von einem zu öffnenden Kaer. Es sei eine Abenteurergruppe nahe der Caucaviaberge auf einen Kaereingang gestoßen und die Thoralische Bibliothek habe sie beide beauftragt, das Kaer auf zu suchen und die Bewohner an die Oberfläche zu führen. Als Belohnung gäbe es 500 Silberstücke und 100 Silber im Voraus.
Der junge Verteidiger wollte das Geld zuerst nicht, doch die hübsche Sendra überzeugte ihn davon das Geld zu nehmen.

Für Proviant war gesorgt und so traf sich die Dreiergruppe an nächsten Morgen vor der Taverne.
Für Ad'aran war es eine große Herausforderung. Er war sich nicht sicher, ob die Dreiergruppe es überhaupt bis zum Kaer schaffen würde. Er erinnert sich noch ganz genau wie die düsteren Kreaturen in seiner Reisegruppe wüteten als sie aus seinem Kaer befreit wurden. Daher war er auch froh das Sendra und Wyrn ihm eine längere Wachzeit zugestanden, als sie es selber hätten leisten können. Auf der Reise schien es fast so, als hätte Sendra etwas für Ad'aran übrig. Sie blieb stets in seiner Nähe und beide unterhielten sich viel. Sendra erzählte viele Geschichten über befreite Kaers und die Entdeckung Parlainth.

All das was gesprochen würde übersteigt den Zeitraum den ich heute hier auf der Bühne stehen darf werte Damen und Herren. Von der Reise möchte ich nur ein paar Details verkünden.

Nachdem die ungleiche Gruppe die Berge von Throal hinter sich gelassen hatten zogen Sie über eine Steppe. Ad'aran erblickte komische Wesen am Himmel und erkundigte sich nach ihnen. Es stellte sich heraus, dass sei Eisseglern begegnet waren. Diese geflügelten affenartigen Kreaturen waren zu dritt und stürzten sich auf die Gruppe.

Ad'aran riss gerade noch seinen Schild hoch als einer der Eissegler einen kräftigen Hieb tat. Der Schild vibrierte unter dem Schlag und die linke Schulter schmerzte. Der junge Verteidiger sah seine Chance und hieb nach der Kreatur, doch sie tauchte unter seinem Hieb hinweg und erwiderte den Schlag. Die Pranke traf ihn hart in der Seite und durchtrennte einige Glieder des Kettenhemdes. Ad'aran spürte Blut an sich herunter sickern, doch er durfte nicht aufgeben. Einen weiterer Hieb des Eisseglers konnte er mit seinem Schild parieren. Das Tier war darauf nicht gefasst und so durfte es sein Breitschwert schmecken. Der Hieb riss ein hässliches Loch in die Kreatur, doch diese dachte nicht daran klein bei zu geben. Als Ad'aran einem Hieb auswich sah er, dass Sedra in Bedrängnis geraten war. Ihre Beine waren in einer Eisschlaufe gefangen und der große Eissegler schwang sich für einen neuen Angriff in die Lüfte.
Sie durfte hier nicht fallen!
So nahm der Verteidiger seine Kraft zusammen und hieb nach dem Eissegler der ihn Angriff. Dieser hatte dem gut geführten Breitschwert nichts entgegenzusetzen und viel leblos zu Boden.
Gleich rannte Ad'aran zu Sendra und hieb nach ihren Fesseln. Das Schwert hinterließ große Risse in der Eisfessel. Beide schauten ungläubig, als diese sich jedoch gleich wieder schlossen. Schon setzte die große Kreatur zum Angriff aus Sendra an, doch Ad'aran warf sich dazwischen. So blieb Sendra unverletzt und er hatte die Aufmerksamkeit der Kreatur auf sich gezogen. Mehrere wilde Hiebe droschen auf seinen Schild ein und so langsam drohte der Schildarm zu erschlaffen. Da sah er die Lücke in der Deckung der Kreatur und hieb zu. Der Eissegler kreischte schrecklich auf, als der Stahl in seinen Leib schnitt. Drei weitere stürmische Hiebe später lag auch dieser tot am Boden und die Eisfessel von Sendra verschwand.

Einige Tage später kamen sie an der beschriebenen Höhle an.
Vorsichtig tasteten sie sich im Schein Sendras Lichtquarz voran, darauf bedacht keine wilden Tiere zu erschrecken. Plötzlich standen sie vor einem riesigen aus elementarer Erde und Orchialkum geformten Tor welches mit etlichen Runen verziert war. Sie hatten das gesuchte Kaer gefunden.

Auf dem Tor konnten sie den Namen Kaer Dornwand entziffern.
Wyrn bereitete seinen Zauber Kaerklopfen vor und er ertönte ein kräftiges Donnern gegen das Tor.

Über eine Stunde später wurde von drinnen geantwortet und nach kurzem hin und her "geklopfe" wurden die Reisenden eingelassen. Ein sehr kräftiger Man in roter Robe und tief in das Gesicht gezogener Kapuze stand vor ihnen. Sein Schild hielt er verteidigungsbereit und sein Speer war gegen die drei Reisenden gerichtet. Er sagte, dass er Tribador heiße und der Anführer der Wache von Kaer Dornwand sei und die Reisenden einlassen dürfe.

So betraten Sendra, Wyrn und Ad'aran das Kaer Dornwand.
Direkt hinter ihnen wurde das Keartor wieder geschlossen.
Sendra schien sich unwohl zu fühlen und hielt sich dicht bei Ad'aran auf. Wyrn lief vor. Der Hauptmann der Wache und seine Leute positionierten sich um die Reisenden und machte eine Gefährdung der Kaerbewohner unmöglich.

Der Weg verlief lange durch einen Gang, durch mehrere Tore, an einer Falle vor dem letzten Tor vorbei und dann einen Aufzug hinunter.
Einen langen Gang später tat sich eine große Empfangshalle auf.

In ihr waren kaum vorstellbare Köstlichkeiten aufgefahren. Herrlich dampfende Fleischstücke an Gemüse und frischem Obst, mehrere Bier und Weinfässer standen bereit und die Süßspeisen waren kaum zählbar.

Die Wachen stellten sich vor dem Eingang auf und der Hauptmann kündete die Reisenden an.
Ein Zwerg kam hinter dem Berg von köstlichsten Gerichten hervor und stellte sich als Kurmor Eisenschlag vor. Er sei das Oberhaupt das Kaers und die Reisenden sollen ihre Absichten erklären.

So wurde Ad'aran das Wort erteilt und er berichtete, dass sie von der Thoralischen Bibliothek beauftragt wären, dieses vor kurzem entdeckte Kaer, an die Oberfläche zu holen, da die Plage vorbei sei. Auch äußerte er seine ganz eigenen Bedenken zu dieser Tatsache. Zu guter letzt bewies er noch seine Unbeflecktheit.

Der Zwerg hörte sich die Ausführungen interessiert an und als Ad'aran seine Erzählung beendete sagte er:
"Als wir in das Kaer das nach meinen Plänen errichtet haben, waren wir 600 Namensgeber. Jetzt sind wir über 6.000. Ihr kommt jetzt her und behauptet die Plage sei vorbei? Wisst Ihr was für Umstände dies bedeutete?"

Sendra, Wyrn und Ad'aran konnten es nicht glauben, dass der Zwerg so alt war. Er hatte weder einen grauen Bart noch zeigte er irgend welche Alterserscheinungen. Es schien als sei er "im besten Alter". Sie schauten sich fragend an.

Dann ging alles enorm schnell.

Kurmor Eisenschlag sagte:"Hier wird die Plage niemals Enden!"
Verdutzt schauten die drei Reisenden sich an, zwei Speere schossen vor und durchbohrten Wyrns Oberkörper und Ad'aran spürte nur noch einen kräftigen Hieb gegen den Hinterkopf. Dann wurde es dunkel um ihn.

Ja ihr lieben, das war die Geschichte von Ad'aran, dem menschlichen Verteidiger.

Ob er je aus dem Kaer kam kann ich nicht sagen, jedoch ereilte mich seine Geschichte durch eine Botschaft an Thoral. Ihre Echtheit steht außer Frage!

Jetzt bitte ich euch noch um eine kleine Spende in meinen Becher zu werfen.

Vielen Dank und auf bald!

Kommt bald wieder her wenn es heißt Jevo erzählt eine Legende!


So geht es weiter:

S

ein Kopf, seine Arme und Beine schmerzen, es stinkt. Er hört gequieke und jemand atmet nicht weit von ihm entfernt. Er muss die Augen öffnen. Es ist dunkel. Langsam kann er Umrisse erkennen. Er hört wie Sein Name gesprochen wird. Es ist eine Frauenstimme. Sendra! Sie lebt noch!

Ad'arans Sinne sind schnell wieder beisammen. Seine Arme und Beine sind mit metallenen Ketten und Ringen gefesselt. Sendra ist neben ihm an die Wand gekettet. Wenn si sich anstrengen können sich ihre Fingerspitzen berühren.

Beide tragen nur Lumpen.

Die Tür wird aufgerissen und zwei Schalen voller Brei finden scheppernd ihren Weg über den Zellenboden. Das Gequieke wird lauter und eine Schaar von Hundsgroßen Ratten stürzt sich auf die Teller.

Sendra und Ad'aran greifen sich Ihre Teller. Es ist über die Hälfte an Brei von den Ratten gefressen worden. Einige schnappen noch wütend nach ihren Händen. Der Brei schmeckt nicht. Es ist einfach nur Pampe und Ad'aran glaubt auch, dass sie vergiftet sei. Die Zunge und der Hals schwellen nach dem Verzehr an und das Atmen und Sprechen fällt schwerer.

Nach dem Mahl überlegen sie wie sie wegkommen. Die ersten Überlegungen führen zunächst dazu, dass Sendra zurückbleiben müsste, doch das akzeptiert der junge Verteidiger nicht. Nach einigem Überlegen berichtet Ad'aran vom Spruch "Abbild versetzen". Gesagt, getan.
Unter großer Anstrengung gelingt es Ad'aran sein Abbild in eine dunkle Ecke der Zelle zu versetzen und Sendra beginnt zu schreien.
I

hre wilden Schreie bringen eine Wache dazu in die Zelle zu kommen. Der Mann traut seinen Augen nicht als er die vermeintlich leeren Fesseln an der Wand sieht und geht auf diese zu. Genau im rechten Moment tritt Sendra zu und die Wache taumelt auf Ad'aran zu. Dieser wirft blitzschnell eine Armkette um dessen Hals und beginnt zu ziehen. Kurze Zeit später kann er den leblosen Körper zu sich heran ziehen und ein Schlüsselbund aus einer Tasche ziehen.

Schnell befreit Ad'aran erst sich und dann Sendra. Der toten Wache kann ein Breitschwert samt Holzschild entliehen werden. Leider viel zu früh wird ihr Ausbruch bemerkt und sie hören mehrere dutzend Stiefel über den Kaerboden donnern. Sendra entdeckt einen Luftschacht oben in der Decke und Ad'aran besteht darauf, dass sie voran geht. Gerade als ihre Beine in dem Loch verschwunden sind sieht er den ersten Verfolger um die Ecke biegen. Schnell hangelt sich auch Ad'aran in das Loch. Leider passte der Schild nicht als "Korken" und so musste er diesen ungenutzt zurück lassen.
Der Lüftungsschacht ist weniger als einen Schritt hoch. So müssen Sendra und Ad'aran in einer sehr gebückten Haltung durch den Schacht laufen. Die hinter ihnen immer lauter werdenden schweren Schritte deuteten von schnelleren Verfolgern. Bald darauf sahen beide, dass sie von Zwergen verfolgt wurden.

An einer Y-Kreuzung teilten sie sich auf, Sendra lief rechts den Gang hinunter und Ad'aran den linken. Einige Schritt tiefer im Gang bemerkte Ad'aran, dass sein Verfolger immer näher kam. Er härte fast seinen Atem im Rücken So musste der junge Verteidiger den Zweikampf suchen.

Es war sehr eng. Der Zwerg war im Vorteil, mehrere gut platzierten Hieben des Zwergen kann Ad'aran knapp ausweichen. Der nächste Hieb galt seinem rechten Arm doch diesen zog er so weg, dass das Schwert des Zwergen an seinem abglitt und hart gegen die Felswand krachte. Diese Situation nutzte Ad'aran und schlug seinerseits zu. Der Schild des Zwergen war zu langsam und so schnitt das Schwert eine tiefe klaffende Wunde in den Oberkörper. Der Zwerg zog sich zurück und rief um Hilfe. Ad'aran rannte weiter durch den Gang bis er auf einen Weg viel.

Von rechts waren komische Geräusche zu hören und von links war alles frei. Ad'aran dachte an Sendra und daran, dass sie in Gefahr schweben könnte. So machte er sich nach rechts auf.

Ohne reagieren zu können vielen ihn drei große Ratten an. Eine biss ihm in die linke Schulter und riss ein großes Stück Fleisch heraus. Seinem tiefen Schwerthieb hatte die zweite angreifende Ratte jedoch nichts entgegen zu setzen und wurde halbiert. Die anderen beiden Ratten verzogen sich laut fauchend in der Dunkelheit des Kaers.
Ad'aran lief weiter den Gang entlang und suchte nach einem Versteck. Seine Wunde brannte unvorstellbar. Vor ihm waren schwere Schritte zu hören. Es schien ganz so als seien sämtliche Wachen des Kaers mobilisiert worden.

Zu seiner linken befand sich eine Tür die sich leise öffnen ließ. So schlüpfte der junge Adept durch diese und verschloss sie sogleich. In dem Raum lagen viele ärmlich gekleidete Kaerbewohner. Ad'aran legte sich schnell und leise in eine freie Hängematte und tat als würde er schlafen. Die schweren Schritte gingen am Zimmer vorbei.

K

urz nachdem er erleichtert aufatmete stand eine grau berobte Gestalt vor ihm und fuchtelte wild mit den Händen. natürlich verstand Ad'aran nicht was er von ihm wolle. Er erzählte von seinem Auftrag und der "Fuchtler" fuchtelte noch heftiger. Nach einigem Hin und Her wurde dem jungen Adepten klar, dass er der Fuchtler nicht sprechen könne und das er ihm folgen solle. Dem kam er recht ungerne nach, doch das immer stärker werdende Brennen in seiner Schulter als auch die Ungewissheit in der er sich befand machten ihn zu einem braven Lämmchen.

Die zwei liefen über dunkle Flure und Ad'aran nutzte den Spruch Abbild versetzen, um nicht direkt bei dem fremden zustehen falls dieser etwas im Schilde führen würde. Als sie aber eine Wache an einer Ecke sahen, hielten sie an. Plötzlich öffnete sich die Tür der Wache gegenüber und ein kleines Mädchen von unter zehn Jahren trat aus der Tür. Sie fing an zu schreien.

Einen derartigen Schrei hatte Ad'aran noch nie gehört. Er war markerschütternd und vermochte es dem hörenden alle Grausamkeiten anderen Namensgebern gegenüber am eigenen Leib zu spüren. Der schrillen Stimme konnte der junge Adept nichts entgegensetzen und brach zusammen.

Das nächste woran er sich erinnern kann war, dass er mit dem "Fuchtler" in einem Raum war in dem andere Namensgeber schliefen. Das Schwert war verloren.

Von hier aus gingen sie über verlassene Flure in eine Schlafkammer an dessen Tür der "Fuchtler" klopfte.

Ein Troll öffnete und schnauzte den "Fuchtler" an, dass er schlafen wolle. Eine Zwergin tauchte auf und verabschiedete sich beinahe zärtlich vom fast dreimal so großen Troll. Beide wollten sich morgen wieder treffen. Der Troll schien den "Fuchtler" zu verstehen und beide wurden in die Schlafstädte des Trolls gelassen.

Hier schlief nur der Troll, niemand sonst.

Nach einigen wirschen Worten des Trolls und wilden Fuchteleien des Menschen stellte sich der Troll als Da’lan vor. Der Mensch hieße Ifriitas.

Ad'aran konnte dem Troll erzählen, dass er von Throal ausgesandt wurde um dieses Kaer zu öffnen. Natürlich stellte sich der Troll ziemlich blöd, vielleicht war er dies auch. Nach viel zu vielen Worten und noch mehr Gefuchtel von Ifriitas wurde beschlossen eine Freundin der beiden zu holen. Ihr Name lautet Solvein. Die menschliche Frau soll sich wohl in der Heilkunst auskennen und bereitete einen Brei aus einigen Insekten der auf Ad'arans Wunde geschmiert wurde.

Da’lan wollte ein Versprechen aus Ad'aran quetschen. Er solle sie an die Oberfläche aus dem Kaer führen. Ad'aran ging auf dieses Versprechen nicht ein, sicherte aber seine Unterstützung zu.

Kurz darauf öffnete Ifriitas eine verborgene Kammer und überreichte Ad'aran einen Kampfstab. Da’lan holte irgendwo auch eine Rüstung und ein Schwert hervor und auch Solvein hatte plötzlich eine Waffe zur Hand.

Die Gruppe beschloss nach einer kurzen Diskussion nicht sofort auf zu brechen, sondern ergab sich der Bitte Ad'arans sich erst einmal in dem Kaer umschauen zu wollen.

So zog Da’lan los und kam kurze Zeit mit einigen Zähnen und einer Ad'aran passenden Robe zurück. Aus irgendeinem Grund schlug der Troll anderen Namensgebern die Zähne aus und sammelte diese.

Von Gang aus war eine laute Trompete zu hören. Anscheinend war es das Signal zur Arbeit zu gehen. Da’lan berichtete von zwölf Stunden Arbeit.

Ifriitas, Da’lan und Ad'aran gingen zusammen zu einem Steinbruch. dort mussten sie mit recht abgenutzten Spitzhacken das Kaer vergrößern. Hier sah Ad'aran auch die Zwergin wieder die er vorher bei Da’lan im Schlafgemach erblickte. Sie war wohl Schmiedin und für die Spitzhacken zuständig.

Augenscheinlich waren nur kräftige Namensgeber beim Kaerausbau beschäftigt. Solvein war wohl in irgendeinem Garten tätig. Während der Arbeit wurden die Arbeiter tatkräftig von Vestrial und Dis Questoren unterstützt. Sämtliche Questoren waren sehr bemüht die Stimmung möglichst noch weiter unter den Tiefpunkt zu drücken. Zusätzlich sorgte der Gesang der Peitsche für ein eher spezielles Arbeitsklima. Der Peitschenschwinger war sehr gut im Training und platzierte die Schläge mit geschultem Auge. So standen alle Arbeiter nicht nur im Schweiße, sondern auch im Blute des Nachbarn vor der wenig nachgiebigen Steinwand. Da’lan verteilte seine Hiebe. Von zehn Schlägen gegen die Wand vielen zwei auf Ifriitas Wandstück und eines auf Ad'arans. Der Troll Da’lan schien das Leben hier im absolut kontrollierten Kaer zu mögen.

Gefühlt waren drei Tage der ununterbrochenen Arbeit vergangen als alle in der großen Halle versammelt wurden. In ihr stand ein Podest und auf diesem stand Sendra.

Sie war noch nicht tot!

Kurmor Eisenschlag stand neben ihr und berichtete von ihrer Verwirrtheit. Ein Versuch sie vom Podest zu befreien wäre einem Selbstmord gleichgekommen und so mussten Solvein, Ifriitas, Da’lan und Ad'aran hilflos zuschauen wie Sendra auf einen karren verladen und in die Krankenquartiere verbracht wurde. Auch ein Versuch die Masse auf das neue Gesicht aufmerksam zu machen wurde im Keim erstickt.

Kaum war sie außer Sicht war ein fürchterliches Gejaule zu hören. Es glich den Geräuschen die Ad'aran bereits in der Nacht hörte, als das Kind die Wache und ihn zu Fall brachte. Jetzt schrie jedoch ein anderes Kind.

Bis auf Ifriitas, Krumor Eisenschlag, ein paar Wachen Ad’aran und einer Elfe erlagen alle anwesenden dem Gekreische des Mädchens. Die Elfe reagierte auf Ad’arans Aussage über die Abwesenheit der nicht wahnsinnigen Passionen, dass Garlen sehr nahe sei. Ifriitas lief auf das kreisende Kind zu und schlug es. Daraufhin hörte es auf zu kreischen und Krumor sowie seine Wachen setzten es fest.

Die Elfe stellt sich als Tyla vor. Sie berichtete kurz, dass diese kreischende Stimme eine von Dämonen verursachte Krankheit sei.

Am Eingangsbereich zum Speisesaal trafen sie auf eine Frau, die sich samt ihrer Kinder erhängt hatte. Die dünnen schnüre schnitten tief in die Haut. Der Frau und ihrer ältesten Tochter schnitten die Schnüre so tief ein, dass ihre Hauptschlagadern aufgeschnitten wurden und sich ihr Blut über den Boden ergoss.

Ad’aran holte die Toten von den Haken herunter obwohl die Kaerbewohner ihm davon abrieten. Als Ad’aran das zweite Kind vom Seil löste merkte er, dass es noch lebte. Die Wachen kamen und eine der Wachen wollte das Kind mit dem Speer erstechen. Dies konnte Ad’aran mit der Hilfe von Ifriitas geübten Händen, die der Wache wohl deuteten, dass das Kind dem Wohle des Kaers dienen könne. So wurde Ad’aran zum Vormund des Kindes erklärt und soll ab jetzt für dieses zuständig sein.

Solvein nahm etwas Brei für Ad’aran mit und die beiden folgten Da’lan und Ifriitas in die Unterkunft des Trolls. Dort flößte Ifriitas dem Kind welches auf Ad’arans Arm schlief einen erholungstrank ein. Die tiefe Schnittwunde unter dem Kin des Kindes schloss sich, doch schlief das Kind weiter.

So langsam erschlafften Ad’arans Arme, doch dies lag nicht am geringen Gewicht des Kindes, sondern an dem Gift welches durch seinen Körper floss.

Die Gruppe beschloss zu Tyla zu gehen. Sie solle heilerische Kräfte haben.

Bei der alten Elfe angekommen klopften Solvein an ihre Tür und Tyla öffnete sie. Tyla bat sie schnell ein zu treten und ihrer Bitte folgten die vier. Nach dem Eintreten bestätigte sich Ad'arans Vermutung, dass Tyla eine Garlen Questorin sei, bestätigte sich, als diese ihm wie beiläufig über die Schulter strich und die immer stärker werdende Lähmung schlagartig verschwand. Nach ein paar gewechselten Worten war Hundegebell vor der Tür zu hören.

Mit einem kräftigen Tritt wurde die Tür aus den Angeln gedroschen und Tribador, der Hauptmann der Wache, sprang in den Raum, dicht gefolgt von gut zwei Dutzend rotberobten Wachen.

So wurden Solvein, Ifriitas, Da’lan und Ad’aran festgesetzt. Alle bekamen Säcke über den Kopf gezogen und auf einen Karren geworfen.

Das Horn zum Zusammenfinden im Versammlungsraum dröhnte durch das Kaer und die vier wurden unsanft auf einen hölzernen Boden Gesetzt. Sie bemerkten, dass immer mehr Augenpaare auf ihnen ruhte.

Sie hörten Kurmor Eisenschlag von einem großen Tag für das Kaer sprechen und das die Aufrührer endlich gefasst sein. Den vier sogenannten Aufrührern wurden die Säcke von den Köpfen gerissen und sie sahen, dass sie sich auf dem Podest befanden, auf dem auch schon Sendra den Bewohnern zur Schau gestellt wurde. Kurmor Eisenschlag forderte Da’lan, Solvein und Ifriitas auf ihm die Namen der anderen Aufrührer zu nennen, doch sie weigerten sich.

So beschloss Kurmor Eisenschlag, dass die vier "Aufrührer" in die Krankenstation gebracht werden sollen.

Ohne reagieren zu können wurden Solvein, Da’lan, Ifriitas und Ad’aran wieder die Säcke über den Kopf gezogen und die vier landeten unsanft auf einem Karren.

Eine ganze Zeit des Transportes später hörten Sie "Hier muss es sein." Und dann wurde der Karren gekippt. Die vier vielen eine ganze Zeit.

Der Aufschlag auf dem Boden war hart. Irgendwelche Äste gaben unter ihren Körpern nach. Ein fürchterlicher Geruch lag in der Luft. Ifriitas war der erste der sich seines Sackes entledigte. Dann folgten Ad’aran, Da’lan und Solvein.

Allen stockte der Atem. Sie standen auf einem Friedhof auf dem keine Leiche begraben wurde. Jetzt wurde es Solvein, Ifriitas und Da’lan klar, dass dies der Grund für die niemals wiederkehrenden Kranken sein muss.

Zu Ad’arans Glück war Sendras Leiche hier nicht zu finden.

So zogen die vier in die unbekannten Höhlen und Tunnel.

Ad’aran wirkte Licht und so konnten die Menschen wenigstens etwas sehen.

Der Troll Da’lan kroch durch einen Tunnel voran und die Menschen folgten ihm.

Am Ende des Ganges konnte der über dreieinhalb schritt große Troll sich aufrichten, doch dieser Zustand änderte sich sofort, als er durch einen Körper der gegen ihn prallte von den Beinen gerissen wurde.

Der Körper war weiblich und es war leben in ihm.

Nachdem Ad’aran seinen Licht-Zauber erneuerte konnten sie sehen, dass Sendra noch lebte und in sie hineingelaufen war.

Ad’aran stellte ihr die anderen vor und Sendra berichtete von komischen Wesen in dem Gang nach rechts.

Als sei es selbstverständlich machte sich die Gruppe genau in diesen Gang auf.

Die Kreaturen die sie erwarteten waren vier untote humanuide Wesen die ohne Umschweife direkt in den Angriff übergingen. Einzig Da’lans aufgehobene Steinkeule sowie Ifriitas Zauber schienen den Wesen etwas anhaben zu können. So war der Kampf hart und kräfteraubend aber nicht erfolglos.

Ad’aran hielt die Angreifen vom Zauberwirker Ifriitas fern und dieser konnte so einen Angreifer nach dem anderen zu Boden strecken. Da’lan erschlug auch mehrere der Wesen.

Die Fünfergruppe kam in einen Raum in dem Sarkophage lagen welche sie in ihrer misslichen Lage zu öffnen wagten. In einem der Ruhestätten fanden sie einen Dolch der Ad’aran überlassen wurde.

Nachdem der Raum erkundet war viel ihnen ein Tor auf. Die Schriftzeichen deuteten auf einen letzten Rückzugsort vor Dämonen, doch zeugten tiefe Furchen von dem Eindringen irgend eines Wesen.

Kampfbereit öffneten die fünf das Tor und sahen sich einem Verzweifler gegenüber. Diese übergroße mit Kleinkinderarmen besetzte Made grunzte und warf sich auf sie.

Ein harter Kampf entbrannte. Nach nur ein paar Hieben stürzte Da’lan. Das Leben schien aus ihm gewichen zu sein. Ein paar tiefe Wunden konnte Ad’aran dem Wesen beibringen, doch dann traf auch ihn ein mächtiger Hieb des Dämons und schickte ihn auf den Kaerboden.

Ifriitas und Solvein schafften es den Dämon zu besiegen.

In dem Raum fanden sie eine merkwürdig leichtende Paste welche wohl eine Wiederbelebungssalbe war. Diese wurde von Sendra auf Da’lan verteilt. Ihr schien der Troll zu gefallen. Jedenfalls stieß sie den Ausdruck "Der ist aber schön" aus.

Ifriitas flößte Ad’aran einen Heiltrank ein und der "Beflößte" kam wieder zu sich.

Die erste Veränderung die Ad'aran bemerkte war die Stimme Ifriitas. Anscheinend hatte er dieselbe von Dämonen verursachte Krankheit wie die Mädchen im Kaer.

Alle Kameraden schauten sich in dem Raum um und fanden ein reich verziertes Schwert.

Ifriitas Analysen ergaben, dass es ein magisches Schwert sei welches Zauberwirker unterstützen würde sofern Fäden zu ihm gewoben würden.

Da Ifriitas so nicht mit dem Schwert umgehen konnte überließ er es Ad’aran.


Nachdem die fünf ihre Wunden versorgt hatten beschloss Da’lan sich die drei größten Zähne des madenartigen Dämons zu holen. Wie ein Wilder riss er im Maul der Bestie herum bis er sein Zier erreichte. Ifriitas holte sich ebenfalls Zähne des Dämons. Wofür beide diese haben wollten ist allen unklar und so schauten Sendra, Solvein und Ad'aran nur ungläubig zu wie die zwei gestandenen Männer an dem Kadaver herummachten.

Nachdem der Troll und der menschliche "Magier" ihrem Drang nachkamen durchsuchten alle ordentlich diesen Abschnitt des Kaers. Als Resultat tauchte ein altes Seil samt Kletterhaken auf. Beides hatte schon bessere Tage gesehen.

Als sie alles durchsucht hatten beschlossen Sendra, Solvein, Da’lan, Ifriitas und Ad'aran zurück zum Ausgangspunkt ihrer Reise durch diesen vergessenen Teil des Kaers zu gehen. Mittlerweile machten sich in allen die Erschöpfung, Müdigkeit und auch die ein oder andere Wunde bemerkbar.

So gingen sie durch die ehemalige Gruft, den niedrigen Gang entlang und kamen vor dem Abhang an. den sie ein paar Stunden zuvor heruntergeworfen wurden.

Noch immer stinkt es hier fürchterlich nach verwesenden Namensgebern, deren letzten Ausscheidungen, Schimmel und Rattenexkrementen. Spätestens jetzt wurde allen klar weshalb es hier im Kaer so große Ratten gab.

Plötzlich hörten sie Stimmen und Ad'aran versuchte den Spruch Licht zu beenden, doch sie wurden entdeckt.

Eine Frauenstimme rief ihnen entgegen und es wurde gefragt wer sie seien. Nach einigen Wortwechseln stellte sich heraus, dass Tyla, die alte elfische Garlenquestoren mit der Zwergin Tara, die mit Da’lan angebandelt hatte und der orkischen Befreierin Tula die zwei Wachen an dem Abgrund überwältigt hatten und hofften ein Lebenszeichen von Sendra, Solvein, Da’lan, Ifriitas und Ad'aran zu hören.

Da’lan und Ifriitas stritten sich um die Reihenfolge des zuerst aus der Schlucht steigenden während Ad'aran den kletterhaken samt daran befestigten Seil nach oben warf. Die Diskussion ob der ersten Position viel zugunsten des Trolls aus, da dieser somit gleich die Tragfähigkeit des Seiles testen konnte und ebenfalls sicher gehen konnte, dass Ifriitas nicht das Seil durchschnitt, sobald er oben angekommen war. Nach Da'lan kletterte Ifriitas nach oben, Sendra stellte sich etwas ungeschickt an und rutschte zweimal ab. Solvein schaffte den Aufstieg ohne Probleme und zuletzt folgte Ad'aran, der ebenfalls problemlos auf der oberen Stufe ankam.

Die zwei Wachen lagen tot auf dem Karren mit dem sie die fünf zur Schlucht gebracht und herab geworfen haben. Neben dem Karren landeten auch die Zwei Wachen in der Schlucht.

Tyla nahm sich den Verwundeten an und gab ihnen Kräuter zu essen, die ihre Heilung verstärken sollten. Unter der Führung der Elfe ging die Gruppe zur Bibliothek des Kaers. Angeblich sei hier schon seit Ewigkeiten niemand mehr gewesen.

Schon der erste Blick durch den großen Raum verriet, dass Tyla die Wahrheit sprach. Auf dem Boden der Bibliothek hatte sich eine zentimeterhohe Staubschicht, die über die Regale und über das gesammelte Wissen von Generationen in Form von Steintafeln, Papier- und Papyrusrollen, über Bücher in jeder Größe bis hin zu Bildern gebildet. Natürlich war die Schicht auf den obersten Werken nicht so dich wie auf dem Boden, doch sie war echt dick. Die alten Möbel hatten auch schon mal bessere Tage gesehen. Das Leder war rissig und spröde.

Solvein legte sich schnell auf ein Sofa und ihre Wolfshündin "Luna" legte sich neben ihr auf den Boden. Sendra suchte sich ebenfalls eine möglichst bequeme Schlafstätte. Ifriitas und Da’lan durchstöberten die Bibliothek während Ad'aran erst mal den Raum sicherte. Danach setzte er sich auf einen Sessel, legte das Schwert auf seine Knie und beobachtete Ifriitas und Da’lan. Die ersten Bücher die sie berührten zerfielen beim Aufschlagen. Es hatte sich lange niemand um die gesammelten Schätze gekümmert. Nach einigen zerstörten Büchern fand Da’lan ein Buch über Trolle in Barsaive. Ifriitas fand ein anderes Buch und dieses enthielt wohl eine größere Karte.

Nach einiger Zeit schlief Ad'aran ein und erholte sich.

Als er erwachte schliefen all seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

So machte auch er sich auf Informationen zu sammeln. Nach drei auf den Boden fallenden Einbänden belässt er es aber dabei aus Angst seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu wecken. So versucht er sich dem Hung zu nähern, doch als dieser ihn nur anknurrt lässt er auch das Tier schlafen und begibt sich zurück auf seinen Sessel.

Nach ein paar Stunden des Wartens erwachten auch die Anderen. Ifriitas zeigte die gefundene Karte rum. Es handelte sich um eine Karte über das gesamte Kaer.

Fast gleichzeitig deuteten Solvein, Ifriitas und Ad'aran auf einen kleinen Gang zwischen Schmiede und Privaträumen von Kurmor Eisenschlag. Dies könnte ihnen den Vorteil verschaffen den sie bräuchten, um den Unterdrücker zu besiegen.

Es waren Schritte zu vernehmen. Schnell versteckten sich die fünf und bleiben angriffsbereit.

Im Schein einer Fackel betrat Tyla die Bibliothek. Sie brachte etwas Brei mit sich und Trinken. Die fünf Adepten stürzten sich hungrig auf die nicht wohlschmeckende Mahlzeit, verspürten wieder das lähmende Gefühl an der Zunge und tranken angestandenes Wasser, um es zu bannen.

Tyla berichtete davon, dass sie fünfhundert Namensgeber zusammengesammelt habe. Ein jeder sei bereit uns in der Sache des Befreiens des Kaers zu unterstützen.

Ifriitas und Da’lan fingen sogleich an dagegen an zu wettern, da sie niemandem trauen wollten, doch diese Diskussion erstarb nach einigen treffenden Einwänden bezüglich der Vertrauenswürdigkeit von Tyla als Garlen Questorin.

So wurden die fünf von Tyla zu einem abgelegenen Teil des Kaers geführt.

In einem spärlich beleuchteten Raum erwarteten sie fünf Namensgeber.

Der Troll, der sich als Krongar vorstellte, ergriff das Wort. Wie Ad'aran später erfuhr genoss er großes Vertrauen bei den Kaerbewohnern und er wurde immer gebeten als Vermittler zwischen den rot gewandeten Aufpassern und den Kaerbewohnern zu fungieren.

Krongar stellte Ad'aran die Frage was seine Beweggründe sein hier in diesem Kaer auf zu tauchen und dann zu versuchen es zu befreien. Die Antwort, dass der junge Adept aus Abenteuerlust auszog um die Überreste der Plage von der Welt zu tilgen und der Verachtung Kuron gegenüber, der Überzeugung, dass Mynbruje hier für Erleuchtung sorgen wird und der Aussage, dass seine Disziplin es von ihm verlange den Kaerbewohnern zu helfen reichte dem alten Ork als Antwort.

Bei Ifriitas und Solvein stocherte er mehrmals nach bis er genug gehört hatte.

Wieder entbrannte die Diskussion über Vertrauen den einzelnen Namensgebern gegenüber, doch Krongar war redegewand und erstickte die Befürchtungen seitens Ifriitas und Da’lan im Keim.

Krongar stellte den fünf Adepten den Menschen Halb, den Zwergen Lurwin, die Elfe Ashantal und die Zwergin Fomara vor. Ihre Stimmen standen für je 100 oder mehr Namensgebern aus dem Kaer.

Danach wurden sämtliche Möglichkeiten des Befreiung des Kaers besprochen, doch zu guter letzt einigte man sich darauf, dass die fünf Stimmen des Volkes mit ihren Anhängern für eine Ablenkung sorgen würden die die volle Aufmerksamkeit der rot gewandeten Kaerwachen auf sich zöge. Ad'aran müsse dann mit seinen vier Mitstreiterinnen und Mitstreitern über den Geheimgang der Schmiede in die Privaträume von Kurmor Eisenschlag, um ihn dann zur Strecke zu bringen.

Vorher mussten die fünf jedoch einen Blutschwur leisten und so schwor Ad'aran nachdem er sich mit dem gefundenen Schwert die rituellen Verletzungen, den Schnitt über dem Herzen, beibrachte und mit dem Blut über die Stirn strich: "Ich, Ad'aran Verteidiger des ersten Kreises aus dem Kaer del Ignis, verspreche und schwöre den Unterdrücker des Kaers Dornwand Kurmor Eisenschlag mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln binnen der nächsten zwei Tage zur Strecke zu bringen. Ich werde es nicht zulassen, das in diesem Kaer weiter die wahnsinnigen Passionen Dis und Vestrial herrschen und die Bewohner unterdrückt werden, denn dies lässt meine Disziplin nicht zu! Hierzu werde ich meine Fähigkeiten im bewaffneten Nahkampf einsetzen."

Der junge Verteidiger wusste, dass er ein Versprechen abgegeben hatte und er ist sich der Konsequenz des nicht Einhaltens überaus bewusst. Für einen Verteidiger ist es eine Ehrensache Versprechen zu 100% einzulösen!

Nach diesem Schwur schworen auch Sendra, der Geisterbeschwörer Ifriitas, der zur Überraschung aller versammelten plötzlich wieder Erwarten sprechen konnte, die Tiermeisterin Solvein und der Troll-Luftpirat Da’lan.

Ifriitas wählte das Talent Spruchzauberei, Solvein das Talent Krallenhand und Da’lan das Talent Nahkampfwaffen welche sie zur Niederstreckung Kurmors einsetzen wollten.

Krongar nickte zufrieden als alle ihren Schwur geleistet hatten. Um die Aussicht auf einen Sieg etwas zu erhöhen wurde Ad'aran noch eine Rüstung und ein Schild überreicht. Sendra erhielt neben einem Schwert auch eine Rüstung. Solvein, Da’lan und Ifriitas ließen ihre Ausrüstung aus ihrem Versteck holen. Danach löste sich die Versammlung auf und in einem Tag sollte der Plan umgesetzt werden.

So wurden die fünf wieder zurück in die Bibliothek gebracht, mit Nahrung und Kräutern zur Wundversorgung versorgt und ihren Gedanken überlassen.

Genau einen Tag später wurden sie in einem Nebenraum der Schmiede versteckt. Einer der Helfer kümmerte sich darum, dass sie nicht entdeckt würden. Tylas, Krongars, Halbs, Lurwins, Ashantals und Fomaras Anhänger legten einen größeren Brand in der Versammlungshalle und die fünf in ihrem Versteck bemerkten wie etwa fünf Minuten lang schwer gerüstete Wachen an der Geheimtür vorbei liefen. Die fünf hofften, dass die Wachen keine zu große Übermacht gegenüber den Freiheitskämpfern hatten.

Gerade wollten Da’lan und Ad'aran die Geheimtür öffnen, als Solvein und Ifriitas sie davon abhielten. Sie hatten sich nicht geirrt und ein paar Nachzügler rannten den Gang hinunter.

Darauf öffneten sie die Tür. Links von ihnen konnten sie die Stiefelspitzen einer Wache entdecken, doch sie schlichen sich ihrem Ziel näher kommend rechts herum und wurden nicht entdeckt.

Nach kurzem Fußmarsch erreichten sie eine schwere eisenbeschlagene Holztür. Dort hinter befand sich die Waffenkammer. Da alle jedoch ausgerüstet waren wollten sie hier keine Zeit verschwenden. Auch die gegenüberliegende Schatzkammer, die ebenfalls gut gesichert war, ließen sie unangetastet.

Einige Schritt weiter versperrte eine Tür den Weg. Hinter der Tür waren sich entfernende Schritte zu hören. Da’lan war nicht zu bremsen und rannte förmlich durch die Tür.

Der Raum dahinter war jedoch leer, doch ging eine weitere Holztür von hier ab.

Gerade als die fünf Helden diese Tür erblickten schloss sich in ihr eine Öffnung und der Ausdruck Scheiße war deutlich hinter ihr zu hören.

Da’lan versuchte die Tür auf zu brechen, doch stieß er nur kräftig mit seiner Schulter gegen die Tür. Auch Ifriitas vermochte nichts gegen die schweren Beschläge aus zu richten. Sendra jedoch hieb, als sei es ein Kinderspiel die Tür entzwei.

Dahinter eröffnete sich ein weiterer Raum. Aus einer Tür in der linken Wand huschte eine junge Frau und verschwand hinter einer reich verzierten Tür auf der rechten Seite. Die Tür links wurde energisch verschlossen. die Tür Rechts glitt langsam zu und Da’lan konnte erkennen, dass sich hinter ihr wohl der Harem von Kurmor Eisenschlag befindet. Aus diesem Raum drohte somit keine Gefahr.

Da’lan schmiss sich gegen die Tür auf der linken Seite und sie gab laut kreischend nach.

Der Anblick der sich ihm bot war kurzzeitig fesselnd.

Drei bis an die Zähne bewaffnete Wachen standen Richtung Tür gewandt. Hinter einem mit den edelsten Speisen bis zum Biegen gefüllten Tisch stand Kurmor Eisenschlag und brüllte Befehle. Der Zwerg war merklich gealtert seit dem letzten zusammentreffen.

Die kurzzeitige Fesselung war nicht lang genug und so konnte Da’lan den gegen ihn geführten Angriff abwehren und die erste Wache mit einer kräftigen Attacke zu Boden schleudern. Ad'aran drang in den Raum und attackierte die Zweite Wache, damit diese nicht den beschäftigten Troll angriff. Ad'alans Angriff führte zum gewünschten Erfolg und die Wache taumelte einige Schritte zurück. Die dritte Wache jedoch führte einen enorm schwungvollen Hieb gegen den jungen Verteidiger, durchschnitt die Rüstung wie Butter und schlug ihn zu Boden. Ifriitas zauberte und schickte die von Da’lan attackierte Wache ins Reich der Toten. Sendra und Solvein waren noch unschlüssig. Da’lan wand sich der zweiten Wache zu und attackierte sie leider erfolglos. Ad'aran stand auf und parierte die auf ihn geführte Attacke der dritten Wache. Ifriitas warf einen zauber gegen die zweite Wache und dieser platzten eine Wunde auf dem Brustkorb auf. Sendra zog vor und attackierte den verdutzten Mann mit ihrer scharfen Klinge. Diese Attacke sandte ihn auf die Bretter und sein Lebensfunke erlosch. nach ein paar schnellen Attacken der fünf war auch die dritte Wache überwältigt und lag tot auf dem Fußboden.

Das selbsternannte Oberhaupt des Kaers, der Zwerg Kurmor Eisenschlag betätigte einen verborgenen Schalter an seinem Tisch und ein Surren schwoll an.

Gas Geräusch stammte aus einer Wandfreske.

Schlagartig zog das Kunstwerk sämtliche Metallteile der Adepten an. Ad'aran wurde das Schwert entrissen, Sendras, Ifriitas und Solveins Waffen folgten. Da’lan hielt sein Schwert so fest, dass er gegen das Kunstwerk geschleudert wurde und er die Waffe verlor.

Aus Wut rannte er dem Zwerg entgegen, dicht gefolgt vom überlegt handelnden Verteidiger.

Die Attacke des Trolls war so überraschend über Kurmor Eisenschlag gekommen, dass er unter dem kräftigen Hieb den halt verlor. Auch Ad'arans Faust traf mitten ins Schwarze.

Solvein und Sendra folgten dem Troll und dem Ad'aran. Ifriitas hingegen zauberte ein Gespenst herbei, dass wie wild um Kurmor Eisenschlag flog und ihm es so fast unmöglich machte sinnvoll zu agieren.

Nichts desto trotz hieb er mit seiner Kristall-Handaxt nach Ad'aran und traf ihn auch. Der Hieb war so gut platziert, dass der Mensch auf den Boden geschleudert wurde.

Da’lans Faust erhielt reichlich Ente als sie auf Kurmor Eisenschlag niederdrosch. Auch Solvein und Sendra landeten Treffer gegen den verhassten Zwergen.

Ad'aran stand auf und schaute nach dem versteckten Schalter, um so an seine Waffe zu gelangen, die noch immer wie von Geisterhand getragen an der Mauer klebte. Seine Suche war jedoch erfolglos.

Ifriitas wirkte hingegen wieder einen zauber gegen Kurmor Eisenschlag und traf diesen.

Kurmor Eisenschlag wehrte sich aus Leibeskräften, doch saß der Schlag von Da’lan so gut, dass er wieder auf die Bretter befördert wurde. Ad'aran nutzte die Chance und schlug ebenfalls zu.

So sank der Unterdrücker und Familienmörder Kurmor Eisenschlag bewusstlos zu Boden.

Schnell entfernten die fünf den Zwergen von seinen Amuletten, Talismanen und Waffen.

Ad'aran fand jetzt doch den geheimen Schalter und betätigte ihn. Sofort vielen alle Waffen zu Boden.

Solvein ließ es sich nicht nehmen und tötete den Zwergen.

Ad'aran umwickelte den leblosen Leib mit dem Seil, damit die jungen Kaerbewohner die Verletzungen nicht sehen.

Hinter dem mit Nahrungsmitteln überfüllten Tisch befand sich eine kleine Kammer, in der eine Truhe Stand. In der Truhe befand sich auf einem großen Haufen Silberstücke ein steinernes Schiff welches Ad'aran überlassen wurde. Es könnte durchaus ein magischer Gegenstand sein.

In den Habseligkeiten von Kurmor Eisenschlag befanden sich ein Verzweiflungsschlagamulett welches sich Da’lan umhängte, Ein Holzschild sowie ein Kristallschuppenpanzer in Zwergengröße, ein Dämonenabwehramulett welches sich Solvein umhängte sowie ein Amulett der letzten Rettung welches Ifriitas dankend ablehnte, da er seltener ganz vorne stünde und es somit Ad'aran überließ.

Der junge Verteidiger schulterte die Leiche des Tyrannen, der jetzt noch älter schien und zusammen zogen die fünf zurück aus dem Privatgemächern Kurmor Eisenschlags gen Versammlungshalle.

Auf dem Weg durch den Gang kamen ihm die rot gewandeten Kaerwachen entgegen. Ihre Ausrüstung sprach von einer blutigen Auseinandersetzung.

Tribador, der Hauptmann der Wache ergriff das Wort und befahl Sendra, Solvein, Da’lan, Ifriitas und Ad'aran ihre Waffen nieder zu legen. Auch die Worte Ad'arans über den Tod des Anführers und einer aussichtslosen Situation der Wachen, gegen die sich ein gesamtes Kaer stellen würde, brachten ihn nicht zur Ruhe.

Gerade als Tribador zum Angriff rufen wollte ertönte die Stimme Tylas durch den Gang.

Sie war mit hunderten Kaerbewohnern in den Gang gekommen und rief zur Vernunft. Tribador erkannte seine Niederlage und die übrigen Wachen legten ihre Waffen nieder.

Sie wurden gefesselt und an die Oberfläche gebracht. Tyla und die fünf Befreier des Kaers Dornwand kehrten zurück in das Kaer und verkündeten die frohe Botschaft.

Erst zögerlich, doch dann immer sicherer gingen die Kaerbewohner den Gang entlang, fuhren mit dem Fahrstuhl nach oben, gingen durch das erste Tor, an der Falle, an die sich Ad'aran und Sendra erinnerten vorbei, durch das Eingangstor in die Höhle.

Hier war Finsternis, doch je weiter die Bewohner gingen, desto heller wurde es. Ihre die Dunkelheit gewohnten Augen schmerzten. Der gewohnte harte Boden wich etwas weicherem. Vor den Kaerbewohnern tat sich eine weite Ebene auf. hinter dieser Ebene erhoben sich hohe Gebilde und an diesen hohen Gebilden erschien ein rot leuchtendes Gebilde. Es steckte den ganzen Himmel in Brand.

Eine große Stille erfasste alle.

Nach einiger Zeit wuchs das rote Gebilde in die Höhe, es wurde immer kreisförmiger und stieg über den Bergen empor.

Ad'aran beschrieb den Kaerbewohnern was sie sahen und nannte Dinge beim Namen, die er selber erst vor ein paar Wochen kennenlernte. Wenn er nicht weiter wusste sprang Sendra ein.

So kamen nach und nach alle Kaerbewohner an die frische Luft und es wurde ein Fest ausgerichtet.

Fas Fest fand auf der großen Ebene vor dem Kaer statt und alle Kaerbewohner bis auf die rotgekleideten Wachen und deren Aufpasser feierten ausgelassen.

Ifriitas, Solvein, Sendra, Da’lan und auch Ad'aran wurden in edle Gewänder gekleidet und gefeiert.

Nach einiger Zeit zog sich Ad'aran aus dem Trouble zurück. Er stellte sich so geschickt an, das sich niemand zurückgewiesen fühlte und alle ihren gerechten Teil von seiner Zeit abbekamen.

Ad'aran traf in der Nähe des Höhleneinganges welches zum Kaer führte Tyla, die alte elfische Garlenquestorin. Sie sah nicht sehr glücklich aus und er fragte sie.

Es stellte sich heraus, dass sie sich Sorgen ob der Zukunft der Kaerbewohner machte, doch Ad'aran konnte ihr einen Teil der Sorgen nehmen. Er berichtete ihr von Märkteburg und Throal und davon wie der Weg dorthin aussähe. So schlug er auch vor, dass die Kaerbewohner bis zu einem See mit Richtung Throal reisen könnten und sich dann dort niederlassen könnten, falls sie es wünschten. Natürlich stünde es ihnen frei mit nach Märkteburg oder Throal zu kommen.

Tyla war erleichtert und gemeinsam beschlossen sie, dass am nächsten Tag der Aufbruch zum nahegelegenen See stattfinden solle. Die drei Adepten aus dem Kaer sollten Ad'aran nach Throal begleiten und vom Leben im Kaer berichten. Die restlichen Bewohner dürften frei wählen wohin sie gehen wollen.

Müde und doch zufrieden ging Ad'aran zurück ins Kaer und suchte nach seiner Ausrüstung. Bis auf sein altes Schwert nahm er alles wieder an sich.

Auf dem Weg zu seinem Quartier stieß er auf Sendra. Sie sagte ihm: "Du warst heute sehr mutig, Ad'aran." und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

Ad'aran fehlten die Worte und er sah Sendra hinterher wie si im Gang verschwand.

So neigte sich der Tag für Ad'aran dem Ende zu und er viel in einen tiefen erholsamen Schlaf.

Da’lan, Solvein und Ifriitas feierten fleißig weiter.

Da’lan verzog sich mit zwei hübschen Elfen hinter ein paar Steine und begnügte sich mit ihnen, Solvein feierte fleißig mit den Kaerbewohnern und Luna, ihre Wolfshündin rannte wie von Sinnen so weit sie ihre Beine Trugen und zurück. Sie hatte noch nie so viel Auslauf und holte an diesem Abend bestimmt jeden Schritt nach, den sie im Kaer nicht hatte setzen können.

Ifriitas hingegen suchte seine Mutter auf. Er hatte schon lange nicht mehr mit ihr gesprochen. genau so lange wie er seine Stimme nicht hatte einsetzen können. Seine Mutter war erfreut ihn zu sehen und ging ein paar Schritte mit ihm, um dem Lärm der feiernden Namensgeber zu entgehen.

Seit diesem Tag ward sie nie wieder gesehen...


Nach der kurzen Schlafphase war Ad'aran wieder fit und stand auf.

Die Feierlichkeiten waren beendet, viele der Kaerbewohner schließen unter freien Himmel.

Um den "Bewachern" der Rotberobten eine Ruhephase zu gönnen setzte er sich zu ihnen und löste so einen von ihnen ab.

Der nächste Sonnenaufgang wurde fast mit einem solch großen Staunen begeistert angeschaut wie der des Vortages. Jedoch war heute kein Tag des Feierns, sondern der Tag des Aufbruches. So wurden von früh an alle Reiseutensilien wie Proviant und Ausrüstung gepackt.

Bald nach dem Sonnenaufgang ging es dann los Richtung Throal. Sendra, Solvein, Da'lan, Kuktar, Ifriitas und Ad'aran bildeten die Spitze des Trosses, dann folgten die Gefangenen Unterdrücker und hinter ihnen folgte, mit einem Abstand, alle Aufbruchbereiten Kaerbewohner.

Doch keine zwei Stunden des Weges später schoss ein dunkler Schatten auf die Wanderer zu.

Es handelte sich um ein Luftschiff von Troll Luftpiraten.

Unter Einsatz ihrer Talente schwangen sich zehn Kristallpiraten vom Luftschiff und landeten vor den fünf Kaerbefreiern und Kuktar. Sofort endbrannte ein heftiger Kampf. die Trolle waren sehr erfahren, trugen Lederrüstungen, große Holzschilde und schlugen wirkungsvoll mit ihren Trollschwertern zu.

Der Kampf war sehr unausgeglichen und die Trolle drängten die sechs Adepten zurück. In deren Rücken hatte das Luftschiff indes zur Landung angesetzt und die Piraten zogen einige der Rotroben an Bord.

Einzig Sendra, Da'lan und Kuktar schienen etwas gegen die mächtigen Trolle ausrichten zu können. Ad'aran verstand sich darauf möglichst viele Attacken an seinem Schild abprallen oder mit seinem Schwert von den Kameraden ablenken zu können. Ein geschickt geführter schlag jedoch, der vielen vorherigen folgte, schickte Ifriitas, der zuvor einen der Angreifer nieder streckte, ebenfalls in das Reich der Träume, wo er vielleicht etwas Erholung fand.

Die verbliebenen fünf Recken steigerten ihre Bemühungen enorm. So vielen zwei der Trolle durch Sendra und auch Da'lan und Kuktar streckten je einen Gegner nieder. Die restlichen fünf Kristtallpiraten suchten sich je einen Gegner. Solvein konnte der gegen sie geführten Attacke nicht stand halten und schlug neben Ifriitas bewusstlos zu Boden.

Ad'aran setzte seine verbleibende Kraft in die nächste Attacke und streckte seinen Gegner mit einer heroischen Attacke nieder.

Sei es ob dieser Attacke oder ob der sechs gefallenen Kameraden, auf jeden Fall zogen sich die verbleibenden vier Kristallpiraten zurück. Dabei versuchten sie noch die ohnmächtigen Kameraden mit zu nehmen, schafften dies jedoch nur bei einem, und gingen auf das Luftschiff.

Anscheinend hatten die anderen Kristallpiraten ihre "Ernte" ebenfalls eingefahren und so verschwand das Luftschiff so schnell wie es gekommen war am Himmel.

Tyla eilte herbei und wirkte einen Garlensegen auf Solvein und Ifriitas woraufhin beide wieder zu Sinnen kamen.

Zu aller Verwunderung fing Da'lan damit an den getöteten Trollen die Hörner aus dem Schädel zu reißen. Alle Umstehenden waren sich sicher, dass irgend ein Komplex den jungen Troll zu diesen Taten drängen müsse.

Nachdem alle wieder versammelt waren zog der Tross weiter. Von den ehemals 200 Rotroben waren 174 geblieben. der Anführer sowie die Geweihte waren ebenfalls mit auf das Troll Kristallpiratenschiff verbracht worden. Vielleicht trifft man sie irgendwann mal wieder...

Als die Nacht hereinbrach rasteten alle in der Nähe eines kleinen Wäldchens. Wobei man bei der "Mannstärke" nicht von Rasten sprechen darf.

Ad'aran flog förmlich durch das Lager und ging den Mitreisenden zur Hand.

Als seine Wache heran gebrochen war, kamen immer wieder ehemalige Kaerbewohner zu ihm und bedankten sich. dies wehrte der junge Verteidiger aber immer wieder ab und ließ die Danksagungen an sich abgleiten. Stets war er darauf bedacht nicht zu viel Lob an seine Person zu lassen. Es schien fast so, als habe er etwas dagegen, dass seine Taten als besonders erwähnenswert scheinen.

Der nächste Morgen kam angenehm über das Lager. Der finstere Nachthimmel wechselte von schwarz in ein tiefes Violett, dann immer weiter ins Rote hinein, bis es dann ins Hellblaue verlief. Die Sonne erstrahlte, als wolle sie den ehemaligen Kaerbewohnern ihre gesamte Pracht zeigen und die kleinen Wölkchen am Himmel bildeten immer wieder neue Figuren, die die Kinder zu erraten versuchten.

So zog der Tross weiter gen Märkteburg.

Gegen Nachmittag erreichten sie das von Sendra und Ad'aran beschriebene Dorf am See. Es war ein Wehrdorf. Eine gut ausgebaute hölzerne Palisade schützte es vor feindlichen Übergriffen.

Tyla kam zu den fünf Adepten und fragte nach dem weiteren Vorgehen. Ad'arans Vorschlag, dass zuerst eine kleine Delegation zum Dorf gehen solle, um dessen Einwohner von ihren friedlichen Absichten zu überzeugen, wurde sofort angenommen.

Die Delegation bestand aus Sendra, Solvein, Kuktar, De'lan, Ifriitas und Ad'aran.

Vor den Dorftoren standen zwei Zwerge, die sie mürrisch begrüßten und dann auf eine Sitzgelegenheit links des Tores verwiesen. Einer der Wachen wollte die Dorfvorsteherin holen.

Kurze Zeit später kam diese auch und die Zwergin stellte sich als Falada vor.

Sie war äußerst misstrauisch und ließ sich von den fremden Adepten ihr Kunsthandwerk vorführen.

Ad'aran schnitzte eine Rune in ein Stück morsches Holz, was ihm annehmbar gelang. Ifriitas holte Nadel und Silberfaden hervor und stickte eine neue Rune in seine schwarze Robe. Solvein schaute zuerst verlegen und fragte dann wer sich zur Verfügung stellen würde. Ifriitas schien sehr interessiert zu sein und so übte Solvein ihr Kunsthandwerk an Ifriitas aus. Das Resultat war eine gelungene Krähe auf Ifriitas Rücken. Da'lan weigerte sich sein Kunsthandwerk vor zu führen und Gukdar wollte einen Tanz vorführen, der mit einem lauten Scheppern gegen die Palisade endete.

Nach dieser Zeremonie wurde ein weiterer Zwerg hinzugezogen. Es schien der Schmied der, wie die sechs Adepten bereits erfuhren, 200 Namensgeber starken Siedlung zu sein. Er stellte sich als Gulon vor und fragte nach der Anführerin unserer Truppe.

Dies sorgte für eine erhitzte Diskussion die von Ifriitas stark angefacht wurde. Er empörte sich darüber, dass Gulon davon ausging, dass es eine Anführerin gäbe und über die Informationsquellen des Zwergen. Daraufhin lenkte dieser ein und korrigierte seine Frage.

Ad'aran antwortete, dass wohl Tyla die alte elfische Garlenquestorin als Anführerin bezeichnet werden könne. Der Zwerg schien das sehr zu begrüßen und offenbarte dann, dass er ein Questor Mynbruje, der Passion der Wahrheit, sei.

So brachte Ad'aran Gulon zu Tyla und gemeinsam gingen sie zurück zum Dorf.

Dort wurden sie in das Dorf eingelassen.

Die sechs Adepten wurden in das Gasthaus "Pulks Einkehr" gebracht. Dort erwartete sie ein überaus gut gelaunter Obsidianer, der von den ehemaligen Kaerbewohnern fassungslos angestarrt wurde. Solvein testete sogar, ob der Obsidianer, der sich als Pulk vorstellte, wirklich aus Stein sein und wurde nicht enttäuscht. Da'lan musste Pulk sofort zu einem Kräftemessen herausfordern und nach einem kurzen Schwächeln seinerseits sah es beim Armdrücken doch recht gut für den jungen Troll aus. Doch Pulk hatte nur mit halber Kraft gedrückt und so endete das Spiel schnell zu seinen Gunsten. So spendierte Pulk auf seinen Sieg allen Anwesenden einen großen Humpen starken Zwergenbiers.

Der Obsidianer war äußerst lebhaft und gut gelaunt. Jetzt verstand Ad'aran auch wieso sich der Obsidianer aus seinem Kaer so gut mit dem Windling verstanden haben musste. Wenn der Obsidianer aus Dargol genau so lebhaft war wie es über die Windlinge heißt, sind es verwandte Seelen in verschieden großen Körpern.

Pulk war wirklich ein aus der Art schlagender Obsidianer. Er erzählte unentwegt Witze und versuchte so viel gute Laune zu verbreiten wie nur irgend möglich. Er war ständig irgendwie spritzig und hampellig.

Plötzlich flog die Tavernentür auf, ein kleiner Zwergenjunge stolperte in den Schankraum und brach von den verdutzen Gästen zusammen.

Ad'aran stürzte zu ihm und flößte ihm seinen letzten verbleibenden heiltrank ein. Dieser entfaltete auch schnell seine Wirkung. Die Schrammen und Verletzungen des Jungen schlossen sich und auch das Gesicht bekam wieder eine rosige Färbung.

Der Junge stellte sich als Buran vor und bat um die Unterstützung mutiger Adepten. Im Kaer seines Heimatdorfes sei ein Dämon der immer wieder Namensgeber verschwinden lassen würde.

Tyla kam in diesem Moment ebenfalls in Purlks Einkehr an und lauschte dem Jungen.

Der Bitte Ad'arans Solvein, Sendra, Kuktar, De'lan, Ifriitas und ihn zu diesem Dorf ziehen zu lassen, um den vermeintlichen Dämon zur Strecke zu bringen kam sie gerne nach. Es wurde verabredet, dass sie sich nach der Beendigung de Aufgabe wieder in Pulks Einkehr treffen würden.

So zogen die sechs Adepten unter der Führung des Zwergenjungen aus, um einen Dämon zu erschlagen.

Buran erzählte auf dem Weg, dass auch ihr Dorfmagier Straten im Kaer, das unweit des Dorfes namens Tardim läge, verschwunden, jedoch tot gefunden worden sei.

Gegen Abend erreichte die ungleiche Truppe das Dorf Tardim.

Sogleich wurden sie zum Dorfvorsteher Nurvir vorgelassen. Dieser berief eine Versammlung ein, bei dieser die sechs Adepten vertreten durch Da'lan ihre Legende vortrugen.

Der junge Troll erzählte die Geschichte sehr gut und ausführlich, selbst Sendra als Troubadura musste dies neidlos zugestehen.

Nach dieser Darbietung erzählte uns Nurvir, dass seit nunmehr sieben Wochen Dorfbewohner im Kaer verschwinden.

Begonnen hatte alles mit Doria, die in das Kaer ging und nicht wieder heraus kam. Daraufhin gingen andere Dorfbewohner ins Kaer um nach ihr zu suchen, doch auch diese verschwanden. Nach fünf Wochen, also 35 verlorene Seelen später, wuchs der Druck auf den Dorfmagier Straten und dieser beschloss ins Kaer zu gehen, um nach dem Rechten zu sehen.

Doch auch Straten verschwand.

Fornan, ein junger und stattlicher Krieger unseres Dorfes ging ein paar Tage nach Straten in das Kaer, um nach dem Dorfmagier zu suchen. Fornan kam auch wieder aus dem Kaer. Er hatten den Leichnam Stratens gefunden aber es schien so, als habe er den Verstand verloren. "Das in mir wird euch alle vernichten!" schrie er und griff wahllos Dorfbewohner an.

Drei vielen seiner Raserei zum Opfer bis unsere Wache ihn tötete.

Bis heute weiß keiner der Dorfbewohner was in dem Kaer geschah, doch gehen alle davon aus, dass ein Dämon dort unten sein Unwesen treibt. die Pläne das Dorf zu verlassen sind geschmiedet, doch jetzt werden alle Hoffnungen in die sechs mutigen Adepten gesetzt.

Mit mulmigen Gefühlen legten sich die sechs Adepten in dieser Nacht zur Ruhe. Keiner wusste was ihn im Kaer erwarten würde. Einzig Da'lan schien voll Übermut zu platzen. Er schien die Gefahr in seinen jungen Jahren nicht einschätzen zu können und schlief wie ein Kleinkind, was er ab und an auch zu sein scheint.

In der Nacht träumte Ad’aran davon, dass ihm Farlis erschien. Er bat darum, dass sein Kurzschwert durch Ad’aran in die Hände eines würdigen Nachfolgers von ihm gelegt würde.

Der nächste Tag begann mit einem guten Frühstück und den besten Wünschen Nurvirs. Er übergab Ifriitas einen Plan des Kaers und Ad'aran den letzten Heiltrank des Dorfes.

Das ganze Kaer sah aus wie eine Blume dessen Mittelpunkt die fast runde Haupthalle war. Die Blätter waren tropfenförmige Hallen die von der Haupthalle abgingen. Über den Blumenstiel gelangte man in das Kaer und in die Haupthalle. Von ihm gingen links und rechts Zugänge zu je einer Wohnhalle ab. Über der Blume, am äußeren oberer Rand kann man sich eine Art Einfassung vorstellen. Diese ist eine weitere Höhle, die zum Pflanzenanbau diente.

Unter den Wünschen des Schutzes der Passionen zogen Solvein, Sendra, Da'lan, Ifriitas, Guktar und Ad'aran in das Kaer.

Das Eingangsportal schien unversehrt und auf dem staubbedeckten Boden zeichneten sich einige Fußspuren ab. Im Eingangsbereich lagen drei Lichtkristalle von denen sich Ifriitas, Da'lan und Ad'aran je einen nahmen, um besser sehen zu können. Ad'aran stimmte seine Zaubermatrix neu ab, da er den Zauber Licht durch die glückliche Fügung nicht benötigte.

Die sechs Adepten beschlossen nicht dem Hauptgang in die große Halle zu nehmen, sondern nach links in eine der Wohnhallen ab zu biegen.

Hier waren nur vermoderte Möbel vor zu finden. Anscheinend war die Halle einst in kleinere Segmente unterteilt, so, dass jeder Familienverband ein eigenes kleines Segment hatte. Gründliche Untersuchungen der Höhle förderten keine Informationen zu Tage.

Von dieser Wohnhöhle gingen die sechs Adepten in die Haupthalle. Hier schien einst ein Marktplatz gewesen zu sein. Im Norden floss wohl auch mal ein kleiner Bach durch die Halle.

Die sechs Adepten erblickten ein Gebäude in der Halle welches ein Zeichen trug, das sich auch in Tardim am Rathaus zu sehen war. Dies muss ebenfalls ein Rathaus sein und so gingen die sechs tapferen Adepten trotz ihrer mulmigen Gefühle in das alte Gemäuer.

Ifriitas erblickte das Bündel Elend als erster und machte seine Kameradinnen und Kameraden darauf aufmerksam.

Sie hatten die Überreste Stratems gefunden. Sein Gesicht war in Angst, Verzweiflung und Schmerz verzerrt und er hielt ein Pergament in der Hand. Seine Kleidung wies keine Beschädigungen auf und so konnte ein Tod durch eine Waffe ausgeschlossen werden.

Guktar wollte den Überresten des Magiers den Kopf abschlagen, doch Ifriitas hatte andere Pläne und hielt ihn davon ab. Dann wirkte er den Zauber Augenblick des Todes.


Ifriitas berichtete, dass Stratem wohl nicht ganz unschuldig am Verschwinden der Dorfbewohner sei. Er habe die Bewohner im Auftrage des Dämons in das Kaer gelotst wo sie getötet wurden. Nach all den Toten wollte er den Dämon Töten, ging in Farlis Gruft und nahm das Kurzschwert an sich. Auf dem Weg zum Dämon wirkte dieser einen Zauber gegen den Magier und dieser verstarb.

Ad’aran ging zum Leichnam und entnahm, ihm die Pergamentrolle welche er an Ifriitas übergab. Das Stück Pergament war eine überaus detailreiche Kaerkarte.

Als der junge Verteidiger den Leichnam des Magus umdrehte vielen seine Augen auf ein reich verziertes Kurzschwert dessen Klinge reich mit Runen geschmückt war und dessen Ebenholzgriff in einem Knauf mit dunkel blauem Stein endete. Niemand wiedersprach Ad’aran als er darum bat das Schwert zu verwahren, da ihm Farlis im Traum erschienen sei und er ihn bat einen würdigen Nachfolger zu finden.

Guktar bestand darauf den Leichnam zu enthaupten und tat dies auch.

Sendra schaute sich das Kurzschwert genauer an und konnte den fünf Adepten berichten, dass die Runen
diese Klinge hat das Blut von R’ischan getrunken
der Tag wird kommen an dem er ihn tötet
erst nachdem der Klinge Magie eingeflößt wurde
kann sie ihn töten.

besagten.

Ifriitas viel dazu ein, dass es sich bei R’schan um einen sehr alten und mächtigen Dämonen handelt der schon in der Zeit vor der Plage sein Unwesen in Barsaive trieb. Farlis hatte sich wohl unzählige Male mit dem Dämon gemessen, doch nie konnte einer den Sieg auf seine Seite ziehen. Farlis zog durch Barsaive und schaffte es sogar einige Dämonen zu vernichten, doch gegen R’ishan fand er kein Mittel. So beschloss er sich ein Kurzschwert zu kaufen und durch dieses einen Vorteil dem Dämon gegenüber zu haben. Doch dann brach die Plage über Barsaive und Farlis fand im Kaer Tardim Unterschlupf. Dort sorgte er für gute Unterhaltung, bis er an Altersschwäche starb. R’ishan hingegen wusste nicht wo Farlis untergetaucht war und suchte nach ihm. Seine unermüdliche Suche führte ihn zum Kaer Tardim und dort setzte er seine gesamte Macht ein, um in das Kaer zu kommen und den verhassten Troubadour Farlis zur Strecke zu bringen.

Allen anwesenden Adepten lief bei dem Gedanken an einen solch alten Dämon ein kalter Schauer über den Rücken. Worauf hatten sie sich bloß eingelassen?

Auf dem Kaerplan von Stratem konnte Ifriitas einen Geheimgang entdecken undso machten sich die sechs Adepten auf diesen zu erkunden.

Sie gingen in die Wohnhalle rechts der Haupthalle. Dort untersuchten alle die Wände und tatsächlich tat sich nach kurzer Zeit ein etwa zwei Schritt breiter und drei schritt hoher Gang auf.

In diesem Gang gab es kein Licht, die Luft war abgestanden. Es dauerte einige Zeit bis sie den Gang hinter sich gelassen hatten und in eine dreieckige Kammer kamen. In der Mitte lag ein Meditationsteppich um den herum zehn Leichen lagen. Sie waren schon stark angeweest aber stanken nicht. In jeder Ecke der Kammer stand ein Kohlebecken die jedoch alle erloschen waren.

Zur Überraschung der sechs Adepten standen die zehn Leichen auf und trugen alte Breitschwerter mit denen sie sofort gegen die "Eindringlinge" vorgingen. Gukdar erschlug seinen ersten Angreifer mit einem Hieb. Ad’aran hingegen wurde von gleich Zwei dieser Kadavermenschen attackiert. Seine erste Attacke schleuderte seinen ihm gegenüber stehenden Angreifer zu Boden. Da’lan nutzte diese Gelegenheit und wechselte die Position, um dem auf dem Boden liegenden Kadavermenschen den Schädel zu Brei zu schlagen. Der Schlag mit dem Schwert kam auf dem Boden zum Stehen. Der Kadavermensch hatte sich in der letzten Millisekunde weggedreht und so den Schlag ins Leere laufen lassen. Drei weitere Kadavermenschen drangen auf Ad’aran ein, doch war sein Schild immer dort zur Stelle wo der Hieb hingehen sollte. Seine nächste Attacke richtete sich gegen den ehemals am Boden liegenden, jetzt aber wie wild Da’lan attackierenden Kadavermenschen, doch irgendwie bemerkte er den tiefen Schnit in seiner Flanke gar nicht. Da Ad’aran einem seiner Gegner den Rücken zuwenden musste, um Da’lan zu helfen, schlug ein Kadavermensch dort kraftvoll zu. Das Leder seiner Rüstung zerriss und Ad’aran merkte, wie das alte Schwert in sein Fleisch schnitt. Da Da’lans Attacke wiederholt in der Luft endete musste Ad’aran den Kadavermenschen noch einmal angreifen, obwohl von hinten, rechts und links je ein Kadavermensch auf ihn eindrosch. Diese Attacke saß und der Kadavermensch stand nicht wieder auf. So konnte Ad’aran sich endlich in eine günstigere Kampfposition begeben und seinen Rücken decken. Da’lan rückte auf und widmete sich dem Kadavermenschen zu seiner Linken. Ifriitas, Gukdar, Solvein und Sendra schlugen sich indess sehr gut. Sie hatten ebenfalls einen Kadavermenschen niedergestreckt und zwei weitere wurden gerade niedergeschlagen. Bemerkenswert war, dass die Kadavermenschen um den Geisterbeschwörer einen Bogen zu machen schienen. Ad’aran und Da’lan kämpften Tapfer. Ein weiterer Kadavermensch erlag dem Breitschwert Ad’arans und ein anderer wurde von der Wucht des Schlages Da’lans zu Boden geschleudert. Die nächste Attacke Ad’arans erlegte einen weiteren Kadavermenschen. Da Solvein, Sendra, Gukdar und Ifriitas ihre Gegner besiegt hatten zogen sie gegen die restlichen Kadavermenschen bei Da’lan und Ad’aran. Schneller als eine Pfeil ins Ziel trifft schickte Ifriitas einen der wiederlichen Kreaturen auf den Felsboden und Ad’aran enthauptete sie. Da’lan und Gukdars Trollschwerter mähten durch die Massen und so entkam keiner der Kadavermenschen dem Zorn der sechs Adepten.

Von dieser Meditierstube führte ein noch schmalerer Gang ab. Sendra zählte de Schritte und kam auch 18. An dessen Ende erwarteten die sechs Adepten zwei weitere Kadavermenschen, die jedoch gegen die zumindest gegen Kadavermenschen kampferprobten Adepten kaum einen Schlag ausführen konnten.

Nach dem kurzen Kampf schauten sich die sechs in der Kammer um. Hier standen ein Schreibtisch auf den sich Ifriitas förmlich stürzte, ein zerlumptes Bett und mehrere Regale voller zerfledderter Folianten die alle verloren schienen. Einzig der Geisterbeschwörer schien etwas Interessantes gefunden zu haben, da er in einem Buch las und kein Wort von sich gab.

Nach einiger Zeit schien er mit seinen Gedanken zurück zu den fünf ihn anstarrenden Adepten gekommen zu sein. Er berichtete davon, dass er das Tagebuch Stratems gefunden habe.

Stratem habe bei einem seiner magischen Experimente einen Dämon in das Kaer gelockt. Bei diesem Dämon handelte es sich um R’shan. Stratem habe es geschafft R’shan an einem Ort im Kaer zu bannen, doch so allmählich würde der Bannzauber seine Wirkung verlieren. Eines Tages sei Stratem aufgewacht und über dem Leichnam von Doria gestanden. Der Dämon habe ihm gesagt, dass er für das was er ihm angetan habe büßen würde. So habe Stratem nach und nach immer wieder Namensgeber ins Kaer gebracht und getötet. Doch der Dämon hatte nicht die vollkommene Kontrolle über den Magier und so wandte dieser sich gegen ihn. Stratem suchte Jahrelang nach einer Lösung den Dämon zu töten und er fand sie in R’shans Tod, dem Kurzschwert Farlis. Dass Stratem unterlag wussten die sechs Adepten bereits vor dem Auffinden des Tagebuches.

Da die sechs Helden jetzt genau wussten, das sie gegen einen alten und mächtigen Dämon ziehen würden beschlossen sie sich vor zu bereiten. Zuerst wurde besprochen, dass Ad’aran, obwohl er sich gegen diese Entscheidung stellte, das Kurzschwert "R’ischans Tod" mit einem Faden an sich binden würde.

Durch die Informationen aus Stratems Tagebuch und Sendras Fähigkeiten im Erkennen magischer Strukturen in magischen Waffen gelang es den Adepten auch die ersten beiden Fadeninformationen heraus zu finden. Für den ersten Faden musste der Träger herausfinden wer das Kurzschwert wozu kaufte und wie er es benannte. Zusammen kamen sie zu der Erkenntniss, dass Farlis das Kurzschwert in der Zeit kurz vor der Plage kaufte, um im Kampf gegen R’ishan einen Vorteil zu haben. So nannte er das Schwert auch "R’ishans Tod". Für den nächsten Fadenrang würden die Informationen übern den Verbleib Farlis ährend der Plage notwendig sein und auch diese Information lag offen vor den Adepten. Farlis war während der Plage im Kaer Tardim untergekommen.

So wob Ad’aran den ersten Faden zum Kurzschwert "R’ischans Tod" um R’ischan mit seinem Todesbringer zur Stecke zu bringen.

Da’lan war in Stratems Meditationsraum und begann ein Karmaritual.

Ifriitas ging in den Gang von der Wohnhöhle zum Meditatiosraum, um dort ebenfalls ein Karmaritual zu vollziehen.

Ad’aran gab Solvein seinen einzigen Heiltrang und Solvein trank ihn auch gleich. Die Tiermeisterin hatte in den vorherigen Kämpfen immer wieder Verletzungen davongetragen und hatte sich von den Kämpfen im Kaer Dornwand und mit den Troll-Luftpiraten nicht ganz erholt. Der alte Heiltrank aus Tardim schien von Garlen gesegnet zu sein und so schlossen sich all ihre Wunden. Danach wollte Solvein ebenfalls ein Karmaritual vollführen. Um sie während des Rituals, welches sie im Eingangsbereich des Kaers vollführen musste, zu schützen begleitete sich Ad’aran. So konnteer beobachten wie Solvein ein Kaerhörnchen, Eine Mischung aus Eichhörnchen, Erdmännchen und Katze, bändigte.

Als alle ihre Vorbereitungen beendet hatten trafen sich die sechs Adepten im Studierzimmer Stratems.

Am Ende des Studirzimmers folgte ein breiter Gang der an einer massiven Holztür endete, Diese Holztür war mit ganz ähnlichen Runen versehen wie das Eingangsportal des Kaers. Ifriitas erkannte einen Barrierezauber der über die Jahre nachgelassen hatte.

Sendra, Solvein, Gukdar, Da’lan, Ifriitas und Ad’aran waren sich sicher, dass R’ishan hinter dieser Tür stehen musste.

So bereitete Ifriitas einen Aufhebungszauber auf, um die Barriere der Tür zu neutralisieren. Er brauchte große Ruhe, um sich auf die schwere Aufgabe zu konzentrieren. Zuerst schien ihm die Formel nicht so zu gelingen doch nach einigen Anläufen hatte er die magische Struktur der Barriere erkannt und vermochte sie zu brechen.

Dann bat er um eine Pause, da er einen anderen Zauber vorbereiten wolle, doch Ad’aran wiedersprach ihm. Es sei keine Zeit hierzu. R’ishan könnte jeden Augenblick mitten unter ihnen erscheinen.

Ifriitas wollte etwas erwähnen, doch zerbarst die massive Holztür in einem Ohrenbetäubenden Knall. Die sechs Adepten wurden von den Beinen gerissen und landeten unsanft auf dem Boden.

Da stand er vor Ihnen.
R’ishan

Einen Oberkörper wie ein Namensgeber und den Leib einer Echse. So groß wie zwei Trolle und so breit gebaut wie vier.

Er sprach sie an, das sahen die sechs Adepten, doch seine Stimme dröhnte in ihren Schädeln. Sie war so verzerrt, dass sie sich kaum an seine Worte erinnern konnten. R’ishan erwähnte seine Gefangennahme und die für ihn damit verbundenen Qualen und die Art der Rache die er an den Namensgebern nehmen wolle.

Die Zeit die der Dämon zum Sprechen nutzte, nutzten die sechs Adepten zum Aufstehen.

Hinter R’ischan tauchte ein Kadavermensch auf und hinter den Adepten, fast noch im Studierzimmer, stand plötzlich Stratem.

Ad’aran nutzte die Gunst der Stunde und führte eine Attacke gegen R’ishan, di dieser aber abwehrte und Ad’aran af den Boden schleuderte. Da’lan zog ebenfalls sofort gegen den Dämon und traf ihn hart. Ifriitas wendete sich Stratem zu und schleuderte einen Zauber gegen ihn. Sendra und Solvein nahmen sich dem Kadavermenschen an und Gukdar hieb auf R’ishan ein. Dieser wich dem Hieb aus und versuchte Da’lan zu beißen. Es gelang ihm und er riss ein großes Stück Troll aus dem Luftpiraten der laut aufschrie.

Ad’aran stand wieder auf und Gukdar hieb erneut auf den Dämon ein.

R’ishan schlug nach Da’lan, doch dieser wehrte seine Attacke ab und drehte sich sogar noch in sie hinein, um dann einen enormen Schlag gegen die Bestie zu führen. Der Dämon wurde von den Füßen gerissen.

Genau in dem Moment sprand Ad’aran vor. Sein Karma floss durch seinen Körper und lenkte die Klinge. R’Ishans Tod begann zu leuchten. Ad’aran stieß heftig zu und R’ishans Tod drang tief in den Körper der Bestie. Das Leuchten der Klinge wurde hellweiß und plötzlich zuckten weiße Blitze aus ihr. R’ishan bäumte sich unter immer heftiger werdenden Blitzen auf und schlug wild aber unkontrolliert um sich.

Die sechs Adepten brachten sich mit einem gewagten Sprung in Deckung.

Als sie wieder aufblickten war von R’ishan nur ein Haufen Asche übriggeblieben. Stratem und der Kadavermensch waren leblos zusammengesacht.

In der Höhle R’Ishans fanden die sechs Adepten einen Beutel Edelsteine. Die Edelsteine wollte Ad’aran dem Dorf übergeben und Ifriitas fragte sogleich nach dem Beitel, den Ad’aran ihm gerne überließ. So füllte sich Ifriitas den Beutel mit der Asche des Dämons R’ishan.

Gukdar fing an die Leichen zusammenzusammeln und die restlichen fünf Adepten halfen mit.

So kamen sie, zerschunden und mit den Überresten der vermissten Namensgeber aus Tardim zurück aus dem Kaer Tardim.

Dann wurden die Leichen ordnungsgemäß bestattet und den Helden eine Erholungspause gegönnt.

Am Abend wurde ein berauschendes Fest gehalten und Ad’aran dazu genötigt die Geschehnisse im Kaer zu berichten. Sämtliche Mitstreiter stimmten bei der Erzählung mit ein und so wurden aus zehn Kadavermenschen schnell mal zwanzig.

Auf dem Höhepunkt seiner Erzählung, dem Moment an dem er den finalen Schlag gegen R’ishan ausführte, sog er geistesabwesend "R‘ishans Tod" aus dem Gürtel und die Klinge begann zu leuchten.


Nach dem Fest und einer erholsamen Nacht, brachen die gefeierten Helden auf, um zum Haupttross zurückzukehren. Doch kaum hatten sie die ersten Meilen hinter sich gebracht, da erscholl Kampflärm und Schwerterklirren an ihre Ohren. Guktar und Da'lan vorran, rannten sie einen Hügel hinauf, hinter dem sie den Kampf vermuteten. Und tatsächlich, von der Kuppel aus sahen sie zehn Reiter, den Farben und dem Aussehen nach Theraner, die einen Zwergen umringten, der sich bisher seiner Haut mit einem Schwert erwehrte. Unter lautem Kampfgebrüll stürzten sich die beiden Trolle vorran auf die Reiter, dicht gefolgt von Ifriitas und Sendra. Ad'aran und Solvein hatten weniger Glück. Ein Unwetter hatte wohl einen Teil des Hügels unterspült und so brachen die beiden, von den anderen unbemerkt, durch die dünne Erdkruste und stürzten mehrere Ellen in die Tiefe.

Inzwischen hatten die anderen die Angreifer erreicht und warfen sich ihnen mit blitzenden Klingen entgegen. Ifriitas indessen blieb in einiger Entfernung stehen und warf einem der Theraner einen Zauber entgegen, der diesen sofort tot vom Pferd fallen ließ. Auch die anderen hielten blutige Ernte, so dass bald Glieder und sogar ein Kopf, von Beilen und Schwertern abgetrennt, durch die Luft folgen und die umstehenden mit blutigen Tropfen benetzten. Der Zwerg stellte sich dabei als wehrhafter heraus, als es auf den ersten Blick schien. Bald ergriffen die Reiter die Flucht und ließen nur ihre Toten und zwei der Pferde zurück. Während man Solvein und Ad'aran aus ihrer misslichen Lage befreite, stellte sich der Zwerg als Cardok vor, seines Zeichen nach Waffenschmied. Die Reiter seien wohl theranische Sklavenfänger gewesen, die in ihm eine leichte Beute gesehen hatten. Einzig Ifriitas unterstellte Cardok in seinem krankhaften Misstrauen, der Zwerg hätte alles nur vorgestäuscht, um sich das Vertrauen der Adepten zu ergaunern, da er es für sehr fraglich hielt, dass ein einzelner Mann mutterseelen allein durch das weite Land zog. Schließlich gab er aber doch widerwillig nach, als die anderen widersprachen und einwarfen, dass sich Cardok sehr wohl in Lebensgefahr befunden hatte und sogar einen der Männer getötet habe.

Wie sich herausstellte, waren der Verteidiger und die Tiermeisterin ernster verletzt als zunächst angenommen, so baute man provisorische Tragen und brachten die beiden, von den eingefangegen Pferden gezogen, zurück zum Dorf am See. Hier freute sich Tyla sehr über die Wiederkehr der Helden und ihr bestandenes Abenteuer und machte sich sogleich daran, die beiden Verletzten zu umsorgen. Allerdings hatte sie auch eine Nachricht zu überbringen, denn in "Pulks Einkehr" würde man bereits auf die Adepten warten. Dort angekommen bestellten sich die verbliebenen fünf kühle Getränke für die trockenen Kehlen und sprachen dann den überschwenglichen Pulk darauf an, wer denn hier nach ihnen verlangt habe. Der Obsidianer deutete nur auf einen Tisch an dem neben dem Schmied auch die Zwergin Falada saß und nun an den Tisch der Helden schritt. Zunächst hörte sie sich alles über die Vorfälle im Kaer Tardim und auf der Rückreise an und stimmte sogar Ifriitas Misstrauen Cardok gegenüber zu, dass es wirklich sehr seltsam sei, wenn jemand völlig allein durch Barsaive wandere. Dann kam sie auf den eigentlichen Grund ihres Anliegens zu sprechen. Seit die Bewohner Dornenwands vor dem Dorf lagerten, seien in den letzten Nächten immer wieder Fälle von Grabschändung und Leichenraub vorgekommen. Der Verdacht würde also nahe liegen, dass einer der Dornenwander an diesen Untaten schuldig sei. Außerdem sei sie selbst nicht in der Lage den Vorfällen nachzugehen, da alle ihr unterstellten Wachen mit der Sicherung des Dorfes und des Lagers beschäftigt seien. Sie sehe es daher als die Pflicht der Befreier von Dornenwand an, diesem unheiligen Treiben ein Ende zu bereiten. Ifriitas war sofort Feuer und Flamme und drängte darauf den örtlichen Friedhof einen Besuch abzustatten.

Der Totenanger lag außerhalb des Dorfes und war von einer steinernen Mauer umgeben. Schnell waren die aufgebrochenen Gräber gefunden. Ifriitas schien regelrecht enttäuscht, als man feststellte, dass die Gräber nicht von innen sondern von außen geöffnet worden waren. Erst als er bemerkte, dass dazu ganz offenbar kein Werkzeug benutzt wurde hellte sich seine Miene auf. Nach einigem Suchen entdeckten Da'lan und der Geisterbeschwörer eine Gruft, deren eisernes Eingangstor aufgebrochen worden war. Mit einer Lampe ausgerüstet stieg man in die Tiefe, nachdem auch die drei anderen Adepten herbeigerufen worden waren. Gerade wollte man sich an den Abstieg machen, als das nahe Heulen eines Wolfes zu vernehmen war. Zu sehen war jedoch nichts. Schon kamen die ersten Vermutungen über einen Werwolf zur Sprache. Letzlich schob man jedoch alle Furcht beiseite und wandete sich wieder der aufgebrochenen Gruft zu.

Mit aller gebotenen Vorsicht stieg die Gruppe in die alles umfassende Finsternis, welche selbst das Licht der Öllaterne nicht zu zerteilen mochte, hinab. Dort stießen sie auf einen steinernen Sarg, dessen Deckel ebenfalls aufgebrochen und vom Sarg geschoben worden war. Bei näherer Untersuchung des Inhaltes entdeckte man, dass sämtliche Knochen zerwühlt worden waren, als hätte ein übermütiges Kind seine Spielsachen durcheinander geworfen. Ifriitas bemerkte lediglich die Abwesenheit eines Oberschenkelknochens und einige Kratzspuren am Fußende der steinernen Totenstätte, die einem berühmten Bewohner des Dorfes gehörte. Komisch war auch, dass jemand einige frischere Knochen zu den alten hinzugefügt hatte. Da'lan rief nun alle zu sich, da er eine weitere Eisentür in die Tiefe entdeckt hatte, die wohl hinter Spinnenweben und Staub fast versteckt gewesen sein musste. Auch hier hatte sich jemand gewaltsam Zutritt verschafft. Weiter ging es in das nächste Untergeschoss, wo man auf acht hölzerne Särge stieß. Der Geruch von Moder lag in der Luft, doch waren diese Särge diesmal nicht angerührt worden. Sogar die Beigaben, die man den Toten mit auf ihre letzte Reise gegeben hatten waren noch an Ort und Stelle. Eine weitere intensive Suche förderte nun einen Durchbruch in ein natürliches Höhlensystem zu Tage, dessen Eingang man mit einer Illusion getarnt hatte. Die Höhle stellte sich bald als verlassenes Schmugglerversteck heraus, denn noch immer waren modernde Möbel und verrostete Waffen zu finden, die hier vor langer Zeit versteckt worden waren. Während sich Guktar und Cardok zwischen den halbzerfallenen Möbelstücken umsahen, suchten Sendra, Da'lan und Ifriitas den Rest der Höhle ab, bis sie sich der herumhuschenden Schatten um sich herum gemahn wurden. Schnell verbarrikadierte man den Durchbruch, um die anwesenden Unbekannten in der Dunkelheit eine feige Flucht unmöglich zu machen. Bald hatten die fünf Adepten einen der Schatten in die Ecke treiben können, wo sich der finstere Schrecken als ein streunender Wolf entpuppte. Doch die Erleichterung war nur von kurzer Dauer, denn der Wolf war nicht allein gekommen... Drei weitere Wölfe näherten sich nun den Helden, doch wurden sie von einem weit größeren und schlimmeren Untier angeführt. Das Wesen überragte die Wölfe fast um das doppelte und zeigte bald seine rasiermesserscharfen Zähne in dem krokodilartigen Maul. Das Fell schien eher aus überlangen Borsten denn weiches Fell zu bestehen und auf dem Rücken konnte es das Monstrum sogar zu einem Kamm aufstellen. Sofort zogen die Helden ihre Waffen und stellten sich dem Untier und seinem Rudel entgegen. Während sich Sendra und Ifriitas um die Wölfe kümmerten, rückten die anderen dem Wharg, wie Guktar es nannte, zu Leibe. Ein harter und kräftezerrender Kampf entbrannte, bei dem beide Seiten ihrem Gegner blutige Wunden rissen. Doch schließlich erwiesen sich die Helden und ihre erprobten Waffen doch als die besseren Kämpfer. Mit einem letzten Aufheulen bäumte sich der Wharg noch einmal auf, um dann zusammen zu brechen und seinen letzten Atemzug zu machen.

Anschließend trugen die Sieger die Tiere und das Monstrum an die Oberfläche, um den Dorfbewohnern die Übeltäter der Leichenschändung zu präsentieren. Falada war sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis der Untersuchung und reichte jedem einen Beutel mit Silbermünzen. Einzig Da'lans Anteil warf sie diesem mit sichtlicher Abscheu vor die Füße, da er der Zwergin auf wenig anziehende Art und Weise zu nahe getreten war. Die Tiere wurden gehäutet, um aus ihrem Fell Umhänge für die tapferen Helden zu fertigen. Das teure Fell des Wharg ging allerdings an Da'lan, der sich daraus eine Fellrüstung machen ließ.


Ad'aran und Solvein ging es inzwischen weit besser und der Verteidiger drängte nun auf einen baldigen Aufbruch gen Märkteburg, doch erbaten sich die anderen noch einige Zeit des Studiums, um einen neuen Kreis in ihrer Disziplin aufsteigen zu können. Leider war es dem Verteidiger nicht länger möglich im Dorf zu verweilen und brach schließlich allein weiter gen Märkteburg auf. Allerdings wolle man dort in absehbarer Zeit wieder zusammenfinden.

In den nächsten Tagen verbrachten die anderen ihre Zeit damit, sich einen geeigneten Lehrmeister zu suchen und sich dann ihrem Studium zu widmen. Die Abschlussprüfungen fanden in aller Öffentlichkeit statt, so dass die Dorfbewohner bald in den Genuss einiger spektakulärer Darbietungen wurden. Am ersten Tag war es ein gefährlicher Weitsprung, den Da'lan von einem vier Schritte hohen Podest auf einen verhältnismäßig schmalen Balken vollführen musste. Nach einigen Abstürzen gelang ihm schließlich der unglaubliche Sprung und sogar wieder zurück. Am nächsten Tag war ein beeindruckender Schwertkampf zwischen Guktar und seinem Lehrmeister zu bestaunen, bei dem es hoch herging. Die Schwertklingen flogen nur so hin und her und trafen auch immer wieder, ohne allerdings wirklichen Schaden zu verursachen. Es schien so, als wolle keiner der beiden Kontrahenten den Kampf zu einem schnellen Ende führen. Jedem Schlag folgte eine deftige Beleidigung oder spöttische Bemerkung. Schließlich zuckte Guktars Schwertspitze vor und brachte seinem Gegner eine kleine aber feine Wunde an der Wange zu und gewann so den Kampf. Den Höhepunkt bildete wohl Solvein, als sie mit einem ausgewachsenen Brithan, einem bärenartigen Wesen mit Widderhörnern, im Dorf auftauchte. Ihre Prüfung, die ihr der durchreisende trollische Tiermeister Tarnogg Krähenfreund aufgetragen hatte, bestand darin ein gefährliches Tier aufzuspüren und es friedlich zustimmen. Einzig Ifriitas Prüfung fand relativ subtil statt. Sein Ausbilder bestand darauf, dass Ifriitas einen Namensgeber vor Furcht erzittern zu lassen. Das ausgewählte Ziel war ausgerechnet Da'lan. Für jeden kam es sehr überraschend, als sich der Mensch vor dem riesigen Troll aufbaute, ihn nur schweigend ansah und sich Da'lan tatsächlich mit kreidbleichem Gesicht vom Tisch erhob und wenig überzeugend behauptete, er wolle ein Bier holen gehen.

Während die Helden von Dornenwand beschäftigt waren, fand Cardog die Zeit sich etwas im Lager vor dem Dorf umzusehen. Dabei stieß er nicht nur auf den Körper eines offensichtlich an einer schweren Krankheit Verstorbenen, sondern auch auf eine dürre Gestalt, dem Tod näher als dem Leben, der mit einem Stecken und sichtlicher Freude auf die Leiche einstach. Als er den Zwergen bemerkte fing er wie irrsinnig an zu kichern, sprang auf einen Pferdewagen und preschte in einem wahnsinnigen Tempo davon. Als Cardog wenige Stunden später den anderen davon in "Pulks Einkehr" davon erzählte, bildete sich bereits eine eitrige Beule auf dem Hals des Zwergen. Ifriitas und Da'lan bemerkten es als erstes und beugten sich unglücklicherweise zu weit vor, denn als Cardok sich erschrocken an den Hals griff, platzte die Beule auf und verspritzte seinen Inhalt auf die beiden Adepten. Ifriitas sprang augenblicklich auf und ging dem Zwergen fast an die Kehle. Bald erfuhren die anderen was den Geisterbeschwörer so aufbrachte. Bei dem dürren Männchen, so wusste Ifriitas zu berichten, handelte es sich um den Geißler, einem Dämonenkonstrukt, welcher bekannt dafür war, tödliche Krankheiten unter die Namensgeber zu bringen. In der Regel hatten seine Opfer nicht länger als zwei Wochen, bis sie qualvoll verstarben. Und nun waren die drei ebenfalls dem Tode geweiht. Einzig der Tod des Dämons würde die Krankheit beenden. Fast geschlossen standen alle auf und eilten nach draußen ins Lager. Die Krankheit hatte sich inzwischen ausgebreitet und die ersten Opfer gefordert. Selbst Tyla war in diesem Fall machtlos und bat die Helden um ihre Mithilfe. Natürlich sagten alle zu, selbst wenn für die Sendra, Solvein und Guktar die Gefahr bestand sich ebenfalls anzustecken. Für alle überraschend kam Ifriitas Besorgnis den anderen gegenüber, als er sie daran erinnerte, dass sie nicht mitkommen bräuchten. Doch Sendra und Guktar sprachen sich sofort dagegen aus, da sie ihre Gefährten und Freunde niemals im Stich lassen würden. Tyla wollte sich inzwischen um die Versorgung der Erkrankten kümmern und sie von den Gesunden trennen.

Schließlich brachen die sechs Adepten auf und verfolgten die Wagenspuren des Geißlers. Erst als die anbrechende Nacht eine ordentliche Suche zu nichte machte schlugen sie ihr Lager auf, wobei die Kranken darauf achteten nicht mit den Gesunde in Berührung zu kommen. Da man die gesamte Strecke zu Fuß zurückgelegt hatte und alle vollkommen erschöpft waren, dachte in dieser Nacht niemand daran Wachen aufzustellen. Dieser Leichtsinn stellte sich bald als gefährlicher Fehler heraus, als die Gruppe plötzlich von Geräuschen aus dem Schlaf gerissen wurden, nur um feststellen zu müssen, dass man sie bereits umzingelt hatte. Die Wesen, die einen großen Kreis um die Helden geschlossen hatten, waren ausgemergelte Gestalten die mit bloßen jedoch Krallen bewehrten Händen angriffen. Sofort sprangen alle auf die Beine und bildeten nun ihrerseits einen Kreis um so den Rücken an Rücken kämpfen zu können. Bald war ein heftiger Kampf entbrannt, bei dem selbst Solveins Brithan tapfer austeilte, aber auch selbst schwere Treffer einstecken musste. Auf jeden Helden kamen wohl zwei der Kreaturen, während Da'lan es sogar mit dreien aufnehmen musste. So tat es kein Wunder, dass die Helden bald schwere Verletzungen einstecken mussten. Sendra ging bald darauf zu Boden, während Da'lan, Solvein und Ifriitas es gelang ihre Gegner langsam in die Knie zu zwingen. Während sich die Unholde bei Cardok und Guktar als zäher erwiesen. In der Hitze des Gefechts fiel es leider nur Da'lan auf, dass sich jede besiegte Kreatur bald im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflöste. Einzig Solveins letzter Gegner, der unter einem mächtigen Klauenhieb der Tiermeisterin, zu Fall gebracht worden war, behielt seinen Körper bei. Der Luftpirat nuzte nun seinen letzten Gegner zum Abstoßen, sprang im weiten Bogen über zwei weitere der Angreifer und schlug noch während der Landung mit seiner Kristallaxt nach dem Wesen. Im letzten Moment rollte sich die Kreatur bei Seite und damit in Solveins Reichweite. Die Tiermeisterin sprang nun ihrerseits auf ihren Gegner zu und enthauptete ihn mit nur einem Schlag ihrer Klauenhand. Augenblicklich lösten sich die übrigen Angreifer einfach auf.


Die restliche Nacht stellte man Wachen auf, um auf weitere Überraschungen gefasst zu sein. Diese blieben aber zur Erleichterung aller aus. Einzig Ifriitas beschwerte sich am nächsten Morgen über das laute Schnarchen von Da'lan und dem Solveins Brithan, allerdings hatte er so die Zeit zu nutzen gewußt, um sich um einen Zauber zu kümmern, den er permanent auf seine Umhängetasche gelegt hatte. Und keiner dieser verfluchten Langfinger solle es wagen an seine Tasche zu gehen! Am nächsten Tag zog man weiter. Allerdings mussten Guktar und Cardog zurückbleiben, da sich ihre Wunden über Nacht entzündet hatten und die beiden mit Wundfieber darnieder lagen. Sie versprachen aber, dass sie nachkommen würden, sobald es ihnen besser gehen sollte. Die vier anderen setzten ihren Weg fort. Immer wieder fanden sie infizierte Körperteile und Fleischreste die scheinbar vom Wagen gefallen waren. Alle Fundstücken wurden eingesammelt um eine Ausbreitung durch unvorsichtige Finder oder Tiere zu vermeiden. Gegen Nachmittag wurde Da'lan auf ein Glitzern aufmerksam, dass aus dem Unterholz zu kommen schien, denn seit der Mittagszeit musste ein größeres Waldstück durchquert werden. Allerdings lag dieses Gebüsch etwas unterhalb des über einige steile Hügel führende Weges. Trotzdem machte sich Da'lan an den Abstieg und entdeckte die infizierten Leichen dreier Zwerge in Uniformen. Auch diese Körper wollte man nicht einfach liegen lassen und so beschloss man sie zu verbrennen. Während die Frauen einfach nur zu sahen, machte sich nun auch Ifriitas an den Abstieg. Doch verlor er auf dem Moos und feuchten Laub plötzlich den Halt und stürzte, mit der Nase vorran den Abhang hinab, wo er erst, von Da'lan am Kragen gepackt, endlich liegen blieb. Wütend und mit Laub und Dreck in Mund, Gesicht und Kleidung machte sich der Geisterbeschwörer an eine genauere Untersuchung der Zwerge. Neben einigen Silbermünzen fand er tatsachlich eine Dokumentenmappe mit einigen Schriftstücken, die er zunächst einfach nur einsteckte. Mit einer der Leichen auf der Schulter mühte sich Ifriitas nun den Hügel wieder hinauf, während Da'lan locker die anderen beiden gleichzeitig nach oben beförderte. Auf einer nahen Lichtung wurden die Zwergen schließlich verbrannt.

In den Schriftstücken entdeckte man schließlich, neben einem dringenden Hilfegesuch nach Throal, einen Bericht über einen weiteren Dämon der ein Heerlager überfallen habe und sich die plötzliche Krankheit die die Soldaten befallen habe zu nutze machte umd die Toten in Kadavermenschen verwandle. Aus den Beschreibungen und den groben Skizzen konnte Ifriitas den Dämon als Gharmek identifizieren. Einen Dämon mit madenartigen Körper und spitzen Schnabel, der tatsächlich in der Lage sein solle, Tote in Kadavermenschen umzuwandeln. Wenn beide Dämonen zusammenarbeiten würden, so die Gedankengänge des Geisterbeschwörers, dann hätte man es wohl bald mit hunderten von Kadavermenschen zu tun, deren Berührung schon ausreichen würde, den Virus des Geißlers weiterzugeben. Eile schie nun geboten. Tatsächlich stieß man bald auf ein Tal an dessem Grund sich das von einer Palisade umgebene Heerlager befand. Neben vielen reglos daliegenen Namensgebern, waren noch der Geißler und der Gharmek zu erkennen. Die vier Adepten warteten noch den Anbruch der Nacht ab, um dann im Schutz der ätherischen Finsternis, die Ifriitas gewirkt hatte, durch den gerodeten Abschnitt welches das Lager umgab, bis an die Palisade heranzukommen. Da'lan erkletterte nun das Tor und wollte es heimlich von innen öffenen, doch bereits oben angekommen wurde der Troll von einem der belebten Leichname bemerkt und das gesamte Lager in Alarmbereitschaft versetzt. Trotzdem gelang es dem Luftpiraten das Tor zu öffnen und der Rest der Gruppe stürmte auf den Gharmek zu. Denn sollte dieser Dämon getötet werden, wäre zumindest das Kadavermenschenproblem gelöst. Diese Kreaturen bewegten sich bereits jetzt zu mehreren Dutzenden durch das Lager und schritten nun auf die Adepten zu. Ungerührt davon gingen die vier geschlossen gegen den Gharmek vor. Doch der Angriff erwies sich bald als Desaster. Schien es nach den ersten Attaken zunächst noch, man könne trotz der Übermacht einen Sieg davon tragen, wandte sich das Blatt jedoch drastisch gegen die Angreifer. Gerade schlug Solveins Brithan dem gepanzerten Madendämon eine klaffende Wunde, da schloss sich diese plötzlich und Ifriitas stürzte mit einem Schmerzlaut auf den Lippen zu Boden. Über seine Brust zog sich die gleiche Wunde, die der Bär dem Gharmek gerade geschlagen hatte. Bevor die anderen reagieren konnten hatte auch sie weitere Schläge gegen den Dämon geführt, deren Wunden sich nun auf Ifriitas Körper abzeichneten. So hauchte der Geisterbeschwörer sein Leben auf dem dreckigen Boden aus.

Doch nun hatte der Dämon seine Möglichkeit einer Schadensübermittlung auf ein Opfer verloren und musste sich den nächsten Angriffen selbst erwehren. Und so fiel das Monstrum bald unter den wütenden Schlägen der Adepten zu Boden, wo ihm Solvein schließlich ein schmerzhaftes Ende bereitete. Fast augenblicklich fielen die Kadavermenschen ihrerseits tot in sich zusammen, diesmal endgültig. Doch nun stürmte der Geißler mit hassverzehrtem Gesicht auf die Helden zu. Während sich Da'lan todesmutig auf den neuen Gegner warf, packten Solvein und Sendra den toten Geisterbeschwörer auf den Rücken des Brithan und ließen diesen aus dem Lager heraus in den Wald laufen. Die Tiermeisterin und die Troubadurin suchten inzwischen das Zelt des Lagerkomandanten ab, in der Hoffnung, irgendwo ein Heilmittel für Ifriitas zu finden. Tatsächlich stießen sie auf ihrer Suche auf einige Heiltränke und eine Wiederbelebungssalbe. Mit ihren Fundstücken liefen sie nun ebenfalls in den Wald zurück. Da'lan deckte unter großen Anstrengungen den Rückzug der beiden Frauen, da ihn der Dämon bereits mit Blindheit geschlagen hatte und ihm mit einem tückischen Zauber langsam die Luft zum Atmen nahm. Kurz bevor ihm der Erstickungstod drohte, gelangte er aus dem Wirkungsbereich des Zaubers und auch er konnte, noch immer in seiner Sicht behindert, in den nahen Wald entkommen. Wieder zusammen rieb Solvein Ifriitas mit der Salbe ein, der fast augenblicklich erwachte und sich sofort nach dem Gharmek erkundigte. Erleichtert nahm er die Nachricht über dessen Tod auf. Trotzdem es eine interessante Erfahrung gewesen war, wäre er den dreien doch dankbar, da er nun seine Nachforschungen in dieser Spähre weiterführen könnte und die Möglichkeit habe, die Namensgeber von dem Geißler zu befreien. Man wolle aber zunächst auf Guktar und Cardog warten, denn wie Da'lan am eigenen Leib hatte erfahren müssen, war dieser Dämon doch stärker als anfangs vermutet.


In den späten Abendstunden tauchte Guktar endlich im improvisierten Lager der Helden auf. Er hatte Cardog zurückgelassen, um schneller zur Gruppe stoßen zu können, doch wolle der Waffenschmied so schnell wie möglich nachkommen. In der Nacht entdeckte der Geißler schließlich das Versteckt und versuchte endgültig mit seinen lästigen Verfolgern abzurechnen und sie ins Jenseits zu befördern. Während sich Ifriitas in einem Bannkreis vor dem Dämon in Sicherheit brachte und diesen von dort aus mit Zaubern eindeckte, warfen sich die anderen der häßlichen, dürren Gestalt mit gezogenen Klingen entgegen. Heftige Hieben wurden gegen den Geißler geführt, der sich wiederrum mit gezielt geschleuderten Blitzen zu wehren wusste. Sendra, Da'lan nd Guktar gingen bald mit versengter Haut zu Boden, fochten aber selbst von dort tapfer weiter gegen den Dämon. Schließlich war es Solvein, die dem Geißler mit einem tödlichen Klauenhieb die Kehle aufriss. Beim Dämon entdeckte Guktar eine Schriftrolle, die der Geißler einem Boten abgenommen haben musste und in der von einer Gruppe von theranischen Spionen berichtet wurde, die aufgebrochen sei, in der Stadt Parlainth, die legendäre Rüstung der Venna zu bergen. Man entschloss sich einen Boten gen Flüchtlingslager zu schicken, um vom Erfolg im Kampf gegen die Seuche zu berichten und dann weiter nach Parlainth zu reisen. Als Carlog schließlich eintraf, übertrug man ihm diese Aufgabe, da es dem Zwergen noch immer nicht besser ging, während sich bei Da'lan und Ifriitas schon die ersten Anzeichen einer Besserung von der Krankheit zeigte. Wenige Tage später stieß man während eines starken Sturmes auf einen dicklichen Mann, der mit einem Sack auf der Schulter und lauten Hilferufen auf die Gruppe zu gelaufen kam. Völlig ausser Atem flehte er um Hilfe, da er von einem ganzen Rudel Wölfe verfolgt werde. Zunächst blieb Ifriitas misstrauisch und als der Mann auch noch anfing darauf zu appelieren, dass es die Pflicht der Adepten wäre, ihm Hilfe zu gewähren, reagierte der Geisterbeschwörer mit vollkommener Sturheit. Erst als der Mann, der sich als Händler ausgab, seine gesamte Barschaft als Entlohnung anbot, sagte Guktar zu. Doch der Händler machte den Fehler in Solveins Gegenwart zu erzählen, weshalb er von den Tieren gejagt wurde. Er hatte nämlich in den letzten Tagen Fallen ausgelegt, um so an das kostbare Fell der Wölfe zu gelangen. Inzwischen war das Rudel herangekommen und hatte die Gruppe eingekreist. Solvein gelang es sofort den Leitwolf auszumachen und ging auf diesen zu, um zu verhandeln. Ifriitas entriss dem Mann währendessen den Sack und brachte die Felle hervor. Die Augen der Tiermeisterin blitzten gefährlich, als sie sich mit eiskalten Stimme zu den Namensgebern umwandte und erklärte, dass man den Händler den Wölfen als ausgleichendes Opfer überlasse. Der Dicke wehrte sich heftig mit bat mit weinerlicher Stimme um Gnade, doch die kannte Solvein nicht für Jäger die mit hinterhältigen Fallen töteten anstatt sich im ehrlichen Kampf mit der Natur zu messen. Guktar warf den Mann in die Gruppe der Wölfe, die sich mit lautem Knurren auf ihr Opfer stürzten und ihn regelrecht in Stücke rissen. Das Geld teilte man anschließend unter den Adepten auf. Keine sehr heldenhafte Tat, will man meinen und kann von Glück sprechen, dass der Verteidiger Ad'aran nicht zu gegen war. Zwei Tage später erreichte man den Dschungel, der die Stadt Parlainth umschloss. In der Nacht schlug man das Lager in der Nähe einer uralten Ruine auf. Während der Nachtwache von Da'lan begann plötzlich eine weibliche Stimme zu singen. Doch erst Guktar war es, der während seiner Wache nach dem Rechten sehen wollte. Als er die Ruine erreichte, erschien ihm eine durchscheinende Frauengestalt, die ihm zum Tanz aufforderte. Doch der Schwertmeister zog einfach seine Waffe und griff die Frau an. Diese setzte sich augenblicklich zu wehr und ließ ihr wahres, hässliches Aussehen erkennen. Der Schmerzensschrei von Guktar ließ schließlich die anderen aus ihrem Schlaf hochsschrecken. Ifriitas bemerkte sofort die Präsens eines Geistes in der Nähe und führte die anderen zu ihrem Gefährten. Der Geisterbeschwörer konnte die Erscheinung als Geistertänzerin identifizieren und erklärte, dass nur die Nähe von anderen Namensgebern die endgültige Erlösung für die Tänzerin herbeiführen könne. Mutig trat er vor und forderte seinerseits den Geist zum Tanz auf. Leider schien dieser doch zu stark, so dass der Geisterbeschwörer nach mehreren arkrobatischen und irrsinnig schnellen Drehungen mit klaffenden Wunden bewußtlos zu Boden fiel. Guktar und Da'lan, welcher seine ganzen Verführungskünste zur Schau stellte, erging es nicht besser. Auch Sendra erwies sich als nicht charismatisch genug die Geistertänzerin zu erlösen, so dass es wiederum Solvein war, der es letzendlich gelang sich so sehr zu öffenen, dass der Geist seine letzten Erinnerungen mit der Tiermeisterin teilte, um dann endlich ewigen Frieden zu erlangen.
Am Abend des nächstens Tages erreichten die Adepten endlich Haven, den einzige bewohnte Teil Parlainth. Zunächst suchte man sich Zimmer in einem Gasthaus, wo man beinahe in eine Schlägerei geriet. Doch man umging jede Auseinandersetzung und suchte sich ein Plätzchen im hinterem Teil der Schankstube, wo an den Wänden mehrere Köpfe von Untoten und die Überreste von Dämonen ausgestellt wurden. Ifriitas war sichtlich begeistert und fing sofort an einige der Exponate zu zeichnen, zu Studienzwecken wie er erklärte. Als er dabei von einem Menschen, der sich in einer Rangelei mit einem Troll befand, angerempelt und mit Bier begossen wurde, drehte er sich mit einem Angst einflößenden Blick herum und verlangte wütend eine Entschädigung. Völlige verängstigt reichte ihm der Troll seinen Geldbeutel, aus dem sich der Geisterbeschwörer eine ihm angemessene Summe herausnahm. Bald trat ein T'skrang Troubadur auf, der die Legende vom Meerjungfrau Parlament erzählte und danach zum Tanz aufforderte. Nach einigen Tänzen gingen alle zu Bett. Doch die Erholung war nur den wenigstens der Helden vergönnt, denn ihre Träume drehten sich bei fast allen um Untote, die sie verfolgten, in die sich die Kameraden und Freunde verwandelten und zu denen sie selbst wurden. Einzig Ifriitas kam am nächsten Tag gut gelaunt in die Schankstube und schien sichtlich erholt. Man wollte nun die Stadt erkunden, doch ein plötzliches Gewitter machte dies zunächst unmöglich. Als der heftige Regenschauer sich langsam legte, wurden die Helden auf einen kleineren Menschenauflauf aufmerksam, die etwas zu umringen schienen. Dies stellte sich als ein Anschlag heraus, auf dem in einer spinnengleichen Handschrift zu einem Jahrmarkt der Kadavermenschen Parlainth eingeladen wurde. Erkundigungen bei den Umstehenden ergaben, dass tatsächlich eine Fürstin der Kadavermenschen ein eigenes Reich in der Stadt habe und nun ihre Untertanen als Gaukler nach Haven schicken würde. Alle schienen diese Fürstin zu fürchten und erzählten Geschichten über sie, die sich bei genauerem Nachfragen als Gerüchte entpuppten. Ifriitas hatte allerdings nur ein verächtliches Lachen und Spott für diese Äußerungen übrig. Die Angst der Bewohner Havens schien ihn regelrecht zu amüsieren. Inzwischen hatten sich die anderen entschlossen sich die Ruinen von Parlainth näher anzusehen und sich mit gefundenen Schätzen die Reisekasse aufzubessern. Ifriitas Ratschlag, man solle sich zunächst über die Ruinen und den Windungen im speziellen informieren, denn dort solle Vennas Rüstung schließlich versteckt liegen, wurden als unnötig abgewiesen. Einzig eine Aufrüstung mit Hilfsmitteln bevor man in die gefahrvollen Stadtteile aufbrechen würde, stimmte man zu. Auf dem Markt traf man auch auf eine trollische Frau der Stadtwache, die genauere Einzelheiten über den Jahrmarkt der Kadavermenschen erzählen konnte. Parlainth war ursprünglich die alte Haupstadt der theranischen Provinz Barsaive. Vor der Plage war diese Stadt gekennzeichnet durch große wirtschaftliche Macht, prunkvolle Bauten und eine große Ansammlung von extrem begabten Magiern. Diese Magier waren dann allerdings trotz oder gerade wegen ihrer Brillanz für den Untergang der Stadt verantwortlich. Denn ihnen war die Lösung, als mit elementaren Schirmen geschützte Zitadelle die Plage zu überdauern nicht elegant genug. Also ersannen sie einen Zauber, der die gesamte Stadt mit all ihren Einwohnern in eine Niederwelt katapultieren und gleichzeitig jede Erinnerung in Barsaive an sie auslöschen sollte. Der Zauber gelang, die Stadt verschwand aus den Gedanken der Welt in eine unbekannte Dimension. Doch die Dämonen, die ferngehalten werden sollten, waren bereits in der Stadt und vernichteten in den folgenden Jahrhunderten jegliches Leben in Parlainth. Als das magische Niveau sank und die Stadt aus ihrem Exil wiederkehrte, brachte sie für ihre direkte Umgebung eine Art kleine Plage mit sich. Schnell sprach sich die Rückkehr der Stadt herum und natrürlich die Gerüchte über die Schätze, die noch immer in den Ruinen verborgen liegen sollten. Ein Troll namens Torgak nutzte die Flut der Abenteurer und Forscher und gründete in einem alten Viertel Parlainths die Siedlung Haven. Nach der Säuberung Havens von Dämonen und anderen Monstren und dem anschließenden Wiederaufbau des Stadtteiles tauchten eines nachts mehrere Kadavermenschen auf, die man aber schnell und ohne viel federlesen töten konnte. Bald tauchten in einer weiteren Nacht so viele Untote auf, dass man sie nur mit Müh und Not zurückschlagen konnten. Allerdings wurde Torgak der Stadtgründer entführt und vor die Fürstin Zwiegeboren geführt, die sich selbst als Königin über die Untoten in Parlainth' bezeichnete. Sie war sehr erbost darüber, dass man ihre erste Delegation, die sie zu einer freundlichen Kontaktaufnahme zu den neuen Nachbar geschickt hatte, auf brutalste Art und Weise umgebracht habe, ohne dass die Gesandten überhaupt die Möglichkeit gehabt hätten, den Grund ihres Kommens zu nennen. Torgak war sich seiner hilflosen Lage sehr wohl bewusst und so handelte er einen Friedensvertrag mit Fürstin Zwiegeboren aus, in dem die Königin der Untoten gelobte die neue Siedlung nicht wieder anzugreifen. Im Gegenzug versprach Torgak, dass man niemals die Hand gegen einen Kadavermenschen erheben würde, der sich Haven aufhalten sollte. So trennte man sich mit beidseitigem einvernehmen und hielt Wort. Einen Kadavermenschen hatte man seit dem nicht mehr in Haven gesehen. Nun seien gestern nacht aber einige der Untoten aufgetaucht und hätten die Einladung zum Jahrmarkt angeschlagen. Torgak sei sehr misstrauisch und vermute einen hinterhältigen Plan der Fürstin, jedoch sei er auch ein Troll der Ehre und würde zu seinem gegebenem Wort stehen. Eine Ablehnung der Veranstaltung hätte vermutlich unvorhergesehene Folgen, denn Zwiegboren würde diese beleidigende Zurückweisung bestimmt nicht einfach hinnehmen. Dem stimmte Ifriitas zu, warnte aber zugleich, dass einige der Bewohner Havens bereits beim Lesen des Anschlags in Angst und Schrecken vor den Untoten versetzt worden wären. Wie lange würde es wohl dauern, dass diese Angst in Wut und Agression umschlage, sollte erst einmal leibhaftige Kadavermenschen in der Siedlung umgehen? Und ein kleiner Mob, der sich geschlossen auf ihn stürzen würde, könnte selbst einem starken Kadavermenschen zur Gefahr werden. Aber Ifriitas würde seine Kenntnisse als Geisterbeschwörer und Spezialist auf diesem Gebiet der Untoten gerne zur Verfügung stellen, um einen offenen Konflikt zu vermeiden. Auch die anderen Adepten boten ihre Hilfe an. Tatsächlich suchte Torgak bereits nach Verstärkung für seine Stadtwache, denn einige seiner eigenen Leute hatten sich bereits strikt geweigert für die Sicherheit einiger Untoter zu garantieren. Nachdem man den Lohn ausgehandelt hatte, bekamen die Adepten bereits jetzt erste Anweisungen; In zwei Tagen solle man sich wieder in der Stadt einfinden und dann seinen Dienst beginnen.

Die bis dahin verbleibende Zeit wollten die Helden wiederum dazu verwenden in den Ruinen nach Schätzen zu suchen. Einzig Solvein blieb zurück, denn ihr Kaerhörnchen hatte sich wohl eine leichte Verletzung am Fuß zugezogen und eines ihrer gefleckten Wanderhamsterweibchen stehe kurz vor der Geburt ihrer Jungen. Daher müsse sie sich zunächst um die Tiere kümmern. So zogen Sendra, Da'lan, Guktar und Ifriitas alleine los. Der Geisterbeschwörer nutze noch die Möglichkeit und pauschte den Großteil der allgemein zugänglichen Parlainthkarte ab, die für eine grobe Orientierung sicherlich von Nutzen sein würde. In den Ruinen sah man sich zunächst einfach auf einer der Hauptstraßen um, bevor man schließlich in eine Nebengasse einbog und weiter in die Stadt eindrang. Da'lan entdeckte bald ein Gebäude, das zur Hälfte aus Obsidian bestand, während die andere Hälfte den Gebäuden in der Umgebung glich. Ifriitas warnte aber seine Kameraden, da er bereits jetzt die Anwesenheit von fünf Untoten in der näheren Umgebung verspüren würde. Schließlich siegte aber doch die Neugier und man betrat das Gebäude durch die offene Eingangstür, die ebenfalls zur Hälfte aus Obsidian bestand. Das Innere entpuppte sich als Verkaufsraum eines Teppichhändlers, doch zerviel die Ware bereits bei der leichtesten Berührung. Einzig Da'lan fand noch einen gut erhaltene Teppich, der nur etwas steif geworden war. Plötzlich standen fünf Ghule hinter den Adepten, die, als wäre dies nicht schon schlimm genug, noch von einem Kristallwesen unterstützt wurden. Während sich die Trolle um die Ghule kümmerten, stellten sich Ifriitas und Sendra dem kristallenem Dämon entgegen. Der erste Zauber des Geisterbeschwörers und der kraftvoll geführte Schwertstreich der Troubadura trieben das Wesen zunächst zurück, doch plötzlich stieß es seltsam klingende Laute aus und aus Ifriitas Knochen wuchsen urplötzlich Kristalle, die sich glattweg durch seine Haut bohrten. Nicht viel besser erging es Guktar, der von einer Kralle eines der Ghule am Arm verletzt wurde und nun plötzlich unter einem Gift zu leiden schien, welches ihm bei jedem zweiten Herzschlag mehr Schaden zuzufügen schien. Da'lan war es inzwischen gelungen einen der Ghule mit einem heftigen Schlag zu töten und dann seine kristallene Axt dem Dämon entgegen zu schleudern. Für die entstandene klaffende Wunde in der Kristallhaut bedankte sich die Kreatur, in dem sie nun auch aus Da'lans Knochen Kristalle wachsen ließ. Sendra und Ifriitas, dessen Haut von immer mehr Kristallen durchbohrt wurde, und an dessen verkniffenem Gesicht man erkennen konnte, welche Willenskraft es ihm abverlangte nicht einfach nur noch vor Schmerz zu schreien, ließen nicht nach und schickten den Dämon schließlich gemeinsam zu Boden. Danach wanden sich die beiden nun auch gegen die Ghule. Guktar hielt sich kaum noch auf den Beinen, als es ihm endlich gelang den letzten der Untoten mit einem gezielten Schlag auf dessen Kehle zu töten. Mit einem Mal war nun auch die Wirkung des Giftes verflogen und die glasigen Augen des Schwertmeisters klärten sich allmählich. Das Blut des Kristallwesens entpuppte sich als kristallisiertes Elementares-Wasser, dass man unter sich aufteilte. Auch die Schätze die man bei den toten Ghulen fand, wurden gerecht untereinander verteilt. Einzig den Teppich wollte Da'lan behalten, da dieser sich als magisch erwies, und in der Lage war, auf schwebende Art und Weise, Gepäck zu transportieren.


Nach langer Reise erreichte Ad'aran Märkteburg. Seine Kameraden wollten ihn nicht begleiten, doch Ad'arans Pflicht war es seinen Auftrag gewissenhaft zu Ende zu führen und dies beinhaltete die Überbringung der Berichte nach Thoral.

Die Auftraggeber waren mit dem Ausgang der "Expedition" sehr zufrieden und sicherten den Flüchtlingen aus dem Kaer Dornwand sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterstützung zu. Das Dorf am See wurde auch mit eingeschlossen und Ad'aran bekam ein Schriftstück zum Beweis der zugesicherten Unterstützung.

Kurz nachdem der junge Verteidiger Die thoralische Bibliothek verließ wurde dazu aufgerufen Tagebücher bei der Bibliothek ab zu geben. Da Ad'aran ein Tagebuch führte tat er dies gerne. Auch um Solvein, Sendra, Ifriitas und Da'Lan sowie den anderen Flüchtlingen aus Kaer Dornwand zu würdigen.

Kurz darauf traf er seine Meisterin Jola Dargon wieder und berichtete ihr alle Geschehnisse. Jola beschloss daraufhin, dass es an der Zeit wäre ihren Schützling in den zweiten Kreis des Verteidigers zu erheben und so begann eine harte Zeit der Ausbildung für Ad'aran.

Zum Ende seiner Ausbildung meditierten Jola und Ad'aran. Dem jungen Verteidiger erschienen mehrere Namensgeber, die irgendwie seinen Reisebegleitern ähnelten. Nur waren Rasse und Geschlecht vertauscht. Sie befanden sich in einer Situation, in der ihnen ein Händler begegnete der um Hilfe bat. Er sei von Hyänen verfolgt und wisse nicht weshalb. Kaum hatte er die Bitte um Beistand ausgesprochen befand sich die Gruppe umzingelt von Hyänen. Der trollische Tierbändiger schaffte es die wütenden Hyänen zu bändigen indem er die Leithyäne bändigte. Diese erzählte ihm, dass der Händler ihr Rudel vergiftet habe um an das Fell der Tiere zu kommen. Nach dem Gesetz der Hyänen müsse der Mann sterben und jetzt kämen die Tiere um ihr Recht ein zu fordern. Ad’aran sprach sich dagegen aus und wollte den Mann den Gerichten übergeben, doch die Tiermeisterin und seine gesamte Gruppe sprachen sich dagegen aus und traten für die Tiere ein. So musste der junge Verteidiger voller Schmach mit ansehen wie der Händler von dem wütenden Rudel zerfleischt wurde.

Der letzte durch Mark und Bein gehende Schrei hallte noch in seinen Ohren als er aus der Vision zurück kam.

Jola schien nicht besonders zufrieden mit dem Ausgang der Geschehnisse seiner Vision und wies ihn an seinen Gefühlen und seiner Überzeugung entsprechend zu handeln. Als Verteidiger müsse man den Mut aufbringen auch gegen eine Gruppe zu agieren wenn diese definitiv falsch agierte.

So wurde Ad’aran in eine neue Trance versetzt. Wieder begegneten ihm merkwürdig verdreht seine Kameraden. Jetzt befanden sie sich an einem Dorf an dem der Friedhof geschändet wurde. Anscheinend hatten Tiere die Gebeine aus den Gräbern geholt. Eine kräftezehrende Suche brachte die Gruppe auf die Spur einer ganzen Meute Hunde. Als sie die Spur bis zu einer Höhle verfolgt hatten stellten sie fest, dass die Hunde von einem Warg, einer dämonischen Kreatur in Hunde oder Wolfsgestalt nur viel größer angeführt wurde. Ad’aran gelang es die Gruppe davon zu überzeugen nur gegen den Warg vor zu gehen und somit das Übel an seiner Wurzel zu ersticken. Besonders der menschliche Luftpirat tat sich schwer darin die Argumente zu akzeptieren und der trollische Geisterbeschwörer wollte erst gar nicht zuhören. Zu guter letzt jedoch schenkten sie Ad’aran alle Gehör und es wurde nur gegen den Warg gekämpft.

Nach dem erfolgreichen Kampf erwachte Ad’aran aus der Sequenz und blickte in das zufriedene Gesicht seiner Meisterin.

Jola lehrte ihm an den folgenden Tagen den Spruch "Ausweichschub". Nach der Ausbildung kaufte Ad’aran ein Reitpferd und zwei Heiltränke und ritt zum Dorf am See. Dort traf er Tyla die erfreut die gute Kunde aus Märkteburg beziehungsweise Thoral entgegen nahm. Dan berichtete sie über die Geschehnisse um Sendra, Solvein, Ifriitas, Guktar, Da’Lan und einem weiteren Mitstreiter. All diese Geschehnisse kamen Ad’aran merkwürdig bekannt vor. So befanden sich seine Kameraden in ähnlichen Situationen und meisterten sie auch wie in seiner Vision geschehen.

Ohne sich lange aufhalten zu lassen wünschte der junge Verteidiger dem Dorf am See, das allgemein beschlossen hatte sich allmählich einen Namen zulegen zu wollen, alles erdenklich Gute und machte sich schnellstmöglich auf nach Haven.

Nach einem strapaziösen Ritt erreichte er die errungene Ecke Parlainths die Haven heißt. es herrschte reges Treiben auf den Straßen. Viele der Namensgeber sahen so aus als können sie eine interessante Geschichte über ihr Leben erzählen.

Ein Aushang von einer "Zwiegeboren" machte Ad'aran etwas stutzig. Es soll ein Jahrmarkt der Untoten Stattfinden.

Einige Bewohner äußerten ihm gegenüber ihr Misstrauen. Zweigeboren sei die Königin der Untoten und Torag, das Stadtoberhaupt, habe einen Nichtangriffspakt mit den Untoten geschlossen als er diesen Stadtteil Parlainths errang. Jetzt befürchten die Bewohner das Zwiegeboren Haven überrennen will.

Nach einiger Suche fand Ad'aran seine Kameraden im Gasthaus "Lurags Erbe".

Er begab sich an ihren Tisch und würde von Ifriitas mit dem Satz "Bist du auf der Durchreise?" begrüßt.

Ad'aran stutzte zwar, doch überging er die unfreundliche Äußerung des Geisterbeschwörers.

Da'Lan war gerade in seine Gedankenwelt versunken.

Plötzlich hielt jemand Ad'aran die Augen von hinten zu. Die weichen Hände und der angenehme Duft der Haut ließen dem Verteidiger einen angenehmen Schauer über den Rücken rinnen und er erriet richtig, dass Sendra ihm die Augen zu gehalten hatte.

Sie war die einzige die sich aufrichtig über das Erscheinen des Verteidigers zu freuen schien.

So erfuhr Ad'aran auch, dass Toran eine Truppe zum Schutze der Untoten auf dem Jahrmarkt ins Leben rief.

Während der Unterhaltung viel Ad'aran auf, dass viele Namensgeber gegen die Untoten wetterten. In seiner Ausbildung hatte er gelernt die Gerechtigkeit auch gegen einen Mob zu verteidigen und so richtete er sein Wort an einen dicklichen Ork der am lautesten gegen das bevorstehende Ereignis wetterte. Es stellte sich heraus, dass die Bewohner einfach nur Angst zu haben scheinen.

Die Tür zum Schankraum flog auf und Torags Stellvertreterin Ireka Schüttelmähne trat in den Raum. Sie stellte sich lauthals vor und fragte wer noch am Trupp zum Schutze der Untoten teilnehmen wolle. Ad'aran sagte sofort zu. Ifriitas schien das nicht zu gefallen und er schnaubte.

Der dickliche Troll sagte, dass die Untoten bestimmt schon Späher in Haven hätten und so ließ Ad'aran einen astralen Blick durch den Raum gleiten. Die Statue inmitten des Raumes machte auf sich aufmerksam. So schimmerte sie merkwürdig. Kein Stein hat je so geschimmert.

Auf ein nachfragen beim Wirt erfuhr der junge Verteidiger Lurags Geschichte. Er hatte sich eigentlich schon zur Ruhe gesetzt, doch es zog ihn noch einmal nach Parlainth. Leider begab es sich so, dass einige Abenteurer ihn Tage später versteinert vorfanden und ihn nach Haven brachten. Jetzt steht Lurag in der nach ihm benannten Taverne und niemandem ist es bis jetzt gelungen ihn zu erlösen.

Zum Glück war der Wirt freundlich und er freute sich einem sehr interessierten jungen Adepten die Geschichte von Lurag zu erzählen. So bekam Ad'aran auch eine Schlafstätte für die Nacht.

Ein Traum in dem alle zu Kadavermenschen wurden ließ Ad'aran hochschrecken und er fand in der Nacht keinen rechten Schlaf mehr.

Der Tag des Jahrmarkes war gekommen und die Schutztruppe wurde mit orangenen Schärpen behangen. Die Anführer bekamen rote Schärpen. Ifriitas begann gleich seine Schärpe mit silbernen arkanen Zeichen zu besticken. Er wollte sich wohl besonders hervorheben.

Als die Dämmerung einsetzte öffneten sich die Stadttore gen Parlainth wie von Geisterhand und eine große Anzahl an vermodernden Wesen trat auf den Platz dahinter. Sie trugen Planen und Stangen sowie allerlei Kisten. Mitten in der Horde von Kadavermenschen wurde eine reich geschmückte Sänfte getragen aus der ein Elf ausstieg.

Ad'aran erkannte ihn als Lenethriel einen legendären Helden der Elfen.

Lenethriel war der Marktausrufer der Kadavermenschen und selber einer von ihnen. So schmetterte er eine Lobhymne auf Zwiegeboren und ließ die Untoten ihre Marktattraktionen aufbauen.

Ad'aran schloss sich Ifriitas an. Ihm war es recht egal was der Geisterbeschwörer über ihn dachte doch wollte er sicher gehen das der Mann mit der dunklen Aura keinen Unfug treibt.

So gingen beide über den Markt und Ifriitas erblickte eine Gruppe von Kadavermenschen die sich merkwürdig vor dem Stadtplan Parlainth herumdrückte. Als die zwei Adepten sich der Gruppe näherten zerstob diese in alle Richtungen und ward nicht wieder gesehen.

Sendra schien besonders am Glücksspiel große Freude gefunden zu haben und pumpte sogar Da'lan an. Zu ihrem Unglück verlor sie das letzte Spiel und hätte zwanzigtausend Goldmünzen auftreiben müssen oder noch ein weiteres Spiel wagen. Leider entschloss sie sich für das Spiel und so wurde sie zur Leibeigenen von Zwiegeboren. Schlimm war, dass alle Diener Zwiegeborens ebenfalls Kadavermenschen sind. Die Bitte um Nachsicht ließ die Untoten kalt und da es einen Nichtangriffspakt gab und Sendra das Spiel selber nach freier Entscheidung verlor gab es auch rechtlich nicht gegen den Vorgang ein zu wenden.

Drei weiteren Namensgebern erging es ebenso wie Sendra und sie wurden am Ende des Jahrmarktes mit nach Parlainth genommen.

Ad'aran, Guktar und Da'lan folgten den Untoten bis diese in einer Senke verschwanden. Vor der Senke bauten sich sechzig Wachen auf die auch sofort anfingen zu schießen wenn sich nur ein Namensgeber blicken ließ. So hatte Ad'aran schwer zu kämpfen um in dem auf ihn niederprasselnden Pfeil- und Bolzenhagel nicht um zu kommen.

Die drei Adepten beschlossen das sie gegen die Kadavermenschen nicht vorgehen könnten und versuchten möglichst schnell das Geld zur Freilassung Sendras auf zu treiben. Jeder der Adepten konnte 150 Goldstücke zur Verfügung stellen doch das war bei weitem nicht genug. So zogen sie am nächten Tag in die Windungen. Das erste Haus das sie durchsuchten war eine ehemalige Gaststätte. Dort fanden sie fünf Diamanten. Das nächste Haus schien ein Handwerkerladen gewesen zu sein und dort fanden sie einen Stechspatel. Das dritte und letzte Haus des Tages barg größere gefahren. So wurden sie von drei Jehuthren attackiert. Nach hartem Kampf erbeuteten sie neben den Toraxnetzen noch eine Truhe mit fünf Goldmünzen und 15 Silberlingen.

Für den Tag war es genug und die drei zogen zurück nach Haven.

Den zweiten Tag erblickten sie eine Scheune, doch als sie die Tür öffneten wurden sie von sechs etwa drei Schritt hohen Gottesanbeterinnen angegriffen. Die Dämonenkonstrukte waren so schnell, dass Guktar und Ad'aran schon in der ersten Runde ohnmächtig zu Boden gingen.

Geistesgegenwärtig warf Da'Lan beide auf seinen fliegenden Teppich und zog sie davon. Die Gottesanbeterinnen verfolgten ihn, doch schienen sie genau so schnell wie der Troll zu sein. Der größte Fehler neben der Annahme das sie das Geld auftreiben könnten war der, dass Da'lan sich in ein Haus flüchtete und nicht nach Haven.

Gerade wurden Ad'aran und Guktar wach als sie feststellen mussten, dass Da'lan samt einer Tür durch den Raum Flog und schwarze Gottesanbeterinnen in den Raum eindrangen.

Bevor der junge Verteidiger zu Boden ging konnte er bemerken, dass ein Kadavermensch auf einem der widerwärtigen Kreaturen ritt.

Mit kräftig schmerzenden Gliedern erwacht die Gruppe. Sie sind sich sicher, dass auch sie bald zu Kadavermenschen würden. Obwohl sie keine Ausrüstung mehr haben lassen sie den Kopf nicht hängen. Da'Lan und Ad'aran konzentrieren sich auf ihre Genesung doch Guktar bleibt regungslos liegen, atmet aber schwach.

Plötzlich vernehmen sie eine Stimme von weiter abseits ihres Gefängnisses.. "Was ist los hier?" "Mist warum ist der Scheiß nass?" "Das hat doch gerade noch gebrannt!" Dann poltert es kurz.

Die Tür öffnet sich und die Fesseln werden von einem durch die Luft schwebenden bluttropfenden Dolch durchtrennt.

Nach kurzem Zögern gehen die beiden aus der Zelle wobei Da'lan den Ifriitas.

Guktar bleibt trotz Heiltrank bewusstlos am Boden liegen.

In einer kleinen Kaverne erblicken die zwei Ifriitas der ihnen wohl gefolgt sein muss. Nach einer kurzen Bedankung seitens Ad'aran entdecken sie einen trollischen Kristallspeer den Da'Lan nehmen soll, da er magisch ist und bei Kristallpiraten gebräuchlich bei Kämpfen gegen Theranische Luftschiffe ist.

Da'lan, Ifriitas und Ad'aran gehen einen Gang entlang als sie an dessen Ende kommen. Es ginge entweder rechts oder links weiter und Da'lan hört Schritte von rechts.

Die drei entschließen sich in deren Richtung zu gehen und kommen an einer Tür vorbei hinter der sie Lenethril reden hören. Er habe einen großen Plan. Sobald dieser in die Tat umgesetzt ist entsteht ein neues Reich der Kadavermenschen und für alle die daran teilgenommen haben wird es großen Ruhm geben.

Schnell gehen die drei Adepten weiter und gelangen in einen Thronsaal.

Mittig steht ein Altar auf dem Sendra liegt. Dahinter ist ein Thron aus bleichen Knochen auf dem eindeutig Zwiegeboren sitzt.

Ifriitas begrüßt die Königin und besänftigt sie, berichtet von dem gehörten und gerade als die Königen seine Ausführungen unterbinden wollte stoßen Lenethrils Männer in den Raum und schreien Zwiegeboren an zu kapitulieren.

Eine kurze aber für den Geisterbeschwörer äußerst lukrative Verhandlung später, Ad'aran konnte Sendras Leben heraus handeln, Ifriitas bekommt einen seltenen Zauber, kämpfen die Adepten gegen Lenethril.

Je drei Kadavermenschen werden von Da'lan und Ad'aran beschäftigt während Ifriitas mit Lenethril im "Zauberduell mit Untoten" steht. Ad'aran wirkt den neu erlernten Spruch "Ausweichschub" auf sich.

Die Untoten unterlegen und Ifriitas tötet Lenethril.

Ad'aran darf dessen Schwert an sich nehmen und zusammen mit Sendra und einem alten Buch werden sie aus Zwiegeborens Reich eskortiert.

Zurück in Haven gibt Da'Lan das erbeutete und investierte Geld an die drei beteiligten zurück.

In Haven gibt Ad'aran Lenethrils Schwert an Sendra die dafür Blutschwinge analysiert. So kann Ad'aran die ersten zwei Ränge zu seinem Schwert Blutschwinge weben. In Haven trennen sich erst mal die Wege der Adepten, da jeder seine Fähigkeiten intensivieren wollte.


Nach ihren Weiterbildungen und Studien trafen die Adepten in "Lurags Erbe" zusammen. Einzig Ad'aran war zu diesem Zeitpunkt nicht aufzufinden gewesen, während Solvein sich mit der Erklärung, sie wolle in den umliegenden Dschungeln nach seltenen und interessanten Tieren suchen, für unbestimmbare Zeit verabschiedet hatte. Im Gasthaus wurde man auf einige Händler aufmerksam, die draußen Flugblätter verteilten und Anschläge an die Häuserwände nagelten. Man wolle weiter nach Parlainth vordringen, doch müsse man dazu die Falschmenschen im sogenannten "Kriegsgebiet" dazu beseitigen. Daher habe man sich entschlossen auf jeden Falschmenschen ein Kopfgeld auszusetzen. Jeder gefährlicher der Falschmensch, umso höher die Belohnung. Angefangen wurde dabei beim Strohmenschen und ging dann über die Wachs- und Steinmenschen zu den fast unbezwingbaren Stahlmenschen. Sofort entschloss man sich der Jagd anzuschließen, allerdings schien es, als ob Ifriitas mehr mit dieser Aktion zu bezwecken schien. Nach den notwendigen Einkäufen machte man sich gleich am nächsten Tag auf den Weg zu den Windungen, um von dort weiter bis zum Kriegsgebiet vorzudringen.

Auf der Reise durch die Windungen stießen Sendra, Guktar, Da'lan und Ifriitas zunächst auf eine sich selbstständig bewegende Grube, die die Gruppe einige Zeit verfolgte und schließlich auf riesige Schlingpflanzen, die sich über die Straße zogen. Mit Ifriitas Gespür für Untote konnte man diesen aus dem Wege gehen, stieß gegen abend jedoch, während der Suche nach einem Versteck für die Nacht, auf mehrere Kristallgargyle, die die Helden nur mit Mühe bezwingen konnten. Das Nachtlager schlug man schließlich in einer verlassenen Villa auf, wo sich der schwerverletzte Guktar mit letzter Kraft auf ein schäbiges Sofa warf. Man entdewckte hier sogar eine noch ungeöffnete Truhe, bei deren Aufbrechen jedoch eine Falle ausgelöst wurde, die den Schwertmeister endgültig in eine gnädige Ohnmacht, aus der ihn erst ein Heiltrank des Geisterbeschwörer zurückholte. In der Truhe hatte man indessen mehrere Hundert Silbertaler und einige Diamanten entdeckt, die unter den Anwesenden verteilt wurden.

Der nächste Tag führte die Gruppe bis zu den Ausläufern des Kriegsgebietes, wo man sich nun mit einem dichten Pflanzenteppich herumschlagen musste, die bei einer Verletzung eine stark ätzende Säure verspritzten, die selbst Da'lans Kruzschwert zersetzte. Schließlich wurde man auf einige Hügel aufmerksam, die man von nun an ansteuerte. Dort entdeckten die Adepten einen Zwergen, der sich im Streit mit einem steinerenen Falschmenschen befand und von diesem niedergeschlagen wurde. Als die Helden eingriffen, war es für den Zwergen allerdings schon zu spät. Zwar gelang es gemeinsam den Steinmenschen niederzuringen, doch für den Zwergen kam jede Hilfe zu spät. Man lud den toten Falschmenschen auf Da'lans schwebenden Teppich, da für ganze Falschmenschen sogar noch mehr bezahlt wurde und zog weiter in Richtung einiger Ruinen, wo man ein Nachtlager aufschlagen wollte. Hier stießen die Adepten jedoch auf weitere Falschmenschen, dieses Mal vorallem auf Stroh- und Wachsmenschen, die trotz Überzahl schnell überwunden waren und bald einen beachtlichen Haufen von Köpfen auf dem Teppich bildeten.

Plötzlich waren die vier Helden von einer ganzen Gruppe von Falschmenschen jeglicher Gattung umzingelt, die von eiem kupferfabernden Stahlmenschen angeführt wurden, der sich ihnen als List vorstellte. Die Adepten hätten bewiesen, dass sie durch aus ein der Lage seien, sich ihrer Haut zu erwehren, doch hätte sie dabei einige seiner Leute getötet, für die es nun Ersatz für die kommende Schlacht verlange. Sie hätten nun die Wahl, entweder sie würde für ihn kämpfen, oder man werde sie noch auf der Stelle umbringen. Als Belohnung für ihre Dienste, hätte die Adepten von nun an freies Geleit auf dem Gebiet der Gelben. Tatsächlich fiel bei genauerem Hinsehen auf, dass alle Falschmenschen in irgendeiner Form gelbe Armbänder trugen. Der getötete Steinmensch hingegen trug eine rote Binde. Er sei ja auch einer von Brechers Männern erklärte List. Offensichtlich kämpften hier mehrere Gruppen seit Jahrzehnten gegeneinander.

Da es keine Fluchtmöglichkeit gab, stellten die vier Adepten ihre Fähigkeiten in die Dienste von List. Zufrieden erläuterte der Falschmensch nun seinen Plan. Es ginge darum die Standarte der Rote aus dem Besitz von Grob, der Rechten Hand von Brecher zu erobern. Dieser halte sich in einer Stufenpyramide ganz in der Nähe auf. Die Helden sollten nun die Falschmenschen aus der Pyramide locken und dann selbst in diese vordringen. Allerdings sei das zweite Untergeschoss zu meiden, denn dort halte sich ein uralter und unsterblicher Theraner auf, dem man zwar alle gefundenen Gegenstände als Opfer brachte, den man ansonsten aber lieber mied. Ifriitas war wiederum sehr interessiert, doch wollte List nichts weiter dazu sagen. Auf die Bitte des Geisterbeschwörers hin, durchsuchte man auf dem Weg zur Pyramide noch den Keller einer Ruine, doch schien Ifriitas nicht sehr glücklich zu sein, als er wieder ans Tageslicht kam, wollte allerdings auch keine der Fragen seiner Gefährten dazu beantworten. In einer weiteren Ruine kurz vor dem Ziel bezog man nun Stellung um Kriegsrat zu halten. Doch diesen wurden durch einen kleineren Tumult in der Nähe unterbrochen, da eine Gruppe von Spähern einige angebliche Spione aus Brechers Diensten gefangen genommen habe.


Ad'aran, der ja erst kürzlich in Märkteburg einen Kreis erhoben wurde nutzte die Zeit um etwas einkaufen zu gehen. So erstand er ein hervorragend gearbeitetes Abenteurerpaket samt Zelt, einen wasserdichten Rucksack, sechzig Ellen T'Skrangseil, ein Kochleder und ein Waffenpflegeset.

Nach dem Einkauf betätigte sich der junge Verteidiger in der Stadt. So vereitelte er den Raub der Geldkatze einer älteren Orkin, die gerade in den Bäckerladen gehen wollte, als zwei halbstarke ihr den Gürtel durchschnitten und das Geldbehältnis stahlen. Die Verfolgung ging durch ganz Haven, doch Ad'aran ließ nicht locker und zu guter Letzt ließen die Diebe das Diebesgut fallen. So konnte er der Dame ihr Geld zurück geben und verschwinden bevor sie ihm eine Belohnung hätte geben können. Auch half Ad'aran bei der Bildung der Kinder mit. So lehrte er kurze Zeit die Barsaivsche Geschichte.

An einem schönen Nachmittag schlenderte der junge Mann durch Haven und traf den Troubadour der des Öfteren in Lurags Erbe aufspielte. Dieser verriet ihm, dass seine Kameraden nach Parlainth aufgebrochen sein, um Kopfgeld für Falschmenschen zu kassieren. So beschloss Ad'aran erst mal Informationen in zu holen.

Bei einer alten T'Skrang die sich als Wardeghol vorstellte wurde ihm die aktuelle Preisliste für fünf Silber angeboten. Dies erschien ihm doch viel zu hoch. Die alte Frau sagte ihm, dass ein Thoralischer Zwerg namens Holmer, ein Reisender Scholar seines Zeichens, in die Westlichen Katakomben aufgebrochen sei. Über diesen läge rein zufällig das sogenannte "Kriegsgebiet" in dem die Falschmenschen seinen und somit auch Ad'arans Reisebegleiter. Der Zwerg Holmer sollte angeblich Informationen zu Blutschwinge besitzen und so war Ad'aran bereit die Karte der Westlichen Katakomben für 50 Silber zu kaufen, um mit dieser dann in einer ganz günstigen Schänke reiselustige Adepten zu finden die ihn mich nach Parlainth begleiten würden.

So traf er auf den T'Skrang Waffenschmied Tzrech. Er ist ein hochgewachsener T'Skrang mit grünen Schuppen wobei die Schuppen am Rücker ins Bläuliche übergehen und teilweise lackiert zu sein scheinen.

Beide brachen nach Parlainth auf und wurden in den Windungen von zwei Kadavermenschen attackiert. Ad'aran berichtete schnell von seinen Erfahrungen und so bekämpften sie immer gemeinsam einen Kadavermenschen. Beide Gegner hatten den geübten Kämpfern wenig gegenüberzustellen und unterlagen schnell.

Nach dem Kampf zog plötzlich dicker Nebel auf. Es wurde so neblig, dass beide kaum noch sehen könnten. Plötzlich hörten sie Kampfeslärm und Ad'aran schirmte Tzrech ab. So wichen beide vom Kampflärm weg. Immer mehr Angst- und Todesschreie drangen durch den Nebel zu ihnen und plötzlich huschte eine riesige Kreatur an ihnen vorbei.

Der Nebel lichtet sich und die zwei Recken befinden sich auf einer grünen Hügelliegen Wiese auf der sich eine Ruine befindet. Weiter hinten können beide eine riesige Pyramide erkennen.

Ein Ruck geht durch das Grasland um sie herum und beide befinden sich umzingelt von menschenähnlichen Kreaturen. Teilweise scheinen sie aus Stroh, Wachs oder Steinen zu bestehen. Alle tragen gelbe Bänder oder Stofffetzen. ein übergroßes Wesen aus leicht golden schimmernden Metall, es ist wohl Kupfer, tritt vor und spricht sie mit dröhnender Stimme an: "Wer seid Ihr? Was wollt ihr hier? Ihr seid Spione! Die anderen haben euch geschickt um uns aus zu spionieren!"

Ad'aran kann nichts erwidern da der Hüne jede Aussage im Keim erstickt.

Der Falschmensch, um solch ein Wesen muss es sich einfach handeln, donnert "Wir werden sie hinrichten!".

Ein lautes und schrilles "NEEEIIINNNN!" ertönt aus den Reihen der Falschmenschen und Sendra stürzt aus der grauen Masse auf Ad'aran zu, wirft sich an seine Brust und sagt "Den hier kenne ich, das ist Ad'aran, unser Freund. Den anderen kenne ich nicht, aber wenn er mit unserem Freund reist, muss er in Ordnung sein!"

So verhindert sie die Hinrichtung von Ad'aran und Tzrech.

Ifriitas und Da'Lan tauchen auch aus der Masse der Falschmenschen auf.

Nachdem Ad'aran Sendra kräftig und dankbar Umarmte werden den zwei Neuankömmlingen die Fakten unterbreitet.

In Der Pyramide habe sich eine Gruppe von Falschmenschen versammelt. Wir sollen diese aus der Pyramide locken, damit sie in die von den anderen Falschmenschen angelegten Fallgruben stürzen und von den Falschmenschen mit den gelben Bändern in einen Kampf verwickelt und so gebunden werden. Während dessen sollen wir den Anführer der anderen Falschmenschengruppe und dessen Stammmannschaft in der Pyramide töten. Dabei dürfen wir auf keinen Fall in das zweite Untergeschoss kommen, da dort ein sehr alter Terraner existiere. Er sei so mächtig, dass die Falschmenschen ihm alle gefundenen Schätze bringen. Dafür dürften die Falschmenschen aber die Pyramide erobern.

Um Sich einen Überblich zu verschaffen beschwört Ifriitas einen Blutdiener in Gestalt einer übergroßen Schmeißfliege. Der Geist fliegt Richtung Pyramideneingang während der Geisterbeschwörer wie geistesabwesend an einen Stein gelehnt dasitzt.

Im Eingangsbereich stehen mehrere Falschmenschen die von dem Blutgeist keine Notiz nehmen. Im ersten Untergeschoss sind der Anführer und ein paar seiner Leibwachen zu finden. Dann fliegt der Blutgeist wieder zurück in das Erdgeschoss und ärgert einen Falschmenschen so lange, biss dieser nach ihm schlägt. Mehrere Falschmenschen werden auf das Wesen aufmerksam und beginnen die Verfolgung während der Blutgeist in unsere Richtung fliegt. Kurz vor den Fallgruben schlägt der Geist einen Haken und fliegt einem Falschmenschen genau ins Auge. Dieser bricht darauf tot zusammen, doch ein metallener Falschmensch zerschlägt den Geist.

Genau in dem Moment als einige Strohfalschmenschen über die Fallgruben staksten ohne diese einstürzen zu lassen sprang Ad'aran auf und rannte wild gestikulierend und schreiend auf die Wesen zu. Seine Mitstreiter schalteten schnell und rannten ebenfalls mit.

So wurden sogar die Falschmenschen auf der Pyramide auf die "Angreifer" aufmerksam und rannten die endlos lange Treppe hinunter. Die Pyramide mag 200 Schritt hoch sein.

Die Adepten machten so gut auf sich aufmerksam, dass neun Falschmenschen zu ihnen gelangten und sie in einen Kampf verwickelt wurden. Da'Lan band fünf Falschmenschen, Ifriitas, Sendra und Tzrech wurden mit je einem derartigen Wesen konfrontiert und Ad'aran stellten sich zwei der Kreaturen entgegen. Die Falschmenschen waren harte Gegner doch waren die Adepten geübter. So entschied sich der kurze aber harte Kampf für sie. Tzrech half sogar noch Da'Lan gegen einen der Gegner, doch dann mussten sich alle zurück in die Ruine begeben, da die Nachhut anrückte.

Zum Glück der Namensgeber hatten die anderen Falschmenschen mit den gelben Bändern die Verwirrung genutzt. Etliche der Kreaturen steigen aus den Fallgruben und bekämpften die Pyramidenbesetzer.

Jetzt war es an den fünf Namensgebern ihren Auftrag aus zu führen und in die Pyramide ein zu dringen.


Die fünf Adepten laufen geduckt in einem Graben der entlang des Schlachtfeldes verläuft Richtung Pyramide

Ein komisches Surren lässt sie über den Graben schauen. Ein Schwarm etwa zwei Ellen großer Wespen mit komischen Körben zwischen den Vorderbeinen hält genau auf sie zu. Außerdem bemerken die Adepten noch, dass die Falschmenschen zwar gegeneinander kämpfen, sich aber nicht verletzen. Besiegte Gegner legen sich auf den Boden und bleiben liegen.

Wir rennen durch den Graben Richtung Pyramide. Plötzlich schreit Ifriitas auf und wir bemerken, dass er von einer Pflanze angegriffen wurde. Eine Ranke hat sich an ihm festgekrallt. Nach mehreren kräftigen Schlägen gegen die Ranke und vielen abgewehrten Attacken gegen uns befreien wir Ifriitas und stürmen Richtung Pyramide.

Zu unserem Glück können die Wespen nicht hinterher und brechen die Verfolgung ab.

Seitlich erklimmen wir die Pyramide, Da'Lan springt tollkühn die Pyramide nach oben, wir anderen klettern. Als Da'Lan oben ist werfe ich ihm mein Seil zu. So kommen wir alle schnell nach oben.

Zwei steinerne Falschmenschen stehen am Eingang und bewachen diesen. Ifriitas wirkt eine Schmeißfliege gegen ihn und ich wirkt Ausweichschub auf mich. Da'Lan stellt sich dem rechten Falschmenschen gegenüber und wir sollten uns den verzauberten widmen. Diese Steinfalschmenschen waren harte Gegner. Zu viert besiegten wir den einen Steinfalschmenschen, wobei der entscheidenden Schlag von Ifriitas in Form eines Zaubers ausgeführt wurde. Ifriitas schleudert Geisterpfeil gegen unseren Steinfalschmenschen und dieser bewegte sich nicht mehr und das Glimmen in seinen Augen erlosch.

Da'Lan bekam Unterstützung von uns und tötete seinen Steinfalschmenschen dann selber. Dann viel uns auf das Grobs Falschmenschen rote Armbänder tragen.

Von der ersten Ebene führt eine Wendeltreppe nach unten. Ifriitas berichtet, dass in dem Raum Grob, ein stählernen Falschmensch, zwei Steinfalschmenschen und fünf Wachsfalschmenschen bereit stehen. Würden wir direkt dort nach unten gehen würden wir von dieser Übermacht leicht überwältigt werden. Sendra und Ad'aran fassen den Plan, dass die Trümmer der besiegten Steinfalschmenschen als Wurfgeschosse von oben die Treppe hinab geworfen werden. Ad'aran erklärt sich bereit die Falschmenschen nach oben zu lotsen. Alle fassen mit an um möglichst schwere Brocken zur Treppe zu schleppen. Da'Lan nimmt den kompletten von Ifriitas "ruhiggestellten" Steinfalschmenschen.

Ad'aran schleicht die Treppe hinunter und wirkt dann Abbild versetzen auf sich. Sein Ebenbild entsteht zwischen den Wachsfalschmenschen und Grob befielt mit seiner tiefen Stimme "Packt und tötet den Eindringling!"

Ein Ruck geht durch die acht Falschmenschen und Ad'aran eilt nach oben. Die Wachsfalschmenschen sind bedeutend schneller als die zwei Stein- und Grob, der Stahlfalschmensch. Es gelingt Ad'aran vor den Falschmenschen her zu rennen und nicht von den heran sausenden Steinen getroffen zu werden. Oben angekommen sieht er wie Sendra mit einem großen Brocken einen der Wachsfalschmenschen zum straucheln bringt. Ifriitas wirft auch sehr gut, sein Stein verursacht anscheinend aber kaum Schaden.

Da'Lan hingegen schafft es unter großer Kraftaufwendung den gesamten Steinfalschmenschen die Treppe hinunter fallen zu lassen. Er hat die Masse des Kolosses jedoch absolut falsch eingeschätzt und stürzt hinterher. Ein Wachsfalschmensch bremst seinen Sturz doch wir anderen eilen nach unten um zu sehen wie es Da'lan erging.

Die überlebenden drei Falschmenschen sind recht schnell besiegt, den letzten hat Da'Lan vom Boden aus aufgehoben durch die Luft gewirbelt und zerschmettert.

Wie aus dem nichts tauchten die beiden Steinfalschmenschen und der Stahlfalschmensch Grob auf.

Die zwei Steinfalschmenschen stellen sich gegen Ad'aran und Tzrech sowie gegen Sendra.

Sendra geht nach dem ersten Schlag von Grob bewusstlos zu Boden. Auch Tzrech wurde in die Ohnmacht entlassen.

Da'Lan greift Grob an und schlägt diesen nieder. Grob steht jedoch sofort wieder auf.

Ad'aran wird von einem Schlag des Steinfalschmenschen zu Boden geschlagen und wirkt von dort aus Abbild versetzen. Der zweite Steinfalschmensch viel auf den Trick rein und ging gegen die Illusion vor.

Nach einigen enormen Schlägen beider Parteien hörte Grob plötzlich auf sich zu bewegen und die zwei Steinfalschmenschen ergeben sich. Es stellte sich heraus, dass Ifriitas ihn mit einem Zauber erlegte.

Sofort kümmerte er sich um Sendra und Tzrech während Ad'aran mit der Standarte auf das Dach der Pyramide geht und diese schwenkt. Sofort hören die Falschmenschen mit dem Kampf auf und begeben sich in Richtung Pyramide.

Schnell wimmelt es auf dem Dach von Lists Falschmenschen. Er schein zufrieden zu sein.

"Ab jetzt seid ihr meine Elitetruppe! Ihr werdet für mich Brechers Festung einnehmen! "

Als Da'lan, Ifriitas und Ad'aran wiedersprechen und anmerken, dass sie lieber nach Hause wollten reagiert List sehr verärgert. Er hetzt seine gesamte Armee gegen uns.

Uns bleibt nur die Flucht nach Unten in das Reich des von den Falschmenschen gefürchteten Terraners.

Als Ad'aran die Standarte mitnehmen will verfolgen ihn die Falschmenschen, doch Ad'aran lässt die Standarte so fallen, dass die Falschmenschen auf der ersten Treppe stürzen und so die Flucht deutlich erschwert wird.

Die fünf Adepten finden sich in einem langgezogenem Gang wieder.
"Halt!" ruft Sendra. Sie hat eine Falle entdeckt. Eine Platte sieht leicht anders aus und neben ihr in der Wand sing ganz feine Fugen zu erkennen. Wir springen über die Bodenplatte und gehen weiter. Hinter uns hören wir ein Geräusch und drehen uns um. Ein Steinfalschmensch musste uns gefolgt sein und hatte jetzt die Falle ausgelöst. Zwei etwa drei schritt lange Klingen schnellen aus den Wänden und zerteilen ihn. Danach verschwinden sie wieder in ihren Fugen. Nur der zerteilte Leib des Falschmenschen bleibt übrig.

Nach einiger Zeit kommen wir an eine Abbiegung nach links, doch wir entscheiden uns erst mal gerade aus zu gehen. Der Gang endet mit Knick nach links, dort steht eine verschlossene Truhe und Ifriitas entdeckt einen leicht magischen Schein. Wir entschließen uns die Truhe nicht zu öffnen und untersuchen statt dessen den Raum zu unserer Linken. Leider entdecken wir nur Tongefäße voll vergammelten Körnern. Es könnte mal irgend ein Getreide gewesen sein das jetzt nach all der Zeit unbrauchbar wurde.
Uns blieb nichts anderes übrig als zurück zu gehen und dann rechts in den Gang ab zu biegen. Eine Platte sieht anders aus und wir vermuten eine Falle. Schnell hat Ad'aran ein Gefäß mit Getreide geholt und wirft diese auf die Bodenplatte. Zur Verwunderung der fünf Adepten stürzen drei weitere Platten mit ein und am Boden der Grube sind spitze Metallstangen zu erkennen. Wären sie einfach über die eine Platte gesprungen lägen alle durchbohrt von den Zacken in der Grube.
Mit etwas Anlauf schaffen es alle über die Falle zu springen.
Links ist eine Tür. Ifriitas und Da'Lan lauschen, klopfen dann an, lauschen wieder und öffnen dann die Tür nachdem keine Geräusche zu hören waren. Hinter der Tür ist ein Raum voller Schrott. Alles voll altem Werkzeug das über die Jahre unbrauchbar wurde.
So ziehen die Adepten weiter durch den Gang. Sendra entdeckt einen gespannten Draht und dahinter die Fliese sieht auch merkwürdig aus. So überspringen alle den Draht und die nächsten beiden Fliesen.
Rechts von ihnen entdecken sie nach einiger Zeit des Marsches eine Tür. Hinter ihr erstreckt sich ein Raum in dem eine Truhe sowie zwei geöffnete und leere Sarkophage stehen.
Am Ende des Ganges befindet sich noch eine Tür. Ifriitas und Da'Lan gehen wie immer vor. Erst lauschen, dann klopfen, dann wieder lauschen und wenn Laut aus zu machen war öffnen sie die Tür. Dieser Raum ist deutlich größer als die bisherigen Räume. In der hintersten Ecke ist eine nach unten führende Treppe zu erkennen. Mittig im Raum stehen vier geschlossene Sarkophage und eine große Truhe auf die sich Ifriitas stürzt. Er scheint enttäuscht als er nur 2 Heiltränke ein Amulett der letzten Rettung das Da'Lan gerne haben möchte, und einen sehr gut gearbeiteten Kukri, den Ad'aran gerne an sich nimmt entdeckt.

Sofort wendet sich der Geisterbeschwörer einem der Sarkophage zu und öffnet diesen. Zu seiner und der Überraschung der anderen Adepten wird er sofort von der in dem Sarkophag befindlichen Mumie Angegriffen die jetzt nicht mehr so friedlich dar liegt. Ifriitas Versuch diese in ein Zauberduell mit Untoten zu zwingen misslingt und so schlagen alle anwesenden Adepten auf das Geschöpf ein.

Wir gehen die Treppe nach unten und erblicken einen riesigen Raum. Es muss der Sockel der Pyramide sein. Viele Kisten stehen in diesem Raum. In einer hinteren Ecke ist sogar ein Stapel aus Münzen. Unser Blick schweift über sechs Mumien zu einem mächtigen Thron auf dem ein Wesen sitzt. Es trägt zerschlissene Kleidung die aber noch den Glanz der Vergangenheit nicht verloren haben. Die Haut ist trocken und brüchig, die Bewegungen der humanoiden Kreatur sind aber schnell, geschmeidig und exakt. Sie trägt sehr viel Metall am und anscheinend auch im Körper. Hier muss eine Verschmelzung aus Mensch und Metall stattgefunden haben. Als Waffen trägt es merkwürdige Klingen an den Armen.

"Cyclos begrüßt euch in seinem Reich!" erhebt es die raue und trockene Stimme. "Endlich seid ihr hier, ich habe schon auf euch gewartet. Ihr könnt euch entscheiden entweder sterbt ihr jetzt gleich und hier, oder ihr erledigt einen Auftrag für mich und bekommt freies Geleit raus aus meinem Reich."

Da'Lan wollte gleich drauf los prügeln, doch irgendwie schien ihn das Zögern seiner Mitstreiter davon ab zu halten.
"Die dämonenverseuchte Drachin Kohlengrien hat meinen Wiedersacher Nar'rogg auf ihre Seite gezogen. Er hat einen Schatz. Dieser ist mir ziemlich egal, doch in ihm befindet sich ein Gegenstand. Es ist ein kleiner blauer Zauberstab als hätte man ihn aus einem Edelstein gefertigt. Bringt ihn mir! Als Belohnung dürft ihr nicht nur weiter leben, ihr dürft euch auch hier aus meinem Hort auch eine Entlohnung aussuchen.

Tzrech fragt nach der Schmiede von Tierstan, Cyclos verweigerte die Antwort bis der Auftrag erfüllt sei.

Wie magisch gebannt schweifte der Blick der Adepten über die Schätze und ich erkannte die plötzliche Gier die in den Augen meiner Freunde aufflammte und auch mich ließ der Anblick nicht kalt.
Unter anderem erblickte ich einen riesigen geschliffenen Kristall der so groß ist wie zwei Trolle übereinander, ein kleines schwebendes Luftschiff von der Länge zweier Pferde das jedoch gänzlich aus Stahl zu bestehen schien, einigen Balistren die sehr merkwürdig konstruiert wurden, einem Schwert aus Obsidian, einer alten gammeligen Maske, eine komische Tskrangschwanzwaffe und einen gewaltigen Berg von Münzen....


Zu Nar'rogg fällt Ad'aran ein, dass Cylos und Nar'rogg in der Zeit der Terraner grausame Wiedersacher waren. Sie hassten sich unerbittlich. Nar'rogg herrschte über Barsaives Westen während Cylos über dessen Osten gebat. Im Gegensatz zu Cylos war Nar'rogg nicht adeligen Geschlechts. Er hatte sich seine Stellung durch seine Fähigkeiten erkämpft. Sein nicht geringer Reichtum schien ihm ebenfalls den Weg bereitet zu haben.

Cylos sagte, dass Nar'roggs Schatz sich in einem Grabhügel östlich des Kraters befände.

Ifriitas, Sendra, Da'Lan, Tzrech und Ad'aran nahmen die "bitte" des alten Herrschers an und beratschlagten kurz über den zu wählenden Weg. Entweder sie gingen durch die westlichen Katakomben oder durch die Falschmenschenmengen in der Pyramide. In Anbetracht der Tatsache, dass sie sich der Übermacht der Falschmenschen bewusst sind und Cylos ihnen keine Zeitvorgabe gab wählen sie den Weg durch die westlichen Katakomben.

Cylos warnt die fünf noch vor der Restenergie dessen was die Pflanzen im Kriegsgebiet so verändert hat. Diese Restenergie sei in den Katakomben aktiv. Außerdem seinen die Katakomben voller Laboratorien gewesen in denen Namensgeberwürdige und absolut nicht namensgeberwürdige Experimente an Pflanzen, Tieren, Magie und auch Namensgebern durchgeführt worden. Es gäbe viele Gefahren die dort unten eingeschlossen sein und auch besser dort bleiben sollten. Auch seinen durch die Luftschächte Gefahren in die Katakomben gekrochen.

Der Krater sei 612 Thoral bei einem Kampf gegen die Dämonen entstanden. In diesem Kampf seien alle Magier des Katakomben umgekommen und mit ihnen verschwand enormes Wissen. Eventuell liegt es noch dort unten.

Mit nur einem kleinen Fingerzeig bewegt Cylos einen Quader mit wohl sechs Schritt Kantenlänge zur Seite und den Adepten eröffnet sich ein Tunnel.

Ad 'aran fragt Cylos:"Wie machen wir uns bemerkbar wenn wir zurück sind?"

"Ich werde es merken wenn ihr da seid." ist die kühle aber glaubhafte Antwort des vielleicht untoten Magiers.

Zuerst betritt Da'Lan den dunklen Gang.

Ad'aran stimmt seine Matrix so ab, dass er den Spruch "Licht" bereit hält und holt sein Tagebuch samt Bleistift hervor und beginnt den zurückgelegten Weg in Worten fest zu halten. Teilweise ergänzte er die Notizen noch mit den Geschehnissen.

Wir betreten die westlichem Katakomben durch einen geraden Gang der etwa 2*3Schritt misst und leicht schräg nach unten verläuft. Nach einiger Zeit scheint es, als verliefe der Gang horizontal. Es gehen keine Gänge von dem einen Gang ab. Eine Holztür links von uns. Es ist eine Art "Kratzen" hinter ihr zu vernehmen. Wir gehen weiter. Eine Holztür rechts, nach einiger Zeit zwei gegenüberliegende Türen. Später geht ein Gang nach links ab, wir gehen aber gerade aus. Es wird kälter, rechts ist eine Tür aus dunklem Holz die merkwürdig flimmert, es ist noch kälter geworden. Ifriitas wirft einen astralen Blick auf die Tür und bricht augenblicklich in einem Weinkrampf zusammen. Tzrech und ich bemerken merkwürdige wohl lebendige Fäden die auf uns zugeflogen kommen. Sie umspielen unsere Knöchel, unsere Handgelenke, Arme und Beine fast zärtlich. Wir lassen es zu. Nach kurzer Zeit kommt Ifriitas wieder zur Besinnung und berichtet, als sei nichts geschehen, dass es hier wechselnde astrale Schwingungen gibt. Es könnte durchaus sein das diese Schwingungen sich nicht auf unsere Fähigkeit auswirken, doch das ist rein spekulativ. Ebenso könnten sie sich negativ oder vielleicht auch positiv auswirken. Diese Schwingungen verändern sich ständig. Wir gehen weiter und die Fäden an Tzrech und mir gleiten von uns, verfolgen uns aber in einigem Abstand. Wir passieren je drei Paare sich gegenüberliegender Holztüren. Nach einiger Zeit kommen wir an das Ende des Ganges in Form zweier hoher Säulen in deren Mitte eine Silbertür in die viele Runen und eine merkwürdige Schrift eingearbeitet sind. Wir untersuchen die Tür, finden aber neben einem komplett runden Loch mit merkwürdigen Riefen, wohlmöglich einer Art Schlüsselloch, keine weiteren Hinweise. Wir drehen um und gehen zurück zu dem Weg der abzweigte. Jetzt geht er rechts ab und wir folgen ihm. Nach einem recht langen Marsch diesen trostlosen Gang entlang stehen wir wieder vor den Säulen in deren Mitte eine Silbertür am Weiterkommen hindert. Eine Untersuchung der Tür zeigt uns, dass es die selbe Tür zu sein scheint wie am Ende des anderen Ganges. Vielleicht sind es auch zwei Türen die sich in der Gänze gleichen. Da es auch hier kein Weiterkommen ohne Schlüssel gibt drehen wir um und beginnen nach einem kreisrunden Schlüssel mit merkwürdigen Riefen zu suchen. Zuerst wollen wir uns die flimmernde Tür anschauen. Ifriitas nimmt all seinen Mut zusammen und öffnet sie. Ein Lufthauch strömt uns aus dem völlig finsteren Raum entgegen und wir hören Hunde geifern. Wie sollten Hunde all die Jahrhunderte hier überlebt haben? Krallen kratzen über Stein und Ifriitas will gerade die Tür schließen, als aus dem Raum ein Scheppern wie das Zerspringen einer Kette zu vernehmen ist und die Tür aufgerissen wird. Ein schwarzer Hund in der Größe eines Bären mit zwei Köpfen und feuerrot glimmenden Augen steht in der Türschwell und beide Köpfe bellen uns an. Geifer hängt ihm von den Lefzen. Sendra ist als erste wieder gefasst und greift das Untier an, doch ihr gut gesetzter Schlag lässt das Tier nur kurz auf quieken und dann einen Gegenangriff starten. Seine vier Augen beginnen immer stärker zu leuchten und plötzlich schießt aus beiden Köpfen eine Feuerlanze auf uns zu. Da'Lan, Tzrech und ich halten dem Odem unsere Schilde, die sofort Feuer fangen, entgegen, doch Ifriitas und Sendra stehen ihm ungeschützt gegenüber. Da'Lan wirft sein Schild weg und greift das Wesen an, Sendra erstickt ihr Feuer und auch Ifriitas schafft es die Flammen zu ersticken. Ein lautes Quieken flutet den Gang als Da'Lans Trollschwert und die Kristallaxt auf das Hundeding niederschlagen. Der mächtige Schlag des Trollkristallpiraten brachte das Tier nur kurz zum Wanken. In einer mächtigen Flammensäule aus beiden Mäulern sah ich gerade noch, dass neben mir noch Tzrech sein Schild erhob. Nach dieser Attacke des Hundemonsters war mein Schild absolut unbrauchbar und ich zog Blutschwinge aus der Scheide. Mit Ri'Shans Tod und Blutschwinge bewaffnet schlug ich zu und fügte dem Wesen eine beachtliche Wunde zu. Meine Kameraden brachten dann das Wesen zur Strecke. Um den Hals hat das Hundeviech zwei Beutel in denen je zwei Aquamarin und zwei Topale untergebracht waren. Wir gehen in den Raum und ich wirke Licht. Die Dunkelheit weicht nur minimal zurück. Es muss sich um eine sehr alte Magie handeln. Tzrech entdeckt ein Loch im Boden und greift hinein. Wie wild fängt er an zu schreien, wir verstehen ihn nicht, so sehr überschlägt sich seine Stimme. Irgendetwas muss mit seiner Hand im Loch geschehen denn er zerrt wie wild daran. Plötzlich schnellt seine Hand aus dem Loch und er beschaut sie ungläubig. In ihr ist ein Elfenbeinschlüssel der in die Silbertüren passen könnte. Während Ifriitas Tzrechs Hand hielt zog Da'Lan dem Hundewesen das Fell ab. Er wolle seinen neuen Schild mit diesem Fell bespannen. Tzrech sagte, dass er das Gefühl hatte seine Hand würde durch einen Fleischwolf gedreht. zu seinem Glück war es nur eine Art sehr perfider Magie und keine "Fleischwolffalle" in dem Loch. Wir gingen wir zurück zur erst entdeckten Silbertür. und Tzrechs Schlüssel passte in das Loch. Ein leichter Dreh an dem Schlüssel lässt die Tür aufschwingen und den Schlüssel zurück in seine Hand springen. Unser Blick schweift durch einen großen in ein bläulich flackerndes Licht getauchten Raum an dessen linken Seite wohl eine Explosion einen Gang zum Einsturz gebracht haben könnte. Kurz nachdem wir den Raum betraten springen uns fünf Dämonen entgegen. Kurze Arme und Beine sind um ein riesiges mit spitzen Zähnen bestückten Maul angeordnet. Ein Paar kleiner dämonischer Augen sitzt über dem Maul. Es muss sich wohl um Beißer handeln. Jedenfalls berichtete Jola mit von "nur Maul Dämonen die alles verschlingen" und Beißer genannt werden. Ifriitas merkte an, dass diese Kreaturen normalerweise in Rudeln von mehreren Dutzend durch die Gegend streiften. Hier waren es zu unserem Glück fünf. Durch einen Zauber schickte Ifriitas eine der Kreaturen zu Boden. Da'Lan spring wie von Sinnen vor und attackiert die am Boden liegende Kreatur und das Wesen rechts daneben. Sendra und Tzrech stürzen sich mit mir auf die fünf Dämonen. Ein Dämon erwischt mich so schwer, dass es mich von den Beinen reißt, ein zweiter schlägt seine Fänge in meine Seite. Schwer verletzt bemerke ich, dass eine Attacke Sendra bewusstlos zu Boden gehen lässt. Gerade als ein weiterer Beißer sie attackieren will wirke ich Abbild versetzen auf sie und das Monstrum lässt von ihr ab. Plötzlich tauchen sieben weitere Beißer auf und wir haben das Dutzend zusammen. Ein weiterer Beißer attackiert mich schwer und ich merke wie meine Kräfte mich verlassen. So darf es nicht enden! Nicht hier unten und nicht gegen solche Dinger! Ich wirke Abbild versetzen auf mich, stehe auf und trinke einen Heiltrank. Während die Lebenskräfte in meinen Körper zurück schießen bemerke ich wie gut die Ernte von Da'Lans Waffen ist. Er hat zumindest drei der Scheusale erledigt. Ein Beißer hat das versetzte Abbild Sendras zerstört und ich greife ihn von hinten an. Das Wesen stürzt schwer getroffen nieder und rührt sich nicht mehr. Zwei weitere Beißer später stehe ich neben Sendra und flöße ihr einen Heiltrank ein.

Zu unserem Glück stellte sich mein "Tavernenfund" Tzrech als sehr guter Kämpfer heraus und auch Da'Lan und Ifriitas kämpften sehr entschlossen. So besiegten wir das Dutzend Beißer. Den toten Beißern reißen wir die Zähne raus. Ich hoffe sie in eine Rüstung einarbeiten lassen zu können, da meine momentan getragene Rüstung anscheinend in naher Zukunft durch etwas robusteres ausgetauscht werden muss. Alle nehmen etwa vierzig Zähne. Nur Ifriitas will nicht alle und ich freue mich über insgesamt zweiundsiebzig Zähne der Dämonen die Beißer genannt werden. In dem Raum finden wir den Leichnam eines Geisterbeschwörers der anscheinend eine Vorliebe für Schrumpfköpfe besaß, da diese, immer noch gut erhalten, überall an seiner verwesenden Kleidung befestigt waren.


Wir zählten insgesamt fünfzehn Schrumpfköpfe die der tote Geisterbeschwörer am Gürtel trägt. Aus diesem Raum führt eine Treppe nach oben an deren Ende eine verschlossene Tür auf uns wartete. All unsere Bemühungen das Schloss zu knacken sind wirkungslos und so gehen wir wieder nach Unten. Ifriitas besteigt den Schutthaufen und schaut sich um. Hierbei entdeckt er ein leichtes Glimmen hinter dem Schutthaufen, räumt ein paar Steine zur Seite und entdeckt einen Gang an dessen Ende ein grünliches Glimmen zu erahnen ist. So machen wir uns daran den Weg frei zu räumen. Da'Lans unbändige Kraft ist uns mal wieder eine große Hilfe.

Nachdem wir uns durch die geschaffene Öffnung gequetscht haben stehen wir in einem geräumigen Gang. Gleich rechts neben uns ist eine große Metalltür die wir unangetastet lassen. Kurz dahinter biegt ein Gang links ab, wir gehen aber weiter gerade aus. Auf der linken Seite ist eine Holztür und etwas später liegen sich zwei Holztüren gegenüber. Alle Türen lassen wir erst mal unangetastet.

Wir bemerken, das das Licht am Ende des Ganges sich leicht zu bewegen scheint und bleiben verwundert stehen. nach kurzer Beratschlagung entschließen wir den Gang weiter gen Licht zu gehen und passieren eine weitere Tür nach links und etwas später zwei sich gegenüberliegende Türen.

Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken hinunter und mein Atem wird in einer weißen Wolke sichtbar. Es geht allen so. Das merkte ich sofort, da das Vorankommen etwas langsamer wurde. ein Hauch von Übelkeit überkommt mich. Ein Blick in die Gesichter der Anderen verrät mir, dass es ihnen ähnlich ergeht. Wir alle sehen bestimmt aus wie Untote. Bleich und grüngräulich im Gesicht. Sogar Tzrechs Schuppen sehen weniger glanzvoll aus.

Plötzlich erblicke ich in gerader Linien verlaufende Schriftzeichen auf dem Boden. Wir hatten sie komplett übersehen und sind einfach in sie hinein gelaufen. Ifriitas fängt nach meinem Hinweis an sie zu analysieren und ich scheibe oder besser gesagt male sie ab.

Nachdem ich fertig bin kommt Ifriitas zu dem Endschluss, dass es sich um einen Bannspruch handeln müsse.

"Was wurde hier gefangen gehalten? Waren wir es die jetzt gefangene sind?"

Trotz des unguten Gefühls mussten wir weiter.

Am Ende des Ganges können wir jetzt das Licht genauer erkennen. Es ist eine leuchtende Kugel, die in einer Mulde in der Wand hängt.

Plötzlich löst sich diese Kugel und kommt auf uns zu. Ein leises, hohes Geräusch begleitet sie während sie auf uns zu schwebt.

Es kommt immer näher und nach einiger Zeit erkennen wir ein unirdisch grün leuchtender Windling.

Ifriitas fällt ein, dass es sich um ein Irrlicht handeln muss.

Aus dem Licht des einen Irrlicht losen sich drei weitere dieser Wesen, diese leuchten jedoch etwas schwächer als ihr Anführer.

Da'Lan geht auf sie zu. "Sind die gefährlich?" fragt er in einem Höhnischen Tonfall.

Die Antwort der kleinen Wesen folgt sofort in Form eines auf uns zurasenden Feuerballs. Gerade so kann ich mich in Deckung werfen. Im nächsten Moment steht Tzrech bei dem Wesen und schlägt auf es ein. Sein Hieb lässt die Kreatur hart auf den Boden schlagen, doch es scheint noch nicht besieht zu sein. Diese kleinen Irrlichter sind zäher als sie den Anschein erwecken. Da'Lans Hieb hinterlässt nur eine tiefe Furche im Steinboden. Das Irrlicht dem seine Attacke galt ist einfach ausgewichen. jetzt bin ich bereit und attackiere eines der kleinen fiesen Irrlichter. Zu meinem Glück hatte ich Tzrech und Da'Lan genau beobachtet. So setzte ich meinen Schlag etwas höher und weiter links an. Das Irrlicht rechnete nicht mit dieser Finesse und flog mir direkt in Risch'ans Tod. Schwer getroffen schlug es unter einem knackenden Geräusch auf den Boden und blieb regungslos liegen. Die anderen drei Irrlichter reagierten blitzschnell. Ein markerschütternder Schrei aus der sonst recht leisen Kehle des T'Zkrang und ein Tobender Troll waren das Resultat zweier mächtiger Zauber. Tzrech wurde von einem Spruch der wohl als "Zerschmettern" bekannt war getroffen und einige Knochen in seinem Leib gehorchten der Magie. Da'Lan war in einen steinernen Käfig gefangen und schlug wie wild auf diesen ein. Tzrech hingegen wurde von seinem Stolz und einer Art Kampfeswut übermannt. Er wollte sich nicht von so einem Winzling die Knochen im Leib zerbröseln lassen als seinen es trockene Brotkrümel. Sein Hieb war von unbändiger Wut erfüllt und die einem Windling ähnelnde Kreatur hätte noch so schnell zu flüchten versuchen können. Tzrechs Hieb zerschmetterte das Irrlicht buchstäblich. Sein Leuchten erlosch augenblicklich und wir wussten, dass es tot war. Ifriitas wirft einen Geisterpfeil auf eine der Kreaturen deren Licht ebenfalls erlischt. Das letzte Irrlicht erlischt unter meinem gezielten Hieb. Bei einem der Irrlichter fanden wir den gesuchten Schlüssel.

Das bewusstlose Irrlicht fessele ich. Vielleicht kann man es ja noch für irgend etwas gebrauchen.

Die Nische in der die Irrlichter auf uns warteten entpuppt sich als Loch in der Wand. Wir können leider nicht hindurch sehen und keiner von uns ist so klein sich hindurch quetschen zu können. Recht neben dem Loch ist eine gewaltige Metalltür mit einer großen imposanten Klinke zum öffnen.

Wir lauschen an der Tür, können aber nichts hören.

So kehren wir der Tür den Rücken und gehen zurück. Da'Lan entdeckt einen grünen funkelnden Edelstein auf dem Boden und nimmt ihn an sich. Es scheint ein Smaragd zu sein.

Wir quetschen uns durch das geschaffene Loch im Schutthaufen und unser Blick gefriert beim Anblick eines großen sich bewegenden Haufen Modder. Es ist ein Haufen aus Leichen, Leichenteilen, Rüstungen und Waffen sowie allerlei Dreck.

Ifriitas ist zuerst wieder handlungsfähig und schleudert einen Geisterpfeil auf die Kreatur. Diese bemerkt uns natürlich und greift ebenfalls an. Tzrech stürmt vor und schlägt sein Schwert kräftig in die wabernde Masse. Der Schlag gleitet tief in die weiche Substanz, doch scheint der Schlag dem Wesen nichts anhaben zu können. Tzrechs Gesichtszüge entgleiten ihm. Ja, auch ein T'Skrang kann "blöd schauen". Er stemmt sich auf dem Boden und versucht seine Waffe aus dem Wesen zu ziehen, doch die ist irgendwie in dem Körper fixiert. Ich werfe dem Ding den Spruch "Licht" entgegen und blende es so für einige Zeit. Somit sollten wir es besser attackieren können. Im selben Augenblick in dem der Spruch wirkt schleudert das Wesen einen großen Schleimball gegen mich. Die Aufprallwucht reißt mich nach hinten und ich pralle hart gegen die Mauer in meinem Rücken. Der Schleim fixiert mich an der Wand und ich kann mich nicht bewegen. Tzrech zieht und zerrt aus Leibeskräften an seinem Schwert aber es rührt sich nicht. Sendras Schlag gegen die Kreatur scheint diese ebenfalls nicht sonderlich zu beeinträchtigen und auch ihre Waffe bleibt in dem Wesen hängen. Einige Zugversuche später schaffen es Sendra und Tzrech noch immer nicht ihre Waffen los zu bekommen. Während dessen wirft Ifriitas einen Schattenpfeil nach dem anderen auf das Wesen, das ohne Anzeichen von Ermüdung und unter lautem Getöse von einem auf den anderen Augenblick zerfließt. Sendra und Tzrech fallen fast zu Boden als Ihre Waffen schlagartig freigegeben werden. Es scheint ganz so, als haben Ifriitas Schattenpfeile den Lebensfunken aus der wabernden Masse vertrieben. Mit dem Ableben der Kreatur erlischt auch die Klebrigkeit des Schleimes der mich an der Wand fixierte. Das Schleimwesen trug allerlei Gegenstände in sich. So einen Turm- und einen Holzschild, einen Kettenpanzer in Trollgröße, sowie ein Säckchen voller Smaragde. Da'Lan nahm den Turmschild an sich und Tzrech den Holzschild.

Wir beschließen die Treppe hoch zu gehen und an deren Ende öffnen wir die Tür mit dem gefundenen Schlüssel.

Ein Anblick der Verderbnis eröffnet sich uns. Wir stehen, eine alte Mauer im Rücken, auf einem Feld voller verdorbener Pflanzen. Eie Espargra landet auf einer der Pflanzen und wird sofort von Tentakeln umwickelt und förmlich zerrissen. Der Rest des Schwarmes dreht ab und fliegt weiter.

Bei einem schweifenden Blick fällt mir die Pyramide, der Ausgangspunkt dieser Expedition weit hinter uns in südwestlicher Richtung auf. Südlich unserer Position können wir den ersten Grabhügel ausmachen. die Anderen zwei Grabhügel verlaufen in einer Linie von hier mit dem ersten Grabhügel.

Mein Vorschlag eine Rast hinter der verschlossenen Tür am Ende der Treppe ein zu legen wird allgemein gerne angenommen.

Meine Konzentration ist sehr gut und so verheilen meine Verletzungen überdurchschnittlich gut. Da ich mich, wie fast immer für die letzten beiden Wachen habe einteilen lassen, lege ich mich schlafen.

Ein lautes Quieken, gefolgt von einem empörten Meckern reißt mich aus meinem Schlaf. Da'Lan hat während seiner Wache mit dem Kurzschwert nach einer Ratte geworfen die jetzt durch die Waffe wie Angenagelt am Boden fixiert ist. Verwunderlicher weise ist das Tier durch die große Waffe nicht getötet worden und beginnt sich lautstark zu beschweren. Ifriitas, der ebenfalls wach wurde, entdeckt eine Art Verwandlungszauber der auf der Ratte liegt. Sein Versuch diesen mit "Magie neutralisieren" zu beenden scheitert.

Mit etwas Überzeugungsarbeit schaffe ich es unseren troll davon ab zu halten das "Tier" zu verspeisen und sich zu Ruhe zu legen. Ich hingegen spreche mit der Ratte, die sich als Arthur vorstellt. Aufgrund ihrer doch beachtlichen Verletzung gebe ich ihr einen Heiltrank. Hiermit erkaufe ich mir interessante Informationen. So erfahre ich, dass Nar'Rogg ihn verflucht habe, er nicht wisse wie lange er schon als Ratte lebe und, dass er nicht mit uns reisen wolle, da wir in Nar'Roggs Grabhügel eh den Tod fänden. Nar'Rogg halte sich eine sechsköpfige Hydra als Haustier. Außerdem erfuhr ich, dass der von uns gesuchte Grabhügel der Hügel direkt nördlich des Explosionskraters sei. Der südwestliche Grabhügel sei äußerst gefährlich.

Über Arthur erfahre ich, dass er anscheinend ein sehr alter Terraner sei. Wobei das sehr alt auf viele Jahre als Ratte zurückzuführen ist. Er lebte schon vor der Plage. Er erinnerte sich an den Grund für den Krater. Es war der Kampf der terranischen Magier gegen den Dämon Lorbag Noar. Dieser wurde zwar bei dem Kampf, genau wie die Magier, getötet, doch scheint seine Essenz weiter zu existieren. Er war der Grund für die Verderbnis der Pflanzen und auch für einige Kreaturen und Veränderungen hier unten. Seine Essenz kroch durch die Luftschächte in die Katakomben und erschuf neues abartiges Leben.

Als ich die ersten Sonnenstrahlen von draußen unter der Tür hindurch scheinen sehe verabschiede ich mich von Arthur und verspreche ihm ihn mit zu nehmen, sofern wir zurück kommen. Er lacht und geht auf den Handel ein.

Wir öffnen wieder die Tür nach draußen und gehen durch eine Vertiefung, eine Art Graben Richtung Grabhügel.

Leichte Vibrationen die kleine Kieselsteine hüpfen lassen wecken unsere Aufmerksamkeit.

Links von uns taucht eine Gruppe Falschmenschen auf und hält direkt auf uns zu. Wir werfen uns, um Deckung ringend in die dornigen Büsche die sich mit tiefen Kratzern bedanken. Die Gruppe Falschmenschen besteht aus etwa einem Dutzend Wachs- und Strohmenschen, sechs Stahlmenschen und einem enorm großen Stahlmenschen. Ob es sich hierbei um Brecher handelt vermag keiner von uns zu sagen. Der kleinen gruppe folgt ein Trupp Steinmenschen und einige Zeit nach ihnen offenbart sich der Grund der Vibrationen die die ganze Zeit über immer stärker wurden. Der Boden dröhnt jetzt förmlich unter den Schritten.

Ja, unter den Schritten.

Unsere Augen starren, geweitet aus Furcht und Erstaunen auf das größte Wesen das wir bis dahin gesehen haben.

Ein mindestens dreißig Schritt hoher Steinmensch kommt auf uns zu. Wenn dieser Steinmensch gegen Haven ziehen würde so könnte er ganz allein die Stadt einnehmen schießt es mir durch den Kopf. Das was ich als Gefahren kennenlernen durfte ist nichts gegen das was an gefahren noch auf mich wartet. Dessen bin ich mir seid diesem Tag sicher. Ich muss meine Fähigkeiten um ein vielfaches steigern, um die Welt wenigstens etwas sicherer zu machen.

Die schweren Schritte des Kolosses führen ihn knapp an uns vorbei. Er hat uns nicht bemerkt und wir harren noch lange im Dickicht der stechenden Pflanzen um das geschehene zu verarbeiten.

Wortlos machen wir uns auf den Weg weiter zum Grabhügel von Nar'Rogg.

Nach einigen Stunden des Schweigens erreichen wir den von Arthur beschriebenen Grabhügel und dessen Eingang der wie ein Höhleneingang aussieht.

Mit enthüllten Lichtquarzen machen wir uns in den Gang auf.

Links und Rechts des Ganges sind Kammern voller toter Namensgeber. Zwischen die Leichen sind Teile anderer Namensgeber gequetscht worden. Diese Kammern sind vollkommen mit Nanemsgeberkadavern gefüllt.

Der Gang verläuft schräg nach oben. Wir können das Ende unseres Ganges erkennen. Kurz vor Erreichen des Gangendes kreuzt ein sechs Schritt hoher und breiter Gang der links nach unten und rechts nach oben führt unseren Gang.

Wir entscheiden uns für den Weg nach oben und schwenken nach rechts.

Da'Lan bemerkt viel Staub auf dem Boden. Vorher habe er nur große Krallenabdrücke erkennen können aber hier scheint schon lange niemand mehr langgekommen zu sein.

Ein leises Zischen lenkt unsere Aufmerksamkeit auf dem Boden. Wir erkennen, dass wir in ein Säurebad geraten sind das jetzt anfängt unser Schuhwerk zu verflüssigen. So schnell wie möglich rennen wir zurück, den Gang nach unten. Wir reißen uns die Stiefel von den Füßen damit diese nicht auch zerfressen werden.

Ifriitas und ich zerreißen alte Kleidungsstücke und binden uns diese als Schuhersatz um die Füße. Da'Lan hingegen nutzt das Hundefell als Schuhersatz.

Da der Weg nach oben durch das Säurebad verschlossen ist bleibt uns nur der Weg nach unten.

Tzrech entdeckt Löcher in den Wänden rechts und links von uns. Ich sage den anderen, dass ich mir diese Löcher anschauen wolle und gehe auf sie zu. Diese Löcher haben etwas den Durchmesser von einem Finger. Meine Hand nähert sich langsam einem dieser Löcher.

Ein plötzliches Zischen gefolgt von einem einstimmigen mehr tonigen Aufschrei durchzuckt den Gang. Ich habe die Falle ausgelöst und wir alle wurden mit kleinen Bolzen bespickt.

Tzrech fällt reglos zu Boden und ich wähnte mich schon als sein indirekter Mörder. Die anderen wollen Tzrech liegen lassen, doch ich setze mich dafür ein, dass wir ihn mitnehmen, koste es was es wolle. Ich erkenne, dass Tzrech noch atmet und seine Augen rollen, als wolle er durch sie schreien. Sicherlich funktionieren seine Ohren auch noch und er hat gehört was die anderen sagten. Da'Lan erklärte sich bereit Tzrech auf seinen Teppich zu legen, sofern ich ihn ziehen würde. Das tat ich dann auch.

Nach einiger Zeit des "Abstieges" verläuft der Gang jetzt gerade. Es wird stockfinster. Sogar unsere Leuchtkristalle und der Zauber Licht können die Dunkelheit nicht zu einem Rückzug bewegen. Einzig Ifriitas scheint noch sehen zu können. Er führt uns einige Zeit gerade aus, doch dann stockt er. Er habe eine Falle entdeckt und wolle sie untersuchen.

Uns blieb nichts anderes übrig als auf seine Rückkehr zu warten. Ich tastete nach Tzrech der noch immer regungslos auf dem Teppich lag.

Nach kurzer Zeit kommt Ifriitas zurück und berichtet von einer Falle. Es sind wohl dünne Felsplatten über ein Drahtgeflecht gelegt worden. Diese Platten bilden den Fußboden der eine Schlucht überbrückt. Sobald man eine der Platten berührt fällt diese in einen nicht enden wollenden Abgrund.

Da'Lan schlägt vor über die Schlucht zu springen und ein Seil am anderen Ende zu befestigen.

Uns anderen fällt auch nichts sinnvolles ein und gerade als der Troll sich zum Absprung in die ungewisse Dunkelheit bereit macht können wir ein Geräusch vom Teppich vernehmen.

Tzrech hat seine Stimme wiedergefunden. "Wie wäre es wenn der leichteste von uns sich auf den Teppich legt, ein Seil mitnimmt und so, auf dem Bauch liegend über die Schlucht schwebt, das Seil dann am anderen Ende befestigt und wir dann den Teppich zurück ziehen und der nächste dann so über die Schlucht gelangt?"

Seine Idee ist sehr gut und so nehmen wir sie an.

Nicht viel später ist das Seil an einem Felsen befestigt und wir gleiten über die Schlucht.

Kurz hinter dieser Dämonischen Falle wird es wieder heller.

Vor uns tut sich eine große dunkle metallene Doppeltür auf.

Sendra besteht darauf, dass wir vor der Tür rasten. Da hier keine Gefahr zu drohen schien kamen wir der deutlichen "Bitte" nach und rasteten an Ort und Stelle. Bevor wir uns zur Nachtruhe beziehungsweise Wache zurückzogen erzählte sie noch die "Legende vom Jungen ohne Namen". Siehe "Legenden von Earthdawn" S. 47

Nach der "Erholungsphase" betreten wir die Tür genauer und stellen merkwürdige Schriftzeichen an ihr fest. Wir vermuten, dass sie elfischen Ursprungs sein könnten. Neben den Schriftzeichen fallen uns noch lauter Gesichter auf. Tzrech bemerkt außerdem, dass die Tür ungewöhnlich warm sei.

Ifriitas und ich schauen uns das Tor genauer an. Es strahlt ein merkwürdiges astrales leuchten aus das uns umhüllt. Ifriitas erkennt eine Art Aufspürungsmagie und führt sein Kunsthandwerk vor indem er seine Robe bestickt. ich hingegen erhalte meinen astralen Blick aufrecht und versuche Veränderungen zu erkennen. Tzrech vermutet, dass die Tür noch gar nicht so alt sei und fragt wer sich zur Vorführung seines Kunsthandwerkes bereitstellen würde. Sofort hüpft Sendra hervor und entblößt sich komplett. Ich wende mich sofort ab, da ich ein anstarren einer auch noch so attraktiven Frau (und bei den Passionen, Sendra ist äußerst attraktiv) nicht gehört. Da'Lan hingegen scheint Sendra mit seinen gierigen Blicken förmlich zu verschlingen. Er weigert sich auch sein Kunsthandwerk vor zu führen.

Da diese Vorführung der Kunsthandwerke in der magischen Struktur keine Veränderung hervorbrachte beschließt Ifriitas ein Karmaritual zu vollziehen.

Wir alle vernehmen ein lautes und deutliches Klacken von der Tür. als sich der Geist eines alten Orkkriegers zum Geisterbeschwörer setzt und mit ihm Tee trinkt. Da'Lan macht sich Kampfbereit, da ihm die Situation nicht geheuer ist. Ich hingegen verfolge die wortlose Unterhaltung der zwei ungleichen Teeliebhaber.

Nach dem Karmaritual räumt Ifriitas alle Utensilien wieder zusammen und das Tor scheint uns bereitwillig empfangen zu wollen. jedoch müssen wir uns alle sehr ansträngen, um zumindest einen der Flügel so zu bewegen, dass wir durch den entstandenen Spalt hindurch kommen.

Hinter dem Tor erstreckt sich ein großer Raum in dessen Mitte ein schön verzierter Brunnen steht an dessen Rand, mit den Beinen im Wasser, ein junges Mädchen sitzt. Es weint bitterlich.

Da'Lan geht auf sie zu und die Steine beginnen fahl blau zu leuchten. Aus den leuchtenden Fliesen steigt Nebel auf. In dem Nebel bilden sich ständig neue Gesichter und verschwinden wieder. Ifriitas weiß zu berichten, dass es sich hierbei um Nebelgeister handele. Sendra Tzrech und Da'lan gehen weiter auf das Mädchen zu. Ifriitas und ich folgen in einiger Entfernung. Ihre Kleidung ist altmodisch aber sehr schön. Ihre blutigen Tränenrollen über ihre Wangen und fallen in den Brunnen.

Da'Lan fragt weshalb sie so traurig sei und ihre Antwort ist, dass die dies wegen ihrer Schwestern, Brüdern, Eltern und Verwandten sei. Sie sei wegen allen Namensgebern die je hier waren und nicht auf sie hörten traurig. Sie wisse bereits, dass auch wir nicht auf sie hören würden und dies stimme sie auch traurig.

Nach diesen Worten explodiert sie förmlich ein einer Blutfontäne. Wir werden komplett mit ihrem Blut bedeckt.

Während wir uns nach diesem schaurigen Schauspiel sammeln entdecken wir in einer Ecke des Raumes eine verwitterte Treppe die nach oben führt. Das Blut des Mädchens, das sich im gesamten Raum verteilt hat, sammelt sich und rinnt in feinen Rinnsalen, die sich zu feinen Bächen bis hin zu Blutströmen verbinden, in den Brunnen, um dort beginnt die Figur des kleinen Mädchens zu formen.

Mir geht durch den Kopf was für eine geschundene Kreatur sie doch sein muss, wenn sie in einem Derartigen Zustand die Jahrhunderte verweilt.

Am Ende der Treppe erwartet uns ein finsterer Gang der wie natürlich geschaffen aussieht.

Nach einigen Schritten durch den Gang höre ich ein merkwürdiges ruhiges dumpfes Schnauben und weise die anderen darauf hin. Es scheint sie nicht zu kümmern und so schreiten wir tapfer und vielleicht auch etwas unüberlegt voran. Nach kurzer Zeit wird es den anderen doch zu heikel und wir beschließen uns schleichend dem Schnaufen zu nähern. Das Schleichen geling allen recht gut. Leider kommt Tzrech ständig mit irgend einem Metallteil irgendwo gegen ein anderes oder die Wand.

Der Gang verjüngt sich. Mittlerweile kann Da'Lan nur noch stark gebückt gehen. Der Geruch von starker Verwesung hängt in der Luft und nimmt mit jedem Schritt zu.

Wir kommen in eine sehr große natürliche Höhle in der Mittig ein siebenköpfiges Monster auf einem Berg aus Münzen schläft. Ifriitas flüstert uns zu, dass es sich hierbei um eine Hydra, einem aus Drachen bestehenden Konstrukt ruchloser Magier. An der Hydra erkennen wir einen blau funkelnden Stab. Dies muss der geforderte Zauberstab sein.

Tzrech erklärt sich bereit zur Hydra zu schleichen um den Stab zu stehlen ohne das das Untier aufwacht. Ifriitas unterstützt ihn mit dem Zauber "Schattenverschmelzung" welcher es Tzrech ermöglicht sich im Schatten unbemerkt zu bewegen. Ich verzaubere ihn noch mit einem "Ausweichschub", damit er, im Falle eines Angriffes, höhere Chancen hat dem Untier zu entkommen.

Tzrech nähert sich dem Hort und der darauf ruhenden Hydra. Als er den Zauberstab erreicht scheint das Untier zu lachen. Es hat nicht geschlafen da es untot ist. Das fällt uns erst jetzt auf wo die Hydra aufspringt und uns angreift. Einer der sieben Kopfe wirft einem Odem auf uns und wir springen in Deckung. Noch bleibt Tzrech unbehelligt.

Eine Flammenlohe rast auf uns zu und umhüllt unsere Körper. Die Schreie meiner Kameraden zeigte mir das wir noch leben, jedoch kräftig einstecken werden.

Ein Hydrakopf schnellt auf mich zu, ich versuche mich weg zu drehen, aber der Schmerz der dolchartigen Zähne die sich durch meine Rüstung in meine rechte Flanke bohren zeigt mir meinen missglückten Versuch klar auf. Zu meinem Glück lässt das Monster los und ich in eine Ecke geworfen. hart schlage ich auf dem Boden auf. Das Brennen auf meiner Haut zwing mich dazu dieses zu erst zu ersticken. Mich einer starken Konzentration hierauf gelingt dies auch. Ich stehe schwankend komme ich auf die Beine und begebe mich in die sogenannte "Verteidigungshaltung". Als nächstes möchte ich "Erdpfeile" auf die Kreatur werfen und hierzu konzentriere ich mich um den Faden richtig zu weben. Während dessen "kloppen" meine Kameraden auf die Hydra ein. Ihre Anstrengungen schüren das Feuer in mir und der Faden geht leicht von der Hand. Ifriitas stürzt zu Boden, doch ich darf die Konzentration nicht fallen lassen. Das Klümpchen Erde in der Luft verwandelt sich in einen Erdpfeil der mit unglaublicher Geschwindigkeit auf die Hydra zurast. Die Wucht des Aufpralls geht wie ein Ruck durch die widerwärtige Kreatur und der Erdpfeil dringt tief in ihren Körper ein. Noch während das Geschoss durch die Luft rast eile ich zu Ifriitas wecke ihn und flöße ihm einen Heiltrank ein. Dieser ermöglicht es ihm wieder auf die Beine zu kommen. Mit Ri'shans Tod schlage ich auf die Kreatur ein. Das Kurzschwert dringt so tief wie es eben für ein Kurzschwert möglich ist in die Hydra ein. Wieder schlagen sich die dolchartigen Zähne in mein Fleisch und ich beginne Sterne zu sehen. Der Schmerz ist überwältigend, doch ich wiederstehe der verlockenden Möglichkeit mich in den sanften warmen Schoß einer Ohnmacht zu legen. Kurz bevor ich zu einem zweiten Angriff auf die Hydra ansetzen kann zischt ein mächtiger Geisterpfeil an mir vorbei und dringt dort in das Monster wo ich das Herz vermute.

Die Hydra bäumt sich noch ein letztes mal auf und ein markerschütternder Schrei durchflutet das Höhlensystem bevor der Körper kraftlos zusammenbricht.

An Ort und Stelle bleiben wir sitzen, freuen uns das Untier besiegt zu haben und somit auch seinen Hort in unseren besitz bringen zu können.

Tzrech findet einen Kristallschild und Sendra zwei Heiltränke während wir anderen uns um die Versorgung unserer Wunden kümmern. Danach treten wir alle an den Hort und finden drei weitere Heiltränke und eine Wiederbelebungssalbe die mir zur Verwaltung übergeben wird. Da'Lan erklärt sich bereit den kompletten Schatz auf seinem Teppich zu transportieren und so benötigen wir einige Zeit um den großen Haufen Münzen zu verladen.

Am Ende der großen Halle entdecken wir ein weiteres, noch größeres Tor.

Tzrech schaut etwas merkwürdig als er den Zauberstab hält, verliert aber keinen Ton.

Wir alle müssen gemeinsam das Tor aufdrücken, um hier heraus zu kommen. Ein schräg nach oben führender Gang mit Sonnenlicht an dessen Ende erwartet uns. Hinter uns schlagen die Tore zusammen und versperren den Weg zurück, doch was sollte uns dorthin locken? Nichts, es geht voran!

Am Ende des Ganges schlagen wir ein paar Ranken zur Seite und stehen im Tageslicht. Wir stehen inmitten des Explosionskraters. Nach einer nicht ganz leichten Kletterpartie stehen wir am Rand des grausigen Schauplatzes. Uns allen läuft ein Schauer über den Rücken. Wie viele Magier hatten sich Geopfert um Lorbag Noar doch nicht gänzlich zu vernichten?

Wir beschließen den Weg zurück durch die Katakomben zu nehmen, den wir anhand meiner Aufzeichnungen recht problemlos finden sollten. Auf dem Weg zurück in die Katakomben begegnen uns mehrere Falschmenschen, vor denen wir uns aber verstecken und so einer weiteren Auseinandersetzung entgehen.

Gerade als wir den Eingang zu den Katakomben erreichen zerreißt ein grässlicher Schrei die ruhige Abendluft über ganz Parlainth.

Anscheinend war etwas sehr großes, vielleicht sehr altes enorm sauer und der Schrei kam aus dem Grabhügel in dem wir vor kurzem die Hydra besiegten...


Immer auf der Hut vor umherstreifenden Wächterpatroullien der Falschmenschen, kehrten die Adepten zurück zum Eingang, durch den sie erst vor kurzer Zeit die Katakomben der Pyramide verlassen hatten.

Hier erwartete sie erneut Arthur die Ratte, die zugleich erstaunt wie auch erleichtert über die Rückkehr der Helden scheint, hatte der verwandelte Mensch doch nicht mit einer solchen Leistung gerechnet.

Ad'aran nimmt den kleinen Gesellen mit sich wie er versprochen hatte.

Wieder in den Katakomben stoßen die Gefährten auf eine Gruppe von Abenteurern, die man so ganz bestimmt nicht erwartet hätte: Angeführt wurde die Schar von einer elfischen Geisterbeschwörerin, doch die Überraschung der ganzen Begegnung lang in dem vertrauten Anblick von Tribador, dem ehemaligen Anführer der rotgewandeten aus Dornenwand, den man seit der Entführung durch die Kristallpiraten nicht mehr gesehen hatte.

Tribador forderte augenblicklich die Herausgabe des Stabes an seine Anführerin, doch kam Da'lan dieser Bitte keinesfalls nach. Im Gegenteil.

Urplötzlich sprang er vor und schlug nach seinem jahrelangen Peiniger im Kaer Dornenwand. Nun gingen auch die anderen Kämpfer der beiden Gruppe aufeinander los, während sich Ifriitas um die Geisterbeschwörerin kümmerte. Schon nach wenigen Augenblicken hatte er diese mit einem Geisterpfeil tot zu Boden gehen lassen, woraufhin Tribador das Kommando übernahm.

Doch in diesem Augenblick tauchten tausende von Finsterrochen auf, die der Kampf offensichtlich angelockt hatte.

Einzig der Weg gen Cylos Heimstatt scheint noch offen, so dass die Helden den Sturm nach vorne wagen und einfach losrennen.

Hinter ihnen vernehmen sie noch die Flüche Tribadors, die bald darauf in Schmerzensschreie übergehen.

Die Adepten schaffen es bis zur Tür des theranischen Herrschers und gerade als sie schon das Gefühl haben von die Abertausenden Finsterrochen bei lebendigem Leibe zerrissen zu werden, verschwindet der ganze Spuk.

Das ganze war nur eine übermächtige Illusion gewesen, die ihr Auftraggeber ihnen zur Hilf geschickt hatte, um nicht länger auf sein erhofftes Artefakt warten zu müssen.

T'Zrech übergab nun Cylos den Stab woraufhin dieser wie entrückt wirkte und kaum noch die Anwesenheit der Helden wahrzunehmen schien.

Als Belohnung dürfen sich alle den Gegenstand aus seinem Hort an sich nehmen, den sie am meisten begehren.

Während sich Ifriitas sofort auf eine königsblaue Maske stürzte, von deren Anwesenheit er anscheinend die ganze Zeit wusste und Da'lan sogleich das Luftschiff aus schwarzen Metall für sich beansprucht, sucht sich T'Zrech eine schön geschmiedete und verzierte Schwanzwaffe aus. Einzig Ad'aran hatte eine ganz andere Bitte.

Von den anderen kaum bemerkt, bat er statt um eine materielle Belohnung um die Aufhebung des Fluches unter dem Arthur nun seit Jahrhunderten leide.

Erst jetzt kam wieder Leben in Cylos zurück, er schrie den Verteidiger an, wie er es wagen könne, ihn, Cylos, um so etwas zu bitten.

Sturmböen jagten durch die Halle.

Die Helden flohen auf das Schiff während die quiekende Ratte Arthur durch einen Spalt in der Mauer verschwindet.

Da'lan, der trotz seiner Disziplin noch nie ein Luftschiff gesteuerte, hat zu nächst erhebliche Schwierigkeiten, doch plötzlich ging ein Ruck durch das Gefährt und das Luftschiff befindet sich plötzlich mehrere hundert Schritt über Parlainth.

Allerdings liegt Da'lan bewusstlos an Deck, als hätte er bei dem Start und dem seltsamen Sprung all seine Kraft einsetzen müssen.

Doch die Helden sind der Wut Cylos entkommen. Nachdem Da'lan wieder zu sich gekommen ist, steuert man Haven an, denn, auch wenn ein Teil des Schatzes der Hydra bei dem Sprung verloren ging, so hatte man doch viele Silberstücke für neue Ausrüstung, Weiterbildung und erholsamen Luxus nach den Strapazen auszugeben.

Nach diesem langen und beschwerlichen Abenteuer zog es Solvein und mich nach Märkteburg während die anderen in Haven verweilen wollen.


Die anderen wurden bald von der Nachricht, ihre Bekannten aus dem Kaer Dornenwand bräuchten ihre Hilfe zurück gerufen.

Wie sich zeigte, wurde eines der Nachbardörfer namens Tureem von Jehuthras angegriffen, die schon manchen Reisenden und Dorfbewohner verschleppt hätten.

So zogen, Sendra, T'zrech, Da'lan und Ifriitas bald darauf zu diesem kleinen Dorf,wo man sie im örtlichen Gasthaus schon freudig zu erwarten schien.

Wie sich bald jedoch herausstellte, erwartete man eigentlich eine ganz andere Gruppe von Helden, die man ursprünglich zur Rettung des Dorfes gerufe hatte, die aber bis dato nicht erschienen sei. Trotz dieses Missverständnisses boten die Gefährten ihre Hilfe an, auch wenn Ifriitas immer wieder deutlich betonte, dass er dies nicht tun MÜSSE, wie der Dorfvorsteher immer wieder sagte, da es sich so schließlich für wahre Helden gehöre.

Noch am selben Tag zog man einen kleinen Pfand entlang in einen nahegelegenen Wald, wo man bald auf auf Spure der Spinnenkreaturen in Form von Netzen stieß.

Leider wurden die Held bald darauf in eine unterirdische Fall verschleppt und dabei getrennt, doch fanden sie schon recht bald wieder in einer großen eisigen Höhle zusammen.

Nach einem harten Kampf töteten sie die Monster und nahmen sich deren Toraxschilde als Trophäen mit. T'zrech entdeckte außerdem in einem Kokon, in dem eines der Opfer eingesponnen worden war, ein seltsamen Amulett.

Wieder im Dorf wurde man für die Rettung des Dorfes gefeiert und man riet T'zrech sich einmal an den mächtigen und berühmten Magier Hirmon zu wenden, der bekannt für ein magisches Wissen sei und der sicherlich im Stande wäre das Amulett zu identifizieren.


Mich hingegen zog es zu meinen Freunden aus dem Kaer Del Ignis. Allen gehr es soweit gut. Viele gehen in Throal beziehungsweise Märkteburg einem neuen oder ihrem alten Handwerk nach und einige, meist die überlebenden Adepten, seien sogar wieder zurück nach Darhol, in die Öde gegangen, um dort zu schauen ob es möglich ist die Stadt neu zu errichten..

Zu meiner großen Verwunderung war Jola Dargon noch nicht mit den anderen ausgezogen. Irgendwie schien sie gewusst zu haben, dass ich als ihr "Schützling" noch einmal nach Märkteburg kommen würde.

"Ad'aran, du bist dazu bereit in den dritten Kreis der Disziplin des Verteidigers eingeführt zu werden." sind ihre Worte, an die ich mich noch lange erinnern werde. Ab diesem Tag begann ein Martyrium für mich. Sobald sich meine Augen öffneten wurde ich geschliffen, meine Fähigkeiten auf das Äußerste geprüft, meine Sinne geschärft und mein Wissen vertieft.

Wie lange die Ausbildung dauerte vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Es müssen einige Wochen gewesen sein.

Nach der Ausbildung verabschiedete sich Jola von mir. Sie will zurück nach Dargol, um den Abenteurern zur Seite zu stehen.

Genau einen Tag nach dem Aufstieg in den dritten Kreis laufe ich mit leicht stolz geschwollener Brust durch Märkteburg, da erblicke ich ein anmutiges Gesicht, das mir merkwürdig bekannt vorkommt. Die Frau stielt sich aus der Stadt und schlägt sich in ein nahes Wäldchen. Ich bin neugierig und folge ihr.

Etwas abseits kann ich einen großen Schatten beobachten der sich auf sie zu bewegt. Gerade will ich vorpreschen um ihr das Scheusal fern zu halten, da erkenne ich den Brithan. Die von mir entdeckte Frau war keine andere als Solvein unsere Tiermeisterin. So stehle ich mich davon, ohne das weder sie noch eines ihrer immer zahlreicher werdenden Tiere mich bemerkten. An der Hauptstraße passe ich sie ab.

Beim Abendessen erfahre ich, dass die anderen nach Tureem aufgebrochen sein um neue Abenteuer zu bestehen.

Da weder Solvein noch ich etwas vor hatten beschlossen wir ihnen nach zu eilen.

Nach einer recht ereignislosen aber strammen Reise kamen wir in Tureem an. Im dortigen vom Zwergen Tergal geführten Gasthof "Gasthaus zur Gilde" hören wir von "Ifriitas dem Großzügigen", "Ifriitas dem Warmherzigen" und "Ifriitas dem Selbstlosen". Wir sagten Tergal, dass wir Freunde von Ifriitas sein, sofern es sich bei diesem Ifriitas um einen hageren dunkel gekleideten wenig sonnengebräunten Menschen handelte. Tergal gibt uns sofort ein Zimmer und sagt, das Ifriitas das sicher zahlen würde. Ohne uns die Möglichkeit einer Richtigstellung zu geben beginnt der Zwerg von vor achtzig Jahren zu sprechen. Er habe dieses Land den Dämonen abgerungen und angefangen Turrem zu errichten. Nach der Reise sind wir nachvollziehbar geschafft, aber bevor ich einschlafe denke ich daran wie unser großherziger "Magier" wohl reagieren würde sobald ihm die Rechnung präsentiert wird. Mit einem Grinsen schlafe ich ein.

"Frechheit!", "Was erlauben Sie sich!" und andere Auswürfe reißen mich unsanft aus dem Schlaf. Gleich darauf kehrt das Grinsen zurück in mein Gesicht. Anscheinend hat Ifriitas die Rechnung gezeigt bekommen und Tergal bat ihn diese zu begleichen.

Schnell wasche ich mich und springe in meine Kleidung. Da meine Sachen nicht ausgepackt waren bin ich sofort abreisebereit.

Gegen ein Lachen ankämpfend stehe ich im Schankraum und beobachte den Geisterbeschwörer wie er den Zwergen noch kürzer macht. Verbal, versteht sich.

Trotz seiner Aufregung bezahlt Ifriitas die Zeche und das Zimmer von Solvein. Ob sich vielleicht einen Teil seines recht kalten Herzen für sie erwärmt?

Ich hingegen bezahle grinsend und mit den Worten "Es könnte durchaus sein, dass ihr euch in den Menschen irrt, werter Tergal." meine Schulden.

Anscheinend ist Tergal jedoch in einer Art Verzauberung gefangen und so erzählt er etwas von der überaus großen Bescheidenheit des großen Ifriitas...

Ich belasse den kleinen Mann in dem Glauben, bin selber etwas verunsichert, und trete aus dem Gasthaus.

Da T'Zrech und Solvein sich noch nicht kennen stellen wir sich vor.

Ifriitas geht auf die Geschehnisse im Gasthaus nicht weiter ein.

Wohin es gehen soll ist mir im Moment eigentlich egal, da mich der Wunsch die Plage weiter zurück zu drängen nicht lange verweilen lässt, doch erzählt T'Zrech sogleich, dass unser Weg zu einem alten und mächtigen menschlichen Magier namens Haemon führt. Er lebt in Haven über der Schmiede der Orkin Brenola, zu der angeblich mehr als nur ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. T'Zrech ist im Besitz eines Amulettes welches er von dem erfahrenen Magier gerne analysieren lassen möchte.

Da'Lans Luftschiff, dessen Rumpf aus schwarzem Stahl getrieben, dessen Brücke, Ruderbänke und Hilfsmast aus dunkelrotem Kirschholz gezimmert und dem dunklen Dreieckssegel, ist unser Transportmittel.

Obwohl T'Zrech und ich kräftig rudern und Sendra auf der schiffseigenen Trommel einen scharfen Rudertakt vorgibt kommen wir etwas langsam voran. Da'Lan und mir kommt in den Sinn, dass ein Stahlluftschiff schwerer ist als ein Holzluftschiff. Daher kann es wohl nicht schneller segeln.

Plötzlich deutet Da'Lan auf den Himmel. "Schaut mal dort! Eine dunkle Wolke kommt auf uns zu!"

Ifriitas und T'Zrech erkennen sofort, dass es keine "Wolke" ist. Ein Schwarm Espargras, bestehend aus sechs geschickt durch die Luft Tanzenden Tieren, hatte uns entdeckt und wollte sicherlich mal schauen was das für ein Ding in ihrem Reich ist.

Eines der Tiere schießt direkt auf mich zu doch mir gelingt ein knappes Ausweichmanöver und das Echsenwesen bekommt R'ischans Tod zu spüren. Ganz offensichtlich ist die schön glänzende, von kleinen Teilen elementarer Luft durchwirkte Haut der Tiere widerstandsfähiger als ich dachte. So scheint der Hieb mit dem mächtigen Kurzschwert der Espargra nichts aus zu machen. Durch einen Zauber unseres Geisterbeschwörers schwer getroffen schlägt eine andere Espargra hart auf das Deck unseres Luftschiffes. Da'lan, der am Ruder steht, schlägt nach einem der Tiere. durch eine Unachtsamkeit reißt er das Luftschiff herum und wir können uns gerade noch rechtzeitig am Schiff festhalten, bevor das Schiff eine sehr gefährliche Schräglage erreicht. Die auf das Deck geschlagene Espargra stürzt dem Boden entgegen. Eine Esparga stürzt sich auf Ifriitas, fällt jedoch kurz bevor ihre scharfen Zähne den Geisterbeschwörer erreichen auf das Deck. Anscheinend hat einer der Geisterbeschwörerzauber das Tier erlegt. Mein Blick schweift zu Da'Lan, dessen Schild von einem der Tiere mit dessen Maul festgehalten wird. Unser Troll stämmt sich gegen das Kräftige Tier das ihn sicherlich über Bord ziehen möchte. Mit einem gewagten Satz springe ich zu ihm und R'ischans Tod fährt der Kreatur hinter dem Kopf durch den Hals. Die Augen der Espargra blinzeln noch zwei mal bevor der Kopf bemerkt, dass dein Körper fehlt. Jedoch bleiben die Kiefer fest um den Schild geschlossen. Solvein gelingt er zwei der Tiere zu bändigen und so gelingt es uns die Gefahr ab zu wenden.

Da'Lan, der doch einige Wunden hinnehmen musste, wirkt Feierblut während Ifriitas die Maske von Cylos aufstreift und seine Wunden merkwürdig schnell vergehen. Anscheinend hat die Maske für Geisterbeschwörer interessante Fähigkeiten.

In Haven angekommen wird zuerst unser Luftschiff begafft. Natürlich hatte noch niemand ein derartiges Luftschiff gesehen. Für stolze zehn Silber pro Tag stellten wir es bewacht unter.

Das Viertel Havens durch das wir gehen wird als "alt" bezeichnet, obwohl es vielleicht gerade einmal zehn Jahre existieren möge. Die Zeit nach der Plage ist erst kurz...

Ein komischer Geselle spricht T'Zrech an, ob er nicht eine Schatzkarte kaufen wolle, der T'skrang lehnt aber dankend ab. Sogleich versucht der Mann sein Glück bei Solvein, die aber ebenfalls ablehnt.

Nach kurzer Zeit erreichen wir die Brenolas Waffenkammer über der Haemon wohnen soll. Die große schwere Tür schwingt sehr leicht auf. Drinnen herrscht eine heiße, trockene Luft und wir hören das Klingen eines Hammers der auf einen Amboss schlägt. Die Schmiede ist auch gleich ein Verkaufsraum. Einige schon gearbeitete Stücke stehen hier herum. Ifriitas lässt keine Zeit verstreichen und räuspert sich unüberhörbar. Eine kräftige, nicht dicke, Orkin kommt hinter der Esse zum Vorschein und stellt sich als "Brenola von Haven" vor. Als Dank für die freundliche Begrüßung faucht unser Geisterbeschwörer sie an, dass wir zu Haemon wollen. Brenola lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und bittet uns einen Moment zu warten. Sie geht eine Treppe nach oben und wir bleiben in der Schmiede stehen und schauen uns um.

Ohne Vorwarnung stürzt Ifriitas, "Hier Geblieben!" schreiend, aus dem Gebäude, nach rechts vor dem Schaufenster entlang.

Kurz darauf kommt er deprimiert oder down wie immer zurück und berichtet knapp, dass er einen Windling gesehen habe, der uns beobachte. leider sei dieser ihm entwischt.

Brenola kommt die Treppe herunter und berichtet, dass Haemon uns jetzt empfangen wolle.

Wir steigen also von der Schmiedin geführt die Treppen ins Obergeschoss empor. In einem alten abgenutzten aber wohl sehr bequemen Ledersessel sitzt ein alter grauhaariger Mann.

Sobald Ifriitas ihn erblickt fängt er an ihm verbal Honig um den Mund zu pinseln. Ja, er nennt uns sogar "tapfere Freunde". Für mich ist das sehr merkwürdig, da er sich normalerweise nur mit uns abzugeben scheint weil wir ihm dienlich sind.

Nach einigen beschwichtigen Worten unseres Geisterbeschwörers, wir alle halten uns zurück, erteilt er T'Zrech das Wort. Dieser zeigt das erworbene Amulett vor und bittet höflich darum, dass der weise Magier es analysieren möge. Haemon willigt ein, sofern wir einen Dienstgang für ihn erledigten und ihm das Amulett zur Analyse dort ließen.

Wir mögen in den Blutwald reisen um von dort "Blutefeu" zu holen. Alles sei bereits arrangiert. Er habe mit Alachia der elfischen Herrin des Blutwaldes gesprochen und vereinbart, dass er Takaris, ihrem obersten Wächter, eine Truhe mit für uns uninteressantem Inhalt im Tausch übergebe. Ebenfalls würden wir einen Runenstab erhalten, welcher uns als seine Gesandten auswiese. Alachia willigte dem Handel ein, sofern er die Pflanzen abholen möge. Zu seinem Bedauern fühlt sich Haemon nicht in der Lage die Reise selber an zu treten und bittet jetzt uns an seiner statt zu gehen. Die Reise würde achtzehn Tage dauern und er gäbe uns Reittiere samt Proviant sowie ein Schreiben das uns dazu ermächtigt benötigte Ausrüstungsgegenstände auf seinen Namen zu erwerben.

Wir willigen ein und im Gegenzug erklärt der weise alte Magier sich bereit uns ebenfalls einen Dienst zu erweisen.

So lässt er Da'Lans Luftschiff herbringen und analysiert es während es mittels einer mächtigen Illusion für uneingeweihte Augen nicht zu existieren scheint. Vor unserer Abreise verrät er dem troll, dass der name des Luftschiffes Skidbladnir leute. Zu meinen Schwertern R'ischans Tod und Blutschwinge nennt er mir die zu klärenden Fragen die zum Erreichen der Informationen der nächsten zwei Fadenränge nötig sind. Solvein überreicht ihm zwei stachelige Bälle, Stachelbeeren genannt und Haemon nennt auch ihr einige Informationen. So lautet der Name ihrer Stachelbeere "Wuchtball". Er sei früher zum Kampf gegen Luftschiffe eingesetzt worden und er, Haemon selber, habe sie einst schon einmal für einen Adepten begutachtet.

Mit einem Dank auf den Lippen verlassen wir Haemon. T'Zrech trägt die kleine Schatulle mit unbekanntem Inhalt für Takris bei sich.

Ifriitas und mich zieht es zum Kaufhaus Vardeghols. Einst erstand ich hier für fünfzig Silber eine Karte der westlichen Katakomben. Durch unsere Reise in den Katakomben und meine Aufzeichnungen bin ich in der Lage eine durchaus passable, weitaus detailliertere Karte zu erstellen, beziehungsweise anhand meiner Aufzeichnungen erstellen zu lassen.

Bei Vardeghols ziehen sich Ifriitas und die T'skrang ziehen sich in ein Hinterzimmer zurück. Während ihrer Unterredung verbleibe ich geduldig im Verkaufsraum. Ab und zu kommen Wortfetzen wie "veraltete Information", "da war mein Großvater noch im Ei" oder "Unverschämtheit" an meine Ohren, ohne, dass ich lauschte. Das Gespräch der zwei schien durchaus ziemlich hitzig zu sein. Ein schlechtes Vorzeichen für mein Vorhaben.

Nach einiger Zeit kam Ifriitas mit einem geröteten Gesicht gefolgt von Vardeghol aus dem Hinterzimmer. Jetzt wendet sie sich mir zu und fragt nach meinem Begehr. Ich erzählte ihr von der durch mich erworbenen Karte der westlichen Katakomben und meinen Aufzeichnungen und den dadurch resultierenden Möglichkeiten. Mein vorgeschlagener Verkaufspreis der Informationen ist eine Beteiligung der Verkaufserlöse von 40%. Die alte T'skrang ist nicht besonders geschäftsfreudig und bietet mir 200 Silberstücke. Ich rechen ihr vor, dass sie nach maximal fünf verkauften Karten das Geld wieder eingenommen habe sagt sie, dass es ihr letztes Wort sei. Ich nicke ihr freundlich zu und teile ihr mit, dass die Karte in der Bibliothek zu Throal ausgestellt würde. Für jedermann frei verfügbar. Auch nahm ich mir vor meine Information an die "Parlainthkarte" vor den Stadttoren zu verewigen. Jedoch muss ich hierzu erst lernen wie man Karten zeichnet, doch das nehme ich mir fest vor in der nächsten Reisepause in Märkteburg oder einer anderen größeren Stadt zu lernen.

Nach dieser Niederlage gehen T'Zrech, der mir bei meiner Suche behilflich sein wollte, Da'Lan und ich zurück zu Brenolas Waffenkammer. Ich bin auf der Suche nach einer neuen, deutlich besseren Rüstung. Am liebsten hätte ich eine sogenannte Blutkieselrüstung die von einem erfahrenen Waffenschmied verbessert wurde. Etwas derartiges führt Brenola aber leider nicht. Normale Blutkiesel hätte sie da. Da'Lans Wunsch nach einem besseren Schild bleibt aufgrund seines schmalen Geldbeutels auch erst einmal unerfüllt. Zu meinem Glück verkauft die erfahrene Schmiedin auch Amulette und ich kaufe mir ein Trefferauffangamulett, ein Amulett der letzten Rettung sowie ein Dämonenabwehramulett für stolze 825 Silber. Man weiß ja nie was einem in Barsaive so über den Weg läuft.

Bevor wir aufbrechen kehren wir in "Lurags Erbe" ein, um die Nacht über Kraft für die Reise zu sammeln. Nach dem deftigen Abendbrot zuckt Ifriitas kaum merklich zusammen. Steht dann auf und fängt an zu tänzeln. Ganz offensichtlich wirkt er einen Knochentanz. Kurz darauf deutet er mit der linken Hand auf einen Windling der in der anderen Ecke des Schankraumes sitzt. "Da'Lan, pack ihn! Das ist der Windling der uns beobachtete!" ruft unser Geisterbeschwörer. Da'Lan springt sofort auf und geht schnurstracks auf den Windling zu. Ein schnöseliger Mann stellt sich ihm in den Weg und sagt in einem sehr näselnden Tonfall "Lasst meinen Windlingfreund in Ruhe." T'Zrech steht sogleich auf und erwidert in einer gespielt näselnder Tonlage "Lasst meinen Trollfreund in Ruhe." Ifriitas schaut plötzlich etwas merkwürdig, als ein Mann hinter ihn tritt. Da'Lan geht weiter auf den Windling zu, fällt aber plötzlich wie ein Baum auf einen Tisch, der zerbirst und beide, Tisch und Troll, landen auf dem Boden. Ich kann gerade noch erkennen wie ein sehr kräftiger Mann sein Bein weg zieht. Er hat unserem Troll also ein Bein gestellt. Unbeirrt steht Da'Lan auf und in einem Hechtsprung greift er sich den nunmehr nicht mehr verzauberten Windling. Gleich darauf ist der Muskelprotz, der ihm das Bein stellte, hinter ihm und zieht ihm einen Knüppel über den Schädel. Unter dem wuchtigen Hieb sackt Da'Lan zusammen und lässt den Windling los. Ich sehe noch wie ihm Blut den Kopf hinunter rinnt bevor sich dichtester Nebel im Raum ausbreitet. Einer der Angreifer muss einen Zauber gewirkt oder etwas ins Feuer getan haben. Innerhalb kürzester Zeit kann man die Hand vor Augen nicht mehr sehen und alle Leute im Schankraum stürzen zur Tür.

Draußen angekommen fehlt jede Spur der Angreifer. Da'Lan hat eine schwere Platzwunde auf dem Kopf, lässt sich aber eventuelle Schmerzen nicht ansehen.

So schnell sich der Nebel ausbreite, so schnell war er auch wieder verschwunden und wir konnten zurück ins Gasthaus.

Der Wirt kennt die Leute die den Streit anfingen nicht. Ifriitas musste den Zauber fallen lassen, so erklärt er, da der Mann hinter ihm ein Dolch in seine Rippen bohrte.

So beschließen wir, mehr oder weniger angeschlagen, ins Bett zu gehen und Kraft zu sammeln für die Aufgabe die da auf uns wartet.

Am nächsten Morgen besprechen wir kurz die Geschehnisse der letzten Nacht. T'Zrech und ich sind uns einig, dass es mindestens fünf Leute gewesen sein müssen. Der Windling, der Schnösel, der Muskelprotz, der hinter Ifriitas und der der den Nebel produzierte.

Mit etwas mulmigem Gefühl beginnen wir unsere voraussichtlich achtzehntägige Reise.

In der ersten Nacht fängt sich Da'Lan während seiner Wache einen Wanderhamster. Das flauschige Nagetier wird von ihm fast liebevoll umsorgt. Aufgrund meiner Fähigkeit auch mit wenig Schlaf sehr gut aus zu kommen schiebe eich zwei Wachschichten. So haben meine Mitreisenden etwas mehr Erholung und mein Dasein einen Sinn.

Am nächsten Morgen brechen wir früh auf.

Gegen Mittag reißt uns ein Pfeil der Ifriitas Kopf knapp verfehlt und in einen Baum einschlägt aus der Monotonie des Reitens. Ebenso plötzlich wie der Pfeil tritt ein Mann vor uns. Er fordert uns auf unsere Wertsachen ab zu geben. Seine Männer lägen mit Bögen im Dickicht links und rechts des Weges. Ihr Ziel seine zuerst Zauberwirker, dann wir anderen.

Ifriitas lässt keine weitere Unterredung zu. Er kneift sich und den linken Unterarm und schleudert einen Schattenpfeil gegen den Straßenräuber. Dieser krümmt sich kurz, ist dann aber schlagartig verschwunden. Sogleich deckt uns ein Pfeilhagel aus dem Gebüsch ein und wir preschen den Weg voran.

Am Abend rasten wir an einem kleinen Quellbach der durch eine Waldlichtung führt. Das Wasser ist angenehm erfrischend und die Luft kühlt gegen Abend leicht ab. Wir richten uns auf eine angenehme Nacht ein. Jedoch wird mein Vorschlag für eine Doppelwache sofort angenommen. Somit halten immer zwei von uns Wache. T'Zrech und Da'Lan halten die erste Wache. Da'Lan kümmert sich jedoch etwas sehr viel um seinen neuen Freund den Wanderhamster.

Der Ruf beider Wachhabenden "Wir werden angegriffen!" reißt uns aus dem Schlaf. Umgeben von sechs Krillwürmern springe ich auf und reiße R'ischans Tod und Blutschwinge aus den Scheiden. Eine der Kreaturen wird sogleich durch einen Hieb mit R'ischans Tod zu Boden geschmettert. Diese Krillwürmer sind gemeine, etwas Katzengroße nachtaktive insektenartige Tiere mit Rasiermesserscharfen Zähnen. Diese Zähne ernten reichlich Beute. Eine davon bin ich und das zeigt mir ein Krillwurm der mir mit hoher Geschwindigkeit von hinten in die Seite fliegt. Seine Zähne bohren sich tief in mein Fleisch und aus der Wucht und aufgrund der brennenden Schmerzen die meinen Leib durchfließen gehe ich zu Boden. Diese kleinen Viecher werden mich nicht bezwingen. Ich bin Ad'Aran aus dem Kaer del Ignis, Verteidiger des Dritten Kreises, Bezwinger R'ishans auf dem Weg zum Blutwald. So stemme ich mich hoch um ein weiteres Krillwurmgetier zu zerschmettern. Ein weiterer Krillwurm wagt es mich zu attackieren und wird durch Blutschwinge zweigeteilt. Meine Kameraden schreihen zwar immer wieder unter den Attacken der kleinen flinken Krillwürmer auf, doch bekommen wir so langsam wieder die Oberhand. Eine weitere der Kreaturen vergeht unter Blutschwinge nachdem R'ishans Tod gute Vorarbeit leistete.

Einem unsichtbaren Befehl gehorchend drehte der Schwarm Krillwürmer ab und flog davon.

Diese Gefahr hatten wir gemeistert.

Was mag noch auf uns warten?


Nach dieser weniger erholsamen Nacht erwartet uns ein schöner Morgen in dem kleinen Wäldchen. Das Wasser aus dem Quellbach erfrischt unsere müden Glieder und die Vögel in den Bäumer erfreuen unsere Ohren mit einem angenehmen Lied.

Gleich nach dem knappen Frühstück machen wir uns weiter auf unseren Weg. Die bewaldete Gegend lassen wir zügig hinter uns. Bald darauf umgibt uns eine weite grüne Steppe.

Mir kommt es so vor als seien wir sechs Wegstunden geritten, da deutet Da'Lan auf eine Senke. Der Boden ist vollkommen aufgewühlt und das sich überall sanft in der leichten Briese wogende Gras fehlt hier vollständig. Solvein steigt von ihrem Pferd ab und untersucht das Phänomen. Sie kommt zu dem Schluss, dass hier Rinder etwas mehr als üblich gegrast hätten.

Wir beschließen weiter zu reiten.

Noch bevor Solvein zurück auf ihrem Pferd ist fängt der Boden an zu vibrieren.

Über eine Erhöhung kommt eine Herde Rinder wie von einer Jehuthra gebissen direkt auf uns zugeschossen. Solvein rettet sich mit einem Sprung auf ihr Pferd vor den Hörnern als die Herde an uns vorbei schießt.

Was mag die sonst so friedlichen Pflanzenfresser nur so aufgeschreckt haben?

Die Antwort folgt in der Staubwolke die die Rinder hinter sich herziehen.

Als diese sich legt erkennen wir etwa ein Dutzend Kälber die ihren Elterntieren hinterherrennen. Die Kleinen sind wohl nicht schnell genug um Schritt zu halten.

Auf den zweiten Blick erkennen wir, dass diese Kälber übergroße Mäuler mit vielen dolchähnlichen Zähnen besitzen. Eines der Kälber wirft gerade einen Kuhkopf hoch und verschlingt diesen im Stück.

Ich schlage vor es den Kühen gleich zu tun, doch ist es zu spät um weg zu reiten.

Die Kälber umstellen uns und unsere Pferde.

Ich springe gerade rechtzeitig ab, um einen Angriff zweier dieser Kreaturen von meinem Pferd auf mich zu leiten. Diese kleinen Kälber sind weit flinker in ihren Angriffen als ich es vermutet hatte. Sie schlagen mit ihren Hufen, versuchen den Gegner nieder zu werfen und schnappen mit ihren Mäulern.

Meine erste Attacke schlägt eine klaffende Wunde in eines der Tiere. Den Passionen sei dank springen jetzt auch meine Kameraden vom Pferd. Solvein streckt sogleich eines der Tiere nieder. Ihre Krallenhand dringt tief in das Kalb ein und reißt einen großen Brocken Fleisch mit aus dessen Leib. Während Solvein, Da'Lan, T'Zrech und ich glimpflich aus der ersten Attackewelle kommen, steht es im Sendra und Ifriitas nicht so gut. Beide erleiden heftige Tritte und Bisse. Unser T'Skrang Waffenschmied scheint schon Erfahrungen mit diesen merkwürdigen Kälbern gemacht zu haben. So streckt er gleich zwei der Tiere nieder. Gegen mich drängen zwei Kälber. Die meisten ihrer Angriffe pariere ich mit meinem Schild. Als ich mit einem schnellen Blick den Kampfplatz überblicke sehe ich wie Sendra, tödlich getroffen, zu Boden sinkt. Ohne auf die Kälber zu achten springe ich zu ihr, reiße die Aufmerksamkeit ihrer Angreifer auf mich, schlage R'ischans Tod durch eines der gegen sie vorgehenden Tiere und schlitze es von Schwanz bis Maul auf. Es sinkt tot zu Boden und ich sehe mich dreien dieser Kreaturen gegenüber. T'Zrech erkennt die Lage und eilt zu meiner Unterstützung herbei. Sein gut geführter Hieb schlägt knapp an einem Kalb vorbei und dringt tief in das aufgewühlte Erdreich. Doch scheint es so als sei dies nur Taktik gewesen, um das Kalb von seiner Schwanzwaffe ab zu lenken. Diese schießt jetzt auf das Untier zu und gesellt sich zu seinem Schwert im Erdreich. Gegen drei dieser Kälber stehen meine Aussichten nicht gut und ich beziehe einige Tritte. Ein weiteres Kalb erliegt R'ischans Tod. Im selben Moment stößt Solvein ihre Krallenhand in das letzte verbleibende Kalb welches daraufhin tot zu Boden sinkt.

Sofort kniete ich mich zu Sendra auf den Boden. Sie atmet kaum noch aber ihr Lebensfunke ist noch nicht erloschen. Ein Heiltrank ist schnell herbei und ihn flöße ihn ihr ein.

Dieser Heiltrank muss von überragender Güte sein, da unsere Troubadoura kurz nachdem der übel riechende Trank in ihrem Rachen verschwand ihre Augen aufschlägt und müde aber glücklich lächelt.

Während dessen eilt T'Zrech unseren Pferden hinterher und entdeckt mehrere Geburtssäcke. Es sind recht dicke Blasen die von innen mit einer Art Leder ausgepolstert sind. Anscheinend dienen sie dem Schutz der Kuh vor ihrem Kind, dass dieses sie im Mutterleib nicht beißen kann. Mit fünf dieser Blasen und den entflohenen Pferden kommt unser Waffenschmied zurück. Solvein gibt sich sehr interessiert an diesen Blasen und stürmt gleich los weitere zu suchen. Da'Lan reißt unterdessen den Kälbern die größten Zähne aus den Kiefern. Wohl wird er diese zu den unzähligen Zähnen an seinem Schild hinzufügen.

Sendra ist mittlerweile wieder soweit bei Kräften und kann aufstehen.

Solvein kommt mit sieben der Geburtsblasen zurück und ihr fällt ein, dass es sich um Genhis Rinder handeln muss. Ihre Jungen bleiben bis zum fünften Jahr wilde und unberechenbare Fleischfresser die vor nichts halt machen. Die Genhiskühe gebären ihre Jungen vorwiegend in Gegenden in denen sie genug Futter finden. Also dort wo viele Tiere oder auch unvorsichtige Namensgeber zu finden sind.

Ich schlage vor, dass wir mal nachschauen wo die Rinder her kamen, da vielleicht ein Dorf oder eine kleine Siedlung von ihnen hätte in Mittleidenschaft gezogen worden sein könnte. So reiten wir in Richtung Erhöhung.

Auf der Erhöhung halten wir die Pferde an. Unser Blick schweift über einen vielleicht zweihundert Schritt breitem Gürtel bauchhohem Gras, dahinter erblicken wir einen Schlachtplatz.

Grob geschätzt liegen dort vielleicht vierhundert tote Genhis Rinder. Bei ihnen liegen mehrere hundert, vielleicht tausend Geburtssäcke. Unsere Neugier wird von diesem Grasgürtel gebremst. In ihm könnten sehr viele dieser Kälber auf unvorsichtige Beute lauern.

Wir reiten also weiter.

In der ruhig verlaufenden Nacht stellen wir wieder Doppelwachen auf.

Die folgenden Tage vergehen recht ereignislos. Zwar stießen wir immer mal wieder auf kleine "Rudel" der Genhis Kälber, doch bestanden diese maximal aus sechs Tieren die schnell ihr Ende fanden. Solvein Brithan mag in diesen Tagen einige Stein zugenommen haben, da nur er das Fleisch der Kälber essen mochte.

Am neunten Reisetag erreichen wir den Mittelland Handelsposten. Er liegt genau auf der Streckenmitte zwischen Märkteburg und Haven. Der Stadtwache gebe ich bescheid, dass mehrere hundert Genhisjunge unterwegs sein. Sie tun dies beiläufig ab. Ich für meinen Teil sehe es aber als wichtig an die umliegenden Siedlungen zu informieren. Wie dies geschieht obliegt jetzt der Obrigkeit des Mittelland Handelspostens.

Dieser Mittelland Handelsposten ist ein Schmelztiegel der Namensgeber sowie deren Kulturen. Hier laufen viele Wege zusammen und noch mehr Händler kommen hier durch. Mittlerweile ist aus diesem Posten an einer Oase ein richtiger Ort geworden. Im Zentrum steht ein großes Kaufhaus mit dem Namen "Zum Mittelland Gasthaus". Ich denke der Name stammt noch aus alten Tagen an denen es wirklich ein Gasthaus war.

T'Zrech und mich zieht es zur hiesigen Schmiede. Meine altgediente Lederrüstung weist mittlerweile mehr Löcher auf als geschlossene Stellen. Der stämmige Zwerg Orias Schmettereisen belächelt sie nur müde und erklärt sich gerne bereit sie, sollten wir uns handelseinig werden, in seiner Esse zu verbrennen. Er ist ein direkter, vielleicht etwas zu barscher kleiner Mann. Seine kräftigen Arme, der Bart der in Zöpfen über der Brust hängt und die schwieligen Hände zeugen davon, dass er bestimmt viele Jahre als Schmied durchlebte. Nach einigem Hin und her kaufe ich bei ihm den Kettenpanzer "Roter Schimmer". Gegen einen kleinen Obolus verrät er mir auch sämtliche Fadeninformationen und ich webe diese zur Rüstung. T'Zrech ersteht einen magischen Rundschild namens Schutz der Hüter und erhält, unter Kollegen, ebenfalls die Fadeninformationen. Da er selber nicht über genügend Barmittel verfügte gab ich ihm dreißig Goldstücke um sein neues Schmuckstück zu erwerben. Aus Dank überließ er mir seinen Turmschild, der ab heute Schutzwall heißen möge. Ich habe vor die Abenteuer in diesem Schild zu verewigen. Morgen Vormittag, noch bevor wir aufbrechen, werde ich noch einmal zu Orias dem Schmied gehen und mir einen feinen Hammer samt Gravurmeißel kaufen. Nachdem T'Zrech mich in die Kunst des Gravierens von Waffen eingewiesen hat, sollte ich das Gravieren des Schildes auch meistern können.

Nachdem T'Zrech und ich unsere Fäden zu den neu erworbenen Gegenständen gewoben hatten zieht es uns jetzt in das große Kaufhaus. Ich benötige neue gut aussehende Kleidung. Schließlich reisen wir in den Blutwald und dort ans Königskaus. Mit sehr gut aussehender Reisekleidung sowie einen zusätzlichen Paar robuster genagelter Stiefel verlasse ich das Geschäft.

In Gasthaus "Zum halben Weg" kommen wir, abgesehen von Ifriitas, alle zusammen. Wo unser Magier / Geisterbeschwörer abgeblieben ist weiß niemand. Jedoch hören wir davon, dass ein maskierter Edelmann mit dem Namen "Jannik, Sohn des Hiemon, Gesandter an das Königshaus im Blutwald" hier eingekehrt wäre. Der Mann hätte eine schlimme Verbrennung hinnehmen müssen und trage daher die Maske zum Schutze seiner Umwelt. Wir wundern uns natürlich weshalb der Magier Hiemon neben uns auch seinen Sohn, welchen er nicht erwähnte, zum Blutwald schickte. So bitte ich den Gastwirt, einen Windling, eine Audienz bei dem edlen Herren zu arrangieren. Der kleine geschäftige Mann schwirrt auch sofort los.

Nach kurzer Zeit kommt er wieder, landet neben einer Treppe die wohl zu den Gemächern des Sohnes Hiemons führt und klopft mit einem Stab auf den Boden. "Jannik, Sohn des Hiemon, Gesandter an das Königshaus im Blutwald erwartet die Herrschaften." sind seine Worte.

So machen wir uns auf in die edelsten Gemächer des Gasthauses.

Uns erwartet ein Mann der wohl schon mehr als vierzig Sommer erlebte. Seine linke untere Gesichtshälfte ist verbrannt. Er trägt kostspielige Reisekleidung die im Schnitt der von mir kürzlich erworbenen ähnelt.

Jannik berichtet, dass er vor drei Tagen in Haven aufgebrochen sei und mittels Magie weitaus schneller reiste als es uns möglich sei. Solvein viel ein auf dem Schreibtisch dösender Krillwurm auf, der dem von Ifriitas bis auf das kleinste Haar glich. Sie sprach Jannik auf das Tier an und dieser berichtete, dass Ifriitas ihm den Krillwurm gegen hoch magische Aufzeichnungen verkauft habe. Als sie nicht locker ließ schickte der Sohn Hiemons den Musikanten, der für eine seichte musikalische Auflockerung sorgen sollte, aus dem Zimmer.

Mit den Worten "Jetzt ist Schluss mit der Maskerade." reißt Jannik sich eine Blaue Maske vom Kopf die wir erst gar nicht sahen.

Unsere Augen erblicken Ifriitas.

Da'Lan ruft erstaunt: "Er kann sich in Ifriitas verwandeln!"

Doch unser Geisterbeschwörer klärt die Situation gleich auf. Es habe sich um ein geglücktes Experiment mit einem Artefakt gehandelt. So habe er die Erscheinung eines anderen angenommen und sei unter seinem Namen hier abgestiegen.

Nach einigen Worten zieht Ifriitas die Maske wieder über und wir gehen alle in den Schankraum, um zu Abend zu essen und uns von der Reise zu erholen.

Zu unserer Überraschung spielen mehrere Troubadoure auf und sogar ein Illusionist, der halbbekleidete Windlingsfrauen durch den Raum und um unsere Köpfe schwirren lässt, ist engagiert worden.

Nach einigen teils sehr wirren Geschichten anderer Reisenden gehen wir gut gesättigt und vorzüglich unterhalten in die Schlafkammern. Der Sohn Hiemons bezieht wieder seine Luxusunterkunft während wir uns einen Schlafsaal teilen.


Auf dem Weg zu unseren Schlafstätten teilen die "Damen" uns mit, dass sie ein eigenes Zimmer gebucht hätten.

So teilen wir uns in drei minder große Gruppen.

Ifriitas, beziehungsweise Jannik der Sohn des Hiemon, geht in seine Luxusunterkunft, Solvein und Sendra in ein geräumiges Doppelzimmer und wir, also T'Zrech, Da'Lan und ich, gehen in unseren Schlafsaal.

In der Nacht wache ich auf und der Schreck fährt mir durch die Glieder. Rechts an meinem Bett mit einer schlagbereiten Axt in beiden Händen steht ein Namensgeber.

Da'Lan und ich sind wohl beide wach, so brüllt er seinen Gegner mit einem markerschütternden Kampfgebrüll an und rammt ihm seine Faust gegen die Rüstung. Ich hingegen Schreie "Alarm!" und wälze mich aus dem Bett gegen meinen Angreifer. T'Zrech wird jetzt auch wach uns springt aus seinem Bett. Auf dem Boden angekommen merke ich wie das Bett einen kräftigen Schlag abbekommt. Ohne mich darum zu kümmern bewaffne ich mich mit R'ishans Tod. Begleitet vom Kampfgebrüll unseres Trolls geht der Ork wie ich jetzt erkenne zu Boden.

Einer meiner drei orkischen Gegner rammt mir seine Axt tief in die Seite. Mein Blut spritzt ihm entgegen und ein kaum fassbarer Schmerz durchzuckt meinen Körper. Mit nur einem Schwert werde ich diese Situation nicht überstehen. So reiße ich mein fein gearbeitetes reich verziertes Langschwert Blutschwinge aus seiner Scheide. So glänzen beide Artefakte mal wieder nebeneinander im Kampfe. Das Kurzschwert R'ishans Tod in meiner Linken und Blutschwinge in meiner Rechten. Mein erster Angreifer bekommt R'ishans Tod zu spüren schon im Hieb mit Blutschwinge gegen den zweiten sehe ich wie er zu Boden geht. Der Zweite Gegner kann mit seiner Axt einen Großteil der Wucht meines Angriffes abwehren, doch trotz seines Versuches findet Blutschwinge sein Ziel. Der Ork grunzt kur z auf als das Schwert sich in seine Seite bohrt. T'Zrech und Da'Lan landen offensichtlich ebenfalls gute Treffer gegen die insgesamt neun Orks wie deren anschwellendes Gegrunze vermuten lässt. Durch die Tür stürzen Solvein und Sendra in unsere Schlafkammer und fallen den Angreifern in den Rücken. Drei der Orks die bis dahin glimpflich aus dem Kampf mit uns herausgekommen sind schießen an ihnen vorbei ohne das sie reagieren können.

Unser Schlafraum sieht aus wie ein Schlachtfeld.

Mein Bett ist vom Axthieb unbrauchbar geworden, den Boden bedeckt ein Film von Orkblut, in den sich auch meines mischt und es liegen sechs aufgeschlitzte Orkkadaver am Boden.

Da'Lan durchsucht die toten Orks, schmeißt ihre Kadaver auf den Flur und gibt jedem von uns drei Silber. Sendra und Solvein ziehen sich zurück. Meine Frage ob etwas weggekommen sei wird zu meiner vollsten Zufriedenheit von beiden verneint. Auch aus meiner Ausrüstung ist nichts verschwunden.

Der Boden ist immer noch Blutverschmiert doch unser Troll liegt schon wieder im Bett. Während T'Zrech mit Feudel und Eimer für eine annehmbare Geruchskulisse sorgt trage ich die Orkkadaver aus der Taverne und schichte sie hinter ihr auf einen Haufen. Mir fällt auf, dass sie für gewöhnliche Diebe viel zu gut ausgestattet sind. Ihre sechs Kettenpanzer und ganz passablen Äxte werfe ich in eine Schubkarre, um sie morgen bei Orias Schmettereisen ab zu geben.

Müde falle ich in den Haufen der von meinem Bett übrig ist und schlafe schnell ein.

An diesem besagten nächsten Morgen konfrontieren wir den Windlingswirt Flip mit den Ereignissen der letzten Nacht. Mich wundert es sehr, dass er anscheinend den Tumult gar nicht mitbekommen zu haben scheint. Die Orks seien des Öfteren bei ihm zu Gast. Plötzlich lenkt er ein, dass es sich wohl um unsere Freunde gehandelt haben müsse. Mir ist sein Verhalten äußerst suspekt und ich sehe zu, dass wir nach dem Frühstück und dem Bezahlen unserer Zeche so schnell wie möglich aufbrechen.

Ifriitas, der mit Maske bei uns am Tisch saß und dementsprechend als Jannick, Sohn des Hiemon auftrat, verabschiedete sich von uns und deutete an Richtung Blutwald über den angrenzenden Hügel zu reisen. Zuerst wusste ich nicht was er meinte, doch als ihm unsere sämtlichen Reittiere übergeben wurden verstand ich sofort.

Mit Solvein, die ihren Brithan bei Orias in der Schmiede übernachten ließ, gehe ich zum zwergischen Schmied. Er verkauft mir für die Orkausrüstung ein sehr altes edles Gravurset mit Elfenbeingriffen. Solvein schaut etwas angesäuert als ich es erstehe. Sie scheint wohl etwas gegen die Elfenbeingriffe zu haben. Einen Vergrößerungskristall konnten weder er noch die Obsidianische Handelsfrau anbieten. So zogen wir von dannen und eilen hinter den besagten Hügel wo Ifriitas schon mit den Reittieren auf uns wartete.

Vier Tage ziehen wir schon durch das abwechslungsreiche Land Barsaive.

So langsam werden wir träge.

Am sechsten Reisetag deutet einer meiner Gefährten plötzlich zum Himmel. Wir erblicken mehrere sehr große geflügelte Wesen die in unsere Richtung ziehen. Sie scheinen größer als Espargras zu sein und so beschließen wir, sofern die Passionen uns gnädig sind, nicht von ihnen entdeckt zu werden.

Wir reiten schnellstmöglich zu einem kleinen felsigen Hügel, setzen ab und lassen sich die Reittiere auf den Boden legen. Es sind gute Tiere und auch als wir ihnen schnell ein paar Äaste naher Büsche über den Körper werfen reißt keines aus. Wir selber werfen uns hinter Felsen und beobachten wie vier von Orks gerittene Lindwürmer knapp über uns und unsere Reittiere ihre Bahn durch die Luft ziehen.

Sobald sie außer Sicht sind erheben wir uns und auch unsere Reittiere erheben sich wieder.

Sprachlos ziehen wir weiter. Wohl wissend, dass eine Konfrontation unser Ende hätte bedeuten können.

Zwei Tage später kommen wir an eine große Weide die mit sechs etwa zwei Schritt durchmessenden Löchern übersät ist. Da'Lan sitzt ab und wirft einen Stein in eines der Löcher. Kurz darauf kommt er zurück und meint und berichtet keinen Aufschlag gehört zu haben.

Wir beschließen gerade weiter zu reiten, als T'Zrech uns auf einen bräunlichen Klumpen nahe eines Loches aufmerksam macht. Er holt den Klumpen und uns stockt der Atem.

Einen Schuh.

T'Zrech hat einen Schuh samt Fuß gefunden. Welches Wesen haust in Löchern und beißt Namensgebern den Fuß ab.

Der Schuh scheint der eines Ork Steppenreiters gewesen zu sein.

Wir reiten, wie vorhin schon vorgehabt weiter.

Eine Tagesreise vor dem Blutwald durchqueren wir eine leicht hügellige bewaldete Landschaft.

Hinter einem Hügel erblicken wir eine dunkle, fast schwarze Rauchfahne. Sofort reiten wir los, da so ein Feuer nicht von Holz allein stammen konnte.

Auf einer Lichtung erwartet uns ein grausiger Anblick.

Der Rauch kommt von vier verwüsteten Planwagen. Der Boden ist überall braun von Blut. Gut zwanzig Namensgeber liegen zerfetzt am Boden. Es könnten vielleicht auch mehr gewesen sein, da ich nicht in der Lage bin alle Teile dem jeweiligen Namensgeber zu zu ordnen. Die sechzehn Zugtiere liegen beieinander und schmoren vor sich hin. Sämtliche Fracht der Karren ist unbrauchbar da sie entweder den Flammen zum Opfer viel oder einfach unter großer Gewalteinwirkung zerstört wurde.

Während Solvein, Sendra. T'Zrech, Da'Lan und ich sämtliche Namensgeberteile einsammeln hockt Ifriitas mit einem fast vollständigen Namensgeberkadaver im Arm auf dem Boden und murmelt unverständliche Worte.

Plötzlich fällt mein Blick unter die Reste eines Planwagens. Dort erblicke ich einen drei zehigen und krallenbewehrten Abdruck.

In diesem Moment durchtrennt Ifriitas Schmerzensschrei die Stille. Er steht auf uns sieht noch "kaputter" aus als sonst. Ifriitas berichtet, dass er sich den Augenblick des Todes des Mannes angesehen habe.

Ein Dämon namens Duaga habe die Karavane überfallen. Ifriitas berichtet, dass Duaga schon seid etlichen Jahren Karawanen oder kleine Dörfer überfällt und ein Blutbad anrichtet.

Gemeinsam beschließen wir dem treiben von Duaga ein Ende zu bereiten.

Ich ziehe Blutschwinge und Leiste den Blutschwur, dass ich den Kampf gegen Duaga mit Blutschwinge aufnehme und wir ihn vernichten werden.

Die Spur des Dämons bleibt mir aufgrund meiner Fähigkeiten als Verteidiger nicht verborgen und so reiten wir etwa anderthalb Stunden durch die Steppe. Mein Blick wende ich keinen Moment von der Spur ab.

So kommen wir an ein verheertes Wäldchen. Einst muss es hier herrlich gewesen sein inmitten der heimischen Tier und Pflanzenwelt spazieren zu gehen. Doch heute sind alle Pflanzen grau, blattlos und tot. der Boden ähnelt einer Schlicksenke. An den Bäumen heften die Köpfe getöteter Namensgeber, es stinkt nach Verwesung.

Wir sitzen ab und lassen unsere Reittiere zurück um in den Wald zu gehen.

Der Geruch nach Tod und Moder nimmt beständig zu.

Ifriitas wirkt einen Spruch der "Eiserne Hand" heißt auf uns und erneuert ihn sobald seine Wirkung zu verfliegen droht.

Wir erreichen eine steinige Insel in dem Wald. An dessen Ende erhebt sich ein Felsen und vor diesem Felsen hat sich Duaga sein Lager eingerichtet.

Hier erwartet uns auch der humanoide Dämon dessen Körper mit Schuppen besetzt ist. Seine Hände und Füße besitzen je drei Finger die in langen scharfen Krallen enden.

Er scheint uns aus zu lachen und ehe wir reagieren können stößt er ein Odem aus üblen Dämpfen aus seinem Zähne starrendem Maul und wir finden uns in einer diesigen Wolke wieder. Meine Lunge fühlt sich an als säße ein Insekt mit Messern in ihr. Der kaum begreifliche Schmerz ringt mich zu Boden und ich huste Blut.

Kaum wieder bei Kräften wirke ich Kampfeswut auf mich.

Schon sichtlich angeschlagen treten T'Zrech, Solvein, ihr Brithan und Da'Lan dem Dämon gegenüber.

Ich versuche auf zu stehen, doch ein weiterer Schwall Blutes aus meinen Lungen und der damit verbundene Schmerz fesseln mich auf dem Stein. Einen weiteren Hustenanfall überlebe ich nicht!

Mir bleibt nichts anderes übrig als die mir innewohnenden Heilkräfte zu aktivieren und zu hoffen, dass meine Kräfte noch nicht bereits zu schwach sind.

Solvein setzt sich, nachdem ihr Brithan augenscheinlich leblos zu Boden sinkt, einfach vor dem Dämon hin und verweigert den Kampf.

T'Zrech wird von einem mächtigen Hieb von den Beinen gerissen und landet hart auf dem Steinboden. Er rührt sich nicht mehr.

Einzig Da'Lan steht dem übermächtigen Gegner als letzter gegenüber.

Wutschnaubend aktiviert er seine Amulette, taucht unter der Klaue des Dämons hinweg und rammt ihm Axt und Schild in den Leib.

Duaga stößt einen unfassbaren laut aus, als Da'Lans Axt auf der anderen Körperseite austritt.

Der Schildstoß unseres Luftpiraten ist so enorm, dass der Dämon es T'Zrech gleich tut und durch die Luft fliegt. Dabei reißt sein vom Axthieb gespaltener Leib weiter auseinander. Seine Körperteile prallen unter lautem Krachen an den Felsen und bleiben leblos liegen.

Duaga ist tot!

Die Wirkung des Odems verfliegt augenblicklich, doch dauert es noch einige Augenblicke bis der Rest Blut aus meiner Lunge ausgehustet ist, ich mich erheben kann und die Wirkung der Erholung entfaltet ist.

Sobald ich auf meinen Beinen bin erblicke ich Solvein wie sie Tränenüberströmt versucht ihren Brithan zu retten. Trotz des mittleiderweckenden Bildes eile ich zu T'Zrech und flöße ihm einen Heiltrank ein. Er scheint schließlich noch zu leben und er ist ein Namensgeber. T'Zrech wurde fast ebenso schwer verletzt wie ich. Leider hatte er nicht die Kraft sich zu erholen.

Als T'Zrech seine Augen wieder aufschlägt ertönt auch ein aktbekanntes Knurren. Anscheinend hat Solvein unter Einsatz eines Talentes ihrer Disziplin Tiermeister es geschafft ihren Brithan zu retten.

erleichtert aber wohl wissend ohne Da'Lans gesegneten Schlag nicht überlebt zu haben durchsuchen wir die Lagerstätte des Dämons. Ich hofft Hinweise auf die Herkunft der Opfer zu finden, doch mein Erfolg war gleich null. Neben einem Haufen Geld finden wir noch einige Ausrüstungsgegenstände die wir erst mal unbesehen mit aus dem Wald.

Bei unseren Reittieren angekommen reiten wir noch ein Stück, bis wir nahe eines Baches müde das Lager aufstellen, uns waschen und in den Schlaf sinken. T'Zrech zeigt mir noch mal, diesmal in knapperen Worten, wie man Runen in Metall verewigt.

Diese Nacht fällt allen die Wache deutlich schwerer. Die Wache der irgendwie in sich gekehrten Tiermeisterin übernehme ich. Sie scheint in ihrer Welt gefangen zu sein und kümmert sich nur um ihre Tiere. Ich hingegen graviere den Tod von Duaga in meinen Schild.


In dieser Nacht huste ich noch mehrere Male blutige Brocken aus, doch fühle ich mich am nächsten Morgen deutlich besser.

Nach einigen Tagen erblicken wir am Horizont einen Wald. Es muss sich um den Blutwald handeln. Schließlich sind wir die geplante Zeit lang gereist.

Plötzlich deutet Ifriitas auf den Himmel und warnt uns vor drei geflügelten Wesen die einen direkten Kurs auf uns zu halten. Wir steigen an und ich wirke Nebelschild auf mich und bereite Kampfeswut vor. Mit einem Ohr höre ich wie Da'lan Sendra darum bittet sie in die Disziplin des Troubadour ein zu führen, sofern wir dieses Abenteuer überstehen. Aufgrund der angreifenden Chimären bleibt sie ihm eine Antwort schuldig. Die Chimäre die sich auf Ifriitas stürzt scheint eine Mischung aus Crojen, Schlange und Ziege, die gegen Da'Lan stürzt ist eine Mischung aus Blitzechse, Crojen und Drachen und die Chimäre die gegen mich in den Angriff über geht ist eine Mischung aus Blitzechse, Schlange und Ziege. Während Ifriitas und Da'Lan ihre ersten Treffer landen finalisiere ich Kampfeswut. Die Chimäre bei Da'Lan wirft einen Odem auf uns. Sendra wird von den Flammen vollkommen umschlossen uns stürzt. Der Blitzechsenkopf der selben Chimäre wirft einen Blitzstrahl gegen unseren troll, dem die Angriffe nicht viel aus zu machen scheinen. Er dampft etwas und seine Haare stehen zu Berge, doch Wunden sind keine zu sehen. Meine Chimäre wirft ebenfalls einen Blitzstrahl gegen mich doch dieser schlägt in einen nahen Busch ein. Einen weiteren Angriff wehre ich mit dem Schild ab. Ifriitas schleudert einen Astralspeer gegen seine Chimäre die schwer getroffen zu Boden gerissen wird. Sendras Schlag trifft dessen Seite und ein Geisterpfeil unseres Geisterbeschwörers, äh Magiers, trifft auf den zuckenden Körper der leblos liegen bleibt. Blutschwinge schlägt eine klaffende Wunde in meinen Gegner der der Wucht des Angriffs trotzt. Der folgende Blitz und Biss verfehlen mich. Der großflächige Odem der Chimäre von Da'Lan versengt mir die Haare, einen größeren Schaden trage ich aber nicht davon. Sendra stellt mich an meine Seite und bekämpft meinen Gegner während Ifriitas sich der Chimäre von Da'Lan widmed. Diese beißt unseren Troll, reißt ihm ein großes Stück Fleisch aus dem Körper, schwingt sich in die Luft, landet etwas abseits und wirft einen weiteren Odem gegen uns. Da'Lan und Sendra werden hart getroffen. Ifriitas antwortet mit einem Geisterpfeil und die Chimäre schlägt zu Boden. Das schlanke Langschwert Blutschwinge reißt eine weitere Wunde in die Chimäre die sich Sendra und mir stellt. Da'Lan springt zu seiner Chimäre und drischt Schwert und Schild auf seinen Gegner, dieser spring auf, wird aber von einem weiteren Geisterpfeil getroffen. Sendras Schwert schrappt über die Haut unserer Chimäre und scheint kaum oder keinen Schaden verursacht zu haben. Blutschwinge findet hingegen sein Ziel, dringt aber kaum in den Gegner ein. Der Drachenodem reißt Sendra zu Boden und Da'Lan wird schwer von einem Blitz getroffen. Er sinkt leblos zu Boden. Meine Chimäre wirft einen Blitz gegen mich doch dieser und die darauf folgende Attacke verfehlen mich jedoch. Da'Lans Brust fängt wieder an sich zu heben und zu senken. Ifriitas Geisterpfeil dringt tief in die Chimäre bei unserem schwer verletzten Troll ein und streckt sie nieder. Bei meiner Attacke winde ich mich in die uns angreifende Chimäre, achte nicht auf ihre Schläge. Während ein Blitz und ein Maul neben mir zu Boden stoßen findet Blutschwinge sein Ziel und schlitzt ihr einen großen Teil des Unterkörpers auf. Das Wesen begreift seine hoffnungslose Situation und versucht sich in die Luft zu Retten.

Während Sendra aufsteht wirft Ifriitas einen weiteren Geisterpfeil der dem Untier das Ende bereitet. Wenn nicht der Zauber das Ende bedeutete, dann der Harte Aufschlag auf den Boden.

Sogleich mache ich mich auf zu unserem Troll und versorge seine Wunden.

Nach diesem harten Kampf setzten wir die Reise gen Butwald weiter fort.

Innerhalb ein paar Stunden erreichen wir unser Ziel, setzen ab und führen unsere Reittiere an den Zügeln hinein.

Der Geruch des alten Waldes und die merkwürdige Flora und Fauna bereiten mir Unbehagen. Der Gedanken an den Überfall vor ein paar Tagen schießen mir durch den Kopf und so bin ich dreifach vorsichtig. Neben den betörenden Düften der Pflanzen riecht es hier deutlich nach moder. Der weiche federnde Boden ist übersät mit verrottenden Pflanzenteilen.

Schlagartig umgibt uns einen bewaffnete Gruppe Blutelfen. Ihre Bögen und Speere sind kampfbereit, doch keiner von uns hegt den Wunsch gegen sie vor zu gehen. Die Elfen sind unbeschreiblich schön, die Gesichter markellos anmutig, ihre Rüstungen und Waffen scheinen lebendig zu sein. Doch sind die Blutelfen doch verdorben. Ihre Haut ist übersät von Dornen die von innen durch ihre Haut stoßen und die Gewänder an einigen Stellen mit feinen Bluttröpfchen durchnässen.

Ifriitas zeigt gebieterisch den Runenstab von Hiemon vor und erklärt dem Anführer unser Anliegen. Durch nur eine Handbewegung des Anführers teilt sich der Wald und es entsteht eine Schneise. Wir sollen diesen Weg entlang reisen. Auf ihm drohe uns von Elfen keine Gefahr, jedoch könne er nicht von den Kreaturen des Waldes sprechen.

So reiten wir auf unbekannten Pfaden durch den Blutwald.


Der Weg führt uns nach einiger Zeit auf eine Lichtung. Zuerst sind wir durch das helle Licht geblendet. Unsere Augen hatten sich im Wald an die Dunkelheit gewöhnt.

Jetzt erblicken wir eine Lichtung deren Grün so satt strahlt, dass sogar der Glanz von hoch poliertem Gold erblasst.

Mitten auf der Lichtung stehen acht große Bäume. Es sind die höchsten und dicksten Bäume die ich je sah. Ihre Rinde ist makellos glatt, ihre Blätter dicht und einfach perfekt geformt.

Diese acht Bäume umranden den Palast der Elfenkönigin Alachia. Der Palast scheint zwischen den Bäumen gewachsen zu sein und ein Blätterdach schützt ihn vor Wind und Wetter.

Der Anblick ist "schaurig schön".

Von einen auf den anderen Augenblick sind wir von zwölf Wachen umstellt. Alle tragen Rüstungen und sind Angriffsbereit. Ein aristokratisch dreinblickender Elf mit einem Amulett dessen Rune der auf unserem Stab ähnelt oder vielleicht gleicht spricht uns an und fragt nach unserem Begehr. Wir erklären uns und Ifriitas zeigt wiederholt das Vorzeigen des Runenstabes und T'Zrech zeigt das Paket von Hiemon vor. Der aristokratische Elf winkt einen seiner Untergebenen zu sich, tuschelt mit ihm und schickt ihn weg. Herrisch weist er uns an zu warten. Sollten wir es wagen den Palast zu betreten wäre das unser Tod.

Nach einiger Zeit kommt ein mit einer aufwendig gearbeitete Lederrüstung gekleideter Blutelf aus dem Palast. Er trägt ebenfalls ein Amulett mit der Rune. In einer sehr angenehmen fas singenden Stimme die jedoch von einer enormen im Unterton mitschwingenden Arroganz begleitet wird stellt er sich als Kalorien vor. Er sei in Vertretung von Takis hier und bittet uns ihm zu folgen.

Die Schönheit des Palastes von außen ist ein Haufen Dreck im Vergleich der Schönheit die uns im Inneren erwartet. Viele Blutelfen schweben fast durch die Gänge und unterbrechen kurzfristig ihre Unterhaltungen, die die Luft mit einem angenehmen Singsang schwängern, wenn sie uns erblicken. Die Wände sind glatter als polierter Stahl und aus irgend einem natürlich gewachsenen Material. Viele Bilder, nein, Gemälde hängen an den Wänden und zeigen die verderbte Schönheit der Blutelfen und ihres Lebensraums dem Blutwald. Nach ein paar Abbiegungen öffnet ein Bediensteter Kalorien eine Tür und dieser weist uns an in dem Raum auf Takris zu warten.

In dem Raum stehen überaus einladende Ledersessel und es hängen sehr ansehnliche Gemälde an den Wänden. Aus einem großen Fenster können wir in die Natur blicken.

Kurz nachdem wir den Raum betraten erscheint ein Bediensteter der ein Tablett mit Kristallkaraffen trägt und dieses auf einer reich verzierten Komode abstellt. Dem Bediensteten wurde kein Zeichen gegeben. Es scheint als sei er nur aufgrund unserer Anwesenheit her gekommen.

Kalorien bittet uns mit ihm zu trinken. Ifriitas zögert kurz, doch Da'Laan, T'Zrech, Solvein und Sendra zerstreuen ihm und mir die Angst vor dem unbekannten Getränk.

Elfenwein! Nie in meinem Leben werde ich diesen Geschmack vergessen. Er ist süßlich, fruchtig belebend rund, einfach das angenehmste Getränk was ich je trank!

Auch Da'Lan schien es zu schmecken, da er sich sofort nachschenkte und auch nach dem dritten Glas nicht aufhören mochte. Ich zügele mich nach einem zweiten zu einem Drittel gefüllten Glas.

Während wir das köstlichste Getränk aller Zeiten zu uns nehmen versucht Kalorien uns aus zu fragen. Er ist sehr an unserem Auftrag interessiert, doch wir halten unser Versprechen dem alten Magus Hiemon gegenüber und verraten uns nicht. Meine Frage in welchem Verhältnis er zu Takris stünde beantwortet er mit der Aussage, dass sie beide Blutwächter sein.

Die Tür wird unsanft geöffnet und ein anderer Blutelf betritt den Raum. Er trägt eine noch etwas edler gearbeitete Rüstung, die ein ungeschultes Auge mit der von Kalorien hätte verwechseln können. Im Gegensatz zu Kalorien trägt er kein Amulett mit der uns bekannten Rune. Kalorien schaut erst erschrocken, dann verärgert. Der neue Elf stellt sich als Takis vor und verweist sofort Kalorien des Raumes. Anscheinend ist Takis dem anderen Elfen vorgesetzt. Takis sagt, er wäre der oberste Wächter und für das Wohl der "Königin aller Elfen" verantwortlich. Sogleich kommt er auf die Bezahlung zu sprechen und T'Zrech übergibt die Schatulle. Takis nimmt sie an und fängt für uns unverständliche Worte zu sprechen. Augenscheinlich wirkt er einen Zauber.

Gleich nachdem er mit dem Singsang aufhört springt der Deckel der Schatulle auf und offenbart deren Inhalt.

Auf einem Samtkissen ruht eine im tiefsten dunkelrot erstrahlende Rose.

Es handele sich um die Rose des ewigen Lebens. Sie sei einst als Geschenk an den Elfenhof gedacht, wurde dann aber von Therranern geraubt und ging vor der Plage in Parlainth verloren. Hiemon gelang es mit Hilfe einer Abenteurergruppe das Artefakt zurück zu erobern und jetzt sei sie wieder an ihrem rechten Platz eingetroffen. Angeblich erhalte der der sich an ihren Stacheln sticht ewiges Leben.

Takis erklärt uns, dass er leider keine Zeit fand um den Blutefeu zu ernten, da er einer wichtigen Sacha auf der Spur sei. Unsere Optionen wären hier zu warten, oder ihm zur Hand zu gehen. Das Warten käme nicht in Frage und so sollten wir ihm zur Hand gehen.

Südöstlich des Blutwaldes treibt ein therranischer Sklavenhändler namens Fegis Kul sein Unwesen. Wir sollen den Wald in südöstlicher Richtung verlassen und zwischen dem Ort und dem Schlangenfluss triebe sich der Sklavenjäger herum. Er treibt auch Handel mit blutelfischen Sklaven. Diese gilt es zu befreien und zurück in den Blutwald zu führen. Den Besitz der Sklavenjäger dürften wir als Gegenleistung behalten.

Während dieser Ausführung versucht Ifriitas die Rose zu greifen.

Der Blutwächter greift mit einer unfassbaren Geschwindigkeit nach dem Arm unseres Geisterbeschwörers und schreit ihn an. "Wie könnt Ihr es wagen?"

Ifriitas Antwort ist sehr trotzig. "Ach kommen Sie schon, Sie hätten es auch versucht!".

Daraufhin verfinstert sich die Miene unseres "Gastgebers". Entweder wir nehmen den Auftrag an, oder wir werden vor die Türe des Palastes gesetzt, müssten auf eigene Faust den Weg aus dem Blutwald suchen und ohne den Blutefeu zurück reisen. Die Chancen ohne die Hilfe der Elfen lebendig durch den Blutwald zu kommen sind so gering, dass sie nicht ausgedrückt werden können.

Auch die Bitte eine Nacht hier ruhen zu dürfen wird uns verwehrt und so haben wir die Ehre sogleich den Auftrag des obersten Blutwächters erfüllen zu dürfen.

Von rund zehn Wachen geleitet gelangen wir an den südöstlichsten Zipfel des Blutwaldes. Wir sollen uns diese Stelle gut merken, da wir nur hier gefahrlos den Blutwald wieder betreten könnten.

Uns ist bewusst keine Zeit vergeuden zu dürfen und brechen sofort auf.

Nach etwa drei Stunden erblicken wir eine Gruppe Namensgeber die auf einer Straße in unsere Richtung kommt. Wir verstecken uns in einem nahegelegenen Wäldchen vor dem sich die Straße gabelt. Die Namensgeber entdecken uns nicht und wir erkennen, dass es drei Wagen die von zwei Dutzend Namensgebern, vornehmlich Menschen und Trolle, wenige Orks, flankiert werden. Die ersten zwei Wagen sind eher Käfige auf Rädern. In dem ersten Käfig sind nur männliche Namensgeber. Wir erblicken Zwerge, Menschen und Elfen. Der zweite Käfig ist gefüllt mit weiblichen Namensgebern der selben Rassen. Ob Blutelfen unter ihnen sind können wir nicht erkennen. Der letzte

Unsere Hoffnung auf eine Auftrennung des Trosses bleibt unerfüllt und die komplette Gruppe schwenkt in Richtung Blutwald.

Nach einiger Zeit betritt der Tross einen sehr dichten Wald und wir verlieren schnell den Blickkontakt.

So bleibt uns nichts anderes übrig als ebenfalls in den alten unheimlichen Wald ein zu tauchen.

Mittlerweile macht sich unsere Müdigkeit stark bemerkbar. Seid dem Tag an dem wir den Blutwald betraten haben wir nicht geschlafen.

Nach einiger Zeit erblicken wir blutelfische Wachen die auf ihren Rüstungen die Rune die wir bei Kalorien sahen tragen und die auch auf dem Runenstab pragt. So fassen wir den Entschluss eilig auf sie zu zu reiten, ihnen den Runenstab vor zu zeigen und harsch auf Durchlass zu beharren.

Die Wachen sind regelrecht überrumpelt von unserem Auftreten und gewähren uns fassungslos Durchlass.

Nicht weit hinter den Wachen erreichen wir eine Nebelwand und sitzen ab.

Von hier aus muss es ohne Reittiere weiter gehen.

Der Nebel wird immer dichter. Bald schon können wir keinen Schritt mehr weit sehen. Merkwürdigerweise ist der Nebel, so dick er auch sein mag, nicht feucht.

Einige Schritt weiter wird der Nebel eiskalt. Wir fangen alle an zu zittern und sehen zu, dass wir schnellstmöglich aus diesem Nebel heraus kommen was auch unmittelbar geschieht.

Wir stehen am Rande des Nebels der eine große Lichtung in dem alten Wald umgibt.

Unser erster Blick fällt auf ein imposantes Kaer dessen Obergeschoss, anders als bei allen mir bis dahin bekannten Kares, ganze drei Stockwerke über den Boden ragt. Es ist vollständig aus Stein gefertigt und eine Außenwand ist eingebrochen.

Jetzt erblicken wir ein kleines Dorf das im Schatten des Kaers wohl aus den Steinen der eingebrochenen Mauer erbaut wurde.

Viele kraftlose Augenpaare ruhen auf uns. Die Dorfbewohner haben uns entdeckt.

"Halt, bleibt stehen und ergebt euch!" durchschneidet eine herrische Stimme die gespenstische Stille.

Wir erblicken eine Gruppe aus wohl dreißig Namensgebern die in eiligem Schritt auf uns zugelaufen kommen. Ihre Äxte, Schwerter und sonstige Waffen angriffsbereit erhoben.

Es sind die Sklavenjäger.

Wir treten ein paar Schritte zurück in den eisigen Nebel.

Die Kälte schneidet tief in unseren Lungen.

Ich hocke mich ab und erhebe den Schild abwehrbereit.

Viele Schritte nähern sich mir und ich mache mich gerade bereit den ersten Angriff am Schild abgleiten zu lassen, da verschwindet der Nebel.

Meine Kameradinnen und Kameraden hatten ähnliche Ideen wie ich oder sie sind einfach nicht weiter gegangen. Jedenfalls stehen wir wie Perlen auf einer Kette den Sklavenjägern gegenüber.

Diese stürmen auf uns zu und umstellen uns.

Ein unausgewogener Kampf entbricht.

Sendra stehen drei Sklavenjäger gegenüber, Ifriitas drei, Da'lan ganze sieben, T'Zrech und Solvein zwei und mir vier.

Zuerst gehen Solvein und T'Zrech bewusstlos zu Boden. Da'Lan folgt ebenfalls schwer getroffen. Sendra gibt ebenso wie Ifriitas auf und auch ich erkenne, dass wir trotz sieben getöteter Gegner keine Chancen haben uns gegen die Übermacht durch zu setzen. So strecke auch ich meine Waffe.


Die Sklavenhändler entwaffnen uns und führen uns auf das Kaer zu.

Sie unterhalten sich auf Therranisch. Jedenfalls vermute ich es, da keiner von uns versteht was sie von sich geben.

Im Kaer überkommt uns ein beklemmendes Gefühl.

Über eine schwarze steinerne Wendeltreppe und einen Gang werden wir in einen Raum geführt.

Modriger Geruch erwartet uns und ich erkenne, dass unser Gefängnis ein Raum von etwa 15 mal 15 Schritt misst. Der Boden ist mit vielleicht zwei Spann faulenden Strohs belegt. Da'Lan, T'Zrech und Solvein sind noch so stark verletzt, dass sie Ruhe brauchen.

Ich wage einen Blick in den Astralraum. Unglaubliche Pein übermannt mich. Hier müssen sehr viele Namensgeber auf grausame Art gequält und gestorben sein. Der Astralraum ist bis auf einige ganz wenige helle Stellen vollkommen verseucht. Schmerzen und Qualen drängen auf mich ein und mein Geist ist nicht länger im Stande sich gegen sie zu wehren. Derartiges habe ich bis dahin noch nicht erleben müssen und so breche ich auf meinen Knien zusammen. Ifriitas und Da'Lan machen sich ob meines Zustandes lustig. Sie haben ja gar keine Ahnung was ich gerade erlebte. Meine Vermutung dass hier ein Dämon hause und von den Sklavenhändlern versorgt wird sehe ich als mehr als bestätigt an und teile es auch mit.

In Anbetracht der Zustände von Da'Lan, T'Zrech und Solvein und meinem eigenen beschließen wir, wohl bewacht von drei Therranern vor der schweren aber angemoderten Holztür, erst einmal Schlaf zu finden.

Obwohl wir schlecht geschlafen haben und die kurze Ruhephase von aufeinander folgenden Alpträumen durchsetzt war geht es uns allen deutlich besser.

Ein Blinken in einer Ecke erregt unsere Aufmerksamkeit und wir finden unsere komplette Ausrüstung.

Wir, also Da'Lan, Ifriitas und ich waren uns ganz sicher, dass die Therraner uns in eine Falle locken wollten. Ich vermutete noch, dass wir einem Dämon geopfert werden sollen und unsere Waffen nur erhielten, damit er mit uns etwas Spaß haben könne.

Die Tatsache, dass die Sklavenhändler nicht mehr vor der Tür Wache halten erhärtet unsere Befürchtungen.

Ich lausche an der Tür, kann aber nichts hören. Während ich aufstehe drücke ich mich leicht von der Tür ab. Diese schwingt geräuschvoll auf.

Sie war nicht mehr verschlossen.

Bilde ich mir das alles jetzt nur ein?

Wie in einem Traum treten wir auf den leeren Gang vor unserer "Zelle" und wandern durch das Kaer bis wir den Ausgang gefunden haben. Uns begegnete auf dem Weg eine einziger Namensgeber.

Dichter Nebel hängt über dem Boden vor dem Kaer.

In einiger Entfernung können wir das Dorf nur schemenhaft erahnen und gehen darauf zu.

Auch hier herrscht kein wirkliches Leben. Keine Namensgeber laufen umher und auch sonst ist es totenstill. Von den Sklavenhändlern fehlt auch jede Spur.

Ein Geräusch wie ein Hammer der auf Metall trifft durchreißt die Stille. Das Geräusch wiederholt sich in monotonem Takt.

Wir kommen so langsam beim ersten Haus an. Es ist ein Zweckbau. Vier Wände, ein Dach, keinerlei Verzierungen oder unnötige Öffnungen. Die schwarzen Steine des Hauses stammen eindeutig vom Kaer.

Die ersten Namensgeber die wir erblicken schlurfen lustlos in ein Haus. Auf unsere Zurufe reagieren die Menschen nicht. Sie haben hängende Schultern und leere leblose Augen.

Einzig das Geräusch des Hammers bleibt uns als Anlaufstelle.

Kurz darauf erreichen wir ein Gebäude in dem, anders als wie bei den anderen, ein warmer Schein aus der Tür fällt. Das Geräusch kommt auch von hier.

So betreten wir das Haus das sich als Schmiede herausstellt. Ein Mann steht hinter dem Amboss und schlägt mit vielleicht einem Drittel seiner Kraft auf ein Stück halb erkalteten Metalls. Was es einmal werden soll können wir nicht erahnen.

Er reagiert auf unsere Kontaktaufnahme und berichtet in monotoner ungeübter Stimmlage, dass er Kruber heiße. Er scheint ganz offensichtlich nicht an einem gepflegten Informationsaustauch interessiert da er keine Reaktion auf Ifriitas Ansprache zeigt.

Nach und nach erfahren wir, dass die Leute im Dorf Acarem überlebende aus dem Kaer sein. In das Kaer ist der Dämon den die Bewohner Der Nebel nennen eingedrungen. In einem harten Kampf gelang es den Kaerbewohnern den Dämon zu verletzen und er zog sich zurück. Mit noch mehr Hass auf die Namensgeber im Kaer kam er zurück und verbreitete unausgesprochene Pein.

Eine elfischer Blutwächter und die Sklavenhändler versorgen den Nebel jetzt mit neuen Namensgebern und die Dörfler werden als Sklaven hier im Dorf gehalten und müssen für die Sklavenhändler arbeiten.

Die Hälfte der letzten Sklavenlieferung wurde bereits in die Katakomben des Kaers geführt und ist bestimmt schon tot. Die restlichen Sklaven sind mit den Händlern weggefahren.

Unsere Frage warum die Dorfbewohner nicht einfach weggingen beantwortet Kruber genau so monoton wie alle vorherigen. Wenn man versucht aus dem Nebel um das Dorf zu gelangen führt dieser immer direkt vor das Kaer. Egal wie schnell man läuft, man steht nachdem man einige Schritte in den Nebel tat direkt vor dem Kaer.

Wir lassen den lebensunfrohen Mann in Ruh und beraten uns.

Ich ziehe R'ishans Tod und bestehe darauf das Dorf Acarem und seine Bewohner vom Dämon "Der Nebel" und dem Joch der Unterdrückung durch den Sklavenhändler Fengis Kul zu befreien. Meine Kameradinnen und Kameraden willigen dem zu und so gehen wir zurück zum Kaer.

Uns fällt ein Lichtschein aus dem oberen Stockwerk des Kaers auf. Hier muss etwas sein und so entscheiden wir uns für den Weg nach oben.

Wir betreten das Kaer über die eingestürzte Wand und stehen vor einem Torbogen der zu einer Treppe führt. Rechts kommt die Treppe von unten. An ihrem Ende stehen zwei naturgetreu nachgebildete Gargyle auf Säulen.

Da'Lan betritt die erste Stufe nach oben und wird von einem Nebel umhüllt. Schreiend wendet er sich ab, lässt seine Waffe fallen und rennt in den Nebel der das Dorf umhüllt nur um kurz darauf wieder vor dem Kaer zu erscheinen und wieder in den Nebel zu rennen.

Ifriitas versucht Da'Lans Waffe zu nehmen, wird ebenfalls von dem Nebel berührt und rennt genau wie unser Troll mehrmals in den Nebel um das Dorf und erscheint kurz darauf wieder vor dem Kaer.

Wir anderen treten ebenfalls aus dem Kaer und versuchen Ifriitas und Da'Lan zu beruhigen was uns nach mehreren Anläufen auch gelingt.

Sobald unser Geisterbeschwörer / Magier wieder klar denken kann fällt ihm ein, dass er versuchen könne den Zauber zu neutralisieren. Eventuell würde der Zauberwirker darüber aber informiert werden.

Da wir hier sind um einen Dämon der als "Der Nebel" bekannt ist zu vernichten beschließen wir uns dieses Risiko ein zu gehen und Ifriitas schafft es tatsächlich den Nebel am Treppenaufgang zu neutralisieren.

So gelangen Da'Lan und Ifriitas wieder an ihre Waffen und wir können in das erste Stockwerk vordringen.

Eine Kreuzung deren Arme in die vier Himmelsrichtungen weisen eröffnet sich uns. Wir gehen gen Norden. Auf der linken Seite entdecken wir eine alte verwitterte Tür hinter der keine Geräusche zu vernehmen sind.

Nachdem Da'Lan und Ifriitas ihre Schultern an der Tür geprellt haben gehen wir weiter.

In diesem Stockwerk entdecken wir neben einigen Räumen voll mit unbrauchbaren vergammelten Lebensmitteln nicht erwähnenswertes.

So gehen wir in das zweite Stockwerk und dort betreten wir einen Raum der anscheinend ein Garlenschrein ist. Da'Lan und mir werden die Augen schwer und wir fallen gleich schlafend zu Boden. Einzig Ifriitas kann sich der Macht wiedersetzen und zieht den Troll aus dem Raum. Da'Lan wird sogleich wieder wach und hilft mit T'Zrech aus dem Raum zu ziehen. Mit einigen kräftigen Ohrfeigen kommt auch unser T'Zkrang wieder zu sich. Anscheinend schließ ich zu fest, da meine rechte Seite schmerzt als ich aufwache und Da'Lan gerade wieder eine Backpfeife austeilen will.

Hinter dem Garlenschrein entdecken wir einen Raum der vielleicht mal eine Schmiede war. Merkwürdig ist nur, dass an die Tür gelehnt siebzehn Namensgeber ruhen. Diese fallen sobald wir die Tür öffnen in unsere Richtung um. Erschrocken untersuchen wir die Schmiede, finden aber keine Anhaltspunkte.

Auch entdecken wir neben einigen leeren Schlafräumen den Raum in dem wir gefangen gehalten wurden.

Zurück an der Treppe gehen wir ein Stockwerk nach oben.

Ein großer Raum erwartet uns. An einer Seite ist eine verschlossene Tür hinter der keine Geräusche zu hören sind. Sogleich nimmt Da'Lan seine Axt zur Hand und zertrümmert unter ohrenbetäubendem Lärm die alte Holztür. Hinter dieser ist ein Speiseraum dessen Möbel zertrümmert umher liegen. Zerbrochene Teller beherbergen etwas was mal Nahrung gewesen sein könnte.

Von diesem Raum führt eine weitere Tür weg.

Bei dieser Tür verfährt unser Troll wie bei der ersten und sieht in einen Lagerraum der bis zur Decke mit vergammelten Lebensmitteln gefüllt ist. Neben dem Gestank der vergammelten Güter hören wir auch ein merkwürdiges Geräusch das wie schlagende Flügel klingt. Das Geräusch verstärkt sich und plötzlich stoßen dutzende Krillwürmer aus dem Raum und drehen eine Runde durch den Speisesaal. Wir entschließen uns für den Rückzug durch die ebenfalls zerschlagene Tür in den großen Saat und die Treppe nach oben.

Zu unserem Glück zieht es die Krillwürmer in die unteren Stockwerke und wir werden nicht weiten von ihnen verfolgt.

Unser Blick schweift umher, doch können wir keine Wände um uns herum entdecken. Wir sind auf dem Dach des Kaers an dessen Südwestlichen Ecke ein Türmchen, eigentlich ein größerer runder Raum mit spitzem Dach, in den Himmel ragt.

Die Tür zu diesem Raum ist verschlossen und Ifriitas wirkt Schlösser Sprengen. Neben einem Knall vernehme ich noch das Schlagen von Flügeln. Gerade rechtzeitig reiße ich meinen Schild hoch und der Stachel eines Finsterrochens prallt an ihm ab. Da'Lan wird schwer getroffen und ein kurzer und auflockernder Kampf beginnt. Einen Stoß mit dem Stachel muss ich über mich ergehen lassen, doch gelingt es mir nicht vergiftet zu werden. R'ishans Tod und ein Schattenpfeil erledigen die zwei uns angreifenden Tiere.

Als das letzte Tier leblos zu Boden sinkt geht Ifriitas direkt auf die Tür zum kleinen Turmzimmer zu und öffnet sie.

Das auf uns scheinende schwache Licht wird stärker.

Inmitten des Raumes entsteht eine Lichtkaskade. Um sie herum liegen unbrauchbare Waffen und Rüstungsteile.

Die Kaskade wandelt sich zu einer weiblichen ansehnlichen Lichtgestalt. Die Lichtgestalt fragt uns mit einer feinen Stimme, ob wir ihr nicht einen Moment der Freude gewähren könnten.

Es handele sich um eine Geistertänzerin erwähnt Ifriitas.

Da'Lan stellt sich der Herausforderung und fängt an mit der Frau zu tanzen.

Immer wilder wird der Tanz und immer wieder reißt die Haut unseres Trolls auf und es bilden sich tiefe Wunden.

Nach einiger Zeit sinkt bewusstlos zu Boden. T'Zrech wagt es als nächster dem Geist gegenüber zu treten und auch ihm ergeht es wie Da'Lan. Der Tanz wird immer wilder und es zeichnen sich Wunden an seinem Körper ab.

Auch ich will mein Glück versuchen. Die Geisterfrau tanzt zuerst sehr angenehm, doch mit jedem neuen Schritt durchzuckt mich ein Schmerz der mir die Kraft raubt. Auch ich sinke nach einiger Zeit bewusstlos auf den Boden.

Einige Zeit später wache ich wieder auf und erfahre, dass Sendra die Geisterfrau im Tanz besiegt habe und sie uns einen sehr wichtigen Hinweis im Kampf gegen den Dämon "Der Nebel" mitteilte.

Wir sollen den Dämon töten, seine Essenz einsammeln und in den Garlenschrein bringen. Dort ein Feuer entzünden und den Namen des Dorfes laut aussprechen. Erst dann sei der Dämon besiegt.


Nachdem uns die aktuelle Situation erklärt ist benötigen T'Zrech, Da'Lan und ich erst einmal eine Pause um uns etwas zu erholen.

Gleich darauf machen wir uns auf den Weg nach unten in das Erdgeschoss.

Ganz offensichtlich gibt es nur eine Zentrale Wendeltreppe die wir bis jetzt nach oben liefen.

Unten angekommen entdecken wir einen aus schwarzem Stein errichteten Torbogen vor den Treppenabstieg nach unten. Etwa zwanzig menschliche Schädel hängen an Ketten an ihm herab.

Da'Lan fällt auf, dass der Torbogen wohl erst deutlich nach dem Kaer erbaut wurde. Er vermutet ein Alter von etwa 80 Jahren.

Mutig durchschreiten wir das Bauwerk und gehen die Treppe nach unten.

Wir erblicken einen großen viereckigen Raum in dessen Mitte ein schwarzer Obelisk steht in den Runen des Schutzes graviert sind. Das Kaer ist das Kaer von Acarem und war Garlen geweiht.

Neben dem großen Obelisken erwartet uns der Geruch verfaulenden Fleisches.

Ich bereite Nebelschild vor da hier ein Dämon auf uns lauert.

Der Raum in dem wir uns befinden ist viereckig und hoch. Von jeder Ecke des Raumes geht ein Gang ab.

An den Seiten des Raumes stehen große Regale voller Bücher und Pergamente. Ifriitas ist kaum zu bremsen und steuert direkt auf sie zu. Er bittet uns das wertvolle Wissen nicht zu berühren, doch auch Da'Lan und T'Zrech lassen es sich nicht nehmen neben ihm in den alten Wälzern zu stöbern. Ich hingegen bleibe ruhig und denke daran, dass hier "Der Nebel" sein Unwesen treibt. Das laute Fluchen der drei sowie das Geräusch der auf den Boden fallenden Buchrücken verrieten mir, dass die vermeintlichen Wissensschätze jetzt nur noch ein Haufen Staub sind.

So entscheiden wir uns für den linken Gang und folgen ihm. Links und rechts des Ganges befinden sich mit überwiegend menschlichen Gebeinen gefüllte Grabnischen. Nach einiger Zeit stehen wir vor einer verschlossenen Tür an der Da'Lan lauscht. Bevor wir reagieren können hat er sein Zwergenschwert gezückt und die Tür eingeschlagen. Den Nebelschild erneuere ich sogleich, da ich befürchte, dass "Der Nebel" dies gehört haben könnte. In dem Raum stehen gefüllte Säcke die von Da'Lan, T'Zrech, Solvein und Sendra untersucht werden sollen während Ifriitas und ich den Gang etwas zurück gehen, um durch einen Zauber unsere Schlagkraft zu erhöhen. Ifriitas beherrscht jetzt eine Magie die eine bestimmte Anzahl Untoter in seinen Bann und unter seine Kontrolle zieht. So wache ich über unseren Geisterbeschwörer und werde ungläubig Zeuge wie sich tote Knochen wieder zusammenfügen und eine Art von Leben in sie einfährt. Die Untoten erheben sich und greifen nach einem auf dem Boden liegenden Knochen der sich in ihrer Hand in ein Schwert verwandelt. Mit fünf zusätzlichen Kämpfern in unserem Rücken machen wir uns auf den Weg zu den anderen.

Um mich auf die Auseinandersetzung mit "Der Nebel" noch besser vor zu bereiten plane ich Kampfeswut zu wirken. Aufgrund der kurzen Wirkungsdauer des Spruches warte ich damit aber noch etwas.

Da'Lan und T'Zrech haben mittlerweile eine Tür gen Süden aufgehebelt hinter der eine kurze Treppe in einen Weinkeller führt. Leider sind alle Weine zu Essig geworden und so beschließen wir weiter zu gehen.

Rechts von uns führt ein ebenfalls von Grabnischen gesäumter Gang weiter. Wir lassen die Skelette vor laufen, dann geht Ifriitas, gefolgt von mir, Sendra, Solvein, T'Zrech und Da'Lan. Mir ist dieser Gang nicht geheuer und irgendetwas in mir rät mir Kampfeswut zu wirken.

Mitten im Gang springen plötzlich Kadavermenschen aus den Grabniesen und Attackieren uns.

Nach kurzen Kampf in dem die Kadavermenschen nicht aus ihren Nischen kamen und wir die volle Bewegungsfreiheit hatten gehen wir weiter auf einen großen Raum zu in dem wohl die Toten für die Beerdigung vorbereitet wurden. An den Wänden sind große Bilder die die verschiedenen Beerdigungsrituale zeigen. Auf einem Tisch liegen mehrere Sezierbestecke von denen ich mir eines einstecke. Hier erkenne ich Spuren von fünf Guhlen und warne die Anderen. Ifriitas und ich sind uns sofort einig den Guhlen zu folgen, doch irgendwie haben die fünf Kreaturen es geschafft sich an zu schleichen. Durch die Skelette und unsere Fähigkeiten werden die Guhle die wohl mit normalen Namensgebern rechneten regelrecht überrumpelt und beenden ihr untotes Leben. Als "Dank für ihre Erlösung" erhalten wir sechzig Silber.

Wir gehen den Gang weiter durch den die Guhle kamen und kommen in einen Raum der von einem Brunnen dominiert wird. Aus steinernen Gargylen läuft Wasser in eine große Wanne um die herum alte Eimer stehen in denen das Wasser vermodert ist. Gemälde an den Wänden zeigen die ehemaligen Kaerbewohner beim Wasser holen.

Eine kleine schmale Steintreppe führt von dem Raum nach oben in einen anderen.

Gerade wollte Ifriitas nach oben gehen, da erblickt er das Gemälde eines Feuer spuckenden Drachens in dessen Rachen eine Öffnung ist. Leider haben wir keinen passenden Gegenstand um ihn in die Öffnung zu drücken und so gehen wir weiter.

Oben stehen wir schnell vor einer verschlossenen Tür an der wir die Worte "Wasserversorgung" und "betreten verboten" entziffern können. Wir beratschlagen uns kurz und ich erneuere meine Zauber beziehungsweise wirke sie neu bevor Ifriitas die Tür öffnet.

Unser Blick schweift durch einen prunkvollen Raum in dem mittig vier Gargyle Wasser in ein runenverziertes Bassin speien.

Ein gelbliches Ding das uns hart ins Gesicht schlägt und sich augenblicklich über die Atemöffnungen legt trübt den Eindruck der Idylle.

Dieses Ding ist nicht zu verwunden und ich kann nicht atmen. Auch greifen kann ich es nicht und so versuche ich mich mit aller Macht gegen diesen Schleimklumpen zu wehren.

Ifriitas und Da'Lan gelingt es recht schnell den Brocken los zu werden und auch T'Zrech schafft es diesen Pfropfen aus dem Gesicht zu bekommen.

Mir jedoch schwinden immer weiter die Sinne.

Gerade als ich in die erleichternde Schwärze einer Ohnmacht absinken wollte löst sich das Ding von mir. Keuchend stürze ich mich zum Wasser und spüle mir den Mund aus.

Der Schrei von Sendra lässt mich herum fahren und mein Blick ruht auf etwas das aus Wasserdampf gemacht zu sein scheint.

Ein totenkopfähnlicher Schädel ruht auf einem weißlichen nur leicht an eine hummanoide Form erinnernden Körper und verhöhnt uns.

Eine bis dahin mir nicht bekannte Furcht ergreift meinen ohnehin schon stark geschwächten Körper und ich muss mich sehr zusammen reißen, um nicht weg zu rennen.

Die von Ifriitas kontrollierten Skelette umstellen den Dämon der als "Der Nebel" bekannt ist und erschlagen ihn.

Völlig verwundert schauen wir uns an, froh darüber den Kampf mit diesem Unding nicht ausfechten zu müssen und über die Kampfkraft der untoten Skelette staunend.

"Der Nebel" schrumpft in sich zusammen bis eine etwa Daumennagelgroße Perle von ihm übrig bleibt. Ifriitas übergibt T'Zrech seine Teekanne und T'Zrech buxiert die Essens des Dämons in das Gefäß.

Da wir nicht wissen wie lange der Dämon in dieser Form verbleibt beeilen wir uns und eilen zum Garlenschrein.

Dort angekommen legen wir die Essenz von "Der Nebel" auf den Schrein, entzünden ein Feuer und sagen geschlossen "Acaram".

Der Name des Dorfes und des Kaers wird von den Wänden zurück geworfen, wird lauter und schwillt immer weiter an.

Wir können sehen wie die Dorfbewohner auf das Kaer zugerannt kommen und die Treppen nach oben erklimmen. Mit jedem Schritt altern sie. Auch hat sich ihre gesamte Körperhaltung verändert und sie wirken lebendig und fröhlich. Wenn sie uns erreicht haben sind aus den Dorfbewohnern schon sehr alte Menschen geworden und sobald sie das Dach betreten vergeht ihr Körper in einem wundervollen Glanz.

eine junge Frau kommt auf uns zu, bedankt sich für unsere geleisteten Dienste und bittet uns das Kaer Acarem nicht zu vergessen. Während sie mit uns redet altert sie zusehends wie die anderen Acaremer.

Ein Ruck geht durch das Kaer und holt uns zurück aus dem Anblick und wir versprechen das Kaer Acarem, seine Einwohner und das Dorf nicht zu vergessen. Daraufhin wendet sich die Frau ab und vergeht ebenfalls auf dem Dach in einem kleinen Lichtstrahl.

Das Kaer fängt an zusammen zu brechen und wir rennen zur Treppe vor der jedoch ein breiter Riss durch das Gemäuer führt.

Mit einem gewagten Sprung schaffen wir es hinüber und eilen so schnell wie möglich die Treppe nach unten und aus dem Kaer Acarem. Hinter uns bricht der Boden ein und wir laufen so schnell uns unsere müden Beine Tragen.

Einige hundert Schritt entfernt brechen wir völlig außer Atem auf einer Wiese zusammen.

Das Dorf und das gleichnamige Kaer sind in einem Kaufen Schutt vergangen.

So machen wir uns auf unsere Reittiere zu finden und zurück in den Blutwald zu reisen.


Mehr schlecht als recht hakte ich mich auf dem Pferd. Meine Lunge schmerzt und ich bekomme kaum genug Luft um aufrecht zu sitzen. Immer wieder bahnt sich eine nahende Ohnmacht an die ich zu meinem Verwundern immer wieder erfolgreich zurückschlage.

Von dem Ritt an sich bekomme ich kaum etwas mit. Zu sehr nehme ich mich zusammen um nicht ins Dunkel ab zu gleiten.

Su überschreiten wir die Grenze in den Blutwald.

Ganz offensichtlich trafen wir dieselbe Stelle aus der wir aus ihm traten. Die Bäume und Sträucher scheinen bereitwillig Platz zu machen und uns eröffnet sich ein Weg.

Aus einiger Entfernung vernehmen wir merkwürdige Geräusche, doch unsere Sinne sind so sehr vom schweren süßlich modrigen Duft des Blutwaldes umspielt, dass wir nicht auf sie reagieren.

So springt uns eine Gruppe von Blutaffen an. Diese etwas zwei Ellen großen Tiere sehen eigentlich ganz possierlich aus, wenn nicht ihre rasiermesserscharfen Krallen und Zahnstocher artigen Zähne wären.

Die Tiere scharen sich um uns und so haben wir jeder drei Blutaffen zu bekämpfen.

Aufgrund meines Zustandes begebe ich mich, nachdem ein Affe seine Krallen an meinem Schild wetzte, in Verteidigungshaltung, wie sie mir meine Meisterin bei brachte.

Dies erschwert mir zwar den Angriff, bietet mir jedoch eine eben so gute Möglichkeit die Hiebe des Angreifers zu parieren oder am Schild abgleiten zu lassen.

zu meiner Überraschung sind die Tiere wagemutige Kämpfer und nachdem ich eines der Tiere erschlug ändern sie ihre Taktik.

Sie greifen fast zeitgleich an, was es mir fast unmöglich machte ihre Schläge ab zu wehren. Ich konzentriere mich sehr auf die Schläge der Affen und vermag es oft ihre Aktionen vor zu ahnen, doch strengt mich dies sehr an und ich merke wie mir die Kräfte weiter schwinden. Einer der Blutaffen stellt sich in einem optimalen Winkel zu mir. Blutschwinge dringt tief in seinen Körper ein und bleibt mittig in diesem stecken. Der Blutaffe gluckst noch einmal ungläubig und bricht dann zusammen. Der zweite Blutaffe krallt sich an meinen Schild, reißt diesen mit einem Arm zur Seite und verkrallt sich mit der Hand des freien Arms in meiner Schulter. Mit unglaublicher Krafft reißt er an mir und seine rasiermesserscharfen Zähne bohren sich tief in meine Seite. Vor Schmerz schwinden meine Sinne und ich gleite unaufhaltsam ins Dunkel.

Sollte mein Leben hier schon enden? Bei den Passionen, bis jetzt schickte ich einige Dämonen dorthin wo sich hoffentlich nie wieder her kommen und halt unzähligen Namensgebern, doch meine Aufgabe hier ist noch nicht beendet.

Mit schier eisernem Willen kralle ich mich an das wenige mir verbliebene Leben.

Um mich herum fechten meine Kameradinnen und Kameraden um ihr Leben und ich bin in der Schwärze gefangen.

Nach einer schier endlosen Zeit bekomme ich keine Luft mehr. Irgendetwas Flüssiges rinnt meine Kehle hinunter und breitet sich wärmend in mir aus.

Lebenskraft scheint von überall auf mich ein zu strömen und ich schlage die Augen auf.

Über mich gebeugt steht T'Zrech mit einer mir sehr bekannten Flasche in der Hand.

Unser T'Skrang hat mir einen Heiltrank eingeflößt der mir genug Lebenskraft spendete um hier nicht elends zu verrecken. Leider war es nicht genug Kraft um wieder einigermaßen einsatzbereit zu sein. Es war sogar nur ein schmaler bröckeliger Vorsprung der mich davor bewahrte in die Schlucht „Ohnmacht“ zu stürzen.

Ich bedanke mich und er hilft mir aus.

Ein rascher Blick verrät mir, dass die angreifenden Blutaffen entweder flohen, oder meinen Mitstreitern zum Opfer vielen.

So gehen wir weiter in den Blutwald.

Nach einiger Zeit vernehmen meine Kameraden merkwürdige Laute und machen auch mich darauf aufmerksam. Ich will gerade etwas sagen, da saust ein Speer an uns vorbei, bohrt sich direkt neben mir in einen Baum und der Speerschaft schlägt mir hart vor die Stirn.

Der Vorsprung der mich vor dem Sturz bewahrte zerbirst und ich stürze in die schwarze Schlucht „Ohnmacht“.

Nachdem ich wieder zu mir gekommen bin befinden wir uns im Elfenpalast von Alachia. Takaris sitzt uns gegenüber und ich werde kurz über die neue Situation informiert.

Die Angreifer waren Dornmenschen die im Dienste der Blutelfen stehen. Eine Streife der Blutwächter sei sofort aufgetaucht nachdem uns die Dornmenschen umstellten und keine Chance bestand uns gegen sie zu wehren. Sie forderten unsere sofortige Aufgabe und das Herausgeben der Waffen.

Die Blutwächter führten uns zum Palast wo Kalorien mit zwei Mannen schon auf uns warteten. Er sagte, dass Takaris uns leider nicht empfangen könne und er an seiner Stelle beauftragt wurde uns zu empfangen.

Just in dem Moment taucht Takaris auf, schickt eine Truppe Blutwächter aus und kommt freudig auf uns zu. Seine Worte Kalorien gegenüber sind wenig freundlich und sein Wiedersacher wird des Platzes verwiesen.

So sitzen wir jetzt alle in dem gemütlichen Empfangsraum und bekommen Elfenwein gereicht. Ifriitas berichtet wie es uns erging. Takaris hört sich die Geschichte geduldig an und lässt sich dann für kurze Zeit entschuldigen.

Wir sind etwas überrascht und warten geduldig auf seine Rückkehr.

Nach ein paar mehr Augenblicken erscheint der hochgewachsene Blutwächter und bittet uns ihm zu folgen.

So geschieht es, dass wir über den "Schlossplatz" in ein Labyrinth gehen durch das nur Eingeweihte den Weg zu finden vermögen. Die Hecken sind sehr hoch, zuweilen über vier Schritt und sie scheinen sich auch zu bewegen.

Ich bin ganz froh, das Takaris uns führt und hoffe, dass er uns nicht in eine Falle lockt und plötzlich verschwindet.

Zu unserer Überraschung aber erblicken wir einen großen freien Platz inmitten des Labyrinths.

Auf diesem Platz erhebt sich ein wundervoll gearbeiteter Turm an dessen Seite sich ein reich verzierter Balkon in unsere Richtung erstreckt.

Erwartungsvoll schauen wir auf den Balkon und dessen Zugang vor dem feile Seidentücher hängen.

Eine schlanke grazile Hand schiebt den linken Vorhang zur Seite und die schönste Frau die ich je erblicken durfte betritt den Balkon.

Takaris verbeugt sich vor ihr und flüstert uns zu, dass es Alachia, die Elfenkönigen sei. Nur wenigen, auch unter den Elfen, sei es vergönnt ihr Antlitz zu erblicken.

Alachia ist so schön, dass meine Beine weich wie Butter neben einer Esse werden. Ich sinke vor ihr auf die Knie.

Auch meinen Kameraden und ebenfalls meinen Kameradinnen ergeht es ähnlich.

Ich vermag es nicht die Schönheit der Elfenkönigen in Worte zu fassen, darum werde ich, so gut wie die Passionen meine Hand führen, ein Bild von ihr in mein Schild setzen.

Alachia schaut uns an und wir schmelzen vor Sehnsucht nach einer möglichen Berührung von ihr dahin. Da erhebt sie ihre liebliche Stimme.

"Ihr habt dem Elfenhof einen großen Dienst erwiesen. Ich bin euch dankbar." sind ihre Worte. Aufgrund unserer Leistungen wirft sie uns eine einzelne tief rote Rose zu. Wir alle springen vor, überschlagen uns förmlich in der Luft und versuchen mit aller Kraft diese einzelne Rose zu ergattern. T'Zrech gelingt es sie zu ergattern.

Unsere Augen ruhen weiter auf Alachia.

Da wendet sie sich auch schon ab und verschwindet in ihrem Turm.

Wir starren noch einige Zeit auf den jetzt leeren Balkon, werden dann jedoch durch ein vornehmes Räuspern von Takaris zurück in die Realität geholt.

Wir gehen wieder durch das Pflanzenlabyrinth zurück zu dem Empfangszimmer.

Dort angekommen sagt er uns, das wir von nun an gern gesehene Gäste am Elfenhof sein. Wir dürfen sogar einige Tage hier ausruhen und Kräfte sammeln.

Gerne nehme vor allem ich das Angebot an. Ich fühle mich noch immer sehr schwach und benötige einige Ruhe.


Am nächten Tag schauen T'Zrech und ich mich bei den freien Händlern um, die nahe des Palastes einen kleinen Markt eröffnet haben. Unter einigen mir bekannten Amuletten erblickte ich eines das aus dünnen Silber- und Golddrähten gefertigt wurde. In seiner Mitte funkelte ein Diamant. Der freundliche und offene menschliche Händler erkannte sofort dass T'Zrech und ich nicht aus dieser Region stammen und erklärte uns, dass es sich um ein Blutkarmaamulett handele. Mit diesem Amulett bestünde die Möglichkeit all seine innenwohnende Kraft in einem Augenblick zu bündeln und zu entladen. Der Preis für dieses Amulett oder Jägerstiefel überstieg bei weitem unsere knappen Geldbeutel. So ziehen T'Zrech und ich zur Bibliothek wo sich unsere Kameradinnen und Kameraden bereits nieder gelassen hatten. Wir suchen nach Informationen zu unseren Artefakten und mir gelingt es sogar den benötigten Hinweis zum dritten Fadenrang zu Blutschwinge heraus zu finden. Durch diese Information und mit langer mentaler Vorbereitung konnte ich den dritten und vierten Faden zu meinem Langschwert weben.

Wohl gestärkt und freundlich gedrängt brechen wir nach vier Tagen gen Haven auf.

Die ersten Tage verliefen ereignislos.

Wir trotten so durch die Lande.

Am Ende des neunten Tages, hinter jeder Biegung vermuten wir bereits den Mittelland Handelsposten, erblicken wir eine Gruppe aus zehn imposanten Orks. Sie halten in wildem Galopp auf ihren Tundrabestien direkt auf uns zu und stoppen etwa 50Schritt vor uns.

Ein überaus kräftiger Ork kommt auf uns zu und ruft, dass er Rustack heiße und diese Straße ihm gehöre. Wir haben einen Wegzoll zu entrichten oder er und seine Männer reißen uns in kleine Stücke.

Nach diesen Worten dreht er bei und reitet zurück zu seinen Männern.

Gerade als er angekommen ist wirft Ifriitas einen Spruch Schmeißfliege oder ähnlich auf ihn während ich mich mit Kampfeswut und Nebelschild auf den Kampf vorbereite.

Dieser Kampf ist schneller vorbei als ich es erwartete.

Die Okrbrenner machten mehr her als sie in Wirklichkeit zu bieten hatten. Schnell lagen zwei von ihnen tot vor mir, Ifriitas hatte ebenso wie T'Zrech einen getötet und ein weiterer fällt eben von der Dyre und die anderen greifen ihn und reiten davon. Insgesamt sind fünf Orkbrenner uns zum Opfer geworden.

Im Mittellandhandelsposten zeige ich dem Zwergenschmied das Bild von Alachia. Der kleine Mann weiß die Schönheit der Elfenkönigin nicht zu würdigen und murmelt irgendetwas wie "hat keinen Bart" oder so.

Natürlich nimmt er die errungenen Rüstungen und Waffen der Orkbrenner an sich und zahlt uns aus.

Nach einer erholsamen und ereignislosen Nacht reiten wir neun Tage lang weiter nach Haven.

In Haven angekommen machen wir uns auf in den Tanzenden Windling um dort etwas Ruhe und ein Bad zu finden.

Am nächsten Tag machen wir uns auf zu Hiemon.

Dort angekommen begrüßt uns die Ork Schmiedin freundlich und Ifriitas fällt ihr mit einem äußerst unfreundlichem "Zu Hiemon" ins Wort. Die alte Dame geht wieder zur Treppe nach oben und weist uns den Weg.

Oben angekommen erblicken wir den alten Magier vor dem Fenster stehend. In seiner Hand hält er das von T'Zrech gefundene Amulett.

Gerade wendet er sich uns mit den Worten "Ihr seid spät gekommen.", da erblicken wir seine glasigen Augen die so wirken, als habe er tagelang nicht geschlafen.

Genau in diesem Moment bricht er zusammen und ein Vorhang wird zur Seite gezogen.

Hinter dem Vorhang tritt Kalorien mit zwei menschlichen Kriegern hervor. Er trägt ein Amulett um den Hals das dem das Hiemon in den Händen Trug sehr ähnelt. "Ihr werdet es bereuen euch in meine Angelegenheiten eingemischt zu haben!" donnert er uns entgegen.

Wir schaffen es gerade uns kampfbereit zu machen. Mit Schild uns R'ischans Tod stelle ich mich einem der Krieger gegenüber während Ifriitas sich Kalorien widmet. Sendra bindet den zweiten Krieger und T'Zrech wird von hinten von dem uns bekannten Windling attackiert.

Schnell ringt Sendra ihren Gegner nieder und auch ich bringe meinen zu Fall.

Ein mächtiger Zauber von Ifriitas dringt in Kalorie ein dessen Körper reglos zu Boden sinkt. Sein Amulett zerbricht und schlagartig manifestiert sich "Der Nebel" in dem Raum.

Wir sind fassungslos und starren den als vernichtet angesehenen Dämonen.

Dies hat einen plötzlichen Angriff seinerseits zur Folge der unseren Geisterbeschwörer hart trifft. Ich lasse "meinen" Krieger liegen und widme mich dem Dämon dem ich sogleich eine klaffende Wunde schlage. Ifriitas steht wieder auf und unsere ehemaligen Gegner, also der Windling und der Krieger suchen das Weite. T'Zrech und Sendra schlagen auf den Dämon ein.

Dieser springt zu Ifriitas und schlägt mehrmals auf ihn ein.

Ich höre Rüstung und Fleisch reißen, Knochen brechen und muss mit ansehen wie Ifriitas schwer verwunden zu Boden geht.

Sendra, T'Zrech und ich konzentrieren uns darauf "Der Nebel" kein weiteres Opfer zu präsentieren.

Mittlerweile hat Hiemon sich wieder gesammelt, ist aber außer Stande in den Kampf ein zu greifen.

"Der Nebel" widmet sich jetzt mir zu und seine Hiebe sind kaum zu parieren. Eine seiner Pranken erwischt mich hart und Blut rinnt mir meinen linken Oberschenkel hinunter. Seine zweite Pranke knallt mir meinen Schild so hart vor den Brustkorb, dass ich, gefolgt vom Knacken einiger Rippen zu Boden gehe und glaube zu ersticken. Ich schmecke Kupfer und weiß, dass wir jetzt zuschlagen müssen, da wir sonst "Der Nebel" unterliegen und dieser in Haven frei wüten kann.

Ich sammele all meine Kraft und stehe wieder auf. Der Boden an der Stelle auf der ich lag zeigt eine Blutlache.

R'ischans Tod in der rechten ziele ich auf den sehr stark gepanzerten Leib des Dämons und schlage zu. Eine weitere klaffende Wunde öffnet sich auf "Der Nebel". Dieser brüllt auf und schlägt auf mich ein. Mein Schild fliegt bei Seite und seine Krallen dringen tief in meinen Leib ein.

Den Passionen sei Dank sank ich nicht nieder und nutzte meine Gelegenheit einen weiteren Hieb gegen den Dämon der Acarem so lange in seinem Bann hielt. Mein Hieb reißt ein großes Stück Fleisch aus seinem Leib. Sendra und Ifriitas sehen ihre Chance und schlagen ihre Waffen genau in diese Stelle.

Der Dämon brüllt auf und erschlafft.

Sein Körper löst sich auf.

Dieses Mal bleibt von ihm nichts übrig.

Ob er jetzt endgültig vernichtet wurde, oder ob wir ihn eines Tages wieder erblicken müssen bleibt ungeklärt.


Hiemon ist glücklich und entlässt uns, nachdem wir unsere versprochene Entlohnung erhielten, aus seinen Diensten.

Mir verrät er, dass ich um einen weiteren Faden zu meinem Kurzschwert R'ischans Tod weben wolle, einen Blutschwur darüber, dass ich die Geschichte von Farlis nicht in Vergessenheit geraten lassen werde und diese durch Barsaive trüge, am Grabe von Farlis leisten müsse.

Direkt vor der Schmiede und Hiemons Heim begrüßt Solvein, Ifriitas und Da'Lan ein Bekannter aus deren Kaer Dornwand. Sie verraten mir, dass der zwergische Handwerker Myron heiße. Er berichtet, dass Tyla hier eingetroffen sei und mit ihnen, "Ihren Befreiern" sowie T'Zrech sprechen wolle.

Wir sind etwas überrascht, willigen dem Treffen aber ein.

So treffen wir uns kurz darauf mit Tyla in einer nahegelegenen Gaststätte.

Die alte Elfe erkundigt sich nach unserem Befinden und Da'Lan der überlegt die Zweitdisziplin des Troubadour zu erlernen berichtet groß und breit über alle Geschehnisse seit der letzten Begegnung mit der Garlen Questorin.

Nach einigen Stunden bremst sich unser Troll und lässt die Questorin zu Wort kommen.

Ihr ist es soweit gut ergangen und jetzt bittet sie uns darum eine Truhe zu Charboyyas, einem zwergischen Tuchhändler, nach Märkteburg zu bringen. Die Aufgabe sei nicht besonders eilig und somit überließ sie uns wann wir dort auftauchen würden.

Wir verabschieden uns von ihr und wünschen ihr den Schutz aller Passionen.

Die nächsten drei Wochen verbrachten wir in Haven, um unsere Fertigkeiten zu verbessern.

Unsere Reise treten wir mit Da'Lans Luftschiff an. Meiner Bitte einen Zwischenhalt in Tardim ein zu legen wollen die anderen erst nicht nachgeben, als Ifriitas dann anfing mich in meiner Bitte zu unterstützen lenkten sie jedoch ein und wir hielten auf das durch uns gerettete Dorf zu. Unterwegs geraten wir noch ein drei Finsterrochen, doch der Kampf ist schnell zu unseren Gunsten entschieden. Einzig Solvein wurde ohnmächtig geschlagen, wobei ihre Ohnmacht auf einen unglücklichen Sturz zurück zu führen ist.

Bei der Landung in Tardim geht es allen wieder gut.

Ich erklärte den Dörflern mein Begeht und in einer Prozession zogen wir hinunter in das Kaer wo ich am Grabe des vorplagigen Troubadurs Farlis meinen Blutschwur ablege.

Das Kurzschwert leuchtet während dessen durchgehend und ich kann seine Macht spüren.

Nach einigen Gedenkminuten gingen wir wieder aus dem Kaer und wir beschlossen die Nacht hier zu bleiben. Ich erzählte die Legende vom Troubadur Farlis und Ifritas lässt unsere erlebten Abenteuer durch den Raum schweben.

Unser "Kleiner" wird immer besser...

Am nächsten Tag hat Ifriitas einen Geist, den er "Albrecht" nennt, beschworen. Dieser darf jetzt an seiner statt rudern.

Wir kommen gut voran und erreichen bald Märkeburg.

Von oben erkennen wir wie die Stadt vor den Toren Thorals gewuchert ist.

Einzig die Handelsstraße nach Thoral die direkt vor den großen Toren in das Zwergenkönigreich endet ist gerade. Rechts und links dieser breiten Straße stehen vielleicht drei, selten vier Stock hohe Gebäude in denen sich Geschäfte befinden. Dahinter werden die Gebäude immer kleiner und ihr Aufbau folgt keiner Ordnung.

Wir landen am Lufthafen und verstauen das schwarze Stahlluftschiff.

Innerhalb einer Woche die meine Kameradinnen und Kameraden zu Fortbildungs- oder Studienzwecken nutzen finde ich Fyon, einem ehemaligen Schüler meiner Meisterin. Er berichtet mir, dass es ihr gut erging und erklärt sich bereit mich in den nächsten Kreis zu führen. Natürlich muss ich ihm den regulären Satz für Ausbildungen zahlen.

Nach der Woche treffen wir uns und gehen gemeinsam zu Charboyyas Handelshaus.


Dort eingetroffen geben wir die kleine Truhe ab und der junge Zwerg beginnt zu erzählen.

Ich höre nicht wirklich zu, da mir der Blick einer wunderschönen Elfin geschenkt wurde.

Ihre wunderschönen großen blauen Augen wandern zu mir, ihre langen blonden Haare, die wohl irgendwo auf dem Rücken Enden, werden von einem Lufthauch erfasst und einzelne Strähnen tanzen im Windzug. Ihre vollen roten Lippen bewegen sich sanft während sie mit einer Kollegin spricht und ihre Haut wirkt so sanft wie der edelste hier zu erstehende Stoff.

Aufgrund meiner Unerfahrenheit im Umgang mit dem anderen Geschlecht erröte ich sofort merklich.

Mit allem Mut den ich finden kann gehe ich zu ihr. Vielleicht kann ich ihr ja irgendwie helfen?

So stehe ich vor der schlanken jungen Frau, jedenfalls sieht sie jung aus, bei Elfen weiß man ja nie so recht wie alt sie wirklich sind, und bekomme kein Wort heraus.

Mein Kopf sieht bestimmt wie eine Tomate aus...

Sie öffnet ihre vollen roten Lippen. "Ich heiße Keleschan." Stellt sie sich vor und ich bin wie versteinert.

Ihre Stimme ist so sanft wie ein Schauer warmen Regens nach einem heißen Tag.

Ihre großen blauen Augen ruhen auf meinem noch röter werdenden Kopf und sie scheint amüsiert zu sein. Nach einigen mir endlos vorkommenden Sekunden stelle ich mich ihr ebenfalls vor.

Na ja. "Ad'Aran" ist das einzige was ich sagen kann.

Sie lächelt mich freundlich an. "Werter Ad'Aran, woher kommst du? du bist ja mit einer merkwürdigen Gruppe unterwegs..."

Wir unterhalten uns kurz und verabreden uns zu Stunde der untergehenden Sonne im "Jonglierenden Finsterrochen".

Zurück bei meinen Kameradinnen und Kameraden erfahre ich, dass Charboyya uns gerne für einen Botengang in sein Heimatdorf "Hantor" anheuern wolle. Es seien schon zwei Boten verschwunden warnt er uns. So händigt er uns auch je ein Medaillon, das uns als seine Boten ausweist, aus.

Als wir das Handelshaus verlassen schaue ich noch einmal nach Kelescheran. Sie ist gerade mit einer älteren Dame im Gespräch und zeigt ihr schöne Stoffe.

Wir kehren im Gasthaus "Zum torkelnden Luftpiraten" ein. Ich gehe gleich auf mein Zimmer und mache mich frisch.

Zum Sonnenuntergang mache ich mich frisch rasiert und in sauberen guten Gewändern auf Kelescheran zu treffen.

Meinem Kameradinnen und Kameraden verrate ich nichts. Aus einem Augenwinkel sehe ich noch wie Da'Lan sich mit einer älteren Zwergin unterhält und einen kräftigen Schluck aus seinem Humpen nimmt.

Auf der Straße empfängt mich ein kühler Lufthauch.

Am "Jonglierenden Finsterrochen" angekommen betrete ich den Laden und erblicke Kelescheran an einem ruhigen, etwas abseits gelegenen Tisch.

Eine Kerze auf diesem spiegelt sich in ihren auf mich gerichteten Augen.

Kelescheran trägt ein sehr schön gearbeitetes elegant und nicht zu aufreizend geschnittenes Kleid.

Sie winkt mir freudig zu und ich gehe zu ihr.

Wir unterhalten uns lange miteinander, wobei sie sehr viel über mich wissen möchte.

Natürlich komme ich ihrer Bitte nach und erzähle alles über mein bisheriges Leben.

Über den weitern Verlauf des Abends werde ich mich hier nicht auslassen. Für euch, liebe Leser reicht es zu wissen, dass ich schweren Herzens und deutlich reifer am nächsten Morgen fast zu spät an Da'Lans Luftschiff ankam und einige merkwürdige Blicke von Sendra und Solvein sowie anerkennende Blicke der Männer, Ifriitas ausgenommen, erntete.

So legten wir also ab und flogen der Erfüllung unseres Auftrages entgegen.

Nach einem Tag in der Luft geraten wir in einen kaum durchschaubaren Nebel.

Ohne Vorwarnung greifen uns vier geflügelte Löwen an.

Einer der vier stürzt sich direkt auf mich und mit Mühe geling es mir zwei mächtigen Hieben aus zu weichen. Der Blitzstrahl einer weiteren Kreatur trifft mich und droht mich von den Beinen zu reißen. Den Passionen sei Dank fange ich mich wieder, nur, um gleich darauf zwei weitere Attacken, einen Blitzstrahl und einen mentalen Dolch, verpasst zu bekommen. T'Zrech wird so hart getroffen, dass er bewusstlos zu Boden geht.

Angeschlagen erkenne ich, dass eine der Kreaturen Da'Lan angreifen will und ich springe vor.

Gerade rechtzeitig schlage ich nach der Bestie und treibe sie von unserem Kapitän weg.

Da'Lan nutzt die Gelegenheit und beschleunigt das Luftschiff so enorm, dass wir anderen Mühe haben nicht von den Beinen und dem unter uns lauernden Boden entgegen geschleudert zu werden.

Nach einem kurzen Ritt auf dem Geschoss einer Feuerkanone, so kam es mir vor, verlangsamt Da'Lan sein Luftschiff wieder.

Ich kümmere mich um T'Zrech und wecke ihn auf.

Während des Kampfes hat Da'Lan seine Axt nach einem der geflügelten Löwen geworfen und jetzt lenkt er das Luftschiff Richtung Boden. Hier kreisen wir eine ganze Zeit bis wir in einiger Entfernung eine Gruppe Ork Steppenreiter ausfindig machen. Der größte und kräftigste Ork hält Da'Lans Kristallaxt hoch in die Luft und brüllt einen markerschütternden Schrei in unsere Richtung. Da'Lan ist wie von Sinnen und hält auf die Gruppe aus vielleicht zwei Dutzend Waffen starrender Ork Steppenreiter zu. Die ersten aus der Gruppe zücken Speere und Bögen und bringen Holz in die Luft. Ifriitas verwandelt sich in eine Eule und ist kurz davor das "sinkende" Schiff zu verlassen. Ich rede auf Da'Lan ein und in der letzten Sekunde reißt er das Luftschiff hoch und wir fliegen über die Orks hinweg.

Nach einigen weiteren Flugstunden erblicken wir unter uns ein Dorf, das nach Da'Lans Aussage Hantor sein müsse. Ich hingegen wiederspreche ihm, da die Karte etwas ganz anderes zeigt, doch auch Ifriitas und Solvein sind von der Richtigkeit der Aussage unseres Trolls überzeugt.

So setzen wir etwas abseits des Dorfes zur Landung an.

Mittlerweile setzt die Dämmerung ein und wir freuen uns über eine freundliche Begrüßung durch die Dorfbewohner die uns mit Fackeln entgegen gelaufen kommen.

Die Freude schlägt jedoch schnell um, da die Bewohner nicht nur Fackeln führen, sondern auch jeder in irgendeiner Art bewaffnet vor uns tritt.

Die Gruppe Dörfler ist mit Mistforken, Dreschflegeln und allerlei Handwerksgerät nicht gut, aber durchaus wehrhaft bewaffnet.

Uns wird nachdrücklich gesagt, dass dieses Dorf nicht Hanto sei und das sie keine Fremden mögen. Es handele sich um das Dorf Holzbein, was etwa eine Tagesreise gen Norden vom Schlangenfluss entfernt liegt.

So hebt Da'Lan das Luftschiff wieder in die Lüfte und wir ziehen gen Norden von dannen.


Wir fliegen einige Zeit in die Richtung die Da'Lan als die richtige ansieht und befinden uns plötzlich mitten in einem Gewitter. Um uns herum zucken Blitze durch die Luft und Da'Lan ist gezwungen das Luftschiff zu landen.

In einem waghalsigen Manöver lenkt er das Luftschiff Richtung Boden.

Zu spät erkennt unser Troll Luftpirat wie nahe wir dem Boden sind. Wir streifen eine hohe Tanne und werden von den Beinen Gerissen. Nadeln schlagen über unsere Körper und durch unsere Gesichter und es riecht angenehm nach frisch geschlagener Tanne.

Da'Lan bringt das Luftschiff wieder unter Kontrolle und wir erblicken in einiger Entfernung Lichtschein der aus einem kleinen Dorf zu kommen scheint sowie einen Weg der sich auf dieses zu schlängelt.

Unser Troll setzt auf diesem Weg zur Landung an.

Unter lautem Gepolter schabt das Luftschiff über Steine, die Dunkelheit wird durch einen auf uns zu rasenden Blitz erhellt. Wir sehen ihn schon in unser Gefährt einschlagen, doch die Passionen scheinen andere Pläne mit uns zu haben. So lenken Sie den Blitz in einen Baum rechts neben uns. Die brennenden Splitter des zerfetzten Riesen fliegen uns um die Ohren. Die Luft riecht nach verbranntem Holz und angesengten Haaren.

Da'Lan gelingt es wieder Erwarten das Luftschiff sanft zu Boden zu bringen. die Geräusche welche das Schiff von sich gab zeigten zwar eher von einer Bruchlandung, doch wir kommen alle heil auf dem Boden an. Sogar das Luftschiff hat, abgesehen von ein paar Kratzern, keinen Schaden genommen.

Wir steigen aus und versuchen das Luftschiff bestmöglich unter einem Baum zu verstecken und bedecken es mit den Ästen des vom Blitzt zerstörten Baumes.

Nass bis auf die Knochen bemerken wir gar nicht das Ende des Gewitters.

Nachdem alles abgedeckt ist machen wir uns auf dem Weg Richtung Dorf.

Auf dem Weg kommt uns mit hoher Geschwindigkeit eine Gestalt auf einem Pferd entgegen.

Ich bin gerade dabei meine Waffe zu ziehen, da hält die Person vor uns an. Es ist ein alter Ork der sich als Rhamduc, dem Dorfvorsteher von Gelbbronn vorstellt.

Er heißt uns willkommen und ist gierig nach Nachrichten aus der Ferne. Besonders Märkteburg interessiert ihn.

Auf dem Weg ins Dorf erzählt er uns wie gefährdet die Bewohner von Gelbbronn leben. Immer wieder käme es zu Übergriffen durch Bewohner von Kirschenstein und man wäre dazu übergegangen die Vorräte in mehrere Vorratskammern zu verteilen.

Wir erzählen von unseren Reisen und ich berichte von Märkteburg.

Die ganze Situation kommt mir komisch vor, da die Bewohner von Holzbein ja sehr aggressiv auf uns reagierten und hier, nur ein paar Meilen entfernt eine ganz andere Stimmung vorherrscht.

Uns zu Ehren wird ein Fest gegeben. Ein großes Feuer wird entfacht und die Dörfler schlachten sogar ein altes Pferd.

Ich schaue mich mit der Fähigkeit magische Ströme zu sehen um und muss feststellen, dass es hier keine Adepten oder magische Gegenstände zu geben scheint. Es ist also ein ganz normales Dorf.

Während Da'Lan sich mit zwei ansehnlichen Dörflerinnen "beschäftigt" streunere ich durch das Dorf. Mir fallen neben all den fröhlichen Namensgebern einige sehr betrübt wirkende auf. Mich interessiert wie ihre Stimmung zustande kommt, doch sie geben keine genaue oder zufriedenstellende Auskunft.

So gehe ich also zurück zum "Festplatz" wo ich Ifriitas in einem merkwürdigen Liebesspiel mit einer jungen Elfe erblicke.

Beide sitzen mit dem Gesicht zueinander am Feuer. Ihre Münder berühren sich, doch küssen sie sich nicht. Sie scheinen ineinander verbissen zu sein.

Gerade will ich dazwischen gehen, da höre ich wie Ifriitas "Gespielin" ebenso wie unser Geisterbeschwörer lustvoll aufstöhnen. Die Frau verkrallt sich in Ifriitas Arm sodass sie feine Kratzer aus denen Blut fließt hinterlässt.

Ich überlasse beide ihrem ungewöhnlichen Liebesspiel und hole mir etwas zu Essen.

Von Da'Lan und den zwei Dörflerinnen fehlt jede Spur.

Solvein und Sendra sind auch wie vom Erdboden verschluckt nicht auffindbar.

Nachdem ich vom alten Pferd gekostet habe wende ich mich an Rhamduc und frage ihn nach meinem Schlafplatz. Er weist mich an die Familie von Inion, einem hier ansässigen Bauern. Bei ihm wäre eine Kammer frei in der ich schlafen dürfe.

Inion ist ein schmächtiger menschlicher Mann. Seine Frau Kanja und er haben drei Kinder die je zwei Jahre auseinander liegend geboren wurden. Inja ist die jüngste und gerade drei Sommer alt, Karon ist der mittlere Spross und Argon, benannt nach dem Vater von Inion, der älteste Sohn. Argon geleitet mich zum Haus und zeigt mir meine Kammer in der ich schlafen darf. Er selber bleibt auch hier. Ich vermute, dass er angehalten wurde auf mich zu "achten".

Ich mache es mir gemütlich nachdem ich meinen Schild so gegen die Tür gestellt habe, dass niemand unbemerkt in den Raum kommen kann. Mit "Blutschwinge" verbarrikadiere ich das Fenster.

Nach einer Entspannungsübung um meine angespannten nerven zu beruhigen lege ich mich zur Ruhe.

Ein Knacken reißt mich aus dem Schlaf, ich schaue mich um. Irgendetwas knistert außerhalb meines Raumes. Rufe dringen an mein Ohr, ich höre Kampflärm.

Schnell springe ich auf, ziehe mir meine Hose und die Stiefel an, schnappe mir R'ishans Tod, reiße den Schild von der Tür und stürze aus dem Haus.

Im Dorf erblicke ich zuerst einige in Flammen stehende Gebäude, dann einige Angreifer die gegen Dörfler kämpfen. Einer der Dörfler ist in arger Bedrängnis und ich stürze zu ihm. Der angreifende Zwerg hat keine Möglichkeit mir zu entkommen und so stoße ich ihn mein Kurzschwert so tief in den Leib, dass er sofort regungslos zu Boden sinkt.

Neben mir zerplatzt einem Angreifer der Kopf und ich erblicke einen verkratzten Ifriitas, der gerade seinen Arm wieder runter nimmt.

Die zwei gut geführten Attacken scheinen für die Angreifer Grund zur Flucht zu sein und so ziehen sie sich alle zurück. Sie lassen niemanden hier.

Rhamduc eilt auf uns zu und spuckt Hasstiraden gegen die von Dämonen besessenen, verrückte Passionen anbetenden und irren Kirschesteiner. Er bittet uns hinter den Angreifern her zu reiten und das ganze Dorf Kirschenstein aus zu löschen. natürlich wiederspreche ich ihm, erkläre mich aber bereit in das Dorf zu reiten. Uns werden Pferde bereitgestellt und für Da'Lan wird ein kleiner Karren hinter zwei Pferde gespannt. Während der Vorbereitungszeit ziehe ich mich vollständig an. Schließlich will ich nichts hier zurück lassen.

Solvein und T'Zrech bleiben aufgrund einer Magenverstimmung im Dorf.

Bei den Pferden angekommen wartet Rhamduck schon auf uns. Wir sollen aus dem Dorf hinaus reiten und kämen dann an eine Felsnase, an der wir uns links halten sollen. Er versucht noch einmal uns gegen die Kirschensteiner ein zu schwören. Wir sollen keine Gnade wallten lassen. Zu meinem Glück denken meine Kameradinnen und Kameraden anders und wir ziehen aus, um die Situation der Gegenpartei zu ergründen.

Nach einigen Stunden Ritt kommen wir an die besagte Felsnase die sich vor uns aus dem Boden erhebt. Uns bleibt gar kein anderer Weg als nach links in eine schmale Schlucht zu reiten.

Ich befürchte jeder Zeit einen Angriff von oben. Die Schlucht ist so unübersichtlich, dass sie ideal für einen Hinterhalt geeignet ist.

Nicht weit hinter dem Eingang in die Schlucht entdecken wir Knochen. Ich erkenne Namensgeberknochen.

Ebenso erkenne ich, dass irgendetwas sehr kräftiges und wohl Klauenbewehrtes die Knochen regelrecht zerfetzt haben muss.

Unerschrocken reiten wir weiter.

Da'Lan hält Ausschau nach einer Höhle und findet tatsächlich eine hinter einem kleinen Busch.

Große starke Krallen haben etwa zwanzig Zentimeter tiefe Furchen in den harten Stein geschlagen.

Ifriitas beschließt Skelette zu unserer Unterstützung zu rufen. Genug Knochen liegen ja hier herum.

Es gelingt ihm fünf Knochenkrieger zu beschwören.

Danach verstärkt er Da'Lan und ich wirke Kampfeswut und nebelschild auf mich.

So gestärkt betreten wir die von Furchen durchsetzte Höhle.

Zuerst ist sie nur ein langer etwa zwei Schritt hoher und vier schritt breiter Gang, dann verengt sie sich und schlussendlich stehen wir vor einer Weggabelung. Wir können entweder links oder rechts herum. Der linke Gang ist enger als der rechte und weniger oft zum Krallenwetzen genutzt worden. So entscheiden wir uns für den rechten und kommen nach kurzer zeit in eine Große Höhle.

Die Decke ist mit Stalaktiten besetzt und am Boden haben sich unzählige Stalagmiten die zum Teil umgefallen sind und so eine nicht überschaubare Hügellandschaft bilden.

Vorsichtig tasten wir uns vor. Überraschend kommt ein Schatten über uns und eine Stimmer erklingt in unseren Köpfen. "Wie lange habe ich mich schon nicht von frischer Angst ernährt? Wie lange ist es her, dass ich mich von jungen kräftigen Namensgebern nähren durfte? Ist es nicht eine Freude, dass Ihr durch Verrat hier her gekommen seid?"

Wir entdecken die zum Angriff übergehende Blähform, eine Art Qualle die mit vielen Tentakeln, an deren Ende etwa einen Schritt lange Krallen auf ihren Einsatz warten, bewehrt ist. In der Blähform können wir halb verdaute Namensgeber und Tiere erblicken. Anscheinend ernährt sich dieser Dämon nicht nur vom Schmerz und der Angst der von ihr gequälten Namensgeber, sondern verdaut diese noch in seinem Körper.

Der erste Angriff richtet sich gegen ein von Ifriitas beschworenes Skelett das einfach in Staub aufgeht als die Tentakel auf es ein drischt. Durch einen weiteren Angriff wirf Ifriitas von den Beinen gerissen und durch die Luft geschleudert. Hart schlägt er ein paar Schritt neben uns gegen einen unter seinem Gewicht zerberstenden Stalagmiten. Ich bin als erster wieder handlungsfähig und lasse R'ishans Tod tief in den Leib des Dämons dringen. Dieser kreischt auf und jetzt springen Da'Lan, Sendra die vier übrigen Skelette herbei, umzingeln die Blähform und schlagen ebenfalls Attacken. Diese prallen jedoch fast alle an der Panzerung ab. Ein weiteres Skelett zerstäubt unter der mächtigen Attacke des Dämons welcher sich sogleich mir zu wendet. Mit einer Tentakel schlägt er von oben zu, diese Kralle wehre ich mit dem Schwert ab, die zweite Tentakel kommt von unten und prallt gegen meinen Schild. Ein grüner Strahl erscheint an einer der Krallen und donnert auf mich nieder. Keuchend sacke ich schwer vom Zauber Zerschmettern getroffen zusammen. Ifriitas hingegen kommt wieder auf die Beine und Da'Lan trifft den Dämon der sich jetzt ihm zu wendet. Ich danke Da'Lan dafür, dass er mich Feuerblut lehrte und konzentriere mich auf die Wundheilung. Diese gelingt mir, den Passionen sei Dank, erstaunlich gut und so erhebe ich mich in dem Augenblick in dem Da'Lan einen schweren Hieb hinnehmen muss. Er sinkt auf ein Knie nieder aber aufgrund seiner überragenden Körperkraft schafft er es auf den Beinen zu bleiben. Ein weiteres Skelett löst sich in Staub auf und ein weiterer Streich mit R'ischans Tod reißt eine tiefe Wunde in den Dämon. An mir vorbei saust ein Schattenpfeil und dringt tief in die Blähform ein.

Ein schrilles Kreischen hallt in unseren Köpfen und der Dämon singt nieder und zerfließt in eine Pfütze.


Wir schauen uns in der Höhle um und Da’Lan findet neben einem Beutelchen mit Edelsteinen eine reich verzierte Schwertscheide. Die Schwertscheide steckt er ein und die Edelsteinen teilen wir untereinander auf.

Ifriitas füllt sich noch etwas „Blähzormglibber“ in eine Fiole und dann brechen wir nach Gelbron auf.

Eine unspezifische innere Unruhe treibt uns neben dem noch unruhigeren, mit dem Geschirr peitschenden, Troll an.

Aus irgendeinem Grund bremst er jedoch den Pferdekarren ab und schaut auf einen Busch dem wir bis dahin keine Beachtung geschenkt hatten. Er weist uns auf eine Schneise hin. Aus dieser Schneise stinkt es nach Verwesung. Wir sitzen ab und begutachten die unnatürliche Veränderung im Busch. Nach ein paar Metern stoßen wir auf eine Leiche. Die Haut des Orks ist unnatürlich eingefallen und die Kleidung erinnert mich an den Dorfvorsteher von Gelbron. Ifriitas bemerkt, dass der Leiche wohl sämtliche Flüssigkeit entzogen und auch Fleisch aufgelöst wurde. Dies müsse durch die Bauchwunde kommen, die die einzige Verletzung ist die dem Namensgeber zugefügt wurde. Die Blähform hatte keine Waffe mit der sie derartige Wunden schlagen konnte. Es muss eine Art Dorn gewesen sein der ihn aufspießte. So reiten wir weiter und beschließen die einbrechender Dunkelheit zu rasten.

Plötzlich springt Ifriitas auf und deutet auf den Horizont. Wir erkennen Da’Lans Luftschiff das sich langsam von uns fort bewegt und immer kleiner wird. Unser Troll schwört für diesen Diebstal fürchterliche Rache zu üben und spurtet auf seinen Ferdekarren zu, macht die Teire Reisefertig und lasst sie das Zaumzeug spüren. So wurden die zwei Pferde noch nie gescheucht. Wir eilen ihm auf unseren Pferden nach. Ifriitas bleibt zurück, verwandelt sich in eine Eule und schießt Richtung Luftschiff davon.

Als wir Gelbron erreichen ist die Nacht eingebrochen. Ifriitas erwartet uns bereits und berichtet, dass Rhamduc, der Dorfvorsteher, alle Männer zu einem Angriff auf Kirschenstein zusammengerufen hat. Auf dem Luftschiff sein Fässer voller klebriger Substanz.

So reiten wir schnellstmöglich nach Kirschenstein um Rhamduc von der Vernichtung des Dorfes ab zu halten.

Wir müssen erkennen zu spät zu sein als Feuerschein den Horizont erhellt. Rasch kommen wir näher und erkennend en Alten Troll der Fässer an denen eine Lunte brennt nach unten in eine Menschenmenge wirft. Beim Aufprall zerspringen die Fässer, die Substanz in ihnen zerspritzt großflächig in alle Richtungen und fängt Feuer. Die Namensgeber die von der Masse getroffen werden rennen furchtbar schreiend umher, versuchen das Feuer zu loschen, stoßen mit anderen zusammen und geben das Feuer weiter. Diese Flüssigkeit ist eine dämonische Erfindung. Kirschesteins Gebäude brennen schon zu einem großen Teil.

Da’Lan ist nicht zu bremsen und hällt mit seinem Karren direkt auf das Luftschiff zu. Ich schließe mich ihm an als ich ein Seil entdecke, das vom Luftschiff herab hängt. Der Troll stellt sich auf seinem Karren auf, kauert sich zusammen und springt ab. Der Karren bricht unter der Wucht entzwei und die Pferde stürzen wiehernd. Er überspringt das Luftschiff und hält sich am anderen Ende lmit beiden Händen an der Reling fest, um nicht in die brennende Stadt zu stürzen. Ich erreiche das Seil, springe von meinem Pferd, ergreife das Seil und ziehe mich daran hoch. Ifriitas sehe ich von seinem Reittier absitzen und die Dörfler verteidigen. Während ich mich nach oben ziehe dehe ich, wie Rhamduc Da’Lan ein Fass mit Lunte über den Kopf zerschlägt. Ich kann dem brennenden Schwall ausweichen, doch unser Troll steht in Flammen. Er schert sich nicht darum, stößt den Ork, oder was auch immer er sein mag, bei Seite und zieht sich in das Luftschiff. Ich erreiche ebenfalls das Deck und muss feststellen, dass wir nicht zu dritt auf dem Schiff sind. Eine Orkin attackiert mich und trifft gut. Scherzgepeinigt sinke ich auf ein Knie während eine Macht meine Fähigkeiten bannt. „Karmabann“ zuckt es mir durch die Glieder und ich Brülle „Ein Dämon ist hier!“. Mit aller Macht schlage ich mit Rishan’s Tod auf die Orkin ein, die von der Wucht meines Angriffs so überrascht wird, dass sie von Bord fliegt. Mit einem Schrei der in einem dumpfen Aufschlag endet, endet auch ihr Dasein. Im selben Augenblick bemerke ich wie der Karmabann verfliegt. Da’Lan hingegen spring quer über das Luftschiff zum Ruder, stößt einen Mann von Bord und übernimmt den Holzschaft. Ein Funkeln in seinen Augen deutet mir mich fest zu halten was ich auch sofort mache. Rhamduc wendet sich mir zu. Aus seinem Arm wächst ein zwei Ellen langer Stachel der der Verursacher der Wunde im Bauche des echten Rhamduc hat sein können. „Ich wusste es!“ werfe ich ihm entgegen und bemerke, wie diese beklemmende Macht wieder meine Fähigkeiten einengt. Der Dämon Rhamduc muss Karmabann auf mich gewirkt haben. Sein Stachel schnellt vor und gleitet, ein kreischendes Geräusch verursachend, über meinen Schild. Was bei der Orkin glückte könnte auch bei diesem Dämon gelingen! So setze ich alle Kraft in einen Schlag, doch Da’Lan ist schneller. Er bringt das Luftschiff schlagartig auf eine irrsinnige Geschwindigkeit. Das Gelenk meiner rechten Schulter knirscht, als ich das Seil fest packe und versuche nicht von Bord geschleudert zu werden. Rhamduc wird es, doch muss ich feststellen, dass der Karmabann weiter aufrechterhalten wird. Da’Lan rammt das Luftschiff vor dem Brunnen von Kirschenstein förmlich in die Erde und springt in den Brunnen. Ich werde von der Wucht des Aufpralls durch die Luft geschleudert und von einer, unter meinem Gewicht zusammenbrechenden, Wand aufgefangen. Schnellstmöglich versuche ich mich, schwer angeschlagen, aus den Trümmern zu befreien. Da’Lan sei Dank beherrsche ich „Feuerblut“ welches ich sogleich wirke. Um uns herum ist es stiller geworden und der Karmabann ist von mir gewichen. Einigermaßen erholt gehe ich auf den brunnen zu, aus dem ein dampfender, stark verschmorter Troll steigt. Neben dem Brunnen ist Ifriitas, der seinen Dolch abwischt, angekommen. Wir nicken uns zu und bemerken, wie eine Frau auf uns zugelaufen kommt.

Sie heiße Noha und wird mit den unfreundlichen Worten „Das ist nicht unser Problem“ von Ifriitas begrüßt. Ich entschuldige mich für seine unfreundlichen Worte und erkläre Noha, Da’Lan und Ifriitas, dass Rhamduc ein Dämon sein müsse. Noha erklärt uns, dass der Zwist der Dörfer aus Kleinigkeiten entstand und sich bis zu diesem Tag empor schaukelte. Wir erholen uns diese Nacht in Kirschenstein, helfen vorher so vielen Namensgebern wie möglich und begeben uns dann zur Ruhe. Am nächsten Morgen fliegen wir mit dem zurückeroberten Luftschiff zurück nach Gelbron wo Ifriitas von seiner weiblichen Bekanntschaft, die einen toten Jungen auf dem Schoß sitzen hat und diesem sanft das Gesicht streichelt, begrüßt. Beide gehen gemeinsam in einen etwas abseits gelegenen Schuppen. Wir anderen hingegen kümmern uns erst einmal um die Dörfler und berichten von unserer Entdeckung.

Nach einiger Zeit kommt Ifriitas, merkwürdig grinsend, zu uns. Wir denken uns unseren Teil und beschließen zu der Höhle zu eilen in der wir die Blähform erschlugen.

Leider ist Rhamduck nicht hier und keine Spur deutet auf seinen neuen Aufenthaltsort hin. Wir fliegen mit dem Luftschiff und der Leiche des Orks zurück nach Kirschenstein.

Auch hier gibt es keine Spur des Dämons.

Sollte ich ihn durch meinen wütenden Schlag und dem Sturz aus dem Luftschiff wohl doch so schwer verletzt haben das er sich in seine Sphäre zurück zog um neue Kraft zu sammeln?

Die Leiche des echten Rhamduck liefern wir in Gelbron ab und reisen dann Richtung Hanto, das angeblich ganz in der Nähe läge, weiter.

Gegen Abend rasten wir in einem kleinen Wäldchen und teilen Wachen ein.

Während Da'Lans Wache schlägt ein brennender Pfeil in unser Lager ein. Da'Lan brüllt laut auf worauf wir wach werden. Gerade erkennen wir wie der Troll schwer getroffen zu Boden sinkt. Ich stürze mich auf mein Schild gestützt über den Brandpfeil und ersticke ihn so.

"Werft eure Waffen weg und wir hören auf zu schießen!" ertönt eine Stimme vor unserem Lager. Wir schauen uns um, können aber niemanden aus machen. "Gebt uns Nahrung, Wasser und eure Waffen, dann lassen wir euch in Frieden weiter ziehen!" sagt die Stimme. Ifriitas und ich schauen uns kurz an, legen unsere Waffen nicht ab, doch bieten wir der Stimme Speis und Trank sowie deren freien Abzug.

Kurzes Getuschel ist zu hören, da treten eine Ork Schützin, ein menschlicher Schütze und eine Magierin aus der Dukelheit an unser Lager. Wir legen etwas Holz nach und schon bald prasselt ein Feuer um das wir uns setzen. zuerst sind wir noch sehr angespannt, doch nachdem der Zauber von unserem Trollfreund genommen ist und die Dreiergruppe erzählt, dass sie ebenfalls im Auftrage von Chabboya auszogen, lichten sich die Wogen.

Die Orkin stellt sich als Bogazi Kofeeld, die menschliche Magierin als Aetheela Schvarzklotz und der menschliche Schütze als Damien Schvarzklotz vor. Sie scheint die Anführerin der Truppe zu sein.

Um an weitere Informationen zu gelangen mache ich Aetheela, wie man sagt, schöne Augen und den Passionen sei Dank gelingt es mir, Nicht nur, dass sie mir Informationen überlässt, nein, die Dreiergruppe überlässt uns auch unsere Waffen. Obwohl es ihnen in ihrem angegriffenen Zustand wohl nicht gelungen wäre uns ohne einen Hinterhalt in einem richtigen Kampf zu besiegen.

Von unserer jetzigen Position ist es noch eine Tagesreise zu Pferd bis nach Hanto, doch wir sollen uns vorsehen. Aetheela erzählt mir das die Grimmige Armee in Hanto eingezogen sei. Als sie mit ihrem Gefährten auszog waren sie sechs tapferen Adepten. Der Krieger Vist, der Schwertmeister Wa'shan sowie die Waldläuferin Beruna überlebten den Zusammenprall auf die Grimmige Armee nicht.

Bald darauf schliefen unsere neu gewonnenen Freunde an unserem Lagerfeuer ein. Sie scheinen fast dankbar zu sein, dass sie auf uns trafen. Zuerst sind ihre Gesichter entspannt, doch dann, je länger sie schlafen, desto verzerrten werden ihre Gesichtszüge. Alle wälzen sich hin und her, stoßen die Namen ihrer gefallenen Kameraden hervor und halten uns davon ab wirklich Ruhe zu finden. Uns fallen die Namen Moltad und Quam auf, die sie immer wieder schmerzerfüllt ausspucken. Einzig Ifriitas scheinen die Qualen der anderen nichts an zu haben. Er schläft seelenruhig an einen Baum gelehnt und schmunzelt noch immer.

Am nächsten Morgen erwacht die Reisegruppe kurz nachdem ich Ifriitas über die weiteren Geschehnisse der letzten Nacht in Kenntnis setzte und das Feuer vergrößert sowie etwas Wasser zum Kochen brachte. Ifriitas holt ein Fläschchen hervor und es scheint ganz so als würde der Flecken Barsaive auf dem wir uns befinden darauf reagieren. Die Vogel fangen zu zwitschern an, das Grün der Wiesen wirkt viel frischer und saftiger als am Tage zuvor und der Himmel klart auf.

Ifriitas gibt Bogazi, Aetheela und Damien einen kleinen Schluck, wohl eher ein Schlückchen davon zu trinken und sie sehen schlagartig erholter und gesünder aus. Die vielen kleinen Verletzungen in ihren Gesichtern, an den Armen und an den Händen verheilen zusehends.

Als Dank für einen Schluck dieses mächtigen Heiltrankes fragt Ifriitas nach Moltad und Quam. wiederwillig berichtet Bogazi . Moltan sei eine verrückte obsidianische Geisterbeschwörerin und Quam ihre rechte Hand. Es seien acht bis zehn weitere Adepten sowie mehrere Untote in den Reihen der Grimmigen Armee. Mehr wollte sie nicht berichten und die drei brechen auf.

Den dreien wünschte ich zum Abschied noch den Segen aller nicht wahnsinnigen Passionen und schaute ihnen noch einige Minuten Nach.

Was musste ihnen geschehen sein, dass sie so gebrochen wurden?

Auch wir packen unsere Sachen und beladen das Luftschiff mit dem wir weiter gen Hanto reisen. Nach kurzer Zeit entdecken wir das mit einer Wehrmauer umgebene Kleinststadt.

Vor dem vorgelagerten Stadttor landen wir und treffen auf Quam der mit drei weiteren Männern Wache hält. Ich erkläre ihm kurz unser Anliegen Briefe in die Stadt zu bringen und er bietet sich als Bote an die Briefe zu übergeben. Auch die Antworten würde er uns einen Tag später hier ans Tor bringen lassen. Uns gefällt dieser Vorschlag nicht und so fragt Ifriitas nach ob die Grimmige Armee nicht noch fähige Adepten in ihren Reihen benötigen würde.






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