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Dargol

Autor: TheWho


Kapitel 1

Die glückliche Zeit


E

s ist die Zeit vor der Plage.
Das verträumte Dörfchen Dargol.
Dieses Dorf lag in dem Gebiet, welches heute nur noch unter dem Namen Die Oede bekannt ist, zwei Tagesreisen südwestlich von der Stadt Jerris.

In der friedlichen Zeit lebten überwiegend Menschen und Elfen in diesem Dorf. Neben einigen wenigen Orks, noch weniger Trollen, einer Zwergenfamilie und drei Obsidianern lebte sogar ein Windling unter den Bewohnern.

Das Dorf war sehr eigensinnig. Es wurden fast gar keine Fremden akzeptiert und man war froh wenn die wenigen Reisenden die örtliche Taverne "Zum stählernen Humpen" nach einer kurzen aber erholsamen Nacht verließen. Bitte versteht es nicht falsch. die Dörfler waren in keiner Weise unhöflich oder abweisend. Man war halt gerne unter sich.

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ie meisten Dörfler waren einfache Bauern und Handwerker. Dargol konnte sich selber versorgen. Die Zwergenfamilie war stark und hatte einen Stollen in die Berge von Delaris getrieben. So war eine Rohstoffversorgung gewährleistet und der Stahl sei von besonderer Qualität gewesen. Einer der drei Obsidianer, Caucan, war ein sehr geübter Schmied. man munkelt er folge der Disziplin eines Waffenschmiedes schon seit über einhundert Jahren. Mit der Zeit verlagerte er seine Kunst jedoch auf die Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Pflugscharren, Hufen und Nägeln. Der Windling, Serian, unterstützte ihn mit Leibeskräften. Einst sei er ein erfahrener Schütze seines Dorfes im Servos-Dschungel gewesen, doch als er seinen rechten Arm in einem Kampf verlor, zog er ruhelos durch die Lande, bis er in Dargol sesshaft wurde. Irgendwie schlossen der Windling und der Obsidianer eine innige Freundschaft.

Eine kleine Dorfwache gab es ebenfalls. Sie bestand aus zehn Menschen, sechs Elfen, drei Orks, einem Troll und der Zwergin Thyla, welche das Oberhaupt bildete. Das die Wache aus meist erfahrenen Adepten der Disziplin Krieger, Scout, Waldläufer und Schütze sowie fünf Zauberwebern bestand, wurden kleiner Übergriffe aus den Bergen von Trollen, oder aus dem Umland von Steppenreitern meist schnell nieder gerungen.

Als jedoch die ersten widerlich entstellten Kreaturen auf das Dorf eindrangen, waren die Adepten einer neuen Herausforderung gegenübergestellt. Recht schnell bekamen sie ungewollt Informationen über die drohende Gefahr, die später als Plage oder auch Geißel in die Geschichtsbücher eingehen sollte.

Z

u dieser Zeit wuchs das Dorf recht schnell und die einstigen Dorfbewohner mussten sich damit abfinden nicht länger unter sich zu bleiben. Aus dem Wald im Osten wanderten recht viele Elfen ab und zogen in das Dorf. Angeblich plane ihre Königin etwas Furchtbares im Wyrmwald und riefe alle Elfen dorthin, sie wollten die Plage jedoch nicht dort zubringen und der Wald im Osten verändere sich auf eine schreckliche Weise. Diese Elfen waren Mitglieder äußerst alter Zauberweberfamilien. Einige von Ihnen folgten auch der Disziplin eines Kriegers und standen im Dienst der Zauberer.

Eines Tages kam ein weit gereister Gesandter Thorals in das Dorf und verlangte die Zwergenfamilie zu sehen. Natürlich ließ man ihn zu den Zwergen in die Minen.

Zwei Wochen später kam er wieder heraus. Kein Familienmitglied wurde während der Zeit gesehen. Nachdem der Gesandte abgereist war überließ er der Familie noch eine Pergamentrolle.

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ie Zwergenfamilie rief die Dorfältesten zu sich in die Mine.
Natürlich war die Aufregung im Dorfe groß. Erst wandern bestimmt fünfzig Elfen in das Dorf ab, dann kommt ein Gesandter Thorals und jetzt werden die Dorfältesten zu den Zwergen gerufen.

In der Wohnhöhle saßen die Zwergenältesten, Thora, Glengar und Delaria mit dem Elfenpaar Baria und Berun sowie dem Obsidianer Narg zusammen.

Thora die zwergische Illusionistin ergriff das Wort und berichtete von einer großen Gefahr die über das Land kommen würde. Das Magieniveau sei gestiegen und die unvorstellbar grässlichsten Kreaturen, Dämonen genannt, würden den Weg in ihr geliebtes Barsaive finden. Von ihrem Vetter, einer hochgestellten Persönlichkeit in Thoral habe sie theranische Baupläne zur Erstellung eines Zufluchtsortes, eines so genannten Kaeres, erhalten. Dies dürfe niemals an die Öffentlichkeit gelangen und so wurde beschlossen, dass einer der Elfen den Plan übermittelt habe und so ging es auch in die Geschichtsbücher ein.

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as nicht mit in die Bücher gebannt wurde war die Tatsache, dass die Zwerge mit dem thoralischen Gesandten eine Bauplanänderung besprachen. diese sollte es Thoral ermöglichen dem Kaer von Dargol bescheid zu geben wenn die Plage vorbei sei.

Der Plan wurde eingehend studiert und an einigen Stellen den Bedürfnissen angepasst. So wurde das Eingangsportal komplett umgestaltet, beziehungsweise an das Ende der Eingangshöhle des Stollensystems verschoben. Der Eingang sollte mit drei riesigen Felsplatten so verschlossen werden, dass er nur von innen zu öffnen und von außen als bloße natürliche Felswand zu erkennen sei.

Nach und nach zogen nun auch immer mehr Elfen aus dem nahen Wald und Zwerge aus der Umgebung nach Dargol. Auch einige Menschen aus dem Umland schlossen sich ihnen an. Mit ihnen wuchs die Anzahl der Arbeiter die dabei halfen die Minen zu einer Wohnstätte um zu bauen. Auch einige fähige Händler zogen aus, um möglichst reichhaltige Vorräte und Lichtquarze zu erhalten. Die Bauern fingen an Pflanzen zu züchten die nur mit künstlichem Licht gedeihen und auch in kargem Boden wachsen. Auch wurde Vieh beschafft welches im Kaer als Nahrungsquelle dienen sollte.

S

o wuchs über einige Jahre das Kaer del Ignis, nach dem Überbringer des Bauplans Mero Ignis benannt, zu einem ansehnlichen Ort des Schutzes heran. Besondere Materialien wie elementares Wasser, elementare Erde oder elementares Feuer wurden teuer beschafft. Zum Glück von Dargol waren die zugereisten Zwerge, Elfen und Menschen meist höhergestellte Persönlichkeiten und somit monetär gut gestellt. Die zugereisten Adepten verstanden sich sehr gut darauf die ständig aufkommenden Übergriffe von bis dato unbekannten Wesen abzuwehren.

Nach einem dieser Angriffe, bei dem viele Kämpfer des Verteidigungstrupps starben, wurde beschlossen ins Kaer zu gehen und dieses zu versiegeln.

Gerade an dem Tag stieß eine Gruppe bestehend aus dem Zwerg Xantor, der Elfe Lilin, dem Ork Korm und der Menschenfrau Finja in das Dorf. Die vier Namensgeber waren schwer verletzt und hätten den Weg in die nächste Stadt nicht überlebt. Der Ohnmacht nahe berichteten sie von einem Kampf mit einem äußerst mächtigen Wesen, es gehörte zu den Dämonen. Er habe sie so zugerichtet und dann aber ziehen lassen.

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achdem die Dörfler von der Reinheit der Gruppe überzeugt war, baten sie ihr an mit ins Kaer zu ziehen. Natürlich müssten sie dann dort bleiben und könnten dann erst am Ende der Zeit des Versteckens zurückkehren, dies bedeutete für den Zwerg und Ork, dass sie ihre Freunde und Verwandten wohl niemals wiedersehen würden. Nach einigem Zögern willigten die Gruppenmitglieder ein gefasst trugen sie ihr Schicksal, betraten das dunkel des Kaers und beteten zu den Passionen, dass sie ihre Lieben schützen mögen.


S

o wurde das Kaer del Ignis versiegelt.




Kapitel 2

In Tiefe und Dunkelheit


D

ie erste Zeit im Kaer verlief ereignislos.

Xantor, Lilin, Korm und Finja stellten sich als eine Gruppe von Dämonenjägern vor. Sie haben sich der Suche und Vernichtung dieser widerlichen Kreaturen verschrieben, die seit einiger Zeit ganz Barsaive heimsuchen.
Natürlich hatten die Bewohner Dargols kein genaues Bild dieser Disziplin, doch waren sie wissbegierig und lernten dazu.

Der Obsidianer Caucan und seine zwei Kumpanen erwiesen sich durch ihre Stärke als sehr hilfreich beim Vorantreiben der Tunnel.
Dies war auch bitter nötig, da das Dorf durch die Zugereisten die Einwohnerzahl einer Kleinstadt erreichte.

So wurde das Kaer über viele Jahre ausgebaut. Die während des Ausbaus gefundenen Erze und sonstigen Wertgegenstände wurden in eine Art gemeinschaftliche Schatzkammer gebracht.
Im Kaer herrschte eine absolute Gleichstellung. Jeden hatte die selben Rechte und Pflichten.
Alle zwei Jahre wurde ein so genannter Kaerrat gewählt. Hierzu stellten sich die weisesten Namensgeber und die hochkreisigsten Adepten zu Wahl und die Kaerbewohner stimmten in einer Versammlung ab, welche zehn Namensgeber die Geschehnisse im Kaer lenken sollten. Der Aufstellung eines Wachtrupps wurde widersprochen und so wurde der Dienst der Torwache reihum fair zugeteilt. Die Ratsmitglieder waren von diesem Dienst jedoch befreit.

§Ü§ber die Jahre entstanden größere Häuser in denen sich die Adepten trafen und sich in ihren Disziplinen übten. Es war eine friedliche Zeit, doch wusste niemand ob ihre Fähigkeiten nicht doch eines Tages wieder gebraucht würden.




Kapitel 3

Welchen Preis ist Überleben Wert?


L

eider schien der Bauplan des Kaers oder dessen Umsetzung nicht vollkommen zu sein, so das eines Tages eine merkwürdige Kreatur im Kaer auftauchte.
Die Gruppe der Dämonenjäger wusste was zu tun war und berief eine Jagdgemeinschaft ein.
Den verbliebenen Adepten und der Dämonenjägergruppe gelang es recht leicht diese Kreatur zurück zu drängen und zu vernichten. Trotzdem wuchs so etwas wie Unruhe unter den Flüchtlingen, sollte das Kaer doch nicht so sicher sein, wie sie gehofft hatten?

Durch die Jagd stießen die Helden auch noch auf einen bis dato unbekannten Stollen. Dieser Stollen barg viele Erzadern und auch Edelsteine konnten in ihm abgebaut werden. Die Proben aus den Erzadern erwiesen sich als sehr Edelmetallhaltig. So stellte sich heraus, dass die Zwergenfamilie nicht nur Erze für Dargol, sondern auch edelste Materialien für Thoral geschürft hatte.
Vielleicht war dies auch der Grund warum Thoral so viel an dem Dörfchen gelegen war?

Der neu entdeckte Stollen ließ die Zwergenfamilie in Ungnade bei den Dörflern fallen und ihr wurde es untersagt sich bei der Wahl in den Rat aufstellen zu lassen, das Misstrauen in der Dunkelheit des Kaers wuchs.

A

b diesem Zeitpunkt verlief kaum eine Woche in der nicht neue Scheusale den Weg in das Kaer fanden. Es gab sogar Monate die fast nur mit der Verteidigung des Kaers und dem Kampf ums überleben verliefen.
Sämtliche Adepten gleich welcher Disziplin und auch kräftige "normale" Namensgeber wurden in so genannte "Ruptae" zu je acht Namensgebern eingeteilt. In den einzelnen Ruptae musste man sich blind aufeinander verlassen können und so wurde im großen Gemeinschaftshaus fleißig gelernt, gelehrt und trainiert. jeder musste jeden verstehen und dessen Handlungsweisen nachvollziehen können, um im Kampf zu wissen was wer wann macht. Es war keine Zeit für lange Absprachen und die wenige Zeit die zur Entspannung blieb wurde für diese genutzt.




Kapitel 4

Eine Disziplin ist geboren


V

iele Jahre des Kampfes und der Verluste später tat sich eine Kämpferin besonders hervor und gab den Bewohnern etwas was sie lange verloren glaubten, Hoffnung.
Sie hatte immer bei den Gruppenführern gesessen und viel von ihnen gelernt. Diese junge menschliche Frau hieß Aica Dargon.

Aica Dargon erwies sich als fähige Kämpferin, aber sie verstand sich ebenso auf andere Handwerke. So verstand sie darauf einige wenige Zauber zu wirken. Mit den Jahren verbesserte sie ihre Fertigkeiten zur Perfektion in den schier endlosen Schlachten um das Kaer, wo andere dahingerafft wurden konnte sie triumphieren.

E

s stellte sich heraus, dass sie in sich mehrere Disziplinen vereint hatte und eine ganz neue, eine eigene Disziplin erweckt hat. Diese Disziplin ging als Disziplin des Verteidigers in die Analen des Kaers del Ignis ein.




Kapitel 5

Das Ende des Kaers


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m das Kaer stand es nicht gut.

Viele Namensgeber hatten ihr Leben beim Kampf um das Kaer verloren und noch mehr waren so schwer verletzt worden, dass sie nicht mehr bei der Verteidigung helfen konnten.

Es wurde beschlossen möglichst viele Gänge zum Einsturz zu bringen und zu versiegeln, so dass nur noch der Ausgang und die Vorratsräume, die Stallungen und der geheime Gang für die Abgesandten Thorals zugänglich wären. Dies half ein wenig und die Anzahl der Kämpfe verringerte sich, jedoch wurden die eindringenden Kreaturen stärker.

Mit der Zeit wurden auch die Verteidiger immer stärker. Junge Adepten schlossen sich dieser Disziplin an und die alten Anhänger entwickelten ihre Fähigkeiten weiter.

N

ach schier endlosen Kämpfen, Übungseinheiten wurden mittlerweile nur zu oft durch praktische Kämpfe mit Dämonen ersetzt und einige Generationen von Namensgebern später, wurde das Kaer wie versprochen von Thoral aus "befreit".
Der Preis war jedoch enorm hoch.

Aus dem Kaer überlebten ganze 35 Namensgeber.
Fast alle wanderten nach Throal oder Märkteburg und fanden dort ein ruhiges neues Leben. Fünf der Überlebenden waren Adepten, von denen drei der Disziplin des Verteidigers nachgingen. Einer davon ist Ad'aran. Die anderen drei Adepten waren mittlerweile den Kampf leid und setzten sich zur Ruhe.

J

ola Dargon, eine Nachfahre der ersten Verteidigerin und Charon Keros, ein Elf, suchten sich Schüler und bildeten diese zu Verteidigern aus. Die Last der Plage sollte endlich von Barsaives Schultern genommen werden und das Land in neuer Blüte erstrahlen, doch sie wussten noch nicht was sie und alle Verteidiger wirklich noch erwartete...



Position geändert.-- Clanngett 24.07.08




letzte Änderung 25-Jul-2008 12:17:42 MESZ von unknown.



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