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Die Schriften Des Belenus Teil6

Autor: Belenus


Das große Ganze - Die Erkenntnis

U

nser nächstes Ziel war eine Stadt südlich unseres momentanen Standortes, etwa einen Tagesmarsch entfernt. Nahezu ohne größere Zwischenfälle kamen wir in der Nacht an, jedoch schien Brae'gol ein Geräusch im Gestrüpp wahrzunehmen. Er entfernte sich kurz von der Gruppe, um diesem nachzugehen.


Es führte ihn tiefer in den dunklen Wald hinein, das Rascheln des Gestrüpps, als würde etwas hindurchstreifen, kam immer näher. Als er sich sicher war den Verursacher ausfindig gemacht zu haben, schob er ein paar Äste zur Seite. In diesem Moment sprang ihm eine riesige Katze, schwarz wie ein Panther, groß wie ein Bär und Zähne, wie ein Säbelzahntiger, entgegen und biss ihm in den rechten Arm. Noch heute ist eine Narbe des Bissabdruckes zu sehen. Die Kreatur verschwand wiederum im Gestrüpp und wart seitdem nichtmehr gesehen, sodass sich Brae'gol auf den Rückweg zu uns machte.

Angekommen war es eine recht kleine Stadt, von einer Mauer umgeben, die Gebäude aus Stein errichtet. Unterwegs konnten wir kaum Höfe und Felder wahrnehmen, auch gab es keine Anzeichen für Minentätigkeiten, sodass es sich scheinbar um eine Handwerkerstatt handelt. Etwa Mittig lag der Platz[4], welchen wir in unserer Vision sahen. Der steinerne Boden formte eine Spirale, im Zentrum der Altar[5]. Angrenzend befand sich ein großer Tempel[2] zu Ehren Thystonius, mehrere Läden, sowie eine Taverne "
Zum Schluckspecht"[3]. Der Name dieser Stadt war im übrigen "Thystanius"[1] und sollte bereits genügend Auskunft über ihre Bewohner geben.
Selbstverständlich informierten wir die Stadtwachen, dass sich eine Gefahr nähern würde, jedoch schenkten sie uns nur bedingt glauben. Es waren wohl die Worte des Paladins, welche sie erst überzeugen konnten. Ihre Reaktion war allerdings unglaublich: "Warum sollte jemand kommen und unsere Parkbank zerstören?". Da wir mittlerweile recht müde waren und die Torwachen gewarnt worden sind, legten wir uns in der Taverne nieder, dennoch abwechselnd mit einer Person draußen Wache haltend. Die Nacht verlief ziemlich ruhig, sodass wir am nächsten Morgen erstmal Informationen sammeln wollten.
Brae'gol machte sich auf zum Thystoniustempel, wurde allerdings aufgehalten und in einen Wettkampf mit dem Troll Fondrak verwickelt, welcher diesen aber recht schnell verlor. Zur Behandlung seiner Wunden wollte er allerdings nicht zum Arzt[7] gebracht werden, stattdessen suchte er den Tempel auf und trank ein gutes Zwergenbier, Brae'gol einladend. Sie unterhielten sich eine ganze Zeit lang und er erzählte von der Stadt und ihren Einwohnern.
Unsere Damen Sindri und Quinea wollten die Bücherei der Stadt aufsuchen, welche sich wohl im Bürgermeisterhaus[6] befinden würde. Allerdings wurden sie vorgewarnt, dass sie ihn
jetzt nicht stören sollten. Entgegen der Warnung machten sie sich dennoch auf und folgten dem Weg einen Hügel hoch, auf welchem das Gebäude stand. Die Tür war allerdings noch verschlossen, sodass sie klopften. Nachdem keine Reaktion kam, klopften sie des mehrfachen, bis sie sogar zu hämmern begannen. Ich war zwar nicht dabei und ihre Erinnerungen an das Geschehene waren etwas verschwommen, jedoch soll sich folgendes ereignet haben:
Ein lautes pochen war zu hören, vermutlich das Stampfen auf einer hölzernen Treppe. Schritte näherten sich der Tür und eine tiefe Stimme brüllte "Wer stört meinen Schlaf?!". Sindri, unsere dickköpfige Zwergin, allerdings lies nicht locker, so verfolgten sie doch ein wichtiges Ziel, während Quinea sich ein paar Schritte von der Tür entfernte. Der Bürgermeister, Gronkor im übrigen sein Name und seines Zeichens Orkkrieger, wenn auch kein Adept, rammte nurnoch die Tür mit seiner Schulter ein, Sindri unter dieser begrabend, stampfte über diese dann noch her und fing in seinem Pyjama die Verfolgung Quineas an. Sie schaffte es bis runter zum Platz, wurde dann allerdings eingeholt und niedergetacklet "Niemand stört meinen Schlaf!". Beide wachten später im Tempel wieder auf.
Noch ein kleiner Hinweis: Sollte man die Ärztin des Dorfes aufsuchen wollen, eine Trollfrau namens Zachach, man findet sie stehts betrunken in der Taverne. Man sollte sich besser nicht in ihre Obhut begeben. Allerdings ist ihr minderjähriger Sohn Elianar meist in der Praxis aufzufinden, obwohl ich Gerüchte hörte, dass er jetzt mit seinem Vater auf reisen sein soll.
Şlen bewachte in der Zwischenzeit den Altar, während ich mich in der Stadt umsah. Allerdings blieb es ruhig. Später, irgendwann nachmittags, erhielten wir dann auch Eintritt in die Bibliothek - Die Tür war allerdings seit dem Vorfall mit Sindri und Quinea stets offen, auch wenn sie jemand anlehnte. Die Aufzeichnungen gaben allerdings keine Informationen über den Altar her. Wir erfuhren allerdings, dass der Bürgermeister durch einen Wettkampf im Dorf gewählt wird. So nehmen die meisten Bewohner teil und messen sich in einer körperlichen Herrausforderung, dem Zweikampf.
Während wir fast schon unsere Sorgen um die Stadt vergaßen, zog in der Ferne ein heftiges Gewitter auf. Pechschwarze Wolken näherten sich der Stadt, allerdings war es eine sehr eigenartige Struktur. So schien es ein größerer Wolkenhaufen zu sein, ringsrum allerdings war der Himmel klar. Dies konnte nichts natürliches sein, der Feind kommt! Die Wolken bedeckten den ganzen Himmel über der Stadt, es donnerte und Blitze schossen nieder. Einige Gebäude wurden zerstört, viele Namensgeber starben dabei und überall brach Feuer aus. Gronkor stellte sich auf den Altar und brüllte gen' Himmel "Nicht in meiner Stadt!", als ein Kreis aus Blitzen um den Altar nieder ging und die schwarzvermummte Gestalt in diesem aus den Wolken niederschwebte. Ein weiterer Blitz schoss neben ihm nieder, zerberstete den Altar und tötete Gronkor auf der Stelle "Es ist vollbracht, mein Meister wird wieder auferstehen!". Mit all unseren Kräften und der Hilfe einiger Bewohner schafften wir es ihn in die Flucht zu schlagen, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er nicht einfach von uns gelangweilt war.
Die Wolken verzogen sich wieder und der Himmel klarte auf, allerdings lag die halbe Stadt in Trümmern und viele Bewohner waren verwundet oder tot. Wir blieben noch eine ganze Zeit um zu helfen, so löschten wir erst die Brände und kümmerten uns um die Verwundeten. Sindri entwickelte bereits Pläne für den Wiederaufbau der Stadt, so ist sie doch eine Priesterin Upandals. Der Paladin nutzte seine Fähigkeit zur Heilung und ich spendete Trost durch meine Musik. Nachdem die Stadt über das Schlimmste hinwegwar, und in geringem Maße der Alltag wieder einkehrte, errichteten sie eine Art Ring auf dem Platz. So war der alte Bürgermeister gestorben und die Tradition verlangt, dass einer neuer ermittelt wird. So war es allerdings auch Außenstehenden erlaubt an diesem Tunier teilzunehmen, was Brae'gol natürlich tat. Im Finale stand er erneut Fondrak gegenüber und besiegte ihn in einem ehrenhaften Kampf. Zwar ist es Außenstehenden nicht möglich Bürgermeister zu werden, so kam der Titel Fondrak zu gute, allerdings trägt Brae'gol seither den Titel "Stärkster Kämpfer Thystanius'". Eine goldene Tafel im Tempel ist dafür der Beweis.
Nachdem wir auch diesen Altar verloren und das Buch uns keine weiteren Hinweise geben wollte, hielten wir unsere Mission für gescheitert und wollten schweren Herzens nach Hause zurückkehren. So wollte jeder von uns über seine bisherigen Erfahrungen nachdenken und über das bereits gelernte meditieren. Ich für meinen Teil wollte meine Lehrmeisterin Sandrin Feuerherz aufsuchen.
Doch gerade als wir aufbrechen wollten, trat Fondrak als neuer Bürgermeister an uns heran: "
Als ich meine Position in meinem neuen Amtshaus einnahm, stieß ich über folgendes Pergament, ich glaube ihr solltet es lesen." Dieses Pergament sprach von den 5 Altären und Adepten, welche kommen würden, diese zu beschützen. Zu diesem Zweck sollen wir Gebrauch von der Quelle machen. In der Mitte des Pergaments war ein umkreistes Pentagramm eingezeichnet, etwa genauso groß wie unsere Quelle[8]. Wir füllten also die Schale mit Wasser, plazierten sie auf dem Pentagramm des Pergaments und blickten hinein.
Wir alle hatten eine Vision und es schien, als wären wir mitten in ihr drin. So schwebten wir über den Drachenbergen, sie komplett überblickend. Unser Blick fiel auf eine Höhle, ein dunkler Tunnel, der in den Berg hineinführte. Am Ende des Tunnels sahen wir unseren wahren Feind: Eine Gestalt, durch einen scharzen Nebel verschleiert, gut 10 Schritt hoch, war mit massiven Ketten an 5 Obeliske gebunden. Allerdings durchzogen bereits leichte Risse die Obeliske und die Kreatur fing an, an den Ketten zu zerren. Eine Stimme sprach in unserem Kopf "
Die Altäre waren die Siegel, welche den Dämon in seinem Käfig halten. Jetzt wo diese Siegel zerstört sind, werden die Obeliske zerbrechen und der Dämon frei sein. Ihr habt genau 1 Jahr und 1 Tag zeit, bis dies geschehen wird. Ihr müsst an Kraft gewinnen und den Dämonen aufhalten, bevor es zu spät ist."
Mit einem neuen Ziel vor Augen und einem größeren Zusammenhalt denn je, machten wir uns also auf zu unseren Lehrmeistern, um in den 2ten Kreis aufzusteigen.


[#1-7]
Thystanius.jpg
Gronkor.jpg
[#8] siehe Gegenstände.






letzte Änderung 25-Apr-2013 18:38:32 MESZ von Belenus.

Dateien:
Thystanius.jpg Thystanius.jpg 235417 bytes
Gronkor.jpg Gronkor.jpg 53283 bytes


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