Anmeldung



- search -
Edit...

JSPWiki v2.2.28
 
Wichtiger Aufruf

Verhindert Artikel 13! Ruft eure EU-Abgeordneten an. Oder geht bitte demonstrieren, am Samstag. Es droht die Einführung einer allgemeinen Zensurinfrastruktur.

Erlebnisbericht Invae

Autor: unbekannt


Erlebnisbericht


Ihr glaubt mir nicht? Pah, keiner glaubt mir, ich bin verflucht. Seit Jahrzehnten erforsche ich diese Bedrohung - schlimmer als die Plage - und niemand glaubt mir mehr, seit ich vor neun Monden mit einer 100 Mann starken Gruppe aus Kriegeradepten und Söldnern in die Berge von Scytha aufbrach.

Zuerst war unser Kreuzzug ruhig verlaufen und die Männer meuterten schon, dass ich Idiot sie sinnlos in die Ödnis dieser Berge führte. Doch dann bemerkten wir das Fehlen von sechs Mann, die von der letzten Erkundung nicht wiedergekommen waren. Also suchten wir die nähere Umgebung unseres Lagers ab. Schnell entdeckten wir ein Loch im Boden, das noch vor wenigen Stunden nicht vorhanden war und beschlossen es näher zu untersuchen.
Wir fanden uns in einem nicht natürlichen, langen Höhlensystem aus Waben wieder und hörten bald Schreie, Schreie der Männer, die uns vor kurzem abhanden gekommen waren. Wir stießen auf eine Brutkammer und trafen die ersten Invae, die wir trotz ihrer gepanzerten Körper recht schnell besiegen konnten.
Zu meinem großen Verblüffen waren hier anscheinend mehrere verschiedene Arten mit der Brutpflege betraut, ein Vorfall, der selbst mich in Erstaunen versetzte. Unsere verschwundenen Mannen fanden wir zusammengekauert neben Larven und Eiern liegen, unter ihrer Haut bewegten sich fremde Körperteile.

Wir drangen heimlich weiter ins Innere der Scytha-Berge vor und stießen auf Nahrungskammern, Larvenstöcke und Wachen der Invae, sahen aber vorerst keine Schamanen, die sie beschwört hatten - warum sollten wir später erfahren.
Was wir dann sahen, ließ uns den Atem stocken: Wir hatten inzwischen gut 46 Mann verloren und wollten unbedingt den Schamanen oder die Schamanen ausfindig machen, als wir in den - nennen wir ihn Königinnensaal - kamen. Vor Entsetzen beinahe gelähmt erblickten wir ein Gebäudegebilde, das an Throal heranreichen könnte und Tausende, vielleicht Zehntausende Invae; auf dem Boden, den Wänden, der Decke. Mittendrin in der Masse waren anscheinend mehrere Königinnen und Schamanen der unterschiedlichsten Gattungen und in ihrem Zentrum auf einer Anhöhe sah ich etwas, das wie eine Königinnenmutter - also die Oberkönigin - aussah. Eine These, die ich schon lange gehegt hatte. Sie musste sterben, wir mussten sie erwischen, damit der Spuk endlich vorbei wäre.

"Los!", brüllte Brorik, unser Trollsöldner und preschte vor. Wir schlugen uns eine Bresche quer durch die Höhle, vorbei an all den Soldatinnen und Arbeiterinnen, um die Königinnen zu erreichen. Nur noch wenige Meter trennten uns vom Ziel, als wir wie erstarrt stehen blieben. Die Königin hatte "Los" gerade auf Zwergisch gerufen und die vor ihr stehenden Wachen zückten ihre Waffen.
"Sie können Werkzeuge bedienen!", sprach Brorik verblüfft aus.
"Was ist passiert?", fragte die Oberkönigin.
"Wie bitte?", entgegnete ich verdutzt.
"Als wir unsere Ebene verließen, weil uns die Nahrung ausging, war dies eine blühende Welt. Und heute, knapp 1500 Jahre später, sehe ich nicht mehr dieselbe Pracht, die ich einst sah - an der unser Volk sich hatte laben können - was habt ihr getan?", sprach sie auf Zwergisch.
Für uns immer noch unvorstellbar, dann dachte ich über ihre Worte nach. Die Plage, das war es; sie waren nicht die Einzigen, die in unsere Welt kamen.
"Glaubt ihr, ihr steht hier, weil ihr gut genug wart euch durch meine Reihen von Soldaten geschlagen habt? Nein, ihr steht hier, weil ich es wollte. Weil ich Antworten von euch will und ein zu leichtes Vordringen hätte euch sicherlich stutzig gemacht. Ihr seid ja nicht alle dumm, ihr Namensgeber dieser Welt, obwohl die Tatsache, dass ihr euch für die Spitze der Nahrungskette haltet, schon von Dummheit zeugt! Wir sind die dominante Rasse, eure Schwerter und Bolzen prallen an unseren Körpern ab wie - wie sagt ihr noch? - Zahnstocher..."
Als ich mich umblickte, standen gerade einige Invae wieder auf, die wir tot geglaubt hatten. Wir hatten sie im Ansturm scheinbar nur umgestoßen statt sie zu töten.
"Und für uns seid ihr nicht viel mehr als Nahrung, in euch reifen unsere Larven. Wenn erst genug von uns in dieser Welt sind, habt ihr ausgespielt, aber keine Bange, ihr könnt uns als Nutztiere dienen." Von ihr ertönte ein Geräusch, welches ein klackendes Lachen zu sein schien. "Ähnlich wie Kühe oder Schweine, wir werden euch nicht grundlos ausradieren, wie einige der Wesen, die ihr Dämonen nennt und vor denen ihr erzittert. Angst nennt ihr es..."
Eine Art Schmunzeln war auf ihren Lippen zu sehen. "Gefühle, Emotionen, Individualismus, weitere Zeichen eurer Unterlegenheit..."
Mir wurde schlagartig klar, dass wir die Bedrohung bisher massiv unterschätzt hatten und das dieses Wissen hier herausgelangen musste. Ich blickte auf unseren Elementaristen und dann auf eine kleine Öffnung in der Decke. Er nickte, verpasste mir Flügel und meine Gruppe sorgte für Ablenkung, indem sie auf die Invae einschlugen so gut sie konnten. Als letztes sah ich, wie sie in der Masse der Invae verschwanden und wahrscheinlich starben.

Seither suche ich nach neuen Verbündeten, um zurückzukehren und es zu beenden. Aber niemand unterstützt mich, der Elfenhof hielt mich für einen Spinner und sowohl Iopos, als auch Throal lehnten ab. Schließlich wäre über eine solche Bedrohung nichts bekannt und die Scytha-Berge seien gut genug erforscht, um solch einen Komplex auszuschließen.
In meiner Not reiste ich sogar zum Theranischen Statthalter in Himmelsspitze, doch der sagte mir mit einem Lächeln, das ein Haufen Käfer, egal wie groß, das Theranische Imperium nie bedrohen könne. Man habe schon oft gehört, das auch zur Zeit der theranischen Herrschaft über Barsaive – wie er die Zeit der Besatzung nannte – häufig ganze Karawanen in der Nähe Scytha-Berge verschwunden waren. Durch insektenähnliche Gestalten, wie Überlebende berichteten. Alles nicht der Rede wert und man habe sich auf Wichtigeres vorzubereiten, als den Worten eines Irren zu glauben. Dann schmissen sie mich auf die Straße.

Bei den Passionen, lasst uns hoffen, dass ich wirklich einfach nur verrückt bin und die Scytha-Berge nicht der Ausgang der nächsten Plage in Barsaive werden!

- Zwergen-Scholar Fanrin Höhlenschwur

Sagt Meister Fanrin: Wie kann man die Invae am besten unterteilen und könntet ihr dem werten Leser eine Auflistung der Einrichtungen eines Stockes und deren Erkennungszeichen geben, um sich besser zu wappnen?

- Ruwen, der Geselle Fanrins

Es beginnt meist damit, das der Schamane 10 bis 20 Arbeiter und Späher, sei es nun aus Namensgebern oder Tieren beschwört, die an geeigneter Stelle anfangen das Nest zu bauen. Hat deren Zahl an die 50 erreicht, wird jeder zehnte neu beschworene Invae als Soldat beschworen.
Erreicht das Nest an die 100 Invae, werden Königinnen beschworen. Diese legen dann Larven, also Jungköniginnen und Pfleger, die diese betreuen und sich auch um die Larven kümmern.Das heißt, sie in Tiere oder Namensgeber einpflanzen. Nach dem Schlüpfen der Königin und der Larven ist das Leben des Schamanen allerdings nichts mehr wert. Hat das Nest die Größe einer Stadt von 100.0000 erreicht, beginnen die Larven, nun geschlechtsreif, unterirdisch mit etlichen Arbeitern und einigen Soldaten Gänge zu graben, um neue Futterquellen zu erschließen.
Meist enden sie dann unter unseren Städten mit ihren Kolonien, wo mehr Namensgeber als sonst wo vertreten sind. Und da diese nicht wie Tiere einfach panisch davonrennen, wenn sie Gefahr wittern, sondern in den engen verwinkelten Gassen extrem gute Beute abgeben."

- Zwergen-Scholar Fanrin Höhlenschwur, einen Krug Zwergenbier ansetzend

Ihr sagtet selbst Meister Fanrin, dass die Invae sprechen können, sie können Waffen und Werkzeuge bedienen, macht Sie das nicht zu Namensgebern?

- Ruwen, der Geselle Fanrins

Bei allen Passionen, so einen Nonsens will ich nicht noch einmal hören. Nach solchen Kriterien, müssten auch Oger, Höhlentrolle, Schimären oder Pangolus, von denen einige Narren immer noch glauben, dass sie unsere Vorfahren sind, zu Namensgebern ernannt werden, ihr Narr!

- Zwergen-Scholar Fanrin Höhlenschwur, einen Krug gutes Zwergenbier ausspeiend

Greift den Jungen nicht so an Fanrin.
Hör zu Ruwen: Nicht die Fähigkeit Dingen einen Namen zu geben, macht uns primär zu Namensgebern, sondern die Macht der Legende. Das man sich Legenden über die Heldentaten der Angehörigen unserer Völker erzählt!
Ah Fanrin, ihr vergaßt zu erwähnen, das die Invae, wenn man sie kurz mit Feuerodem röstet, köstlich schmecken und ihre harten Beine und Arme sind prima Zahnstocher... Oh, Entschuldigung.

- der Drache Vasdenjas


Zurück zu Legenden oder Invae
Rechtschreibung korrigiert und mehr Format reingebracht.
-- THEINFERNALVerjigorm

Earthdawn (R) ist ein eingetragenes Warenzeichen der FASA Corporation. Barsaive (TM) ist ein Warenzeichen der FASA Corporation. Copyright (c) 2015 by FASA Corporation. Copyright der deutschen Ausgabe (c) 2015 by Ulisses Spiele GmbH, Waldems. www.ulisses-spiele.de. Diese Webseite unterliegt keiner Abnahme oder Genehmigung durch Ulisses Spiele oder FASA.