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Santaria Sternenblick

Autor: Giron


W

illst Du meine Geschichte wirklich hören, Bürschchen? Es ist eine ziemliche finstere Geschichte. So manche tapfere Helden sind schon schreiend davongelaufen oder haben sich verschreckt abgewandt, wenn ich sie erzählte; Denn sie handelt von einem Dämon und vom untoten Dasein. Was? Du bist ein furchtloser Troubadour? Nichts kann dich schrecken? Nun gut, wenn Du sicher bist, dass Du sie hören willst, dann bleib am Tisch und schreib sie aufs Pergament für deine große Bibliothek. Aber bestell mir noch eine Karaffe Wein...nicht dieses primitive Zeug aus Travar! Bestell mir noch eine aus Creana; so was gutes wächst bei euch Barbaren gar nicht."

S

antaria Sternenblick ist eine untote, ehemalige theranische Luftseglerin aus Vivane. Nachdem sie die Flöte des Dämons Fla Tra Lys fand, ereilte sie das gleiche Schicksal wie fast alle seiner Opfer: Sie wurde nach Tag und Jahr vom Dämon verschlungen. Jahre später fand der Windtänzer Rubin Rotkehlchen die Flöte und beschwörte so Santaria als seine untote Dienerin herbei. Glücklicherweise gelang es den Helden, die Flöte in den Odem eines wütenden Drachen zu werfen. Seitdem scheint die Verbindung zwischen Santaria und dem Dämon abgerissen zu sein; ihre untote Existenz als Wiedergängerin dauert jedoch an.

Elfe (Wiedergängerin), Luftseglerin Kreis 4
Alter: 75 Haarfarbe: grau (meistens dunkelbraun gefärbt), Augenfarbe: braun
Größe: 2 Schritt Gewicht: darüber wird Santaria niemandem Auskunft geben

GES8STÄ6ZÄH5
WAH6 WIL7CHA5

Körpl. Wi.11Mag. Wi.7Soz. Wi. 8

Initiative7Angriffsanzahl 1
Angriff 12SchadenBreitschwert 11
Rüstung 5 Erholungsproben3
Myst. Rüstung2Hieb ausweichen12
Niederschlag 6 Spektakulärer Angriff13
Todesschwelle62Manövrieren13
Verwundungsschwelle8Weitsprung12
Bewusstlosigkeit49Windkissen11
Laufleistung100/50Luftschiffahrt12

Der Angriffswert bezieht sich auf Nahkampf-und Wurfwaffen
Kunstfertigkeit: Tanzen 8
Wissensfertigkeiten: Luftschiffe 9, Geographie Vivane 8, Elfenkunde 8, Theranische Politik 8
Allgemeine Fertigkeiten:Klettern 11, Lesen/Schreiben 10, Lautloser Gang 9, Fremdsprachen 10
Schwimmen 8, Taktik 8, Maske 8

Sprachen: Theranisch, Elfisch, Throalisch, Cathai Ausrüstung:schwarze Rüstung Gehärtetes Leder (verziert), Leinenhose, Armschienen, Breitschwert, Wurfdolch, Theranischer Mantel, Weinschlauch

Santaria muss nur Nahrung zu sich nehmen und schlafen, wenn sie verletzt ist. Um ihren Untoten Zustand zu überdecken, muss sie mit Schminke und Parfüm im Wert von 3 Silber jeden Tag die Fertigkeit Maske anwenden. Sonst wird ihr vertrockneter, mumifzierter Zustand und ihr leichter Leichengeruch wahrnehmbar.

Aus dem "Leben" einer Untoten

Jugend in Vivane

S

chon als junges Gör hab ich die Luftschiffe am Himmel verfolgt, wenn ich draußen auf der Straße in Vivane nicht gerade "Legionär und Rebell" spielte. Mein Vater hatte als Händler ein wenig Gold mit dem Handel von elementarer Erde gemacht, und so konnte ich eine der Schulen im imperialen Vivane besuchen. Unser Haus war nichts besonderes, Sklaven konnten wir uns nicht leisten. Meine Brüder waren in der Schule besser als ich - Candros ging nach Thera um dort zu studieren, Jallos stieg ins Geschäft ein und hat eine hochnäsige Elfe aus einer der wirklich reichen Familien geheiratet. Ich gabs nach drei Jahren auf mit der Schule und trieb mich in der Nähe von Himmelsspitze rum. Schon bald stand für mich fest, dass ich auf einem Luftschiff anheuern wollte. Als ich auf meinem ersten Segler anheuerte - ein Frachter, der Sklaven aus Marac nach Vivane brachte - merkte ich überhaupt erst, dass ich das Zeug zu einer Adeptin hatte! Ich fiel vom Mast, aber irgendwie schwebte ich zu Boden, ohne mir was zu brechen. Nach diesem Erlebnis wurde ich sofort von einigen Luftsegler-Adepten unter die Fittiche genommen und stieg bald in den 1.Kreis auf. Danach standen mir als Adeptin die Türen zur Laufbahn in der imperialen Flotte offen.

In der Imperialen Flotte

N

ach drei Jahren wurde ich endlich auf ein Schiff versetzt, dass Aufklärungsflüge im Südwesten Barsaives flog. Wir lieferten uns Scharmützel mit den Luftpiraten der Zwielichtgipfel, flogen über die Nebelsümpfe und belieferten die K'tenshin mit Karten und Truppenpositionen. Eines Abends trafen wir an einem kleinen T'skrang Dorf einen Windlingshändler. Kaum war der Kerl in die Taverne gekommen, fing er Streit mit einem T'Skrang an. Es kam zu einer Schlägerei - Du weißt, wie zerbrechlich diese Windlinge sind. Na, er war tot, und wir beschlagnahmten seine Habe und nahmen den T'Skrang fest. Auf dem Rückflug stöberte ich in den Sachen des toten Windlings. Ich fand eine Flöte zwischen dem ganzen Unrat, aus kostbarem Silber und wunderschön verziert. Dieses verfluchte Ding...Nun, ich konnte nicht anders und setzte sie an meine Lippen. Heraus kam nur ein schräges und schrilles Fiepen und Pfeifen. Enttäuscht legte ich die Flöte beiseite und dachte nichts weiter.

Der Fluch von Fla Tra Lys

D

och zwei Tage später, wir hatten ein Lager in Landis aufgeschlagen, näherte sich mir eine Gestalt während meiner Nachtwache. Ein bleicher und dürrer Kerl mit erbleichtem Haar und langen Fingernägeln war er; mit rasselnder Stimme faselte er etwas von einem "Fla Tra Lys" und dass er nun für Tag und Jahr mein "Diener" sei. Verdammt, der Kerl war ein Untoter! Ich rief Alarm und schlug ihn entzwei. Doch der Kerl erhob sich wieder und wieder, um mir zu "dienen"! Bald war allen an Bord klar, dass ich irgendwie verflucht sei und ließen mich mit diesem Untoten in der Wildnis zurück. Auf mich allein gestellt, versuchte ich herauszufinden, was es mit diesem Fla Tra Lys auf sich hat...um es kurz zu machen, es ist ein ziemlich fieser Dämon, der auch "Verschlinger der Musik" genannt wird. Er schuf die verdammte Panflöte, die sein letztes Opfer herbeiruft. Danach verwandelt er sie in Wiedergänger - meiner erzeugte überall Angst und Schrecken, wo wir zwei auftauchten. Nun, ich konnte in dem Jahr nur herausfinden, dass die Flöte nur durch Drachenodem oder die Glut des Todesmeeres zerstört wird. Auf dem Weg dorthin erschien eines Nachts der Dämon. Ich kämpfte tapfer, doch er umschlang mich mit seinen schleimigen Tentakeln und zerquetschte mir langsam den Brustkorb. Das letzte, was ich hörte, war sein hämisches Lachen und das Brechen meiner Rippen. Dann versank alles in Dunkelheit...

A

ls das Ritual vollendet war, spürte ich wieder etwas. Mein ganzer Körper schmerzte, meine Kehle war rauh und trocken. Ich hustete und spuckte Würmer und Käfer aus, die es sich in meinem Magen bereits gemütlich gemacht hatten. Ich richtete mich auf und blickte in die Visage des Dämons. "Willkommen im Reich zwischen Leben und Tod, meine neue Dienerin! Ich sehe, dass mein Werk dieses Mal besser gelungen ist." Ich spuckte auf seine Tentakel und stand auf. "Was willst Du, elende Kreatur der Niederwelten?" Doch der Dämon lachte nur, während sein aus Leichen bestehender Körper gluckste und vibrierte. Ich sah, dass mein untoter Begleiter nun Teil seines Körpers war. "Dir wird das gleiche Schicksal widerfahren wie diesem unglücklichen Troubadour, der viele Namensgeber in Angst und Schrecken versetzt hat. Du wirst ruhen, bis ein anderer meine Flöte findet und so dumm ist auf ihr zu spielen. Dann werde ich Dich zu ihm schicken, und Du wirst ihm dienen...bis das Jahr um ist. Und so wird es sein in alle Ewigkeit!"

Untot

Danach versank ich im Boden, und meine Sinne schwanden. Ich fiel in einen dunklen Schlaf voller Albträume, in denen ich mein geliebtes Imperium schwinden sah, und wie Chaos über die Welt kam. Die Menschen, von Dämonen angestachelt, führten gegen uns Elfen Krieg und zerstörten unsere stolzen Städte. Ich starb tausend schmerzhafte Tode, wurde gefoltert und in Stücke gerissen... Dieser Albtraum endete nach unbestimmbarer Zeit, und ich erwachte auf einer Lichtung. Es war Nacht, und eisiger Wind fegte über mein Gesicht - doch die Kälte, die ich spürte, machte mir nichts aus. Während ich anhand der Sterne meine Position zu bestimmen versuchte, drängte sich ein Gedanke in meinen Kopf: Finde Rubin Rotkehlchen und diene ihm! Diene Ihm! DIENE IHM!! Noch während ich über diesen idiotischen Namen schallend lachte, erschien ein Bild von einem Windling vor mir: Er trug eine Art Morgenmantel aus blauem Stoff mit gelben Sternen, und während er seinen Schnurrbart zwirbelte, ertönte eine wichtigtuerische Stimme: "Nun, äh, mein Herr, diese Flöte gibt nur missratene Töne von sich! Ich werde von einem, ähem, Kauf dann wohl absehen, nun ja." Als die Vision endete, spürte ich, dass meine Füße sich wie von alleine nach Norden bewegten.

Unter Barbaren

Ich weiß nicht, Bürschchen, wie lange ich durch diese Wildnis wanderte. Die Sterne waren mir teils unbekannt, andere deuteten darauf hin, daß ich mich weit im Osten von Thera und Vivane befinden musste, östlicher als Barsaive. Das Land war karg und öde, Ruinen standen zwischen den zerborstenen Felsen. Eines Nachts spürte ich, dass ich meinem Ziel näher kam, und bald sah ich in der Ferne ein Lagerfeuer lodern. Auch die Lagernden schienen mich bemerkt zu haben; es waren primitive Eingeborene aus Barsaive, die es irgendwie hierhin verschlagen hatte: Ein wilder, halbnackter Ork stieß unverständliche Grunzlaute aus und fuchtelte mit einem blau leuchtendem Speer herum, auf den er immer wieder zeigte. Ein T'skrang und ein Zwerg kauerten verängstigt mit gezogenen Waffen am Boden, das Bild wurde von zwei aufgeregten Windlingen vervollständigt. Tatsächlich, der männliche war Rubin. Ich setze ihn ins Bild und ließ mich erstmal am Feuer nieder, um mir einen Schluck theranischen Schnaps aus meinem Flachmann zu genehmigen. Sie plärrten aufgeregt auf throalisch über mein Dämonenmal und meine gealterte Haut herum, fanden sich irgendwann aber mit der Lage ab. Vor allem der Barbar beäugte mich misstrauisch, während mein "Meister" von den Vorzügen einer Dienerin überzeugt war. Ich übernahm die Nachtwachen dieser Witzfigur, die sich selbst wohl für so eine Art gelehrten Scholaren hielt. Tatsächlich war der Aufschneider nur ein Windtänzer; alles, was sein Mäulchen verließ, schien aus gelehrigen Traktaten zu stammen - sogar wenn es ums Anzünden eines Lagerfeuers ging, zitierte er mehrere Lehrmeinungen und Autoritäten. Naja, was soll ich sagen, diese barbarischen Rebellen aus Barsaive erwiesen sich letztlich als weniger feige und unfähig als ich zunächst dachte. Sie berichteten Dinge über einen Krieg, die ich nicht glauben konnte. Sie schienen sich mit irgendwelchen Kultisten angelegt zu haben, außerdem wurden sie und ich in einer komischen Prophezeiung erwähnt.

Endlich frei

Naja, im Rahmen von unglaublichen Ereignissen in der großen Stadt Bactra wurden wir schließlich Zeugen eines Raggok-Rituals, während dem ein verstorbener Cathai-Drache in einen Wiedergänger verwandelt wurde - gewissermassen ein Leidensgenosse...Als der Drache eine Gruppe von Verjigorm-Anhängern zu Asche verbrannte - Was? Ja, ich sagte doch, meine Geschichte ist nichts für Warmduscher und Lochostanhänger, verdammt! Nun, jedenfalls hatte dieser quasselnde Wahnsinns-Windling soviel Mumm, zum Drachen zu fliegen und die Flöte in seinen lodernen Atem zu werfen. Muss den Dämon wohl ziemlich überrascht haben; er tauchte nicht auf. Mein Dämonenmal und das vom Windling ist seitdem verschwunden; ich hab dir gerade ja was vorgetanzt. Nun, seitdem bin ich nicht mehr an die Befehle dieses Rotkehlchens gebunden. Ja, Du siehst es ja, ich bleibe bei diesen Barsaivern. In Thera und Vivane würde ich im besten Fall in den Laboren der Magier und Geisterbeschwörer landen; außerdem sind sie gute Matrosen auf unserm maroden Luftschiff, das wir den Kultisten gestohlen haben. Wie lange der Zauber des Dämons noch hält, weiß ich nicht. Solange ich guten Wein trinken kann und durch die Lüfte segeln kann, ist mir das aber egal. Trinken wir also, Bürschchen, auf das Leben und auf den Tod!

Giron --Aus den Notizen von Belisar Schattentanz, Agent im Dienste des Großherzugtums Landis:

I

ch bin mit dieser Traumtruppe von Provinzlern inzwischen in Barsaive unterwegs. Diese Narren haben sich doch tatsächlich in den Kopf gesetzt, einen alten Brunnen in den Brachen zu neuem Leben zu erwecken. Was? Ja, ich sagte doch, dass es Narren sind. Nun, alles wegen dieser wirren Prophezeiung...wenn die mal nicht Vestrial selbst geschrieben hat! Was? Ob ich wegen meiner Erscheinung nicht auffalle? Hör mal, Bursche, nicht jeden Tag habe ich Zeit Puder und Schminke hervorzukramen! Sieh dich doch mal um: die Armee der Untoten hat in Travar genug Kadaver zurückgelassen; der Gestank überdeckt meine, nun, sanfte Note bei weitem. Oh, siehe dort: Da kommen schon wieder Mitglieder der Grimmigen Legion, der Blutelf ist Ragant Rostdorn, und sie haben tatsächlich zwei Kadavermenschen dabei. Entweder ich falle hier in diesem Chaos bald nicht mehr aus, oder das Volk wird demnächst einige von diesen Geisterbeschwörern auf den Scheiterhaufen zerren...so sind die Zeiten heute.





letzte Änderung 29-Mai-2008 19:46:44 MESZ von unknown.

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