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Finn Morian

Ein weiterer Sieg... für Finn Morian.

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S

chon mal auf der Straße gelebt? Sicher nicht, so wie du rumrennst. Aber ich bin auch nicht immer hier gewesen, weißt du? Und die Straße ist eine Schule der harten Schläge, wenn du weißt, was ich meine. Meine Eltern waren recht wohlhabend. Keine Adligen, aber angesehene Kaufleute. Dieses spießige Leben konnte ich aber nie leiden, war immer der „böse Sohn“, der doch hoffentlich mal Magie studiert, so wie Papas Onkel Herian. Oh man... so’n langweiliger Hokuspokus. I

ch musste raus- und die Entscheidung abzuhauen kam schnell. Vielleicht auch nicht. Vielleicht habe ich es die ganze Zeit geplant. Jedenfalls tat ich es ohne zurückzuschauen. Ich schlich des Nachts ins Schlafzimmer meiner Eltern, steckte Mamas teueren Hochzeitsschmuck ein und macht mich aus dem Staub. „Davon kannst du erst mal gut leben“, dachte ich mir.

P

ech nur, wenn man die Straßen nicht kennt. Ehe ich mich versah, hatte man mir meinen Schmuck und mein Silber abgenommen, meine gute Kleidung tauschte ich gegen einfache Sachen und etwas Geld bei einem Pfandleiher und aus meiner schicken Kurzhaarfrisur wurden mit der Zeit zunächst lange Zotteln, die heute meist zu einem Zopf gebunden sind. Jedenfalls übernachtete ich heimlich in Ställen und auf leerstehende Dachböden, um nachts nicht zu erfrieren. Die paar Groschen, die ich durch das Versetzen meiner Kleidung bekam, war ich alsbald schnell wieder los, ich musste mir schließlich essen kaufen.

D

a stand ich nun: Ohne Geld, frierend und mit dem eisernen Willen, es allein zu schaffen. Also wollte ich mir ein paar Kupfer beschaffen und der Ork da vorn an der Ecke sah nach einem leichten Opfer aus. Aber in den Gassen ist nichts, wie es scheint. Ich ging also hin, tat so, als würde ich den Ork übersehen, rempelte ihn an und mit einem flinken Griff ergatterte ich seinen Geldbeutel. Der erste Diebstahl pumpt einen voller Adrenalin, gerade das macht es gefährlich. Dann heißt es cool bleiben. Vorsichtig schlich ich demnach um ein paar Ecken, immer in den schützenden Schatten der dunklen Nacht.

E

in verlassener Bauernhof etwas außerhalb von Märkteburg diente mir als Versteck. Es hatte dort wohl mal im Untergeschoss mal gebrannt, aber der Dachboden war noch gut genug um zu schlafen und nicht zu erfrieren. „Zumindest trocken“, dachte ich mir. Ich saß auf dem Boden, nicht ganz ohne Stolz zu verspüren, denn der Ork schien doch mehr dabei zu haben, als es zunächst den Anschein machte. Ich beugte mich über das Silber und das Gold, dass ich auf dem Boden entleert hatte und fühlte mich sicher. Bis ich einen Dolch an meiner Kehle spürte...

„Du bist gut, doch ich hab dich bemerkt“, zischelte es in mein Ohr, „bereit für den Diebstahl zu sterben?“ Ich versuchte, meine aufkommende Panik zu unterdrücken und ließ meinen Kopf die Sache für mich austragen. In seinem Atem konnte ich Alkohol riechen, also wusste ich, ich könnte eine Chance haben. Ich griff also mit meiner linken Hand heimlich nach etwas Dreck, der sich überall verteilte und da wo ich saß zum Glück genug für eine handvoll bot. So schnell und geschickt, wie ich’s eben konnte, schmiss ich dem Ork, der offensichtlich nicht mit Gegenwehr gerechnet hatte, über meine Schulter hinweg das Zeug ins Gesicht. Er griff sich in die Augen, ich konnte mich aus seinem Griff herauswinden. Dann nahm ich Anlauf, um mit voller Wucht in seine besten Teile zu treten. Dummerweise war er schneller, streckte das Bein aus und ich rannte ungebremst in seinen Stiefel, der mich genau im Gesicht traf. Krachend ging ich zu Boden, schlug hart mit dem Kreuz zuerst auf dem Flur auf, Blut spritzte aus meiner Nase. Wieder Panik. „Du mieser kleiner Hundesohn!“ Blind vor Wut rannte der Ork wieder auf mich zu, ich am Boden liegend, hatte aber einige Meter Zeit nachzudenken, weil mich sein Tritt doch um einiges nach hinten schleuderte. Wieder übermannte mein Geist meine Angst und ich dachte nach. Das Knie! Das empfindlichste Gelenk am Körper. Wenn das hin ist, steht keiner mehr. Also nutzte ich sein wütendes Heranstürmen, um seinem Knie einen heftigen Tritt zu verpassen. Ich traf. Es knackte er ging zu Boden.

„Okay Kleiner“, hustete er, „die Harte Tour kann ich auch.“ Blitzschnell griff er unter sein Cape und um Vorschein kam ein glatter Steindiskus. Ehe ich überhaupt reagieren konnte, landet das Ding hart und schmerzhaft auf meinem Gesicht. Mein Wangenknochen zersprang wie eine Holzgabel. Ich blutet aus dem Auge. Er stand über mir und lachte. Ich hielt die Hände schützen vor mein Gesicht, kroch nach hinten und bettelte um mein Leben. „Fürchtest du dich?“, sprach er und beugte sich tief zu mir runter, um mir tief in die Augen zu schauen. Sie schienen in der Nacht zu glänzen. Das war der Fehler, auf den ich gehofft hatte. Ein schneller Griff in die Augen, ein Kratzen in einer flüchtigen Handbewegung, und ich nahm die Chance beim Schopfe. „Arrrghhh!!!“, hörte ich es hinter mir brüllen, als ich mich aus dem Dachstuhl des abgebrannten Bauernhauses verdrücken wollte.

D

en sicheren Wegesrand schon im Blick, rannte ich schneller noch, als meine Beine es wohl jemals zuvor als auch jemals danach nicht mehr vermochten. Kurz vor den schützenden Schatten der Bäume traf es mich. Unerwartet. Von hinten. Eine Bola schlang sich um meine Füße und mir blieb nur die Zeit, um einen Arm zum Abstützen nach vorn zu bewegen. Mein Unterarm landete ungünstig auf einem Stein. Wieder knallte es wie ein stark gespanntes Eisenseil, das unter schweren Lasten reißt. Er war gebrochen. Ich hatte alles riskiert. Alles verloren. I

ch konnte vor Schmerzen kaum noch sprechen, und schließlich zählte ich regungslos die Lichter am Sternenhimmel, bis der Ork ein letztes Mal über mir auftauchte. Doch ich reagiert schon nicht mehr. Seine Faust raste wie in Zeitlupe auf mein Gesicht zu. Die letzten Lichter gingen aus.

Als ich wieder aufwachte, hörte ich das leise Knistern eines Feuers. Ich spürte, dass mein Gesicht mit Salbe eingerieben war. Alles tat höllisch weh und in meinem Mund schmeckte ich mein eignes Blut.

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Langsam öffnete ich die Augen. Aus dem einen konnte ich kaum noch sehen. Ich drehte den Kopf nach rechts Richtung Feuer. Und da saß er. „Wieso.... warum.... hast du mich hier hergebracht?“, stammelte ich, und merkte dabei selbst, wie schwer es mir doch viel, zu reden. „Weil du Abschaum bist“, kratzte die Stimme, „du bist fies, hinterhältig, kennst die schmutzigsten Tricks, die ich je gesehen habe. Ich habe dich gesucht.“ Ich ahnte, worauf es hinauslaufen würde und hörte seinen Worten gut zu. Der Gedanke fing an, mir zu gefallen. „Hast das Zeug zu einem guten Dieb. Sobald ich dich wieder zusammengeflickt habe, meine ich. Du willst klauen? Ich kann dir zeigen, was es heißt, zu STEHLEN. Du hast keine Angst. Das ist gut, und manchmal auch dumm zugleich. Du musst viel lernen und doch weißt du viel. Also, bist du dabei, Mensch?“

I

ch war dabei, wie du dir denken kannst. Und hier hast du deinen Geldbeutel zurück, pass’ nächstes Mal besser drauf auf! Mein Gott, ich hätte noch 10 Minuten länger erzählen müssen und ich hätte dir die Haare vom Kopf gestohlen. Aber weil ich so ein lieber Kerl bin, lass ich dir eine Kohle. Ach ja übrigens, die Goldmünze da ist halb aus Katzengold, die Dinger machen mir schon seit Wochen die Geschäfte kaputt.

-- Finn Morian, Dieb

Finn Morians Grundsätze des erfolgreichen Handelns

Finns Vermächtnis



Finn Morian? Der wechselt seinen Namen häufiger als die Unterhose. Ich glaube ihm aber jedes Wort, ich kenne ihn gut. Wenn er von den harten Schlägen auf der Straße spricht, dann weiß er auch, wie sie sich anfühlen. Klaut alles, was nicht niet- und nagelfest ist, und ist schlimmer als eine Elster. -- Theseus von Travar

Mir hat er noch nichts geklaut....hoffe ich zumindest! -- Terp Entin

Elster oder Geier müsste man noch klären, wenn man den Zustand seiner Opfer betrachtet. -- Zeck Beliall

Stimmt, er ist schon ein großer Leichenfledderer. Aber unsere Gruppe benötigt halt eine Menge Bares, da du ja ständig deine Musikinstrumente zertrümmern musst, Mr. Rockstar! Außerdem kosten die ganzen Heilhilfen zu viel. Wäre hilfreich, wenn unser Alchi....äähh Magier seine Experimente außerhalb geschlossener Räume und außerhalb unserer Reichweite durchziehen würde. Jeden Abend muss ich mir Ruß von der Platte putzen. Was allein die Glatzenpolitur kostet! -- Terp Entin

Sorry, Herr Zwerg. Ich habe da übrigens eine tolle Politurmixtur, hier, ich zeig' es Dir mal eben, deine Glatze wird glänzen wie aus Gold... -- Theseus, der eine milchige Creme hervorholt

Pass auf Terp, das Zeug könnte zum einen explodieren, oder aber es ist ein Zeugnis seiner Einsamkeit, wenn du weißt was ich meine. Selbst die verhurte Clystein ließ ihn nicht ran... -- Finn

Was? Nein, Sperma kommt in diese Mixtur nicht rein. Was für ein Blödsinn. Sowas nimmt man nur für Bartwuchsmittel! -- Theseus

Du kannst ja total tolle Sachen! Warum entdeckst du für dich nicht mal die Seife? Du stinkst nach Schwefel! -- Finn

Hä? <Schnüff> da riecht doch gar nix.... -- Theseus

Dann guck' mal in deine Tasche, ich glaub' eine deiner Schwefelbomben hatte wieder ne Fehlzündung. Moment, hör' ich da ein Ticken? -- Finn





letzte Änderung 17-Jan-2011 10:37:42 MEZ von Fabian.

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