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Dradons Reisetagebuch

Autor: die ständig Getrennten, Dradon


Under Construction

Ich möchte das Tagebuch auf eine Website binden und nur per fussnoten die einzelnen Kapitel umblättern lassen, danach können die links als geisterblätter gelöscht werden, werde ich dann auch mit delete me markieren.

I

hr klappt ein zerfleddertes Wirrwarr aus Pergamentseiten, die irgendwie zusammengebunden sind, auf. Nun seht ihr kleines Gekritzel doch ihr könnt zwergische Schrift aus machen. Ihr habt das Inhaltsverzeichnis vor euch.




[Philosophie des Abenteurers]

Es gibt so viele Namensgeber, welche den Titel eines Abenteurers ihr Eigen nennen. Nun durch dieses Nennen, am besten in ihrem Namen, werden sie es doch automatisch, oder? Doch schließlich sind sie Namensgeber.

Wir haben allerdings zwischen Raudi, Wanderer, Reisender Scholar, Held und anderem zu unterscheiden. Für alles gibt es einen Namen. Ein Scholar auf Reisen könnte seinen Namen mit der Wissende oder der Weise ergänzen. Ein einfacher Wanderer könnte sagen, er heiße Langbein und ein Held wäre der Starke, der Mutige oder der Heldenhafte.

Dies alles sind Titel und ich nehme dabei bewusst das Wort Titel, denn etwas anderes, einen Beinamen, würde aus ihnen nur einen einfachen Herren oder eine einfache Dame machen, die ein wenig durch die Welt gekommen sind. Dies sind Titel, die uns in unseren Legenden immer und immer wieder erzählt werden. Diese Titel gehören zu Namensgebern aller Rassen, die großartige bis erschreckende Dinge getan haben und die wir in Ehren halten oder mit Abscheu oder Trauer bedenken sollten.

Ich zähle mich zu den Abenteurern, doch weiß ich nicht, zu welcher der oben genannten Gruppen - oder gar einer neuen? - ich mich zählen sollte. Auf meiner Brust prangt das Zeichen eines Lügners, so sollte ich der Lügner genannt werden? Ich log für meine Freunde, so sollte ich der Beschützer seiner Freunde genannt werden? Ich ziehe also noch aus, meine Schande hinter mir zu lassen. Meine Vergangenheit ist in meine Knochen eingebrannt und wird mich nicht los lassen... ob sich meine Haut reinigen lässt, wer weiß, ich werde nach einer Antwort auf diese Frage suchen, wenn ich Zeit und Geld dafür finde. Meine Zukunft liegt aber noch vor mir und wird Gutes bringen, wenn ich Gutes dafür tue.

Ich werde mich also bemühen einen Dämonenbesessenen auf den richtigen Pfad zu lenken, ich werde versuchen Namensgebern zu helfen, so lange ich ihre Schuldigkeit an was auch immer nicht bewiesen bekommen habe, ich werde Unschuldige nicht ausnutzen und ich werde...

So vieles doch ich merke, meine Gedanken schweifen ab.

Was macht also mich und meine Freunde zu Abenteurern? Ich bin ausgezogen, von meinem Meister ausgesandt um die Geschichten zu erleben und zu schreiben, die er mir erzählte oder besser Neue zu erleben, diese aufzuschreiben und dann zurück zu kommen und sie mitzuteilen. Zusammen mit ihnen habe ich also schon ziemlich viele Abenteurer erlebt. Wir, nicht alle jetzigen Mitglieder der Gruppe, haben gemeinsam eine Räuberbande nahe Axaleckso hochgenommen, einen Keller voller Untoter versucht zu reinigen und ihn schließlich neu versiegelt, wir standen Marius' Dämon anscheinend gegenüber. Als Gruppe mögen wir vielleicht sogar Helden sein.

(Ich werd mal schauen, ob das so als Philosophie durch geht... hatte mir anfangs was anderes vorgestellt... Text wird noch weitergeführt und sicher überarbeitet, manches gefällt mir jetzt schon icht -.-)--Manuel aka Dradon



[Erste Schritte]

Ich machte mich also auf. Die Flöte meines Meisters im Gepäck lief ich durch den Wald nahe Garoje. Ich wusste irgendwo nördlich müsste ich auf Daiche treffen. Ich erwähne hier ein paar Details nicht, da ich sie für den Fortlauf der Geschichte nicht für Notwendig erachte. Nur soviel:

In dem Wald ging etwas magisches umher. Holzpfähle ragten aus dem Boden, glühten magisch ragten bis tief in die Erde und waren doch nur Holzpfähle.

Ich kam auf eine Lichtung, in der eine Kutsche umgekippt lag. Auf der Lichtung stand auch einer dieser Pfähle in den Boden gerammt, oder dort hinaus gewachsen?

Ich durchsuchte die Kutsche doch fand nichts. Als ich wieder herauskletterte, sah ich drei Personen auf mich zukommen. Mussten wohl Wachen oder soetwas ähnliches gewesen sein. Ich musste sie überzeugen, dass ich kein Dieb und niemand war, der hier jemanden ausgeraubt hatte, als schon ein Wesen, was mir heute als Brithan bekannt ist, aus einem Gebüsch kam und knurrend auf uns los ging.

Unerfahren rannte ich weg. Entweder ein sehr großer Fehler, oder doch der Anfang meiner Geschichte.

Ich besann mich auf Heldentaten und als zwei der Wachen am Boden lagen kletterte ich von meinem Baum herunter und lief dem Anführer des kleinen Grüppchen zur Hilfe. Vergeblich für ihn und beinahe mein Verhängnis.

Ich zog mein Breitschwert und stellte mich dem Brithan. Der Anführer wurde gegen einen Baum geschleudert und blieb dort reglos liegen. Es gelang mir den Brithan zu Boden zu zwingen und ich schlug mein Schwert tief in seinen Hals.

Doch was ich dann sah verschlug mir den Atem. Der Brithan stand auf und wankte auf mich zu. Ich hatte schon all meine Kraft aufgewand und wich nun zurück. Aus dem Gebüsch hinter dem Ungeheuer trat rückwärts ein großer Stein in einem Gewand. Später erfuhr ich, dass sein Name Huor war und er mir das Leben rettete.

Dem nächsten Schlag des Brithans konnte ich nicht mehr ausweichen. Ich ging zu Boden und halb bewusstlos sah ich den Brithan über mir, als ihm der Kopf explodierte und mir endgültig schwarz vor Augen wurde.

An das danach kann ich mich nicht genau errinern. Ein Mann hatte meine Wunden verbunden und ich kam wieder zu mir. Es waren noch mehr Kreaturen auf der Lichtung. Ihre genaue Anzahl weiß ich nun nicht mehr aber es müssen noch einmal 3 oder 4 gewesen sein. Unter ihnen abermals ein Brithan und Huttawas oder soetwas ähnliches. Was mir auffiel, war der Holzpfahl. Ich stand auf nahm mein Schwert und rammte es mit aller Macht in ihn hinein. Beim ersten Mal rutschte ich aus und verfehlte ihn knapp. Doch der zweite Anlauf sollte das Holz zerspalten. Nunja. Mein Schwert blieb im Pfahl stecken, aber das rote Glühen der Zeichen hörte auf.

Fast zeitgleich stellten die Ungeheuer ihre Angriffe ein und liefen wieder ins Unterholz. Erschöpft sanken wir, d.h. zwei neu Ankömmlinge, der Obsidianer und der vorhin schon erwähnte Mann zu Boden. Wir stellten uns einmal vor. Unter den Neuankömmlingen war noch so ein Obsidianer, Lapis sein Name; der Mann der meine Wunden verbunden hatte war ein Arzt aus Daiche und der letzte war ein Zwerg.



M

ein großer neuer Freund und ich hatten die Tore von Daiche schon gesehen, als wir urplötzlich von einer Gruppe umstellt wurden. Kotar wehrte sich nach Kräften, doch sie brachten ihn irgendwie zu Fall. Das ist jetzt etwa anderthalb Wochen her. Sie haben uns dann in unterschiedliche Wagen gebracht. ich wurde gefesselt und mit zahlreichen andern Namensgebern, welche alle trübe vor sich hin starrten tagelang bei geringer Verpflegung und ständiger Bewachung durch die Steppe gefahren. Heute morgen fand ich dann alle meine Befürchtungen bestätigt - ich war auf einem riesigen Sklavenmarkt gelandet. Und das, mitten in Barsaive! Von meinem Trollfreund war nirgends etwas zu sehen. Dafür bemerkte ich, wie unsere "Halter" Rucksäcke auf einen Haufen luden und einer die Reihe abging in der wir uns aufgestellt hatten und jeden einzelnen Sklaven, der noch eine Waffe trug diese abnahm. Als er bei mir angekommen war ging wohl alles sehr schnell. Genau behalten hab ich es nicht. ich hab ihm wohl eine Kopfnuss verpasst und dann irgendwie meine Fesseln gelöst. Daraufhin mein Schwert gezogen und ihn niedergeschlagen. Dann den Mann neben mir befreit und so eine Kettenraktion ausgelöst. Ich weiß nur, dass es danach ein riesiges Chaos war aus morden, schreien, fluchen und plündern. Ich fand meinen Rucksack zum Glück halbwegs unversehrt, so dass ich nun hier sitzen kann und diese Zeilen schreibe. Gerade hat ein recht stämmiger Ork die Abreise der überlebenden Sklaven organisiert und sie in Gruppen nach dem Wohnort aufgeteilt. Die meisten verlassen bereits diesen Ort der Verwüstung. Ich habe noch kurz nach Kotar gesucht, hatte aber kein Erfolg. Nun bleibt mir die Frage, was ich als nächstes wohl tun werde. Ich weiß ja nicht mal genau wo ich bin. Nur ein alter verwirrter Mann hat mir vorhin, während er von einem seltsamen schwarzen Stein sprach, auch erklärt, dass sich im Norden wohl der Schlangenfluss befinde und wenn man diesen entlang ginge, käme man nach Eidolon. Wahrscheinlich werde ich diesen Weg einschlagen, denn ich verspühre gerade wenig Lust mich in einem riesigen Gemeinschaftspulk Richtung Throal, oder gar noch weiter weg, zu begeben.

- hab gerade eine Bootspatroullie aus Eidolon getroffen, als ich den Fluss erreichte und ihnen die Situation beschrieben, sie gehen jetzt mal hin und schaun sich das an. Ich wende mich nach Osten, immer den Fluss entlang.

A

m Abend hatte ich eine sehr merkwürdige Begegnung. Ein großer schwarzer Vogel setzte sich neben mich und sprach mit mir - in meinem Kopf! Ich war mir erst nicht ganz sicher, aber es war tatsächlich der Vogel, welcher mit mir kommunizierte. Während ich ein wenig von meinem Trockenproviant mit ihm teilte, erzählte er mir, dass seine gesammte Sippe von Räubern vernichtet worden wäre und bat mich ihm bei seiner Rache behilflich zu sein. Ich lehnte höflich ab, da ich vorerst nicht darauf heiß war allein gegen eine Räuberbande zu kämpfen und außerdem wollte ich ersteinmal in eine größere Stadt um meine Vorräte aufzufüllen und meinen müden Körper etwas auszuruhen.

O

h bei den Passionen, was für eine schreckliche Nacht! Ich sitze gerade auf schwarzer warmer Erde, der Kopf brummt mir fürchterlich und ich bin klitschnass. Alles Ergebnisse der vergangenen Nacht. Zum Glück sehe ich Eidolon schon in der Ferne. Hier in etwa was passierte: Ich war noch eine Weile in der Dämmerung gewandert, da habe ich auf dem gegenüberliegenden Ufer ein Rudel Wölfe entdeckt, welches mir beständig folgte. Ich beschloss, das es das Beste sei, wenn ich jetzt mein Nachtlager aufschlagen würde und ein Feuer entzündete. Leider war nur wenig Holz vorhanden und so versuchte ich einen Busch am Ufer anzuzünden. Kurz darauf brannte um mich die gesammte Steppe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass das Gras so trocken war. Ich rettete mich in den Fluss und stapfte dort im seichten Wasser weiter - schon halb betäubt von den Rauchschwaden. Irgendwann muss ich eingeschlafen sein. Denn als ich soeben aufwachte, lag ich noch halb im Wasser. Es wird langsam Zeit, das ich in ein anständiges Gasthaus komme!



Ich bin während der ersten Sonnenstrahlen des Tages in Eidolon angekommen, nachdem ich mit einer Fähre den Fluss überquert hatte.

Auf dem Marktplatz herrschte schon reges Treiben und so beschloss ich den Bürgern dieser Stadt von meinen jüngsten Erlebnissen zu berichten. Nachdem ich mit meinen Ausführungen geendet hatte spielte ich noch ein kleines Tänzchen um die Zuhörer zu erfreuen und stieg dann wieder von dem Brunnenrand auf dem ich gestanden hatte.

Daraufhin sprach mich ein Zwerg an, der sich als Schriftkundiger und -sammler vorstellte, sein Name war Murbur Kordan. Er erklärte mir gesteigertes Interesse an mir und meinen Fähigkeiten zu haben und wir machten einen Termin aus, wann wir uns wieder treffen würden.

Danach erkundete ich die Stadt ein wenig und erstand auf dem Marktplatz einen eleganten Filzhut.

Am Nachmittag traf ich mich mit Herrn Kordan und er gab mir den Auftrag ihm ein Schriftstück aus der Bibliothek, welche sich im Kaer befindet, zu besorgen. Das hat mich schon etwas gewundert, schließlich hätte er das ja auch allein geschaft, aber er gab mir eine plausible Erklärung: Man würde ihn dort wahrscheinlich erkennen und ihm daher einen sehr hohen Preis abverlangen. So schickte er halt mich, damit ich mit meiner charismatischen Art einen guten Preis erziehle.

Das gelang mir dann auch und den Rest des Geldes, das er mir zur Verfügung gestellt hatte durfte ich dann auch behalten. Das Schriftstück war eine Seite aus einem uralten Tagebuch, noch von vor der Plage, und es handelte von einem Eremiten, der allein in einer Höhle sich auf die Plage vorbereite. Herr Kordan war der Meinung, dass dieser Eremit wahrscheinlich unschätzbar wertvolle Informationen über Dämonen und die Plage in seinem Tagebuch hinterlassen habe. Das war der Grund weshalb er mich eigentlich angesprochen hatte. Ich sollte eine Truppe von Abenteurern zusammenstellen und mich auf die Suche nach der Höhle und dem Tagebuch machen. Ich willigte sofort ein, nicht allein wegen der gebotenen Belohnung, sondern weil ich selber neugierig auf diese alte Residenz des Eremiten war.

Danach unterhielten wir uns noch ein Weilchen über meine Abenteuer und er schien sich Notizen zu machen, während ich erzählte.

... Es ist Morgen und ich breche auf.

Anbei habe ich hier eine Abschrift des Schriftstückes aus der Bibliothek



Ich bin nach einer Woche Fußmarsch in einem T'skrangdorf mit Namen Axalekso erneut auf andere Abenteurer gestoßen. An der Grenze zum Gebiet dieser T'skrang, die sich soweit ich weiß Ishkarat nennen hab ich einen Passierschein für ihr Gebiet erstehen müssen.

Untergekommen bin ich im Gasthaus "Zum zerbrochenen Hauer". Der Wirt, Borbol Grunzbauch, ist ein recht angenehmer Zeitgenosse. Ausser mir beherbergt Borbol noch zwei andere Gäste. Beides Menschen und gemeinsame Freunde. Borbol hat sie mir als Jim und Joe vorgestellt. Jim trägt immer eine tief ins Gesicht gezogene Kapuze. Borbol hat mir erzählt, dass er ihm einen Auftrag angeboten hat, aber Joe will nicht mit. Es geht darum, Borbols Tochter aus den Fängen einer Räuberbande zu befreien, obwohl eher nicht ganz. Denn sie hat sich nach Borbols Angabe aus freien Stücken dieser Bande angeschlossen. Sie trotzdem zurückzuholen, klingt nach einer ganzen Menge Überzeugungsarbeit, ob Jimdas mit seinem gruseligen Aussehen wohl zustande bringt. Ich werde ihm mal meine Hilfe anbieten.


Ich bin jetzt mit Jim losgezogen um Kerdeela, die Tochter von Borbol, wieder nach Hause zu bringen. Wir sind heut schon mit einer Fähre über den Fluss gefahren und weiter gen Süden gewandert. Momentan befinden wir uns im Wald und haben unser Nachtlager aufgeschlagen. Es regnet schon den ganzen Tag. Mein Gefährte ist recht still und geheimnisvoll, aber an sich ganz in Ordnung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er im Zweifelsfall wie eine Bestie kämpfen kann, so kräftig wie er aussieht. Ich hab heut Abend eine kurzen Blick unter seine Kapuze erhascht ... er ist schrecklich entstellt. Kein Wunder, dass er die Kapuze dauerhaft trägt.
Er hat mir jetzt erzählt, dass er Kerdeela schon einmal getroffen hat und auch in etwa weiß wo die Räuber ihr Versteck haben. Das hilft uns natürlich schon um einiges weiter. Sie soll aber eine ganz schön naive junge Orkin sein, wahrscheinlich ist sie noch nicht einmal ausgewachsen.


Den ersten Räuber haben wir gerade gemeinsam ausgeschaltet. Ich hab ihn abgelenkt und Jim schlich sich von hinten an ihn ran. Er hatte keine große Chance, doch mit kämpfen wird es schwer werden hier durchzukommen. Wir haben auch den Rabenvogel wiedergetroffen. Jim reagierte zwar etwas aggressiv auf ihn, doch ich erinnerte mich, das er ja recht nett war. Es scheint sich wohl um genau jene Räuberbande zu handeln, an der er sich rächen will und er hat uns seine Hilfe zugesichert. Er ist jetzt wieder weggeflogen um die zweite Wache auszuschalten. Ich denke ich werde als die erste Wache bei den restlichen Räubern erscheinen und so Kerdeela heimlich überzeugen. Vielleicht können wir ja noch den Anführer in einen Hinterhalt locken um dem Rabenvogel, der sich übrigens als Chakta vorgestellt hat, Genugtuung zu verschaffen.



E

s kam natürlich alles anders! Ja gut ich ging zu den andern Räubern und sie schöpften auch keinen Verdacht. Es waren fast alle Orks und nur 2 oder 3 Menschen, auch Kerdeela war da. Doch ich brauchte Zeit um meinen Plan umzusetzen und diese sollte mir nicht gewährt werden. Das Räuberlager lag in einer Mulde und plötzlich hörten wir von der andern Seite des einen Hügels, welcher die Mulde umgab seltsame Geräusche. Ich versuchte die Räuber zu beruhigen, dass es sicherlich nichts von Belang sei und ja auch noch eine zweite Wache postiert sei - wohl ahnend, dass wir wahrscheinlich grad diese gehört hatten und das Jim wahrscheinlich gerade damit beschäftigt war gegen sie zu kämpfen.
So war es tatsächlich gewesen, die wache hatte sich nach einen Weile aus der Betäubung durch das Chakta gelöst und war in Richtung Räuberlager gerannt. Jim, welcher sich eigentlich Ruhig verhalten wollte, sah darin eine Gefahr und hatte den Ork angegriffen.
Doch der Anführer schickte dennoch zwei seiner Männer nach oben um nachzusehen. Diese zogen sofort ihre Waffen als sie oben ankamen und fingen an zu schreien und zu gestikulieren. Dann sah ich Jim und das Chakta, wie sie sich auf sie stürzten. Der Hauptmann beschloss sofort mit der Hälfte der restlichen Räuber - inklusive mir - in den Kampf einzusteigen und so rannten wir hoch. Jim kämpfte wirklich wie ein Monster und als wir endlich oben waren zog auch ich mein Schwet und richtete es gegen einen der Räuber, welcher mich im ersten Augenblick peplex ansah. Wir müssen eine ganze Weile gekämpft haben, doch wie genau die Schlacht ablief kann ich nicht mehr sagen. Aber eine Schlcht war es, oder vielleicht eher eine Schlachterei. Jim tötete den Großteil unserer Gegner, teilweise sogar ohne überhaupt seine Waffe gegen sie zu schwingen. Und das Chakta starb leider auch. Wenigstens hatten wir es und seine Sippe gerächt.

Das Kämpfen fand jedoch abrupt ein Ende, als ein T'skrang auf Jims Schultern landete und seinem Gegner ein Schwert ins Gesicht rammte. Wir schauten uns alle verwundert um und sahen uns umzingelt von Soldaten der Ishkarat. Wir mussten alle unsere Waffen abgeben und wurden gefesselt. Naja und so kam ich hier her. In diese dunkle Zelle in der ich jetzt sitze und warte. Sie werden sicherlich fragen was passiert ist. Was soll ich ihnen bloß erzählen? Die Wahrheit?? Oder eine so gute Lüge, dass sie die Aussagen der andern nicht glauben???? Wenn ich mich doch bloß mit diesen noch einmal unterhalten könnte.

Jetzt öffnet jemand die Tür ...



Als ihr zu dieser Stelle blättert, bemerkt ihr, dass offensichtlich einige Seiten aus dem Buch herausgerissen wurden.



H

eut morgen machen wir uns auf um den schmalen und gefährlichen Gebirgspfad entlang zu wandern und zur Höhle von Hakanka Makaka zu kommen. Hoffentlich ist es auch diejenige, welche wir suchen, wo der Geisterbeschwörer seine Enklave hatte. Brumbordil wird uns noch bis zur Grenze des Trollterritoriums begleiten, doch weiter scheint sich hier keiner zu trauen.

...

Puh, geschafft, nach großen Schwierigkeiten, aber immerhin, wir sind drüben;

aber von vorn:

Nachdem wir eine ganze Weile gewandert waren, sind wir an eine Schlucht gekommen, welche etwa anderthalb Orklängen breit war. Ich versuchte rüberzuspringen stolperte aber rutschte den Abhang zu meiner Rechten hinunter. Zum Glück hatten mich die andern festgehalten, das bremste meine Rutschpartie, doch Hangol wurde vom Schwung mitgerissen und rutschte mir kopfüber mit den Armen nach vorn hinterher. Da hatten wir die Misere, wir beide waren etwa 300 Ellen unter dem Pfad und Hangol hatte sich die Unterarme komplett blutig geschürft und jammerte vor Schmerz. Zu Glück war der stärkste von uns, Jim, noch oben und so zog er uns wieder nach oben. Wir waren erschöpft, zum Teil angeschlagen und noch keinen Schritt weiter. Hangol legte sich hin um ein wenig auszuruhen und war recht bald eingenickt, während Jim ein wenig von dem Fleisch, welches uns die Trolle mitgegeben hatten aß. Plötzlich spürte ich, dass wir beobachtet wurden und sah mich um und tatsächlich! gegenüber auf der anderen Seite der Schlucht schaute ein Wolf mit gierigen Augen zu uns herüber. Ich sprang auf und zog mein Schwert, da war er schon auf meine Seite gesprungen und griff mich an. Dann war auf einmal alles durch dichten Rauch verdeckt und ich sah nur noch Schemen, doch der Wolf biss mich ins Bein. Ich fluchte, schlug auf die Schatten ein und brüllte nach Jim. Ich muss den Wolf wohl einige Male getroffen haben, bevor ich bewusstlos wurde, doch töten konnte ich ihn nicht.

Als ich wieder erwachte, lag ich neben Hangol. Es war Anfang des Abends und neben mir auf dem schmalen Pfad war eine riesige Blutlache und ich sah Jim, wie er mit dem Blut seltsame Zeichen an die Wand malte. Einen Kreis mit vier Vierecken darunter und darunter nocheinmal vier Vierecke un dass immer wieder. Ich sprach ihn an, aber er antwortete nicht, er schien in einer Art Trance! Ich satnd auf und spürte einen Schmerz im Bein. Der Wolf hatte mich gebissen, jedoch hatte jemand -wohl Jim- die Wunde verbunden, auch im Schulterteil meiner Rüstung waren deutliche Bissspuren erkennbar und es steckte sogar noch ein Wolfszahn darin. Mühsam kam ich auf die Beine. ich schrie Jim an, er solle wieder zur Besinnung kommen. Und plötzlich drehte er sich benommen zu mir um und sagte, dass er sich freue mich wieder auf den Beinen zu sehen. Er muss in dieser Nacht völlig durchgedreht sein, ich hoffe das sowas nicht wieder vorkommt. Er stritt jedoch alles ab, er habe nur den Wolf getötet und danach in die Schlucht geworfen, damit er nicht hier verwese -schade um das schöne Fell- und auch die seltsamen Malereien seien nicht von ihm, sondern vorher schon da gewesen. Er war unbelehrbar aber ich zu müde und ausgelaugt und daher beschlossen wir, das er noch ein Weilchen wache halten solle um mich dann später zu wecken. In der Tat war es aber Hangol, der mich weckte, während Jim sich einfach neben mir in den Schlafsack fallen ließ. Ich hab mich mit ihm ganz nett unterhalten und ihm erzählt, was passiert war, da er nichts mitbekommen hatte und ein wenig verwundert war, auch über Jims Seltsamkeit haben wir uns unterhalten und danach hab ich ihm die Geschichte von Valvidius erzählt. Er hat immer wieder gesagt, dass er abbrechen will, doch ich konnte ihn (später mit Jims Hilfe davon überzeugen, weiterzuziehen. Irgendwann war dann der Morgen da und Jim zog aus um einen Baumstamm zu finden, aber das ist alles nicht so wichtig, letztendlich sind wir gegen Mittag über Schlucht gekommen, in dem wir zuerst Hangol langsam am Seil nach vorn ließen, bis er gerade so mit den Armen die ander Seite fassen konnte und sich dann daran flink und geschickt hochzog. Dann hatten wir das Seil auch drüben und schafften die Rucksäcke herüber, dann mit einigen Komplkationen mich, nach dem selben Prinzip und Jim versuchte nocheinmal einen Sprung und auch dies gelang ihm. Nach kurzer Rast setzten wir den Marsch fort und kamen gegen Abend hier an. Es ist ein nettes lauschiges Plätzchen. Ein Bergsee in einem hübschen, von Bergen umgebenen Tal. Wir haben das Zelt der Trolle aufgebaut und beschlossen erstmal einen Tag auszuruhen um den Wunden Möglichkeit zur Heilung zu geben. Jim ist ein wenig die Gegend erkunden gegangen und Hangol und ich werden uns wohl die Zeit einwenig zusammen vertreiben.



Viel ist geschehen seit meinem letzten Eintrag, Geschehnisse, die mich davon abhielten zu schreiben. Ich bin mittlerweile wieder bei den Trollen angekommen und Hangol und Jim sind schon in Richtung Eidolon aufgebrochen. Doch endlich finde ich wieder die Ruhe und Zeit zum Schreiben, auch wenn der Umstand nicht der erfreulichste ist. - Doch ich sollte versuchen die Dinge in der richtigen Reinfolge zu berichten:

Als wir den folgenden Morgen aufwachten, hatte es ein wenig geschneit, was uns aber nicht weiter störte, wir packten zusammen und machten uns auf den Weg. Wir wussten nicht genau wohin wir uns wenden sollten, aber Jim hatte am gestrigen Abend einen Pfad entdeckt und ein seltsamen Skelett, vermutlich ein Trolljunges. Wir vermuteten das wohl dieses traurige Omen ein Wegweiser für uns war und orientierten uns also in diese Richtung. Nachdem wir das Skelett hinter uns gelassen hatten wurde die Stimmung nach und nach immer trostloser, ein kalter Wind wehte und plötzlich waren überall Krähen. Außerdem bemerkten wir nach und nach immer mehr Tierkadaver und schließlich einen großen Uhu, der auf einem knorrigen Baum ohne Blätter saß und uns beobachtete. Wir vermuteten einen bösen Geist und gingen mit gezogenen Schwertern auf ihn zu, doch er flog davon, bevor wir ihn erreichten.
Als wir über den nächsten Bergkamm kamen, sahen wir sie: die Höhle der schwarzen Bärin. Nicht das es zu diesem zeitpunkt schon erwiesen war, doch bald sollte sich unsere Vermutung als richtig herausstellen. Die Höhle lag tief in einer Senke und von ihr ging ein dunkles Gefühl der Bedrohung aus. Zuerst trauten wir uns nicht hinein, doch ich nahm eine Laterne aus meinem Rucksack und entzündete sie. Dann betraten Jim und ich die Höhle und auch Hangol, der sich als erstaunlich furchthaft erwies, kam schließlich nach.
Langsam stießen wir weiter ins Höhleninnerer vor. Die Dunkelheit war selbst für mich wie ein dunkler Schleier, gleichsam ein Widerstand gegen den man angehen musste. Mir läuft jetzt noch ein kalter Schauer über den Rücken.
Und aus diesem Dunkel erhob sich auf einmal vor uns das gräßliche Monster, die dämonische Bewohnerin dieser Höhle, Hakanka Makaka. Es war ein furchteinflößender Anblick, wie im Schein der Lampe die gut zehn bis elf Ellen große Bärin uns aus mordlüsternen roten Augen anblitzte, dann einen Markerschütternden Schrei ausstieß und mit einen riesigen Satz auf mich zugesprungen kam.
Eigentlich kann es Hangol niemand verübeln, dass er vor Angst erbleichte und sich wimmernd an die Höhlenwand presste. Doch Jim und ich stellten uns dem Kampf, die Bärin brüllte und schlug mit ihren schweren Pranken zu, doch ich kämpfte voll Tapferkeit, in der rechten Hand das Schwert und in der linken die Laterne haltend, und fügte ihr einige Treffer zu. Als ich grade wieder mein Schwert tief in ihre rechte Flanke geschlagen hatte erwischte sie mich jedoch mit einem weiten Hieb und ich wurde gegen die Höhlenwand geschleudert, dabei habe ich mir wohl eine Rippe gebrochen. Die Laterne flog gegen die Wand und zerschellte, zurück blieb nur noch eine kurz brennende Pfütze, doch Jim sprang in diesem Moment vor und versetzte der Bärin den Todesstoß. Sie brach brüllend zusammen und auch Hangol schien wieder zu Sinnen gekommen zu sein. Ich konnte mich jedoch kaum bewegen, da mich die Wucht des Schlages ziemlich mitgenommen hatte und so mussten diese beiden halbblinden Menschen in der Dunkelheit den weiteren Weg suchen, welchen ich schon längst gesehen hatte. Sie tasteten sich an der Wand entlang, stolperten über Knochen und Gebeine und fanden schließlich einen Gang. Nach einer Weile kehrten sie zu mir zurück, natürlich nicht ohne mich dabei auch noch halb über den Haufen zu rennen. Sie erklärten mir, dass dort eine durchsichtige schimmernde Barriere sei, welche sie nicht durchdringen könnten. Sie hoben mich auf und brachten mich dorthin. Wie ich mir schon gedacht hatte, handelte es sich um wahre Luft, wie in Gorgas Höhle. Ich nahm meine Knochenkette aus dem Rucksack und führte das Ritual durch. Es gelang mir nicht gleich, doch nachdem ich mich etwas beruhigt hatte versuchte ich es erneut, befreite mich von allem Schlechten und Bösen was in Verbindung mit mir stand und schritt durch die Barriere. Auch Hangol folgte und zu meinem Verwundern auch Jim, wobei ich von Anfang an der Meinung war, dass es nicht gut für ihn sein könne und das sollte sich später auch zeigen.

Wir betraten eine kleine geräumige Zelle, welche immernoch in völliger Dunkelheit lag. Doch dann matrialisierte sich vor uns plötzlich eine durchschimmernde Gestalt.
Es stellte sich heraus, dass wir tatsächlich in der Höhle des alten Geisterbeschwörers angekommen waren. Unser Gegenüber allerdings war nur sein alter Hausgeist, der nach dem Tod seines Meisters aus Treue an diesem Ort geblieben war und die hinterbliebenen Sachen des Meisters pflegte. Durch eine Handbewegung entzündete er einige blauleuchtende Geisterlichter, die den raum nun ein wenig mehr erleuchteten. An einem Tisch in der Mitte des Raumes saß immer noch das Skelett des alten Geisterbeschwörers, die Hand um einen braunen Becher aus seltsamem Material erstarrt. Ansonsten war nicht viel Einrichtung zu sehen. Ein seltsamer Kreis aus Knochen in der einen Ecke, eine kleine Kochstelle und mehrere Stapel mit Manuskripten. Dieser Mann mus sehr weise und reich gewesen sein, dass er so viele Schriften erschaffen und besessen hat. Es bestand kein Problem mit Hilfe des Hausgeistes das Tagebuch ausfindig zu machen und er bat uns sogar es mitzunehmen, da dies der Wunsch seines Meisters gewesen wäre, Gleichzeitig jedoch warnte er uns irgendetwass anderes von den Schriften mitzunehemen und drohte gar damit uns zu verfluchen. Das war natürlich weniger erfreulich, denn ich hatte schon daran gedacht Murbur Kordan mit ein wenig Zusatzmaterial zu erfreuen. Wie auch immer. Wir hielten uns noch eine ganze Weile an diesem Ort auf, an dem sich besonders Jim merkwürdig wohl zu fühlen schien. Es schien beinah als wollte er gar nicht wieder weg. Wir mussten ihn zum Ende hin gar drängen. Es muss wohl etwas mit dem Ritual der Reinigung und dem Schild aus elementarer Luft zu tun haben, denn als wir wieder heraustraten war mir als würde das Gewicht der ganzen Welt mit einmal auf meine Schultern fallen. Meine Schmerzen kehrten schlagartig wieder und mir wurde klar, dass ich sie vorher ganz und gar vergessen hatte. Doch am schlimmsten erging es Jim, der vollkommen zusammenbrach und seltsame Sachen murmelnd sich auf dem Boden wand und mit den Augen rollte. Ich konnte leider nichts tun denn meine Schmerzen übermannten mich in diesem Augenblick und ich muss wohl in Ohnmacht gefallen sein. Aber irgendwie scheint es Hangol geschafft zu haben uns schließlich beide wieder aus der Höhle zu bekommen, ein kleiner Ausgleich für seinen Zusammenbruch beim Anblick der Bärin. Als ich wieder erwachte war Jim scheinbar wieder bei vollen Kräften, oder zumindest nicht weiter angeschlagen, aber sehr still. Er hatte die Bärin aus der Höhle geholt und ihr das Fell abgezogen. Wir entzündeten ein kleines Feuer und probierten das Bärenfleisch, doch es schmeckte bitter und hatte keinerlei Nährwert, sodass wir bei unserem Trockenprviant blieben, dessen letzte Reste wir allerdings in diesem Zuge aufbrauchten. Wie genau wir wieder zurückkehrten weiß ich nicht. Die beiden Menschen legten mich, da ich nun durch meine Beinverletzung und den Schlag der Bärin für den Rückmarsch zu angeschlagen war, auf das Fell und der kräftige Jim hat mich wohl den größten Teil der Strecke gezogen. Jeder von uns wollte nur noch weg von hier. Es war, als ob uns ein dunkles Grauen verfolgte. Ich fing auf dem Weg an zu fiebern und dämmerte immer wieder weg, daher weiß ich nicht wie wir erneut über die Schlucht kamen.
Kurz vor dem Dorf der Trolle erwachte ich allerdings wieder und ein Teil meiner Kräfte war zurückgekehrt, nur um zu bemerken, dass Hangol die seinen gerade verlassen hatten. Die beiden Menschen schienen ohne Rast den ganzen Tag und die ganze Nacht marschiert zu sein und nun da es wieder tagte, barch Hangol mitten im Gehen zusammen. Auch Jim sagte er müsste nun eine Rast machen, da auch er völlig am Ende sei. Doch da ich wusste, dass wir keinen Proviant merh hatten beschloss ich, als Jim kurz darauf eingeschlafen war, mich die letzte Strecke bis zum Dorf zu schleppen um dort Hilfe zu holen. Nach einem zermürbenden Marsch von etwa einer halben Stunde kam ich im Dorf an und berichtete außer Atem von den beiden anderen. Dann brachte man mich hier in ein Höhle, wo ich dann auch bald einschlief.
Vor zwei Tagen bin ich dann wieder erwacht. Man sagt mir ich hätte wohl drei Tage lang geschlafen. Meine Wunden sind behandelt und ich fühle mich nun etwas besser. Jim und Hangol sind nach Eidolon aufgebrochen, doch haben sie versprochen wieder zurück zu kehren.
An dieser Stelle endet die Erzählung von Hakanka Makaka und eine neue beginnt. Ich bin schon sehr gespannt, was mich als nächstes erwartet. Morgen hab ich das erste Mal wieder die Gelegenheit mit Gorga zu reden.


Wenn ihr weiter blättert kommt ihr zu dem Kapitel Trollgesang.





J

eder mit 50 Silbermünzen mehr im Gepäck, starteten wir die Reise nachts und sehr spontan. Im Nachhinein, hätte ich doch lieber auf den Morgen gewartet, sowieso, wollte ich noch ein wenig in der Stadt bleiben, um dann das nächste Luftschiff Richtung Kratas zu nehmen. Ausserdem macht mich diese Entführung von der Elfin noch ein wenig traurig oder wütend? Ich konnte nichts tun und jetzt bin ich zu weit weg um irgendwas zu tun und sowieso viel zu unwissend darüber.

Kommen wir wieder zum Punkt. Nach dem Aufbruch von Eidolon reisten wir in die bekannte Richtung Axalekso. Unsere Gruppe besteht nun aus Jim, der sehr still ist aber es ziemlich eilig zu haben scheint, Malak und dem dunkelhäutigen Elfen Candurien, der sich scheinbar entschlossen hat etwas länger bei uns zu bleiben - allerdings schätze ich, dass das nichts mit meiner Person zu tun hat. 4 Tage dauerte die Wanderung und als wir ankamen, gab es nicht einmal Probleme mit den Passierscheinen, sonst war da doch immer etwas nicht richtig. Zum Glück hatte Jim einen für zwei Personen und unser Neuling Candurien wurde als der Zweite akzeptiert. Eingekehrt sind wir natürlich bei Borbol Grunzbauch, im zerbrochenen Hauer. Dem gehts auch immer schlechter. Keine Kundschaft mehr der arme, irgendso ein T'Skrang hat ihm seine letzte Kundschaft weggeschnappt. Doch das ist eine andere Geschichte.

Morgen werden wir uns von hier aus auf den Weg machen. Borbol hat uns ein paar lange Bretter verkauft - Skier, nennt man die, da hier überall tiefster Schnee liegt. Außerdem ist der Pass über die Tylonberge zugeschneit, wir müssen also dieses mächtige Gebirge umgehen. Borbol meinte, dass man mit diesen Skiern deutlich schneller vorankommt. Ich hoffe sehr, dass dem so ist, weil Jim ist verdammt ungemütlich in letzter Zeit und ich denke, je schneller wir ankommen desto besser! Natürlich kann keiner von uns Skifahren. Aber dafür gibt uns Borbol seine aufgedrehte Tochter Kerdeela mit, die wird uns bis zur Grenze des Einflussbereichs der Ishkarat begleiten, weiter darf sie allerdings nicht mitkommen. Leider gab es für Malak keine Ski, aber wir haben beschlossen ihn auf einem Schlitten hinterherzuziehen, zusammen mit Teilen des Gepäcks. Ich weiß noch nicht wann ich das nächste mal zum Schreiben kommen werde, daher ziehe ich hier ersteinmal einen Schlussstrich.



Nun sitze ich hier in einer alten Hausruine bei den Zerstörten Türmen, bis Daiche ist es nicht mehr weit. Seit meinem letzten Eintrag sind wohl etwa 15 Tage vergangen. Viel mehr als Gewaltmarsch auf Skiern ist nicht geschehen, abgesehen von einem Höhlentrollzwischenfall und ein paar Streitigkeiten zwischendurch. Aber ich werde versuchen da weiterzumachen wo ich aufhörte:
Wir brachen also den nächsten Tag auf und nach einigen Stürzen gewöhnten wir uns nach und nach an die neue Fortbewegungsart und kamen immer schneller voran. Mittlerweile würde ich sagen sind wir alle ganz passable Skifahrer und ich bin glücklich, dass wir so dank Borbol deutlich schneller unser Ziel erreichen werden. Doch ich schweife schon wieder ab. Der Zwischenfall mit den Höhlentrollen ereignete sich soweit ich mich erinnere am zweiten oder dritten Tag unserer Wanderung, wir waren kurz davor das Gebiet der Ishkarat zu verlassen und Kerdeela hatte sich scheinbar ein wenig Fieber eingefangen. Plötzlich hörten wir ein seltsames Grummeln und aus dem etwas ansteigenden waldigen Gelände zu unserer Rechten brach ein riesiges Ungetüm und schwang seine mächtige Keule. Bevor es sich jedoch versah hatten Jim und Candurien es auch schon ins Reich der Passionen geschickt. Doch in seinem letzten Atemzug stieß das stinkende Etwas noch ein tiefen Ruf aus. Da wir fürchteten, dass dadurch noch andere seiner Art alamiert worden waren, schnallten wir uns die Skier ab und Jim und Candurien machten sich auf um die Gegend zu erkunden, während Malak und ich bei Kerdeela blieben. Kurze Zeit später hörte ich Kampfgeräusche und wir drei eilten ihnen hinterher und kamen zu einem großen Höhleneingang. Mensch und Elf hatten gerade einen weiteren Höhlentroll niedergestreckt und Candurien konnte nicht davon lassen einen Blick in die Höhle zu werfen, obwohl Jim uns drängte weiterzureisen, da wohl kaum noch weitere Wächter zu vermuten seien.
Es kam also wie es kommen musste, Candurien schlich vorerst leise in die Höhle hinein, doch kam schon wenige Momente später schreiend wieder herausgerannt, verfolgt von vier weiteren Höhlentrollen. Durch unsere strategisch günstige Lage am höhleneingang hatten wir das Glück es zu fünft immer nur mit jeweils 2 Trollen aufnehmen zu müssen, dennoch war es ein langer und zermürbender Kampf aus dem Jim, Candurien und ich einige, zum Glück nicht weiter schlimmere verletzungen zogen. Danach folgten wir nun endlich Jims Vorschlag und machten uns so schnell wie möglich aus dem Staub. Als wir an die Grenze kamen bat uns Kerdeela sie mitzunehmen und obwohl ich sie allzusehr verstehen kann, dass das Leben hier nichts für eine junge lebensfrohe Orkin wie sie ist, mussten wir sie an an der Grenze zurücklassen. Sie wäre einfach eine zu große Belastung gewesen und Jim war schon gereizt genug. Außerdem konnten wir das Borbol nicht antun, der den ganzen Schaden tragen würde, wir hatten ihm ja auch versprochen sie wieder zurück zu schicken und schlussendlich war sie schon zeimlich schwach und fiebrig von unserem kräfteraubenden Marsch.
Wir vier kehrten nun also dem Gebiet der Ishkarat den Rücken und machten uns auf den Weg nach Südosten, die hohen Berge des Tylongebirges immer zu unserer Rechten.
Nach wenigen Tagen allerdings sollte unsere Gesellschaft schon auf die Zerreißprobe gestellt werden. Candurien hatte sich wohl bei Kerdeela angsteckt oder aber auf Grund von Kälte, wenig Schlaf und langen Tagesmärschen sich eine Krankheit zugezogen, jedenfalls war auch er etwa 2 Tage, nachdem wir Ishkarat hinter uns gelassen hatten, fiebrig und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Ich pledierte für eine längere Rast, was Jim aber nicht hören wollte. Wir bekamen uns ein wenig in die Haare und schließlich entschloss sich Jim auf eigene Faust weiter zu fahren, damit er nicht mehr durch uns aufgehalten würde. Ich war sehr entrüstet, doch verzeihe ich ihm. Er muss irgendetwas wissen, was ihm sehr zu schaffen macht. Etwas, dass ihn so sehr in Eile versetzt, als würden er von einer Horde Dämonen gejagt. Wenn er es uns doch nur sagen würde. Wir drei zurückgebliebenen berieten kurz und kamen zu dem Entschluss, dass Malak Jim einholen solle um ihn zu begleiten und auf ihn aufzupassen. Ich erklärte mich bereit mich um Candurien zu kümmern. Diese selbstlose Aktion scheint ihn wohl etwas für mich eingenommen zu haben. Seitdem ist er sehr viel netter zu mir. Wir zwei machten also eine längere Rast und brachen erst am nächsten Morgen auf um den Spuren der beiden anderen zu folgen. Wie ich vermutet hatte, waren Canduriens Kräfte durch eine doppelte Portion Schlaf wieder in seine Körper zurückgekehrt und er war nun wie versessen darauf die anderen beiden wieder einzuholen. Die nächsten Tage bestanden daher nur aus einem kurzen Frühstück, langen Märschen mit Wegzehrung beim Laufen und einer kurzen Ruhe zur Nacht. Tatsächlich gelang es uns dadurch Jim und Malak kurz vor den Zerstörten Türmen wieder einzuholen. Und nun rasten wir hier alle zusammen ein letztes Mal bevor wir nach Daiche und von dort nach Kratas aufbrechen werden. Ich hoffe, dass Jim dort endlich enthüllen wird was wir eigentlich vorhaben.



E

s muss kurz vor Mitternacht gewesen sein, als ich wieder geweckt wurde. Jim meinte es gäbe Schwierigkeiten mit Logart und seinen Schlägern und wir müssten so früh wie möglich aufbrechen.

Also packten wir alle das Nötigste ein und den Rest ließen wir, in der Stadt der Diebe, um es deutlich zu machen, dort einfach liegen. Mir war schon ein wenig mulmig, aber was solls.

Es waren nur ein paar Schritte von unserem Haus aus bis zu dem Brunnen.

Jim fing sofort an die Bretter, die auf den Brunnenrand genagelt waren, mit einem Kurzschwert runterzureißen und Candurien holte eine Eisenstande heraus und gemeinsam mit ihm, brachen wir die restlichen Bretter herunter.

Beim hineinschauen, sahen wir nur finstere Finsternis.

Malak nahm ein kleines Steinchen und warf es hinein. Es muss mehrfach von den Wänden abgeprallt sein, bis es endlich unten ankam. Es hörte sich nach einem Wasseraufprall an und der Brunnen musste sehr tief sein.

Dem Windling war der tiefe Brunnen eine Quelle der Angst oder jedenfalls weigerte er sich strickt hineinzufliegen und mit seinem Lichtquarz den Weg zu leuchten, auch nach mehrfachem Zureden meinerseits wich er nicht von meiner Schulter.

Dem schon älterem Brunnenseil nicht trauend, banden wir Canduriens etwa 10 Ellen langes Seil an die Seilwinde und Jim kletterte in die Tiefe. Wir sahen wie er versuchte sich an die Wand zu schwingen und hörten kurz danach seinen Aufprall im Wasser. Er musste wie der Kieselstein von Malak tief gefallen sein. Den Passionen sei Dank, hörten wir kurz darauf seine Stimme den Brunnen heraufhallen. Während wir uns mit ihm über seine Unversehrtheit und das Problem wie er da wieder rauskommen könnte unterhielten, folgte schon das nächste unerwartete Ereignis. Loggarts Leute, Krupp und Klopp waren hinter uns getreten und boten uns ein Seil an. Aus dem Haufen von Seil, den einer der Beiden trug, war schon erkennbar, dass es sich um ein sehr, sehr langes Seil handeln musste.

Candurien übernahm das Kommando und sorgte etwas ruppig dafür, dass die Beiden das Seil an die Seilwinde anbrachten und es in den Brunnen hinabließen. Neuen Mut fassend flog Malak den Brunnen hinab zu Jim. Dabei zeigte sich uns ein fantastisches Lichtspiel seines Lichtquarz, bei dem sich der Schein auf den runden Wänden des Brunnens widerspiegelte und der Kreis sich umso tiefer Malak war verkleinerte.

Was sich daunten abspielte weiß ich bis jetzt nicht und wir haben mit Loggarts Leuten sicher ein ganzes Weilchen daoben gewartet. Irgendwann aber ließen sich von unten Klopf- und Schlaggeräusche vernehmen und Jim und Malak teilten uns mit, dass sie wohl einen Hinweis auf einen Geheimgang entdeckt hätten und nur noch rätselten, wie man ihn wohl öffne.

Getrieben von einer offensichtlichen Ungeduld kletterte nun einer der beiden Totenkopfträger am Seil hinunter um die Sache etwas zu beschleunigen. Candurien sah wohl seine Chance gekommen um zumindest einen der ungebetenen Gäste zu beseitigen (was auch immer bei Loggart vorgefallen war, es muss sein allerstärkstes Misstrauen erregt haben). Er schlich sich von hinten an ihn heran, holte mit seinem Schwert aus ... und ritzte ihn dann ein wenig am Nacken, da er sich offensichtlich ein wenig verschätzt hatte. Der Schläger, ich glaube es war Krupp, drehte sich um und zog ein Kurzschwert unter seinem schwarzen Umhang hervor, womit er Candurien einen schweren Schlag am Bein versetzte. Ich sah mich genötigt einzugreifen und gemeinsam erledigten wir ihn schnell und auch recht lautlos.

Als wir unsere Aufmerksamkeit wieder dem Brunnen zuwandten, war der Schein von Malaks Lichtquarz verschwunden, doch wir hörten die Stimmen von Jim und dem Windling - sie hatten den geheimen Zugang wohl entdeckt. Candurien kam auf die famose Idee, den toten Schädelmann "abstürzen" zu lassen um peinliche Fragen vorerst zu vermeiden, vielleicht konnte uns sein Komplize ja noch zu etwas nützen. der Tod seines Kameraden schien ihn zumindest nicht sonderlich mitzunehemen.

Ich machte mich also daran in die tiefe Schwärze des Brunnens hinabzusteigen und verließ mich hierbei nur auf mein Gehör, da wie gesagt der Lichtschimmer nicht mehr sichtbar war. Jedoch, als ich Malaks Stimme direkt vor mir hörte war dort nur eine Wand. Ich berührte sie und stellte fest, dass sie definitiv aus solidem Stein bestand. Diese Ansicht änderte sich jedoch als plötzlich eine Windlingshand aus der Mauer mir entgegen kam. Ich fasste sie und mit dem Gedanken, dass diese Wand auf keinen Fall wirklich sein könne betrat ich einen Gang, welcher wagerecht in den Stein gehauen schien - die Wand war verschwunden. Ähnlich wie ich erreichte nach mir Candurien den vorläufigen Ausgangspunkt unserer Expedition ins Ungewisse.

Wir befanden uns in einem dunklen steinernen Gang dessen Decke mir ein wenig zu niedrig war, sodass ich mich leicht bücken musste. Ich entzündete eine Fackel und Candurien folgte meinem Beispiel als wir uns auf den Weg machten. Jim eilte voran und ich folgte ihm während Candurien den Totenschädelmann im Auge behielt und die Nachhut bildete. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir recht schnell eine Abzweigung. Mir viel auf, das Malak, der neben Jim lief, mit einem Stück Kreide unseren Weg makierte. Ich bewog die anderen vorerst den linken Gang zu erkunden. Nach einer halben Stunde kamen wir allerdings wieder zurück, da wir dort nur auf eine verschlossene Tür getroffen waren, welche unseren Öffnungsanstrengungen nicht nachgab. Wir folgten nun also dem rechten Gang und dieser erweiterte sich bald darauf zu einer kleinen Höhle. Mitten in der Höhle stand jemand. Oder etwas. Oder auch zwei. Ich erkannte jedoch beim näherkommen, dass es sich um eine grässliche Statue handelte. Ein Mann, welcher schreiend versuchte zum Gang zu rennen, seine starr stehenbleibende Haut bei diesem Versuch jedoch offenbar zurückließ. Ein Schauder fuhr über meinen Rücken und ich wagte kaum weiter hin zusehen.

Bis auf diese Schauderfigur war jedoch dieser Gang offenbar noch mehr eine Sackgasse als der letzte. Nirgends ein Anzeichen, dass es weiter ging. Und dann fing Jim auch noch an verrückt zu spielen. Wie in Trance näherte er sich der Statue und berührte sie. Mit einem Schrei schreckte er zurück. Candurien sprach ihn an, doch er reagierte gar nicht. Dann fing er an mit einer unsichtbaren Person zu sprechen. Ich glaube mich zu erinnern, dass er mehrmals Vater sagte. Nach zehn Minuten war der Spuk wieder vorbei und Jim wieder gedanklich halbwegs bei uns. Der Knochenmann fragte ob Jim mit dem Dämon gesprochen habe (woher auch immer er diese Information bezog), was Jim bejate. So langsam dämmerte es mir worauf diese Expedition hinausleif, aber wir waren schon zu weit und meine Neugier zu groß, als das ich jetzt an Umkehr denken konnte.

Jim faselte irgendwas davon, das wir nun "Sein" Reich betreten würden und das es hier irgendwo tiefer gehen müsse. Tatsächlich bückte er sich kurze Zeit später zwischen zwei Stalagmiten und rief uns zu sich. Auf dem Boden gewahrte ich ein merkwürdiges Zeichen. Ein Kreis mit vier Vierecken, die sich an ihn anschmiegten und darunter wieder vier Vierecke. Jim ritzte sich in den Finger und zeichnete mit seinem Blut das Symbol nach. Wie auch immer er darauf gekommen war, es half. Der Boden unter meinen Füßen bebte und begann dann sich langsam und stetig abwärts zu bewegen.

Wie lange wir abwärts fuhren? Ich weiß es nicht. Es kam mir jedenfalls we eine Ewigkeit vor, in der wir schweigend tiefer und tiefer einen unbekannten Schacht hinunterfuhren. Aus Langeweile und um den Knochenmann ein wenig zu verunsichern und einzuschüchtern wandte ich mein Talent Magische Maske an und nahm Canduriens Gestalt an, was diesen ein wenig irriterte, er sagte jedoch weiter nichts dazu. Endlich durchbrachen wir die Decke eines weiteren unterirdischen Gewölbes und die Steinplatte rastete kurz später im Boden ein. Der Raum war über und über mit Stalagmiten und Stalagtiten gefüllt, jedoch wie der erste nicht besonders groß und vor allem komplett in sich abgeschlossen. Sah ganz so aus als ob wir schon wieder aufs genauste suchen müssten um den weiteren Weg zu finden, falls es einen solchen überhaupt gab. Also verteilten wir uns und durchsuchten die Höhle. Candurien und ich waren ja durch unsere Nachtsicht ein wenig im Vorteil und so ist es nicht verwunderlich, dass wir recht schnell einen Stalagmiten fanden, welcher sich von den anderen ein wenig unterschied und förmlich nach "Drück mich, ich öffne die Geheimtür" schrie. Jim kam auch sofort angerannt und stemmte sich dagegen. Und tatsächlich! Zu unserer Linken schob sich eine Steinwand beiseite und ließ uns in den nächsten Gang ein.

Zu allem Unglück musste nun dieser Gang auch wieder zu niedrig für mich sein, also wieder das vefluchte Bücken! Außerdem war der Gang über und über gefüllt mit seltsamen Ornamenten, oder Ketten, welche von der Decke hingen und alle dieses seltsame Symbol mit dem Kreis und den Vierecken darstellten. Ungeachtet dessen eilte Jim in den Gang hinein. Er schien von einer seltsamen inneren Unruhe - oder sollte ich vielleicht Kraft sagen? - getrieben. Als er etwa zehn Schitte gegangen war pendelte plötzlich etwas in den Gang und schleuderte ihn zu Seite. Als es danach auspendelte erkannte ich eine Menschenhaut, welche auf einen eisernen Rahmen gespannt war, der mit Stahlspitzen übersäht war. Jim rieb sich die Seite, murrte aber nur als wir uns nach seinem Befinden erkundigten und setzte den Weg fort. Was auch immer dieses Pendel ausgelöst hatte, es hatte auch eine weitere Felswand in Bewegung gesetzt und somit den weiteren Weg geebnet. Wir betraten erneut eine Höhle. An deren Ende ein einziger Stalagmit stand und welche zu Abwechslung gleich zwei mögliche Ausgänge bot. Einen schräglinks vor mir und einen weiteren direkt über unseren Köpfen. Wir konnten Jim dazu überreden kurz zu verschnaufen. Seiner Verletzung von eben wegen und vor allem um zu beraten wie wir weiter vorzugehen gedachten.

Malak nahm auf Jims Bitte noch einmal all seinen Mut zusammen und flog in das Loch in der Decke hinein. Nur wenige Sekunden später raste er im Sturzflug wiederherab und verschwand hinter dem Stalagmit. Ich musste ihm einige Zeit gut zureden, bevor er seine Erdverschmelzung auflöste und, von lebenden Toten stammelnd, wieder zu den Anderen trat. Loggarts Mann schien aufzuhorchen und äußerte sofort die Annahme, dass es sich sicherlich um Kadavermenschen, oder ähnlich Konstrukte handele. Darauf schien Candurien nur gewartet zu haben. Sein Schwert zischte durch die Luft und die Spitze verharrte nur Millimeter entfernt von der Kehle des Totenkopfträgers. Er verlangte in kühlem Befehlstonfall, dass dieser sofort Auskunft geben solle, was er noch so alles wisse, sollte ihm sein Leben lieb sein. Ich trat schnell hinzu. Und so sah sich Loggarts Scherge nun zwei böse blickenden schwarzhäutigen Elfen mit blitzenden roten Augen und scharfen Schwertern gegenüber. Er packte aus. Wir erfuhren, dass Loggart von einem seiner Schüler die Information erhalten habe, dass und vor allem, was wir in dem Brunnen wollten. Warum er solch hohes Interesse an diesem Unternehmen hatte wollte der verängstigte Knochenmann uns jedoch immernoch nicht sagen. Wir beließen es jedoch vorerst dabei und begannen die Höhle nach etwaigen versteckten Schaltern abzusuchen, da Malak auch etwas von einer Vorrichtung erzählt hatte, die möglicherweise eine Strickleiter aus dem Loch in der Decke hinablassen könnte.

Candurien entdeckte, dass der Stalagmit wiedermal etwas sehr merkwürdige an sich hatte. Doch ich riet zu Vorsicht, nur um mich kurze Zeit später in einer Fallgrube wiederzufinden, welche mit nach oben ragenden Beinknochen gefüllt war - recht schmerzahft, aber ich kam zum Glück wieder recht schnell nach oben und auf die Beine. Daraufhin ließen wir das Loch Loch sein und betraten den anderen Gang.

Jim eilte wieder mit Malak und seinem Kreidestück voraus, gefolgt von uns zwei Canduriens, die wir nun einen sehr verstörten Totenschädleträger in die Mitte nahmen. Doch in diesem Unterirdischen Labyrinth gibt es kein Verschnaufen und keine Sekunde in der man unachtsam sein darf. Wir waren erst wenige Schritte gelaufen als von Vorn der Ruf kam: "DUCKEN!" und wir warfen uns schnell auf den Boden. Doch zu unserer Verwunderung passierte absolut nichts. Jim erklärte, nachdem wir uns wieder erhoben hatten, dass er auf eine Steinplatte getreten sei, welche daraufhin knirschend ein Stück tiefer gesackt war. Doch scheinbar hatte sie keine Falle ausgelöst. Oder eben doch und es handelte sich um etwas viel schlimmeres als eine einfache Fallgrube und wir würden die Auswirkungen erst später bemerken. Wir waren zumindest alarmiert und beschlossen Loggarts, ansonsten unnützen, Kerl ab sofort vorzuschicken.

Unsere Idee bewies sich als gut durchdacht, denn als sich der Gang das nächste mal zu einem größeren Raum wölbte und dieser Klopp hineintrat, loderte augenblicklich an der gegenüberliegenden Seite ein Feuerwand auf, welche den weiteren Weg versperrte. Was nun?? Vorerst testeten wir die Feuerwand auf ihre "Echtheit". Ich entzündete eine Fackel und diese fing auch an zu brennen, erlosch aber kurze Zeit später. Möglicherweise handelte es sich wirklich um eine Illusion, doch so sehr wir uns auch versuchten darauf zu konzentrieren, dass es kein Feuer gebe, die Wand blieb. Malak machte einen kurzen Versuch, trotz der Dämonenverunreinigung, in den Astralraum zu sehen um weitere Informationen zu erlangen und stellte eine Verbindung der Wand zur Mitte des Raumes (oder war es zu Klopp welcher dort stand) und von dort zu der seltsamen Steinplatte fest. Nach mehreren fruchtlosen Versuchen die Steinplatte wirder zu heben standen wir wieder genauso schlau da wie am Anfang. Und auf einmal erlosch die Feuerwand, jedoch nur um sich in der nächsten Sekunde, als Jim schon darauf zulief neu zu entzünden.

Wir waren mit unserem Sperethiel am Ende, da kam Candurien die grandiose Idee doch einmal Loggarts Knochenträger durch die Wand zu schicken. Bevor er etwas dazu sagen konnte, hatten wir ihn von hinten gepackt und durch die Feuerwand geschmissen. Er war nun verschwommen auf der anderen Seite zu sehen. Er erhob sich blieb kurz regungslos stehen - er schien nicht wirklich verletzt - schrie dann aber und sprang von allein wieder zurück. Er flog als ein brennendes Etwas wieder auf unsere Seite der Barriere, wo er bewusstlos liegenblieb, während die Flammen langsam wieder erloschen. Als wir ihn untersuchten zeigte er jedoch keine Verbrennungsspuren. Alles sehr merkwürdig. Und dennoch wollte keiner von uns den Versuch wagen hinüber zu gehen. Also setzten wir uns alle vor die Wand aus Feuer und warteten schweigend, vielleicht würde sie ja noch einmal erlöschen.

Nach etwa zehn Minuten des Schweigens geschah dies tatsächlich und Jim und Candurien sprangen sofort durch die freie Öffnung, während Malak und ich ersteinmal bei Klopp blieben, der jetzt wieder wach war, aber nichts mehr tat als wimmern.

Als ich nun jedoch aus dem Innern der nächsten Höhle ebenfalls Wimmern hörte, gingen Malak und ich auch hinein um dessen Ursprung zu ergründen. Es war gigantisch, gigantisch groß, gigantisch gräßlich, gigantisch grauenvoll. Die Höhle wölbte sich hoch über unseren Köpfen und erstreckte sich beinahe endlos. Wände und Decke des Horrorgewölbes waren mit Namensgeberhäuten behängt. Orkhäute, Menschenhäute Elfenhäute, Trollhäute, Zwergenhäute, T'skranghäute, ja sogar Windlings und Obsidianerhäute. Diesen Anblick werde ich meinen Lebtag nie mehr vergessen. Solch eine Grausamkeit konnte nur im Geist eines Dämonen entstehen. Von den Wänden und den Häuten ging ein warmes rotes Glühen aus, welches die gesammte Halle in ein unheimliches Licht tauchte und die riesige Statue in der Mitte bestrahlte. Dort stand er, die Bestie, welche offensichtlich Urheber dieser Schrecken ist. Ich mag es kaum zu beschreiben. Eine riesige Gestalt ohne Haut und ohne Gesicht. Nur ein riesiger Kiefer trumpft vor dem ovalen Kopf. Um die Hüften trägt sie einen breiten Gürtel an dem eine vielzahl von Häuten hängt und auf dessen Schnalle das Symbol des Kreises und der Vierecken zu erkennen ist. In seiner Rechten Hand hält der Dämon zwei Würfel.

Ich wandte meinen Blick von der imposanten und fürchterlichen Statue ab und gewahrte weiter hinten einen riesigen Altar aus schwarzem glatten Gestein und dahinter ein gigantisches Tor. Begann dahinter das wahre innere Reich des Dämonen? Wieder hörte ich das Wimmern und entdeckte nun Jim und Candurien. Der erstere lag gekrümmt auf dem Boden und heulte, während der andere steif und unbeweglich neben ihm stand. Was darauf passierte kann und will ich hier nicht schreiben.
Nur soviel: Wir hatten alle zusammen eine gemeinsame Vision, in der der Dämon mit uns sprach und uns schlimme Bilder zeigte. Außerdem erfuhren wir Jims wahren Namen: Marius[1]. Danach waren wir alle benommen und bis ins Mark erschreckt.

Zusammen mit Candurien zog ich Jim (oder Marius?) wieder auf die Beine, welcher einfach blind geradeaus starrte und nicht wirklich ansprechbar war, und traten den Rückweg an. Loggarts Scherge verriet in Folge eines weiteren Gesprächs mit Candurien die wahre Absicht seines Meisters durch einen Blick: Jims Leiche. Candurien trat ihn dafür, woraufhin die erbärmliche Kreatur verstarb. Wenigstens mussten wir ihn jetzt nicht mit nach oben schleppen. Wir machten uns also auf den Weg und gelangten ohne besondere Vorkommnisse wieder zur Höhle mit der Statue des Gehäuteten, wo Jim wieder anfing zu brabbeln und dann die Statue berührte. Danach war er wenigstens wieder ansprechbar und halbwegs bei uns. Als wir am Seil ankamen rutschte er jedoch wieder ab und viel nach unten, doch Candurien und ich kletterten nach oben und zogen ihn hoch. Danach schleppten wir uns ins Gasthaus Galgenseil und fielen totmüde ins Bett. Vorerst war dieses Abenteuer beendet.

[Anmerkung:] Ich hatte ja an einer früheren Stelle schon erwähnt, das Jim seinen Namen nur von Borbol erhalten hatte in Ermangelung eines besseren, auch hatte ihn Hangol und zum Teil auch Lapis und Malak bisher Hüter genannt und von den Trollen der Scolberge hatte er den Namen Komonjak Komgat erhalten. Doch nun wusste er endlich seinen wahren Namen, doch zu was für einen Preis. Ich weiß noch nicht, ob ich mich an diesen Namen gewöhnen werde, für mich ist und bleibt er eigentlich Jim, aber wir werden sehen was die Zeit ergibt.



Nach kurzer Flucht durch den Wald, wobei wir anscheinend mehrere Fallen auslösten, denen wir aber geschickt ausweichen konnte, gelangten wir an eine sehr gut befestigte Stadtmauer, welche in ihrem Inneren eine wohl reiche Handelsstadt beinhaltete. Obwohl von geschäftigem Treiben nie irgendwo etwas zu sehen war. Jedenfalls nicht für mich. Wir wurden ziemlich bald von den Wachen und ihrem Oberwachtmeister, einem Zwerg namens Galba, begrüßt. Anbei eine grobe Zeichnung:

Wir kamen als Abendteurer in ihrem Gasthaus bei einem sehr netten Wirt unter. Da einige von uns angeschlagen oder verletzt waren, vor allem Jim, besuchten wir den Garlenquestor. Wenn ich so darüber nachdenke, sind dies die beiden einzigen Personen, ausser der Stadtwache, die mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind, als ob dort gar keine anderen Namensgeber waren.

Die Stadt trägt übrigens den Namen Edom. Es errinert mich an das zwergische Wort Odem nur sind zwei Buchstaben vertauscht. Damit hat sie aber anscheinend nichts zu tun. Vielleicht werde ich ja mal in einer etwas größeren Bibliothek nach dieser Stadt oder ihrem Namen suchen.

Komischer Weise benehmen sich hier alle komisch, weil in der Nähe Orks sind. Gut, es sollen Orkbrenner sein, aber der Wachtmeister hat seine ganze Wachtruppe zusammengestellt, in Tag- und Nachtschicht eingeteilt und lässt sie vor dem Tor rumstehen. Anscheinend sind wir jetzt gefangen. Sie lassen uns nicht raus. Ich bin in die Wache eingetreten, für den Moment unseres Aufenthaltes. Für eine bessere Ausrüstung. Das ist schonmal gut. Für einen Kampf bin ich nun besser gerüstet, falls denn einer kommen sollte.

Hm, Malak, der das alles angezettelt hat, konnte ein kleines Mädchen aufgabeln. Sieht leicht heruntergekommen aus. Ich hoffe wir müssen sie nicht mit nehmen. Aber anscheinend mag sie mich nicht, owbohl ich sie auf ihrer Muttersprache ansprechen konnte. Haben denn hier alle etwas gegen Orks? Ich höre auch immer wieder abwegige Wort über meine Rasse von Jim und Candurien. Ich kann dazu leider nichts sagen, ich wurde von keinem Ork erzogen und habe auch nicht viel mit ihnen gelebt, eigentlich gar nicht. Könnte Zeit sein dem auch mal in einer großen Bibliothek auf den Grund zu gehen.

Nun, sie heißt Dané. So viel weiß ich schon einmal. Ein weiterer Tag bei der Wache verging, ohne dass etwas passiert ist. Die Langeweile kann man förmlich fühlen. Zusätzlich machen sich bei mir Kopfschmerzen und auch Schmerzen im Unterleib breit. Ich kann kaum richtig schlafen.

Diesmal wollte ich den Tag über im Gasthaus bleiben. Doch durch einen Zufall ist Malak jetzt im Gefängnis, ich weiß auch noch nicht alles, aber erst einmal das, was ich weiß. Candurien, Jim und ich saßen im Gasthaus, während Malak und Dané schon raus gegangen waren. Wir sollten kein Wasser mehr trinken, weil wir davon diese Kopfschmerzen etc. bekämen. Ich hatte Appetit auf Fleisch. Also aß ich nur von meinem Trockenfleisch, besser als... Möhren. Statt Wasser gab es dann Zwergenbier zum Frühstück. Vielleicht ja das beste. Jim bestellte sich etwas Hochprozentiges und war ganz schön angeheitert diesen Tag. Aus Langeweile versuchte ich ein wenig, was mir mein Meister beigebracht hatte, anzuwenden. Es gelang nicht und ich war ein wenig wütend darüber. Da sich Candurien und Jim wieder über mich lustig machten, musste ich meinen Ärger ein wenig Luft machen. Ich ging nach draußen vor die Gaststube und schnappte ein wenig frische Luft, als mir auffiel, dass am Ende der Straße, die geradewegs auf das Wachhaus zu führte, ein leichter Trubel herrschte. Ich rannte natürlich hin, vergas aber Candurien und Jim zu benachrichtigen.

Als ich näher kam, bemerkte ich gleich, dass eine Wache am Boden lag. Ich unterhielt mich mit einer der Wachen und durfte auch kurz zu Malak herunter. Anscheinend hatte man Malak gereizt oder er die Wachen und dadurch kam es zu einem Kampf. Seit wann ist unser Freund so gewaltätig. Nun ja, er meinte wohl dass er mit seiner Magie das Recht des Stärkeren ausnutzen sollte, ob das so gut ist und ob das überhaupt etwas hätte bringen können und dass er nicht darauf gepasst hat, was er dem Mädchen zeigt? ... Ich verstehe ihn nicht. Aber was solls, er gehört zur Gruppe ich muss mich für ihn einsetzen. Ich ging mit einer der Wachen zu Galba, denn ich wusste worum es ging und dass die Sache geklärt werden sollte. Malak wollte eigentlicha uch mit Galba reden, wurde aber nicht gelassen. Es ging um das Thema des verschmutzen, vergifteten oder zumindest schlechtem Wassers im Brunnen. Er wollte mir aber kein Gehör schenken und hat mich sogar beschuldigt, dass Wasser verschmutzt zu haben. Wutentbrannt bin ich hinaus gegangen. Allerdings da stehengeblieben um auf die Wache zu warten. Er konnte aber anscheinend Galba überreden, dass vielleicht etwas an der Sache dran sein könnte. Ich ging mit ihnen wieder ins Gefängnis. Sie wollte Malak verhören.

Dort setzte ich mich ein wenig für ihn ein. Immer wieder wurden wir beschuldigt. Ich konnte aber das Mädchen aus dem Gefängnis holen. Malak sollte da bleiben. Ich grübelte lange aber mir vielen keine Ideen ein wie ich ihn heraus holen sollte.

Doch es gelang keine meiner Anstrengungen und wir mussten uns sogar einem kurzen Angriff der Orkbrenner vor dem Stadttor stellen. Dabei wurden aber mehr Orks verletzt als Stadtwachen. Die Orks rannten also irgendwann wieder Richtung Wald.

Der nächste Tag begann schon ziemlich eilig, ich versuchte etwas zu essen und trank statt Wasser ein ordentliches Zwergenbier. Aber was sollte ich dem Mädchen anbieten? Sie meinte Malak hätte das Wasser für sie gut schmeckend gemacht oder so, aber ich konnte das ja nicht. Ich bestellte ein paar Rüben für sie und aß selbst ein wenig von dem Trockenfleisch, besser als nichts.

Jim und Candurien waren mir wohl zuvor gekommen und schon im Gefängnis und hier beginnt eine blutige Geschichte. und vielleicht beginnt hier auch das Ende von Jim dem Schlächter oder gar das Ende der ständig Getrennten, obwohl uns das Schicksal vielleicht noch einmal zusammen führen wird, die Passionen wissen es.

Ich nahm Dané mit, um nochmal mit Malak zu reden und ihn evtl. dort heraus zu holen. Aber als wir am Eingang zum Gefängnis ankamen, wartete schon Candurien, sehr ungeduldig, darauf, dass Jim wieder heraus kommen würde. Ich glaube er wollte sein Schwert nicht abgeben und so gab ich ihm meine Schwerter zur Aufbewahrung. Heute überlege ich ob ich meine Schwerter ganz abgebe und nur mit Laute und Flöte bewaffnet durch die Lande ziehe. Die Zukunft und die Passionen wissen wie es ausgeht. Ich ging hinunter. Es ist schon fast zu grausam es aufzuschreiben, was sich mir dann zeigte. Ich schreibe deswegen nur soviel: Der dämonenbesessene Jim hatte seine Schwerter dazu benutzt "seinen Freund", mehr unserer Freund, zu "befreien". Nun schwamm es dort unten nur so von Blut. Ich hörte noch einen ohrenbetäubenden Schrei aus dem Mund von Dané und sah Jim an die Wand fliegen, während mir für einen kurzen Moment die Sinne schwanden.

Kurz darauf, mir ging es besser, waren wir schon wieder unterwegs aus dem Gefängnis hinaus, Malak in meinem Rucksack. Ich war schon abreisefertig und lange dauerte es nicht, da hatten wir gemeinsam den Entschluss gefasst aus der Stadt mussten wir heraus. Es ging schnell, wir ließen Malak ein Seil an einer eher unbewachte Strecke der Mauer befestigen. Candurien kletterte als Erster hinauf und schon hatte man uns entdeckt. Eine Wache kam auf ihn zu. Von unten sah ich aber nicht viel, ausser dass Jim schon unterwegs hinauf war. Während ich Candurien erst versuchen hörte zu verhandeln, dann zu drohen sah ich wie Jim sich, unbemerkt von der Wache, hinauf hangelte und sich bereit machte die Wache hinunter zu ziehen. Ich dachte zum ersten Mal darüber nach was wir als "Helden" überhaupt uns heraus nehmen, dass wir alles mir Gewalt lösen müssen und gleichzeitig gingen mir die blutien Bilder aus dem Gefängnis wieder durch den Kopf und ich versprach mir, an dieser Gewalttat keinen Teil beizutragen. Während neben mir der Elf landete, anscheinend tot, oder vielleicht auch nur so übel zugerichtet, dass er bewusstlos war, band ich meinen Rucksack an das Seil und hoffte darauf, dass es mich und Dané auf meinem Rücken sicher nach oben tragen würde.

Ich kam oben an, während die anderen beiden mit ihren Schwertern gezogen auf die nächsten Wachen warteten, die langsam nähergerückt kamen. Ich erkannte sogar eine oder mehrere Armbrüste.

Das Seil ließ ich auf der anderen Seite mit meinem Rucksack hinab und kletterte immer noch mit Dané auf dem Rücken hinab. Ich Band meinen Rucksack ab und rannte. Der Wald war nicht weit.

Dort angekommen wartete ich bis meine Freunde und der Schlächter ankamen. Candurien war verletzt, aber wir mussten schnell weiter in den Wald hinein.

Ungefähr eine halbe Stunde liefen wir, dann schlug ich eine Rast vor. Momentan halte ich Wache. Ich denke das Kapitel ist hiermit beendet.

Werter Leser, die Legende von Jim dem Schlächter, oder der Anfang ihres Endes wird im nächsten Kapitel weiter geführt



Nun da ich mehr weiß, habe ich den Kapitelnamen hinzugefügt. Ihr werdet erkennen, dass es sich um eine Person dreht, die ich euch vorher auch als Marius und meinen Gefährten beschrieben habe. Ich sage mich nun, aber von allem los. Es erschrickt mich selbst mit solch einem Ungeheuer gereist zu sein und ich werde nun besser aus mein Umfeld achten und keinem Dieb oder Mörder mehr meine Unterstützung anbieten. Ich selbst lege als Lügner vor den Passionen mein Zeugnis ab, auch wenn es Notlügen war, für die ich genug gestraft bin. Nicht einmal meine Freunde wissen über diese Schande, die ich nun mit mir trage und die ich für sie über mich gebracht habe. Ich möchte nun aber jedesmal die Wahrheit sagen, wenn sie benötigt wird und schweigen, wenn ich eher lügen müsste, als etwas Aufrichtiges sagen zu können. Ich bitte nun den geneigten Leser um Verzeihung, wenn er meint er würde in diesem Buch nur belogen. Dem ist nicht so. Aber nun wisst ihr eine Wahrheit über mich mehr. Ich werde auch in kleinen Randnotizen mein Tagebuch ergänzen euch sagen wo meine Schande lag. Auf ins Abenteuer, mein Freund, mein Leser. Auf zum Ende der Legende um Jim dem Schlächter, während er noch mit mir reiste.


Jim der Schlächter

Ich hatte die ganze Nacht über gewacht, dann beim Morgengrauen Malak geweckt und ihm die Wache übertragen.

Nicht lange danach wurde ich von Pochen, wie Metall auf Holz, geweckt. Nicht zufassen. Candurien hatte mitten während ich noch schlief, angefangen eine Holzkasse aufzubrechen, die er vorher in der Taverne geklaut hatte. Genervt war ich nun also. Währenddessen fing "es" wieder an mit Jim. Ich behaupte einfach mal er muss im Schlaf Kontakt zu seinem Dämon gehabt haben, wie auch immer das funktioniert, er war hoffentlich nicht anwesend. Er redete davon, sich alleine den Orks zu stellen um uns einen Vorsprung zu verschaffen. Sowohl Malak als auch Candurien versuchten ihm das auszureden. Ich, nunmal genervt, tat es als Laune ab.

Ohne Erfolg der beiden, stand er auf. Sein Geschwafel war kaum verständlich irgendwas gestammelt von "Essen besorgen" und "wenigstens das letzte Mahl sollte Fleisch sein" oder ähnliches. Malak flatterte ihm auf die Schulter. Anscheinend wollte er ihm weiter die Schose ausreden.

Ich machte mir nun meine Gedanken weiterhin. Natürlich. Mir wurde immer mehr bewusst. Er war brutaler geworden von mal zu mal. Anfangs dachte ich einfach nur er wäre nunmal Krieger und wüsste wie man kämpft, aber mittlerweile dachte ich, er würde diese Talente aus Genuss so blutig einsetzen. Ich dichtete ein Lied auf ihn, mehr auf Jim, als auf den hoffentlich ehrenhaften Krieger namens Marius, und endete als ihm wohl gerade klar wurde, dass das auf ihn bezogen wurde. Er war mittlerweile also wieder im Lager und ich, murrend, teilweise wach.

Ich sprach nun ebenso wie die anderen auf ihn ein. Doch mit gewählteren Worten die ich mir lange überlegt hatte.

Doch er gab mir nur Antworten die ich nicht hören wollte, stand auf und ging, selbst seinen Rucksack ließ er liegen.

Ich wusste nun musste ich zu härteren Maßnahmen greifen und zog mein Schwert und rannte ihm hinterher. Ein Hieb traf ihn am Kopf direkt auf seine Maske. Doch er zeigte weder Reaktion noch schien er es überhaupt bemerkt zu haben. Ich griff nach meinem Rucksack und forderte die anderen zum Gehen auf. Candurien aber rannte ihm hinter... so wartete ich kurz.

Für meine Begriffe steht nun fest, er ist von seinem Dämon besessen und wird nicht über diesen siegen, auch nicht mit unserer Hilfe. Marius ist verloren. Jim der Schlächter wird mit der Kraft seines Dämonen Namensgeber töten, bis ihn jemand zur Strecke bringt und tötet, einen anderen Ausweg seh ich nicht mehr.

Ich hoffe darauf, dass dieses Legende mit nicht alzu viel Blut endete. Candurien ist nach einigen langen stillen Momenten des Lauschens nicht zurückgekehrt. So habe ich für den kleinen Rest der Gruppe entschieden, dass unser Weg entgegengesetzt führt.



s könnte Zufall sein, aber es errinert mich gerade nur wieder an meinen Anfang. Ein Wald in der Nähe von Daiche auf dem Weg direkt zu dieser Hafenstadt, allein. Wenn ihr euch jetzt fragt, warum wieder alleine, denn ich war doch noch in Begleitung von Dané und Malak. Nun erst einmal, ja ich war in ihrer Begleitung und ich kann euch kaum mehr erzählen. Nachdem ich meine Entscheidung Malak mitgeteilt hatte, sind wir sehr lange gelaufen. Nun es müsste Nachmittag gewesen sein, da schlug ich eine Rast vor. Ich ließ mich nur auf den Boden sinken und schlief sehr schnell ein.

Malak ist nun weg. Dané ebenso. Wo sie sind? Das wissen die Passionen. Die ständig Getrennten sind nun komplett getrennt. Ich fange also von Neuem an, werde meine nächsten Schritte, neue Schritte zu neuen Zielen, tätigen und auf das Schicksal vertrauen, dass die ständig Getrennten nicht nur getrennt, sondern auch ab und an wieder zusammenfinden, werden. Auf nach Daiche und dann nach Eidolon. Diesmal werde ich den Weg mit dem Luftschiff wagen. Eine neue Erfahrung.


Erste Etappe hab ich ziemlich gut gemeistert. Mir fehlt noch in etwa eine Tagesreise zu Fuß bis nach Daiche. Ich übernachte in den Ruinen der Zerstörten Türmen. Allein sein ist schon ein wenig unheimlich. Was ist, wenn ich sie im Stich gelassen habe und sie nun getrennt von ihren Sachen durch den Wald irren und mich nicht finden. Ich fühle mich bei diesen Gedanken schlecht und auch trauere ich um sie, denn meine größte Furcht ist es, sie nie wieder zu sehen. Umso mehr möchte ich wissen, überhaupt mehr wissen, aber vorerst über Orks und vor allem Orkbrenner und die Stadt Edom, die auf meiner Karte nicht verzeichnet ist.

Einzuschlafen ohne Nachtwache ist ein beunruhigendes Gefühl. Aber ich werde mich jetzt ausruhen müssen, die Rucksäcke sind viel zu schwer für mich. Ich werde so schnell wie möglich etwas aussortieren müssen. Aber erst einmal eine Inventurliste über die Dinge der anderen. Ich hoffe ja noch darauf, dass ich sie wiedersehen werde. Bis dahin, mein Ziel bleibt Eidolon.


Auch wenn gerade der Abend anbricht sitze ich nicht an einem hölzernen Tisch in einem Gasthaus von Daiche oder liege in einem weichen Bett. Stattdessen sitze ich an einem großen Feuer über das gleich frisch gejagtes Fleisch gehängt werden soll. Aber von Anfang an: Ich war von den Zertstörten Türmen nördlich Daiche losgezogen und schon einen halben Tag unterwegs, als links aus dem Wald quieckende Wildschweine, fünf an der Zahl, auf mich zu preschten. Ich brachte mich so gut es ging aus ihrer Laufbahn. Da ich kurz zuvor aber meine Rucksäcke an der Stelle niedergelassen hatte und ich so schnell nicht alle aus der Bahn bringen konnte, wurde Canduriens Rucksack niedergetrampelt.

Den Schweinen gefolgt kamen 5 Reiter. Der Anführer, schon etwas älter, stellte sich als Vaios vor; zwei der Reiter waren seine Söhne Matterta und Slinsk. Die anderen beiden waren Vaios' Leibwächter. Da ihre Jagdbeute mit einen "meiner" Rucksäcke niedergetrampelt hatten, lud Vaios mich ein und versprach mir auch, dass zerstörte Gut zu ersetzen. Ich freute mich riesig darüber. Aus Canduriens Rucksack war nur die Pfeife, sein Rucksack selbst und eine Fackel kaputt gegangen. Also alles überschaulich.

Ich nahm hinter einem Leibwächter auf seinem Pferd Platz und begleitete die weitere Jagd in der man drei Rehe erlegen konnte. Danach ritten wir zu einem Lager. Ebenso wie die Reiter waren das alles nur Orks und ich muss sagen, anfangs als die Reiter aus dem Wald kamen dachte ich erst sie wären Orkbrenner die mich doch noch gefunden haben.

Hier in dem Lager geht alles sehr geregelt zu und etwas größer als in meinem bisherigen Abenteuergruppen.


Malaks Rucksack enthält:

  • Buch mit zwergischer Schrift (unverständlich geschrieben) ~ ca. Größe meines Tagebuchs, Dicke ca. zweieinhalb Inches , enthält eine Phiole mit komischen Sachen drinne?
  • Stock
  • kleines Paar Socken
  • Kreide und Zeichenkohle
  • Trockenfrüchte
  • Canduriens Schnitzwerkzeug?
  • Passierschein (Ishkarat)
  • Wasserschlauch
  • Windlingsschlafsack
  • Feuersteine
  • 4 Kerzen + 1 Kerze mit Pentragramm
  • Geld

Canduriens Sachen:

  • Pelz, sieht aus wie der eines Bretanen
  • 10 Ellenseil
  • zerbrochene Pfeife ? ~ wird von Vaios ersetzt
  • Schlafsack, Feuersteine, 1 Fackel + eine zerbrochene
  • einiges an Geld
  • ein Beutel mit drei durchschimmernden Münzen darin? was das wohl ist und wo er die her hat???



Ich habe mich, nun da wir vor den Toren Daiches angekommen waren, von der Jagdgruppe getrennt und ging ein wenig durch die Stadt, bis ich zu einer mir ein wenig bekannten Taverne gelangte. Zum krummen Dolch hieß sie. Es goss schon seit zwei Tagen in Strömen. Ich beschloss, sobald es mir möglich wäre, mit dem Luftschiff weiter nach Eidolon zu reisen. Als ich am nächsten Tag erfragte, wann denn das nächste Luftschiff Richtung meines Ziels ablegen würde, erfuhr ich noch viel mehr. Ich müsste vielleicht eine Woche warten, oder wohl länger, aber man erzählte mir auch, dass der Luftschiffverkehr gerade ein wenig eingestellt war, jedenfalls was Daiche anging. Das war das erste mal, dass ich den verfluchten Regen verfluchte.

Ich zahlte also für die nächste Woche in meinem Gasthaus und genoss die Tage in stiller Einsamkeit auf meinem Zimmer, oder in Malaks Buch vertieft mit gutem Essen und Zwergenbier vom Wirt. Gordin war sein Name.

Nun da der Regen nicht aufhörte, bekam ich den einen Abend mit, dass die Straßen langsam nicht nur noch matschig waren, sondern schon teilweise überschwemmt wurden. Ich entkam auch nur gerade so dem Tod, als mich ein paar Banditen ausrauben wollten. Ich danke den Passionen dafür.

Ich verbrachte weitere Tage in der Taverne, bis sich dann schon das Wasser knöcheltief in der untersten Etage des Gasthauses sammelte. Das Rauschen von fallenden Wassermassen war schon zum gewohnten Hintergrundgeräusch geworden. Nicht aber das Geräusch von fließendem Wasser, welches ich eines Abends nach einer Meditation vernahm. Mein erster Blick aus dem Fenster zeigte nichts besonderes, außer einem blutroten Sonnenuntergang über dem gegenüberstehenden Haus. Mein zweiter Blick zeigte mir aber auch, dass dieses Haus brannte und rauchte, als wenn es gerade in Brand gesteckt worden wäre und in dem kleinen Fluss, der sich mal Straße nannte, schwammen mehrere Dutzend Leichen. Ich packte sofort meine Sachen und griff zu meinem Dolch, um mich außerhalb meines Zimmers umzusehen. Auf dem Gang traf ich dann den einen Cousin Gordins an. Sein Name war Gorek. Als ich ihm die Lage vor der Tür der Taverne schilderte, trat er noch einmal in sein Zimmer und kam mit einem Kettenhemd und einer Axt gewappnet zurück in den Flur. Außerdem wollten wir noch seinen Bruder, Jaron, aus dem zweiten Stock herbeiholen. Gemeinsam mit diesen beiden wohl militärisch begabten Zwergen durchsuchte ich die untere unterwasserstehende Etage und danach trommelten wir alle Gäste und den Wirt zusammen.

Die Zwerge fassten sich sehr kurz, sie wollten gemeinsam mit dem Wirt gehen, wer mitkommen wollte, solle mitkommen, alle andern bleiben in der Taverne zurück und sind ab da an auf sich alleine gestellt. Gordin war nur etwas besorgt darüber, was seine Wertsachen anging, aber auch er wollte hier heraus. Da sich keiner der anderen Gäste unserem Quartett anschloss, machten wir uns schnell auf den Weg und wateten durch das matschige Wasser. Wir änderten ein paar Mal den Kurs, den wir eingeschlagen hatten, aus Angst in eine Übermacht zu geraten.

Dennoch gerieten wir in Beschuss und in dieser Notsituation sah ich mich gezwungen, den Satz im Notfall ist jeder auf sich alleine gestellt ernst zu nehmen. Ich habe sie verlassen und bin nur gerade so dem Tod entronnen.

Ich kroch durch den Keller und grub mich förmlich durch Wände um diesen Banditen zu entkommen.

Am nächsten morgen erreichte ich dann wieder das Licht. Ich traf zwei Zwerge, die sich mit "Möbelstücke" und "Eisenwaren" vorstellten. Tatsächlich waren sie Händler, die ihre Ware hauptsächlich dadurch erlangten, dass sie sie bei Regentagen von den Straßen und aus verlassenen Häusern sammelten. Während die einen sich gegenseitig jagen, gibt es auch die, die alles danach aufsammeln. Eine Hand wäscht die andere - ich ließ mich von der einen Hand mitnehmen. Sie führten mich netter Weise zu ihrer Scheune, wo ich erst freundlich aufgenommen wurde.

Plötzlich jedoch sollte ich für diese Unterkunft damit bezahlen, dass ich die gefährlichen Aufträge für sie übernehmen solle. Ich war strikt dagegen und erklärte ihnen dies. Im Notfall gehe ich eher, als dass ich mein Leben für eine Unterkunft aufs Spiel setze. Jedenfalls nicht für so eine schlechte, denn Platz war nicht viel.

Mit ein wenig geschickter Redekunst und einer meiner Lieblingszwergenfabeln gelang es mir sie zu überreden, dass ich einfach nur ein paar Münzen pro Tag springen lassen sollte.

Es gibt hier nur einen, mit dem ich mich auf Anhieb verstehe. "Essen oder eigentlich Nahrungsmittel und Landwirtschaftliche Erzeugnisse". Ich helfe ihm so viel ich kann zum Beispiel beim Abwaschen.

Hier findet ihr ein paar Worte auf Sperethiel hingekritzelt: Ein einfacher Namensgeber wird zu einem Reisenden, wenn er seine Sachen packt und los wandert um die Welt zu erleben, zu entdecken, zu bestaunen und zu erforschen. Ein einfacher Reisender wird zu einem Abenteurer, sobald er seine Reise für ein Abenteuer unterbricht. Sei es ein kleiner Kampf mit Dieben, Banditen oder gar wilden Tieren oder sei es die Erforschung eines verlassenen Kaers oder der Kampf gegen einen Dämonen. Der Abenteurer erlebt, enteckt, bestaunt und erforscht ebenso wie der Reisende es tut, aber viel mehr noch, er verändert die Welt! Ein einfacher Abenteurer bleibt ein Abenteurer, wenn niemand von ihm erzählt, aber er wird zum Held, sobald über ihn eine noch so kleine Ballade geschrieben wird und von guten Wortführern wiedergegeben wird. Ein Held, ist ein Abenteurer, über den die Geschichten mehr erzählen, als er dann doch erlebt hat. Ich bin ein Abenteurer und ich erzähle meine Geschichten selbst.



Es ist schwül im Wald und trotz nachlassendem Regen plätschert es von den Blättern regelrecht so, wie vorher das Wasser vom Himmel fiel. Harwin habe ich zurückgelassen sowie die Hälfte meines Gepäcks und meine Laute, die nach diesem Wetter wohl zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Er stand unter einem Bann, der ihn auf ein riesiges Schiff im Hafen zu steuern ließ, mit dem kleinen Paddelboot, das uns eigentlich aus der Stadt herausbringen sollte. Ich sprang in letzter Sekunde von Bord und konnte mich mit der wenigen Kraft, die ich noch aufbringen konnte, ans Ufer schleppen. Völlig durchnässt ließ ich mich von der Strömung weiter flussabwärts treiben, um dann meiner Sicherheit bewusst hinaufzuklettern und im Gebüsch Unterschlupf zu suchen. Ich blieb erschöpft liegen. Es schien ein halber Tag an mir vorbei zu gehen, bis ich aus meinem Halbwach- Halbschlafzustand erwachte. In immer noch feuchten Klamotten sortierte ich alles Unbrauchbare und Zerstörte zurück. Darunter auch meinen teuren Hut aus Eidolon. Mit leichtem Gepäck und ein paar Blättern, von umliegenden Sträuchern geklaubt, zwischen den Zähnen, damit mein Magen überhaupt noch etwas in sich trägt, mache ich mich auf.

Die schwüle Kälte macht sich in meinen Knochen spürbar und der leere Magen zwingt mich zur häufigen Rast. Nachts kann ich kaum schlafen und ich finde einfach keine trockenen Zweige in der überschwemmten Waldregion um ein Feuer anzuzünden. Es ist außer mir keine verlorene Seele zu entdecken und auch keine, die ihren Weg kennt. Nun ich sehe von den hellen Augen ab, die mich beobachten und mich ein ums andere mal auf einen Baum gezwungen haben.

Es ist nun drei Tage her, dass ich mich von Daiche aus aufgemacht habe und gegessen habe ich, außer ein paar Beeren (giftig oder nicht?) und Blattgrün, nicht. Dem Flusslauf entlang folge ich, jeden Sonnenstrahl nutzend um mich zu wärmen und den Schatten um mich zu verstecken, bei jedem Geräusch. Das Schwert ist rostig, die Glieder steif und die Flöte vermag ich aus Angst nicht zu spielen.

Es ist der vierte Tag am Abbrechen. Es scheint wieder glücklicher zu werden. Hier weiter südlich muss das Flussbett tiefer liegen, denn die Überschwemmungen reichen nicht ganz so weit. Ich laufe auf Trampelpfaden, die mir seltsam bekannt vorkommen. Am Nachmittag habe ich einen Hasenbau gefunden, aber keine Hasen. Wahrscheinlich sind selbst sie vor den Fluten geflohen. So heißt es blaue Beeren zum Abendbrot. Hierfür dient mir ein ganzer Strauch. Nur wüsste ich gern, was mich hier am Leben hält. Malak wüsste es sicher. Sein Buch ist meine einzige Unterhaltung, auch wenn ich nicht daraus schlauer werde.

Es ist mir jetzt einiges klarer. Der fünfte Tag brachte mir Magenkrämpfe und sehr viel Unheldenhaftes. Ich habe mich den blauen Beeren entsagt und sie verflucht. Ich konnte meine Reise dann nach 5 Stunden erschöpft weiterführen. Es war Nacht, aber irgendetwas trieb mich an. Ich kannte diesen Ort und tatsächlich. Ich war hier schon einmal. Ich fand die Schmugglerhöhle wieder, in der ich mit Kotarr einmal die Illegalen aufgefunden hatte. Whisky auf leeren Magen ist nicht das Ware, aber die trockensten Nüsse und lederhartes Trockenfleisch gaben mir endlich etwas zu kauen. Hier fand ich etwas höher gelegen ein paar unbenutzte Fässer und Stroh, das mir als Schlafplatz und Feuer dienen konnte. Ich ruhe mich für zwei Tage hier aus und saufe. Ich saufe, saufe und saufe. Trostloses Abenteurerleben.


Ich fand ein Fass voll Hurlg. Nahrhaft und mit kaum Flüssigkeit enthalten, ist es mehr wie ein alkoholisierter Brei. Ich ernähre mich nun hiervon. Ich habe die Höhle zu umgebaut, dass Eindringlinge leicht für mich aus einem Hinterhalt ausgeschaltet werden können und ich auf meinem Schlafplatz zu erst nicht ausfindig gemacht werde. Mir gefällt es in der Höhle und ich muss sagen, dass ich mir diesen Ort merke, falls ich auf einer Reise wieder hier dran vorbei komme. Es scheint mir ein geeigneter Ort für Abenteurer zu sein.

Es wird Zeit aufzubrechen. Ich lege einen runden Stein neben den Eingang, als ein Symbol der Abenteurerraststelle. Ich habe mal davon gehört, es aber noch nie selbst benutzt oder gar gesehen.

Zwei Tagesmärsche weiter südlich: Ich komme schnell voran und habe jetzt nur noch zwei Dörfer vor mir, bis nach Garoje. Ich habe mir bei einem Bauern in der Scheune einen Schlafplatz gemietet. Es scheint mir so als hätte seine Frau etwas dagegen, aber ich werde sie noch alle mit ein paar Geschichten aufheitern. Zwergenfabeln kann ich viele.

Es gab gekochte Eier und Brot. Ein wahrlich stattliches Mahl für meinen Magen. Meine Geschichten kamen dann auch bei den Kindern gut an und die Frau des Bauern klebte ebenso an meinen Lippen. Zu guter Letzt habe ich nur ein paar Flötentöne gespielt und mich verabschiedet. Ich schreibe jetzt im Licht einer Öllampe zwischen Ochsen und Kühen. Morgen früh werde ich mich beim Schneider und Schuster des Dorfes neu einkleiden. Die paar Münzen, die ich bei mir trage, scheinen großes Ansehen hier im Dorf mit sich zu bringen.


Neu eingekleidet und wieder mit den wichtigsten Dingen versorgt geht es auf den Weg Richtung Süden, nach drei Nächten. Gestern habe ich am Brunnenrand mit ein paar Dorfbewohnern Musik gemacht und allen Kindern vorm Schlafengehen noch eine Traumgeschichte erzählt. In spätestens vier Tagen Fußmarsch bin ich in Garoje angekommen, das weiß ich.

Unterwegs wanderte ich neben Händlern oder Bauern, sowie Mägden und Kindern die meiner Flöte lauschten, als hätten sie schon lange nichts so Feines gehört.


Der Staub auf der Straße wirbelte auf, als meine Füße schneller mich nicht tragen konnten und ich über den Marktplatz stürmte und mit einem Freudenschrei verkündete: Dradon ist wieder hier! Dradon ist wieder zu Haus. Es strömten gleich meine alten Freunde zu mir und die, die mich schon immer nicht leiden konnten. Darunter der neue Dorfmeister. "Für Wilderer ist kein Platz hier. Verschwinde!" So begrüßte er mich. Ich konnte dem ganzen nur ein Lächeln abgewinnen und erwiderte: "Ich werde wohl doch noch meinem Beruf nach gehen und Nachricht aus dem Norden verbreiten dürfen? Nehmt niemals einem Mann seine Arbeit, er wird euch ebenfalls etwas nehmen." Ich verlieh diesem Satz nachdruck mit dem Schwert, dass ich bei mir trug. In dieser Gegend kannte sich niemand im Umgang mit einer richtigen Waffe aus. Niemand außer mir. Bis...

"Fremder! Hee, Fremder" Es kristallisierte sich ein hochgewachsener Elf aus der Menge, die sich gebildet hatte. "Ihr droht meinem Bruder mit einer Waffe? Wisst ihr denn wie man damit umgeht? Oder seid ihr nur erfahren mit den Worten, Barde?" Er spie das letzte Wort förmlich aus und hatte sein Kurzschwert bereits gezogen. Ich wägte ab. Er war kein Candurien, aber ob er Adept war oder doch nur bluffte, war mir nicht eindeutig. Ich dachte mir, das wird ein toller Empfang in der alten Heimat, aber dass der Bruder meines Erzfeindes aus Kindestagen auch noch ein Schwertmeister war und mich ebenso aus dem Dorf heraus haben wollte, wie sein Fleisch und Blut, war nicht zu erwarten. Ich tat so als ignorierte ich den Elfen und setzte an um von Daiche zu erzählen. Doch es bildete sich plötzlich eine Gasse und Kinder wurden schnell genommen und in Häuser getragen, Türen zu geschlagen und von Innen aus verriegelt. Was ist hier nur passiert?

Drei Schritt vor mir blieb er stehen, sein Bruder ein fettes Grinsen auf dem Gesicht, er selbst den Schwertarm in meine Richtung ausgestreckt. "Ihr wollt wohl nicht hören? Fremder!" Ich wollte nicht hören stimmte, aber fremd war ich diesem Dorf doch nicht. "Ihr seid falsch informiert, werter Herr" Ich ließ eine Pause um sein Gesicht zu studieren. "Ich bin in diesem Dorf aufgewachsen und viel mehr einer von den Hiesigen, als Ihr es wohl seid."

Er zog eine Grimasse, als hätte ich ihn auf das Schlimmste beleidigt. "So zieh dein Schwert oder renn' um dein Leben, du Landstreicher! Ich habe dich gewarnt. Bei uns gibt es keine Almosen für Bettler wie Dich!" schrie er, so dass alle Leute es hören konnten, selbst in den Häusern.

"Zum Betteln bin ich nicht hergekommen. Seht mich an, ich trage ebenso feine Kleidung, wie Ihr." Ich sprach in einem ruhigen Sperethiel, mit feinster Betonung und einem gleichgültigen Ton. Ich war darauf Bedacht meinen Widersacher mit Worten zu überzeugen und den Schwertkampf nur in der Not anzuwenden. Ich prägte mir sein Gesicht und seine Stimme sehr gut ein. Darin lagen die Fähigkeiten eines Troubadours und ich war einer der strebte nach der Disziplin zu leben. "Lasst mich meinen Ziehvater besuchen. Für nur einen Tag und ich verschwinde in der Morgendämmerung." Er lachte und auch sein Bruder, der als einziger noch auf dem Platz das Geschehen mitverfolgte, lachte in einem höhnischen Ton. Ich erahnte Schlimmes.

"Verschwinde Bursche! Du hast hier nichts mehr zu suchen. Dein alter Windlingsfreund, weilt nicht mehr unter uns!" Die Welt um mich verschwamm. Mir blieben jegliche Worte im Rachen stecken. Ich brachte nur undefinierbare Laute heraus, die Tränen standen mir in den Augen und gleichzeitig machte sich ein Gefühl in meinem Bauch breit, vor dem mich mein Ziehvater immer gewarnt hatte. Ich krümmte mich erst, das Augenlicht bekam einen roten Film übergestriffen und ich sah nur noch ganz klar meinen Feind vor mir. Mein Herz pochte so laut, dass ich glaubte meine Ohren explodierten und meine Fäuste krampften sich so sehr um meinen mittlerweile gezogenen Anderthalbhänder, dass die Knöchel weiß wurden. Mein Blut kochte, mir war heiß und ich schwitzte. Die Tränen eben noch so heiß in meinen Augen waren verschwunden. Mein Geröchel ging über in einen wilden Schrei, als ich mich fallen ließ und seinen Arm von unten herauf angriff. "Leide Schmerzen!" kam aus meinem Mund in grausamen Orkisch. Ich schlug auf ihn ein in einem Orkan aus Hass. "Du Mörder!"

Er wich zurück und schrie auf als ich in mit meinem dritten Schlag an der Hüfte traf. Seine Schläge gingen gezielter auf mich hinab. So verletzte er mich an der Schulter meines Schwertarms. Ich spürte keine Schmerzen, ich fühlte nur Hass und das Verlangen ihm diesen Hass in etwas Körperliches verwandelt aufzuzwingen. Schmerzen. Er parierte, wich aus, Ich schlug und schlug, er schlug zurück. Dann traf ich sein Knie, er ging zu Boden und verlor sein Schwert. Die Hände auf das gebrochene Bein gepresst, Angst im Gesicht bettelte er mich an. Ich hörte ihn nicht. Ich hörte auch nicht den entsetzten Schrei seines Bruders. Mein Rachedurst ließ nach. Ich wollte ihn nicht töten, aber mein Schwert ging nieder auf sein anderes Knie. Knochen brach, Blut spritze und ich drehte mich um, hob sein Schwert auf und ging.

Die Welt um mich herum nahm die normale Gestalt erst wieder an, als ich die paar Hundert Meter vom Dorf entfernt die in Asche liegenden Überreste der Holzhütte unter den Bäumen fand und die heißen Tränen wieder zu mir fanden.

Ich blieb dort für einige Stunden und wühlte in den Trümmern und weinte. Es ist nicht fair.



Es ward dunkel, als ich vor Erschöpfung und Trauer in Asche gewälzt einschlief.

Als ich aufwachte wollte ich nur noch von diesem Ort weg. Meine Füße sollten mich soweit wie möglich tragen. Ich aß nichts und nahm nur unterwegs einen Schluck Hurlg, aus der Flasche die ich mitgenommen hatte. Gen Mittag war ich wieder am Tylon. Ich hatte mich teilweise durch Gestrüpp geschlagen, weil mir auf der Straße zu viele Gesichter Ausschau nach dem "bösen Ork" gehalten hatten. Vielleicht gab es ja noch mehr von diesen Elfen oder vielleicht Freunde, die genauso gern ein Schwert in mein Gesicht halten wollten.

Ich kam also durch das Unterholz gestolpert und dem Rauschen folgend am Tylon an. Es zeigte sich mir ein Anblick von über aus strahlender Schönheit. An einem sandigen Strandabschnitt des Tylon war eine riesige Sandburg im kleinsten Detail ausgearbeitet und mit Muscheln oder kleinen Glitzersteinen verziert auf meine Größe hochgezogen worden. Ich wanderte gar einmal rundherum. Die detaillierte Ausarbeitung jeder noch so kleinen Rundung und die Statik dieses Kunstwerks faszinierte mich und fesselte meine erstaunten Körper an den Ort, so dass ich mehrere Momente nicht einmal mehr wusste, wo lang ich wollte. Ich bemerkte später, dass zu diesem Zeitpunkt mein Kummer fast vollständig aus meinem Geist verschwand. Ich vermute, dass es mit einem heilenden Effekt der Stelle in Verbindung steht. Ich ruhte mich also aus und ergötzte meine Augen an Sand, Muscheln und Steinen.

Plötzlich wehte mir der Geruch von frisch gebratenem Fisch entgegen und mir kam seit dem Morgen endlich ein Appetitgefühl in den Sinn. Es schien mir aber im nächsten Moment wieder erloschen, denn das zweite Mal im Zeitraum eines Sonnenwechsels wurde mir ein silbern glänzender, sehr spitzer und sehr scharfer Gegenstand mit langer Klinge an die Kehle gehalten. Eine wohl melodische und doch eher zischende Stimme und ein blau geschuppter Arm verrieten mir, dass ich es mit einem T'Skrang zu tun hatte. "Wer seid ihr Eindringling", sprach er zu mir in einem Orkisch mit leichtem T'Skrang-Akzent. Ich war erstaunt und drehte mich mit erhobenen Händen ihm zu. "Ich bin ein Troubadour aus...", ich musste kurz überlegen. " ... aus dem Norden auf dem Weg Richtung Süden. Mein Name ist Dradon Trigjul und ich bewundere diesen Kunstbau aus Sand." Der Langdolch verschwand von meiner Kehle, ruhte aber noch in der Hand des T'Skrang, bereit sofort vor zuschnellen, sollte ich etwas falsches sagen, während der Besitzer mich musterte, bevor er mir bedeutete zu folgen.

Ein paar Meter von der Burg entfernt, erzählte er mir, dass es ganz in der Nähe ein T'Skrangdorf gab und ich einen Ort der Ruhe und des Gebetes betreten hatte, der zu dieser Gemeinde gehörte. Er war alarmiert worden über einen Eindringling in ihr Gebiet und dachte, dass ich ein Kundschafter eines Orkbrennerklans wäre. Ich beschwichtigte und wiederholte, dass ich wirklich keine Bosheiten vor hatte. Im gleichen Zuge entschuldigte ich mich für mein Verhalten, ich konnte es ja nicht wissen. Ich sah wie sich die Muskulatur unter den Schuppen entspannte und dann stellte sich mein Gegenüber vor. Sein Name war Lonaha und er war eine sie. Als Lahala, das ist ein Familienoberhaupt im Dorf, lud sie mich ein

Lonaha erzählte mir, das sie ebenfalls eine Troubadoura sei, die dem legendären Beispiel der Shivalahala des Aropagois T'Kambras folgte. Weiter sprach sie davon, dass ihre Vorfahren von diesem mittlerweile nicht mehr existierenden Aropagois stammten und sie wollte dieses Ahnenband aufrecht erhalten und das Aropagoi neu gründen, so wie es auch schon Andere vor ihr geplant hatten. In ihrem Dorf würde Jedaiyen Westhrall, die berühmteste T'Skrangpiratin, ein und ausgehen. Von ihren Abenteuern und den Führungskünsten hörte ich in den folgenden Tagen am Meisten. Lonaha nahm mich mit in ihr Dorf; sie schwamm, während sie ein aus Schilf geflochtenes Schiff zog, in dem ich saß. Dort angekommen wurde ich als Gast in die Gesellschaft aufgenommen und wohnte fortan mit Lonaha in ihrem Haus. Da Lonaha schon mehr Erfahrung in unserer gemeinsamen Disziplin gesammelt hatte, bat ich, ihr Schüler werden zu dürfen. Sie bot mir erst einmal ein Bett in ihrem Haus an. Ich bewegte mich meist über Wasser und wartete am Ufer, wenn die T'Skrang unterwegs waren. Später brachten sie mir schnelles Schwimmen bei und ich übte meine Ausdauer. Trotzdem mochte ich meine Landaufenthalte mehr, auch wenn ich von einem ihrer Cousinen eine Kiemenmaske geschenkt bekam.

Nach einer Woche nahm Lonaha mich als ihren Schüler auf. Ich lauschte allen Erzählungen, ließ mich in Rhetorik schulen und übernahm alles was sie mich lehrte. Ich lernte ihre Sprache sprechen, lesen und schreiben, sowie die Sprache der Windlinge. Es fehlte ihr selbst nur noch die Sprache der Obsidianer, die sie selbst nach einem Monat genauem Studium nicht verstanden hatte. Sie drang in die Theorien hinter dem Leben als Troubadour ein und stellte mir die Verbindung zur Magie dar. Ich lernte nebenbei von ihr fischen und schnelles Schwimmen, sowie flechten, schnitzen und jonglieren. Ich verbrachte so viel Zeit mit ihr, dass ich ganz vergaß, dass ich einmal eine tief sitzende Abscheu gegen T'Skrang hegte. Ich gab alle mir bekannten Geschichten und Fabel zum Besten, feilte an den Details und prägte mir ihre Erzählart ein. So vergingen drei Mondzyklen und ich war seid langem mal wieder glücklich.

Sie überreichte mir einen fein säuberlich geschnitzten Holzfisch, mit ihrem Namen auf der einen Seite und T'Kambras auf der anderen, als Zeichen einer Freundschaft, deren Pfade sich hier trennen würden. Ich wusste, dass sie mich mochte, ich mag sie auch, aber dennoch musste ich gehen und ich ging - ihr zuliebe. In einem selbstgeflochtenem Schilfboot, mit einem selbstgeschnitzten Paddel und ihrem Fisch an einem Anhänger um den Hals machte ich mich auf dem Tylon Richtung Süden.


Eine kurz Abhandlung des T'Skrangdorfes T'Comp (in der Sprache der T'Skrang verfasst):

Das Dorf besteht aus fünf Fundamenten, jeweils mit einer Lahala als Oberhaupt, wie bei den T'Skrang üblich. Im Tylon befinden sich als Abbild der fünf Familien ebenfalls fünf Türme, die als Schutz und Hafen dienen. Ihre magischen Reffe habe ich nicht kennengelernt, da sie mich als Ork nicht in die Familie aufnehmen konnten (oder auch wollten). Ich bin damit vollkommen einverstanden. Schließlich ist es eins der bestgehüteten Geheimnisse eines T'Skrangdorfes. Auch mein Geschick im Klettern hat sich verbessert, durch die viele Kletterei beim Aufpassen auf die kleinen Mitglieder. Die Brutstelle habe ich nie betreten und diese ist noch viel besser behütet als das Geheimnis der Reffe. Um das Dorf herum finden sich mehrere Wachposten und am Strand entlang wurden wie oben beschriebene Sandburgen errichtet. Diese werden als heilige Orte angesehen und haben eine beruhigende Wirkung auf freundlich Gesinnte.



Ich komme sehr schnell voran auf diese neue Art der Fortbewegung. In drei Tagen mit der Strömung Treiben habe ich den Weg bis runter nach Farram zurückgelegt und kampiere jetzt im Norden bei der Mündung des Tylon in den Iontos, der ab Farram dann in Richtung des Aropagois K'tenschin fließt. Ich werde versuchen eine Luftschiffverbindung nach Travar zu ergattern und mir dort einen Namen machen. Farram werde ich nach Waren abklappern und vielleicht finde ich ja bald wieder eine Gruppe von Abenteurern, die ich begleiten kann um ihre Legenden zu schreiben. In Travar suche ich mir dann spätestens wieder Aufträge, da dann das Geld knapp werden könnte. Außerdem suche ich immer noch eine Frage auf meine Herkunft und die Kultur der Orks. Sind wir wirklich nur Meuchler und wilde Kämpfer, die sich ihr Überleben durch den Verlust anderer erhalten?


Es steht für mich fest, dass ich eines Tages nach Garoje zurückkehre und meinen Heimatort von einer Schreckensherrschaft befreie, das verspreche ich. Um meinen Namen zu retten und endlich wieder Freiheit und Wahrheit zu verspüren, werde ich sobald ich das Geld dafür habe, jemanden aufsuchen, der meine Brandmarkung heilt. Sollte ich je die Macht erlangen, werde ich mich an den T'Skrang der Ishkarat rächen und dieses mal lüge ich definitiv nicht.
Travar ist in Sichtweite wir legen in einer Stunde an. Die Überfahrt war nicht beschwerlich. Mein Schilfboot mit Paddel habe ich in Farram gegen ein Paar Arasreifen eingetauscht. Die etwas verdreckten Armreifen schienen dem Händler nicht so viel wert zu sein und ich musste nur einen geringen Aufpreis bezahlen, aber ich habe ihm schließlich das Boot auch als mit Elementarmagie verstärkt angepriesen. Malaks Zauberbuch hat mir dabei geholfen ihn zu überzeugen. Die Schriftzeichen darin sind fast vollständig erblasst. Ich kann die Magie darin nicht ergründen, so sehr ich es auch versuche.
Ich bin in eine der billigeren Kneipen eingekehrt, da ich mir nicht mehr viel leisten kann. Ich hab das letzte Zimmer ergattern können; diese Schenke scheint gut besucht, vielleicht erreiche ich so ein paar Abenteurer, deren Geschichten es wert sind zu erleben.
Ich habe nun fünf Tage lang nicht mehr geschrieben, in dieser Zeit habe ich mich viel mit dem Wirt und einem Windlingstroubadour unterhalten. Sie haben beide viele Sagen selber erlebt. Therat der Wirt hat es mit ein paar dämonischen Kräften aufgenommen. Er muss ein echter Held sein, das strahlt er zumindest aus. Auf Empfehlungen hin bin ich durch den Ailati-Park Travars spaziert und habe mich mit ein paar Statuen unterhalten. Dem Meisterdieb, der den Stadtschlüssel zurückbrachte, gab ich meine letzte Goldmünze.



S

töbernd blättert ihr euch durch den Haufen beschriebenem Pergament. Ihr findet einige Einträge und Reiseberichte. Als ihr doch schon fast am Ende seid, fällt euch eine Aufzählung auf. Bei näherem Hinsehen, erkennt ihr, dass einige Einträge auf menschlicher und einige auf zwergischer Sprache geschrieben sind. Es sind Beschreibungen zu Personen und anscheinend auch Orten.

Huor

Ein Obsidianer einer magisch gerichteten Disziplin, viel mehr weiß ich auch nicht, nur dass er mir einmal mit einem Zauber das Leben gerettet hat.
Malak

Nach dem ich ihn das erste Mal gesehen habe, war er für mich mystisch und sehr komisch, ganz anders als mein Meister, doch eben ein Windling, wohl noch sehr jung. Doch nun, da ich ihn wieder getroffen habe sehe ich ihn als Freund und fühle mich ab und an dazu verpflichtet ihn noch ein wenig mehr Wärme zu spenden, wenn er mal wieder in einer selbstgebastelten Schneehöhle schläft. Alles in allem auch ein guter Elementarist. Habe ihn nun als guten Freund kennengelernt und er weiß ein Menge über Magie, aber manchmal ist er wirklich so vor eilig wie dieser Lapis. Hm, aber das liegt ja in der Natur der Windlinge, sie können sich einfach nicht zurückhalten. Er ist urplötzlich verschwunden und kam nicht wieder, ich hoffe darauf, dass er sich nur verlaufen hat und ihn nicht die Orkbrenner gefunden haben, aber sich kann ich mir nicht sein.
Lapis

Diesem Steinhaufen möchte ich nicht in der Nacht begegnen, er hat uns hier und da schon in Schwierigkeiten gebracht, aber trotzdem irgendwie ein netter Kerl und er kann uns auch mit seiner Kraft aus diesen Schwierigkeiten herausbringen.
Jim

Ein sehr kräftiger Weggefährte, Krieger so wie der Obsidianer, doch nicht so voreilig. Ich habe bei ihm eher das Gefühl gehabt, er denke über seine Taten nach. In letzter Zeit (Reise nach Kratas), aber scheint er mit zu sehr in Gedanken und vorrallem drängelt er so. Jetzt weiß ich auch Wieso er so gedrängelt hat. Sein eigenlticher Name scheint Marius und da ist diese Sache mit dem Dämon, weswegen wohl sein Gesicht auch so aussieht (Der Brunnen von Kratas). Irgendwie macht er mir doch schon Angst. Man sollte ihm mal seine Grausamkeit vorzeigen. Ich denke mittlerweile leben in ihm diese beiden Gestalten, Jim der Dämonbessesene und Marius, ich hoffe ein ehrenhafter Krieger, den ich noch aus ihm rauslocken möchte. Jegliche Bemühungen sind wohl oder übel für die Katz. Ich hoffe, eine wahre Legende kann uns von diesem Übel befreien. Entweder tötet er momentan noch oder er ist schon tot.
Hangol

Ein ehemaliger Gefährte von Jim. Er ist ein sehr in sich zurückgezogener, grübelnder Mensch, nicht gerade der größte Kämpfer, aber zu manchen Gegebenheiten erstaunlich Wortgewandt. So ganz bin ich aus ihm nicht schlau geworden. Doch irgendwann fand ich heraus, dass ich ihn schoneinmal in Daiche getroffen habe, wo er wohl in zwielichtige Geschäfte verwickelt war (Nacht in Daiche). Er ist ein merkwürdiger Mensch aus dem ich nicht schlau werde und nachdem ich mit ihm und Jim das Abenteuer in der Höhler der schwarzen Bärin übersatnden hatte und wir uns ins Eidolon trennten habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Candurien

Anfangs sehr abweisend mir gegenüber. Gegenüber allen Orks ist das wohl so. Doch ein sehr geschickter Kämpfer. Wird immer freundlicher. Sehe ihn nun als Teil der Gruppe und als Freund. Das mit dem Teil der Gruppe kann ich nun vergessen, ich hoffe er ist noch am Leben, aber wirklich vertraue ich darauf nicht. Wenn ich auf unser Schicksal vertrauen kann, werden wir uns wieder sehen.
Borbols Abenteurer-Kneipe

Eine wunderbare Gaststube, Borbol is ein wahrer Freund, dem wir schon so einige Dienste geleistet haben.Ich denke wir, oder ich zumindest, sollte(n) demnächst einmal wieder vorbei schauen. Das Geschäft lief ja nicht so gut. Wir waren seine einzigen Gäste.Im Keller hausen Dämonenkonstrukte oder so. Zumindest Wandelnde Tote. Ein paar von ihnen habe ich erschlagen und diese verfluchte Frau. Sie ist dort gebunden. Ich musste mit ihr tanzen und mir ihr Lied anhören... aber ich weiß bis heute nicht genau, was sie mir angetan hätte, wenn ich das nicht zu ihrer Zufriedenheit geschafft hätte. Borbols Tochter scheint Gefühle für mich zu hegen. Kerdela ist zwar nett und hübsch scheint sie mir auch, aber ich kann mit solchen Gefühlen gar nichts anfangen. In diesen Sachen hat mich mein Meister nie etwas gelehrt. Das Leben wird mich lehren, denke ich. Aber für solch Gefühle habe ich keine Zeit. Schließlich bin ich Abenteurer und Held.





letzte Änderung 18-Jan-2012 16:56:31 MEZ von Dradon.

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