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Verhindert Artikel 13! Ruft eure EU-Abgeordneten an. Oder geht bitte demonstrieren, am Samstag. Es droht die Einführung einer allgemeinen Zensurinfrastruktur.

Der Brunnen Von Kratas

E

s muss kurz vor Mitternacht gewesen sein, als ich wieder geweckt wurde. Jim meinte es gäbe Schwierigkeiten mit Logart und seinen Schlägern und wir müssten so früh wie möglich aufbrechen.

Also packten wir alle das Nötigste ein und den Rest ließen wir, in der Stadt der Diebe, um es deutlich zu machen, dort einfach liegen. Mir war schon ein wenig mulmig, aber was solls.

Es waren nur ein paar Schritte von unserem Haus aus bis zu dem Brunnen.

Jim fing sofort an die Bretter, die auf den Brunnenrand genagelt waren, mit einem Kurzschwert runterzureißen und Candurien holte eine Eisenstande heraus und gemeinsam mit ihm, brachen wir die restlichen Bretter herunter.

Beim hineinschauen, sahen wir nur finstere Finsternis.

Malak nahm ein kleines Steinchen und warf es hinein. Es muss mehrfach von den Wänden abgeprallt sein, bis es endlich unten ankam. Es hörte sich nach einem Wasseraufprall an und der Brunnen musste sehr tief sein.

Dem Windling war der tiefe Brunnen eine Quelle der Angst oder jedenfalls weigerte er sich strickt hineinzufliegen und mit seinem Lichtquarz den Weg zu leuchten, auch nach mehrfachem Zureden meinerseits wich er nicht von meiner Schulter.

Dem schon älterem Brunnenseil nicht trauend, banden wir Canduriens etwa 10 Ellen langes Seil an die Seilwinde und Jim kletterte in die Tiefe. Wir sahen wie er versuchte sich an die Wand zu schwingen und hörten kurz danach seinen Aufprall im Wasser. Er musste wie der Kieselstein von Malak tief gefallen sein. Den Passionen sei Dank, hörten wir kurz darauf seine Stimme den Brunnen heraufhallen. Während wir uns mit ihm über seine Unversehrtheit und das Problem wie er da wieder rauskommen könnte unterhielten, folgte schon das nächste unerwartete Ereignis. Loggarts Leute, Krupp und Klopp waren hinter uns getreten und boten uns ein Seil an. Aus dem Haufen von Seil, den einer der Beiden trug, war schon erkennbar, dass es sich um ein sehr, sehr langes Seil handeln musste.

Candurien übernahm das Kommando und sorgte etwas ruppig dafür, dass die Beiden das Seil an die Seilwinde anbrachten und es in den Brunnen hinabließen. Neuen Mut fassend flog Malak den Brunnen hinab zu Jim. Dabei zeigte sich uns ein fantastisches Lichtspiel seines Lichtquarz, bei dem sich der Schein auf den runden Wänden des Brunnens widerspiegelte und der Kreis sich umso tiefer Malak war verkleinerte.

Was sich daunten abspielte weiß ich bis jetzt nicht und wir haben mit Loggarts Leuten sicher ein ganzes Weilchen daoben gewartet. Irgendwann aber ließen sich von unten Klopf- und Schlaggeräusche vernehmen und Jim und Malak teilten uns mit, dass sie wohl einen Hinweis auf einen Geheimgang entdeckt hätten und nur noch rätselten, wie man ihn wohl öffne.

Getrieben von einer offensichtlichen Ungeduld kletterte nun einer der beiden Totenkopfträger am Seil hinunter um die Sache etwas zu beschleunigen. Candurien sah wohl seine Chance gekommen um zumindest einen der ungebetenen Gäste zu beseitigen (was auch immer bei Loggart vorgefallen war, es muss sein allerstärkstes Misstrauen erregt haben). Er schlich sich von hinten an ihn heran, holte mit seinem Schwert aus ... und ritzte ihn dann ein wenig am Nacken, da er sich offensichtlich ein wenig verschätzt hatte. Der Schläger, ich glaube es war Krupp, drehte sich um und zog ein Kurzschwert unter seinem schwarzen Umhang hervor, womit er Candurien einen schweren Schlag am Bein versetzte. Ich sah mich genötigt einzugreifen und gemeinsam erledigten wir ihn schnell und auch recht lautlos.

Als wir unsere Aufmerksamkeit wieder dem Brunnen zuwandten, war der Schein von Malaks Lichtquarz verschwunden, doch wir hörten die Stimmen von Jim und dem Windling - sie hatten den geheimen Zugang wohl entdeckt. Candurien kam auf die famose Idee, den toten Schädelmann "abstürzen" zu lassen um peinliche Fragen vorerst zu vermeiden, vielleicht konnte uns sein Komplize ja noch zu etwas nützen. der Tod seines Kameraden schien ihn zumindest nicht sonderlich mitzunehemen.

Ich machte mich also daran in die tiefe Schwärze des Brunnens hinabzusteigen und verließ mich hierbei nur auf mein Gehör, da wie gesagt der Lichtschimmer nicht mehr sichtbar war. Jedoch, als ich Malaks Stimme direkt vor mir hörte war dort nur eine Wand. Ich berührte sie und stellte fest, dass sie definitiv aus solidem Stein bestand. Diese Ansicht änderte sich jedoch als plötzlich eine Windlingshand aus der Mauer mir entgegen kam. Ich fasste sie und mit dem Gedanken, dass diese Wand auf keinen Fall wirklich sein könne betrat ich einen Gang, welcher wagerecht in den Stein gehauen schien - die Wand war verschwunden. Ähnlich wie ich erreichte nach mir Candurien den vorläufigen Ausgangspunkt unserer Expedition ins Ungewisse.

Wir befanden uns in einem dunklen steinernen Gang dessen Decke mir ein wenig zu niedrig war, sodass ich mich leicht bücken musste. Ich entzündete eine Fackel und Candurien folgte meinem Beispiel als wir uns auf den Weg machten. Jim eilte voran und ich folgte ihm während Candurien den Totenschädelmann im Auge behielt und die Nachhut bildete. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir recht schnell eine Abzweigung. Mir viel auf, das Malak, der neben Jim lief, mit einem Stück Kreide unseren Weg makierte. Ich bewog die anderen vorerst den linken Gang zu erkunden. Nach einer halben Stunde kamen wir allerdings wieder zurück, da wir dort nur auf eine verschlossene Tür getroffen waren, welche unseren Öffnungsanstrengungen nicht nachgab. Wir folgten nun also dem rechten Gang und dieser erweiterte sich bald darauf zu einer kleinen Höhle. Mitten in der Höhle stand jemand. Oder etwas. Oder auch zwei. Ich erkannte jedoch beim näherkommen, dass es sich um eine grässliche Statue handelte. Ein Mann, welcher schreiend versuchte zum Gang zu rennen, seine starr stehenbleibende Haut bei diesem Versuch jedoch offenbar zurückließ. Ein Schauder fuhr über meinen Rücken und ich wagte kaum weiter hin zusehen.

Bis auf diese Schauderfigur war jedoch dieser Gang offenbar noch mehr eine Sackgasse als der letzte. Nirgends ein Anzeichen, dass es weiter ging. Und dann fing Jim auch noch an verrückt zu spielen. Wie in Trance näherte er sich der Statue und berührte sie. Mit einem Schrei schreckte er zurück. Candurien sprach ihn an, doch er reagierte gar nicht. Dann fing er an mit einer unsichtbaren Person zu sprechen. Ich glaube mich zu erinnern, dass er mehrmals Vater sagte. Nach zehn Minuten war der Spuk wieder vorbei und Jim wieder gedanklich halbwegs bei uns. Der Knochenmann fragte ob Jim mit dem Dämon gesprochen habe (woher auch immer er diese Information bezog), was Jim bejate. So langsam dämmerte es mir worauf diese Expedition hinausleif, aber wir waren schon zu weit und meine Neugier zu groß, als das ich jetzt an Umkehr denken konnte.

Jim faselte irgendwas davon, das wir nun "Sein" Reich betreten würden und das es hier irgendwo tiefer gehen müsse. Tatsächlich bückte er sich kurze Zeit später zwischen zwei Stalagmiten und rief uns zu sich. Auf dem Boden gewahrte ich ein merkwürdiges Zeichen. Ein Kreis mit vier Vierecken, die sich an ihn anschmiegten und darunter wieder vier Vierecke. Jim ritzte sich in den Finger und zeichnete mit seinem Blut das Symbol nach. Wie auch immer er darauf gekommen war, es half. Der Boden unter meinen Füßen bebte und begann dann sich langsam und stetig abwärts zu bewegen.

Wie lange wir abwärts fuhren? Ich weiß es nicht. Es kam mir jedenfalls we eine Ewigkeit vor, in der wir schweigend tiefer und tiefer einen unbekannten Schacht hinunterfuhren. Aus Langeweile und um den Knochenmann ein wenig zu verunsichern und einzuschüchtern wandte ich mein Talent Magische Maske an und nahm Canduriens Gestalt an, was diesen ein wenig irriterte, er sagte jedoch weiter nichts dazu. Endlich durchbrachen wir die Decke eines weiteren unterirdischen Gewölbes und die Steinplatte rastete kurz später im Boden ein. Der Raum war über und über mit Stalagmiten und Stalagtiten gefüllt, jedoch wie der erste nicht besonders groß und vor allem komplett in sich abgeschlossen. Sah ganz so aus als ob wir schon wieder aufs genauste suchen müssten um den weiteren Weg zu finden, falls es einen solchen überhaupt gab. Also verteilten wir uns und durchsuchten die Höhle. Candurien und ich waren ja durch unsere Nachtsicht ein wenig im Vorteil und so ist es nicht verwunderlich, dass wir recht schnell einen Stalagmiten fanden, welcher sich von den anderen ein wenig unterschied und förmlich nach "Drück mich, ich öffne die Geheimtür" schrie. Jim kam auch sofort angerannt und stemmte sich dagegen. Und tatsächlich! Zu unserer Linken schob sich eine Steinwand beiseite und ließ uns in den nächsten Gang ein.

Zu allem Unglück musste nun dieser Gang auch wieder zu niedrig für mich sein, also wieder das vefluchte Bücken! Außerdem war der Gang über und über gefüllt mit seltsamen Ornamenten, oder Ketten, welche von der Decke hingen und alle dieses seltsame Symbol mit dem Kreis und den Vierecken darstellten. Ungeachtet dessen eilte Jim in den Gang hinein. Er schien von einer seltsamen inneren Unruhe - oder sollte ich vielleicht Kraft sagen? - getrieben. Als er etwa zehn Schitte gegangen war pendelte plötzlich etwas in den Gang und schleuderte ihn zu Seite. Als es danach auspendelte erkannte ich eine Menschenhaut, welche auf einen eisernen Rahmen gespannt war, der mit Stahlspitzen übersäht war. Jim rieb sich die Seite, murrte aber nur als wir uns nach seinem Befinden erkundigten und setzte den Weg fort. Was auch immer dieses Pendel ausgelöst hatte, es hatte auch eine weitere Felswand in Bewegung gesetzt und somit den weiteren Weg geebnet. Wir betraten erneut eine Höhle. An deren Ende ein einziger Stalagmit stand und welche zu Abwechslung gleich zwei mögliche Ausgänge bot. Einen schräglinks vor mir und einen weiteren direkt über unseren Köpfen. Wir konnten Jim dazu überreden kurz zu verschnaufen. Seiner Verletzung von eben wegen und vor allem um zu beraten wie wir weiter vorzugehen gedachten.

Malak nahm auf Jims Bitte noch einmal all seinen Mut zusammen und flog in das Loch in der Decke hinein. Nur wenige Sekunden später raste er im Sturzflug wiederherab und verschwand hinter dem Stalagmit. Ich musste ihm einige Zeit gut zureden, bevor er seine Erdverschmelzung auflöste und, von lebenden Toten stammelnd, wieder zu den Anderen trat. Loggarts Mann schien aufzuhorchen und äußerte sofort die Annahme, dass es sich sicherlich um Kadavermenschen, oder ähnlich Konstrukte handele. Darauf schien Candurien nur gewartet zu haben. Sein Schwert zischte durch die Luft und die Spitze verharrte nur Millimeter entfernt von der Kehle des Totenkopfträgers. Er verlangte in kühlem Befehlstonfall, dass dieser sofort Auskunft geben solle, was er noch so alles wisse, sollte ihm sein Leben lieb sein. Ich trat schnell hinzu. Und so sah sich Loggarts Scherge nun zwei böse blickenden schwarzhäutigen Elfen mit blitzenden roten Augen und scharfen Schwertern gegenüber. Er packte aus. Wir erfuhren, dass Loggart von einem seiner Schüler die Information erhalten habe, dass und vor allem, was wir in dem Brunnen wollten. Warum er solch hohes Interesse an diesem Unternehmen hatte wollte der verängstigte Knochenmann uns jedoch immernoch nicht sagen. Wir beließen es jedoch vorerst dabei und begannen die Höhle nach etwaigen versteckten Schaltern abzusuchen, da Malak auch etwas von einer Vorrichtung erzählt hatte, die möglicherweise eine Strickleiter aus dem Loch in der Decke hinablassen könnte.

Candurien entdeckte, dass der Stalagmit wiedermal etwas sehr merkwürdige an sich hatte. Doch ich riet zu Vorsicht, nur um mich kurze Zeit später in einer Fallgrube wiederzufinden, welche mit nach oben ragenden Beinknochen gefüllt war - recht schmerzahft, aber ich kam zum Glück wieder recht schnell nach oben und auf die Beine. Daraufhin ließen wir das Loch Loch sein und betraten den anderen Gang.

Jim eilte wieder mit Malak und seinem Kreidestück voraus, gefolgt von uns zwei Canduriens, die wir nun einen sehr verstörten Totenschädleträger in die Mitte nahmen. Doch in diesem Unterirdischen Labyrinth gibt es kein Verschnaufen und keine Sekunde in der man unachtsam sein darf. Wir waren erst wenige Schritte gelaufen als von Vorn der Ruf kam: "DUCKEN!" und wir warfen uns schnell auf den Boden. Doch zu unserer Verwunderung passierte absolut nichts. Jim erklärte, nachdem wir uns wieder erhoben hatten, dass er auf eine Steinplatte getreten sei, welche daraufhin knirschend ein Stück tiefer gesackt war. Doch scheinbar hatte sie keine Falle ausgelöst. Oder eben doch und es handelte sich um etwas viel schlimmeres als eine einfache Fallgrube und wir würden die Auswirkungen erst später bemerken. Wir waren zumindest alarmiert und beschlossen Loggarts, ansonsten unnützen, Kerl ab sofort vorzuschicken.

Unsere Idee bewies sich als gut durchdacht, denn als sich der Gang das nächste mal zu einem größeren Raum wölbte und dieser Klopp hineintrat, loderte augenblicklich an der gegenüberliegenden Seite ein Feuerwand auf, welche den weiteren Weg versperrte. Was nun?? Vorerst testeten wir die Feuerwand auf ihre "Echtheit". Ich entzündete eine Fackel und diese fing auch an zu brennen, erlosch aber kurze Zeit später. Möglicherweise handelte es sich wirklich um eine Illusion, doch so sehr wir uns auch versuchten darauf zu konzentrieren, dass es kein Feuer gebe, die Wand blieb. Malak machte einen kurzen Versuch, trotz der Dämonenverunreinigung, in den Astralraum zu sehen um weitere Informationen zu erlangen und stellte eine Verbindung der Wand zur Mitte des Raumes (oder war es zu Klopp welcher dort stand) und von dort zu der seltsamen Steinplatte fest. Nach mehreren fruchtlosen Versuchen die Steinplatte wirder zu heben standen wir wieder genauso schlau da wie am Anfang. Und auf einmal erlosch die Feuerwand, jedoch nur um sich in der nächsten Sekunde, als Jim schon darauf zulief neu zu entzünden.

Wir waren mit unserem Sperethiel am Ende, da kam Candurien die grandiose Idee doch einmal Loggarts Knochenträger durch die Wand zu schicken. Bevor er etwas dazu sagen konnte, hatten wir ihn von hinten gepackt und durch die Feuerwand geschmissen. Er war nun verschwommen auf der anderen Seite zu sehen. Er erhob sich blieb kurz regungslos stehen - er schien nicht wirklich verletzt - schrie dann aber und sprang von allein wieder zurück. Er flog als ein brennendes Etwas wieder auf unsere Seite der Barriere, wo er bewusstlos liegenblieb, während die Flammen langsam wieder erloschen. Als wir ihn untersuchten zeigte er jedoch keine Verbrennungsspuren. Alles sehr merkwürdig. Und dennoch wollte keiner von uns den Versuch wagen hinüber zu gehen. Also setzten wir uns alle vor die Wand aus Feuer und warteten schweigend, vielleicht würde sie ja noch einmal erlöschen.

Nach etwa zehn Minuten des Schweigens geschah dies tatsächlich und Jim und Candurien sprangen sofort durch die freie Öffnung, während Malak und ich ersteinmal bei Klopp blieben, der jetzt wieder wach war, aber nichts mehr tat als wimmern.

Als ich nun jedoch aus dem Innern der nächsten Höhle ebenfalls Wimmern hörte, gingen Malak und ich auch hinein um dessen Ursprung zu ergründen. Es war gigantisch, gigantisch groß, gigantisch gräßlich, gigantisch grauenvoll. Die Höhle wölbte sich hoch über unseren Köpfen und erstreckte sich beinahe endlos. Wände und Decke des Horrorgewölbes waren mit Namensgeberhäuten behängt. Orkhäute, Menschenhäute Elfenhäute, Trollhäute, Zwergenhäute, T'skranghäute, ja sogar Windlings und Obsidianerhäute. Diesen Anblick werde ich meinen Lebtag nie mehr vergessen. Solch eine Grausamkeit konnte nur im Geist eines Dämonen entstehen. Von den Wänden und den Häuten ging ein warmes rotes Glühen aus, welches die gesammte Halle in ein unheimliches Licht tauchte und die riesige Statue in der Mitte bestrahlte. Dort stand er, die Bestie, welche offensichtlich Urheber dieser Schrecken ist. Ich mag es kaum zu beschreiben. Eine riesige Gestalt ohne Haut und ohne Gesicht. Nur ein riesiger Kiefer trumpft vor dem ovalen Kopf. Um die Hüften trägt sie einen breiten Gürtel an dem eine vielzahl von Häuten hängt und auf dessen Schnalle das Symbol des Kreises und der Vierecken zu erkennen ist. In seiner Rechten Hand hält der Dämon zwei Würfel.

Ich wandte meinen Blick von der imposanten und fürchterlichen Statue ab und gewahrte weiter hinten einen riesigen Altar aus schwarzem glatten Gestein und dahinter ein gigantisches Tor. Begann dahinter das wahre innere Reich des Dämonen? Wieder hörte ich das Wimmern und entdeckte nun Jim und Candurien. Der erstere lag gekrümmt auf dem Boden und heulte, während der andere steif und unbeweglich neben ihm stand. Was darauf passierte kann und will ich hier nicht schreiben.
Nur soviel: Wir hatten alle zusammen eine gemeinsame Vision, in der der Dämon mit uns sprach und uns schlimme Bilder zeigte. Außerdem erfuhren wir Jims wahren Namen: Marius[1]. Danach waren wir alle benommen und bis ins Mark erschreckt.

Zusammen mit Candurien zog ich Jim (oder Marius?) wieder auf die Beine, welcher einfach blind geradeaus starrte und nicht wirklich ansprechbar war, und traten den Rückweg an. Loggarts Scherge verriet in Folge eines weiteren Gesprächs mit Candurien die wahre Absicht seines Meisters durch einen Blick: Jims Leiche. Candurien trat ihn dafür, woraufhin die erbärmliche Kreatur verstarb. Wenigstens mussten wir ihn jetzt nicht mit nach oben schleppen. Wir machten uns also auf den Weg und gelangten ohne besondere Vorkommnisse wieder zur Höhle mit der Statue des Gehäuteten, wo Jim wieder anfing zu brabbeln und dann die Statue berührte. Danach war er wenigstens wieder ansprechbar und halbwegs bei uns. Als wir am Seil ankamen rutschte er jedoch wieder ab und viel nach unten, doch Candurien und ich kletterten nach oben und zogen ihn hoch. Danach schleppten wir uns ins Gasthaus Galgenseil und fielen totmüde ins Bett. Vorerst war dieses Abenteuer beendet.

[Anmerkung:] Ich hatte ja an einer früheren Stelle schon erwähnt, das Jim seinen Namen nur von Borbol erhalten hatte in Ermangelung eines besseren, auch hatte ihn Hangol und zum Teil auch Lapis und Malak bisher Hüter genannt und von den Trollen der Scolberge hatte er den Namen Komonjak Komgat erhalten. Doch nun wusste er endlich seinen wahren Namen, doch zu was für einen Preis. Ich weiß noch nicht, ob ich mich an diesen Namen gewöhnen werde, für mich ist und bleibt er eigentlich Jim, aber wir werden sehen was die Zeit ergibt.

TO BE CONTINUED!





letzte Änderung 21-Mai-2007 22:00:14 MESZ von unknown.



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