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Die Höhle Der Schwarzen Bärin

Autor: Dradon


H

eut morgen machen wir uns auf um den schmalen und gefährlichen Gebirgspfad entlang zu wandern und zur Höhle von Hakanka Makaka zu kommen. Hoffentlich ist es auch diejenige, welche wir suchen, wo der Geisterbeschwörer seine Enklave hatte. Brumbordil wird uns noch bis zur Grenze des Trollterritoriums begleiten, doch weiter scheint sich hier keiner zu trauen.

...

Puh, geschafft, nach großen Schwierigkeiten, aber immerhin, wir sind drüben;

aber von vorn:

Nachdem wir eine ganze Weile gewandert waren, sind wir an eine Schlucht gekommen, welche etwa anderthalb Orklängen breit war. Ich versuchte rüberzuspringen stolperte aber rutschte den Abhang zu meiner Rechten hinunter. Zum Glück hatten mich die andern festgehalten, das bremste meine Rutschpartie, doch Hangol wurde vom Schwung mitgerissen und rutschte mir kopfüber mit den Armen nach vorn hinterher. Da hatten wir die Misere, wir beide waren etwa 300 Ellen unter dem Pfad und Hangol hatte sich die Unterarme komplett blutig geschürft und jammerte vor Schmerz. Zu Glück war der stärkste von uns, Jim, noch oben und so zog er uns wieder nach oben. Wir waren erschöpft, zum Teil angeschlagen und noch keinen Schritt weiter. Hangol legte sich hin um ein wenig auszuruhen und war recht bald eingenickt, während Jim ein wenig von dem Fleisch, welches uns die Trolle mitgegeben hatten aß. Plötzlich spürte ich, dass wir beobachtet wurden und sah mich um und tatsächlich! gegenüber auf der anderen Seite der Schlucht schaute ein Wolf mit gierigen Augen zu uns herüber. Ich sprang auf und zog mein Schwert, da war er schon auf meine Seite gesprungen und griff mich an. Dann war auf einmal alles durch dichten Rauch verdeckt und ich sah nur noch Schemen, doch der Wolf biss mich ins Bein. Ich fluchte, schlug auf die Schatten ein und brüllte nach Jim. Ich muss den Wolf wohl einige Male getroffen haben, bevor ich bewusstlos wurde, doch töten konnte ich ihn nicht.

Als ich wieder erwachte, lag ich neben Hangol. Es war Anfang des Abends und neben mir auf dem schmalen Pfad war eine riesige Blutlache und ich sah Jim, wie er mit dem Blut seltsame Zeichen an die Wand malte. Einen Kreis mit vier Vierecken darunter und darunter nocheinmal vier Vierecke un dass immer wieder. Ich sprach ihn an, aber er antwortete nicht, er schien in einer Art Trance! Ich satnd auf und spürte einen Schmerz im Bein. Der Wolf hatte mich gebissen, jedoch hatte jemand -wohl Jim- die Wunde verbunden, auch im Schulterteil meiner Rüstung waren deutliche Bissspuren erkennbar und es steckte sogar noch ein Wolfszahn darin. Mühsam kam ich auf die Beine. ich schrie Jim an, er solle wieder zur Besinnung kommen. Und plötzlich drehte er sich benommen zu mir um und sagte, dass er sich freue mich wieder auf den Beinen zu sehen. Er muss in dieser Nacht völlig durchgedreht sein, ich hoffe das sowas nicht wieder vorkommt. Er stritt jedoch alles ab, er habe nur den Wolf getötet und danach in die Schlucht geworfen, damit er nicht hier verwese -schade um das schöne Fell- und auch die seltsamen Malereien seien nicht von ihm, sondern vorher schon da gewesen. Er war unbelehrbar aber ich zu müde und ausgelaugt und daher beschlossen wir, das er noch ein Weilchen wache halten solle um mich dann später zu wecken. In der Tat war es aber Hangol, der mich weckte, während Jim sich einfach neben mir in den Schlafsack fallen ließ. Ich hab mich mit ihm ganz nett unterhalten und ihm erzählt, was passiert war, da er nichts mitbekommen hatte und ein wenig verwundert war, auch über Jims Seltsamkeit haben wir uns unterhalten und danach hab ich ihm die Geschichte von Valvidius erzählt. Er hat immer wieder gesagt, dass er abbrechen will, doch ich konnte ihn (später mit Jims Hilfe davon überzeugen, weiterzuziehen. Irgendwann war dann der Morgen da und Jim zog aus um einen Baumstamm zu finden, aber das ist alles nicht so wichtig, letztendlich sind wir gegen Mittag über Schlucht gekommen, in dem wir zuerst Hangol langsam am Seil nach vorn ließen, bis er gerade so mit den Armen die ander Seite fassen konnte und sich dann daran flink und geschickt hochzog. Dann hatten wir das Seil auch drüben und schafften die Rucksäcke herüber, dann mit einigen Komplkationen mich, nach dem selben Prinzip und Jim versuchte nocheinmal einen Sprung und auch dies gelang ihm. Nach kurzer Rast setzten wir den Marsch fort und kamen gegen Abend hier an. Es ist ein nettes lauschiges Plätzchen. Ein Bergsee in einem hübschen, von Bergen umgebenen Tal. Wir haben das Zelt der Trolle aufgebaut und beschlossen erstmal einen Tag auszuruhen um den Wunden Möglichkeit zur Heilung zu geben. Jim ist ein wenig die Gegend erkunden gegangen und Hangol und ich werden uns wohl die Zeit einwenig zusammen vertreiben.



Viel ist geschehen seit meinem letzten Eintrag, Geschehnisse, die mich davon abhielten zu schreiben. Ich bin mittlerweile wieder bei den Trollen angekommen und Hangol und Jim sind schon in Richtung Eidolon aufgebrochen. Doch endlich finde ich wieder die Ruhe und Zeit zum Schreiben, auch wenn der Umstand nicht der erfreulichste ist. - Doch ich sollte versuchen die Dinge in der richtigen Reinfolge zu berichten:

Als wir den folgenden Morgen aufwachten, hatte es ein wenig geschneit, was uns aber nicht weiter störte, wir packten zusammen und machten uns auf den Weg. Wir wussten nicht genau wohin wir uns wenden sollten, aber Jim hatte am gestrigen Abend einen Pfad entdeckt und ein seltsamen Skelett, vermutlich ein Trolljunges. Wir vermuteten das wohl dieses traurige Omen ein Wegweiser für uns war und orientierten uns also in diese Richtung. Nachdem wir das Skelett hinter uns gelassen hatten wurde die Stimmung nach und nach immer trostloser, ein kalter Wind wehte und plötzlich waren überall Krähen. Außerdem bemerkten wir nach und nach immer mehr Tierkadaver und schließlich einen großen Uhu, der auf einem knorrigen Baum ohne Blätter saß und uns beobachtete. Wir vermuteten einen bösen Geist und gingen mit gezogenen Schwertern auf ihn zu, doch er flog davon, bevor wir ihn erreichten.
Als wir über den nächsten Bergkamm kamen, sahen wir sie: die Höhle der schwarzen Bärin. Nicht das es zu diesem zeitpunkt schon erwiesen war, doch bald sollte sich unsere Vermutung als richtig herausstellen. Die Höhle lag tief in einer Senke und von ihr ging ein dunkles Gefühl der Bedrohung aus. Zuerst trauten wir uns nicht hinein, doch ich nahm eine Laterne aus meinem Rucksack und entzündete sie. Dann betraten Jim und ich die Höhle und auch Hangol, der sich als erstaunlich furchthaft erwies, kam schließlich nach.
Langsam stießen wir weiter ins Höhleninnerer vor. Die Dunkelheit war selbst für mich wie ein dunkler Schleier, gleichsam ein Widerstand gegen den man angehen musste. Mir läuft jetzt noch ein kalter Schauer über den Rücken.
Und aus diesem Dunkel erhob sich auf einmal vor uns das gräßliche Monster, die dämonische Bewohnerin dieser Höhle, Hakanka Makaka. Es war ein furchteinflößender Anblick, wie im Schein der Lampe die gut zehn bis elf Ellen große Bärin uns aus mordlüsternen roten Augen anblitzte, dann einen Markerschütternden Schrei ausstieß und mit einen riesigen Satz auf mich zugesprungen kam.
Eigentlich kann es Hangol niemand verübeln, dass er vor Angst erbleichte und sich wimmernd an die Höhlenwand presste. Doch Jim und ich stellten uns dem Kampf, die Bärin brüllte und schlug mit ihren schweren Pranken zu, doch ich kämpfte voll Tapferkeit, in der rechten Hand das Schwert und in der linken die Laterne haltend, und fügte ihr einige Treffer zu. Als ich grade wieder mein Schwert tief in ihre rechte Flanke geschlagen hatte erwischte sie mich jedoch mit einem weiten Hieb und ich wurde gegen die Höhlenwand geschleudert, dabei habe ich mir wohl eine Rippe gebrochen. Die Laterne flog gegen die Wand und zerschellte, zurück blieb nur noch eine kurz brennende Pfütze, doch Jim sprang in diesem Moment vor und versetzte der Bärin den Todesstoß. Sie brach brüllend zusammen und auch Hangol schien wieder zu Sinnen gekommen zu sein. Ich konnte mich jedoch kaum bewegen, da mich die Wucht des Schlages ziemlich mitgenommen hatte und so mussten diese beiden halbblinden Menschen in der Dunkelheit den weiteren Weg suchen, welchen ich schon längst gesehen hatte. Sie tasteten sich an der Wand entlang, stolperten über Knochen und Gebeine und fanden schließlich einen Gang. Nach einer Weile kehrten sie zu mir zurück, natürlich nicht ohne mich dabei auch noch halb über den Haufen zu rennen. Sie erklärten mir, dass dort eine durchsichtige schimmernde Barriere sei, welche sie nicht durchdringen könnten. Sie hoben mich auf und brachten mich dorthin. Wie ich mir schon gedacht hatte, handelte es sich um wahre Luft, wie in Gorgas Höhle. Ich nahm meine Knochenkette aus dem Rucksack und führte das Ritual durch. Es gelang mir nicht gleich, doch nachdem ich mich etwas beruhigt hatte versuchte ich es erneut, befreite mich von allem Schlechten und Bösen was in Verbindung mit mir stand und schritt durch die Barriere. Auch Hangol folgte und zu meinem Verwundern auch Jim, wobei ich von Anfang an der Meinung war, dass es nicht gut für ihn sein könne und das sollte sich später auch zeigen.

Wir betraten eine kleine geräumige Zelle, welche immernoch in völliger Dunkelheit lag. Doch dann matrialisierte sich vor uns plötzlich eine durchschimmernde Gestalt.
Es stellte sich heraus, dass wir tatsächlich in der Höhle des alten Geisterbeschwörers angekommen waren. Unser Gegenüber allerdings war nur sein alter Hausgeist, der nach dem Tod seines Meisters aus Treue an diesem Ort geblieben war und die hinterbliebenen Sachen des Meisters pflegte. Durch eine Handbewegung entzündete er einige blauleuchtende Geisterlichter, die den raum nun ein wenig mehr erleuchteten. An einem Tisch in der Mitte des Raumes saß immer noch das Skelett des alten Geisterbeschwörers, die Hand um einen braunen Becher aus seltsamem Material erstarrt. Ansonsten war nicht viel Einrichtung zu sehen. Ein seltsamer Kreis aus Knochen in der einen Ecke, eine kleine Kochstelle und mehrere Stapel mit Manuskripten. Dieser Mann mus sehr weise und reich gewesen sein, dass er so viele Schriften erschaffen und besessen hat. Es bestand kein Problem mit Hilfe des Hausgeistes das Tagebuch ausfindig zu machen und er bat uns sogar es mitzunehmen, da dies der Wunsch seines Meisters gewesen wäre, Gleichzeitig jedoch warnte er uns irgendetwass anderes von den Schriften mitzunehemen und drohte gar damit uns zu verfluchen. Das war natürlich weniger erfreulich, denn ich hatte schon daran gedacht Murbur Kordan mit ein wenig Zusatzmaterial zu erfreuen. Wie auch immer. Wir hielten uns noch eine ganze Weile an diesem Ort auf, an dem sich besonders Jim merkwürdig wohl zu fühlen schien. Es schien beinah als wollte er gar nicht wieder weg. Wir mussten ihn zum Ende hin gar drängen. Es muss wohl etwas mit dem Ritual der Reinigung und dem Schild aus elementarer Luft zu tun haben, denn als wir wieder heraustraten war mir als würde das Gewicht der ganzen Welt mit einmal auf meine Schultern fallen. Meine Schmerzen kehrten schlagartig wieder und mir wurde klar, dass ich sie vorher ganz und gar vergessen hatte. Doch am schlimmsten erging es Jim, der vollkommen zusammenbrach und seltsame Sachen murmelnd sich auf dem Boden wand und mit den Augen rollte. Ich konnte leider nichts tun denn meine Schmerzen übermannten mich in diesem Augenblick und ich muss wohl in Ohnmacht gefallen sein. Aber irgendwie scheint es Hangol geschafft zu haben uns schließlich beide wieder aus der Höhle zu bekommen, ein kleiner Ausgleich für seinen Zusammenbruch beim Anblick der Bärin. Als ich wieder erwachte war Jim scheinbar wieder bei vollen Kräften, oder zumindest nicht weiter angeschlagen, aber sehr still. Er hatte die Bärin aus der Höhle geholt und ihr das Fell abgezogen. Wir entzündeten ein kleines Feuer und probierten das Bärenfleisch, doch es schmeckte bitter und hatte keinerlei Nährwert, sodass wir bei unserem Trockenprviant blieben, dessen letzte Reste wir allerdings in diesem Zuge aufbrauchten. Wie genau wir wieder zurückkehrten weiß ich nicht. Die beiden Menschen legten mich, da ich nun durch meine Beinverletzung und den Schlag der Bärin für den Rückmarsch zu angeschlagen war, auf das Fell und der kräftige Jim hat mich wohl den größten Teil der Strecke gezogen. Jeder von uns wollte nur noch weg von hier. Es war, als ob uns ein dunkles Grauen verfolgte. Ich fing auf dem Weg an zu fiebern und dämmerte immer wieder weg, daher weiß ich nicht wie wir erneut über die Schlucht kamen.
Kurz vor dem Dorf der Trolle erwachte ich allerdings wieder und ein Teil meiner Kräfte war zurückgekehrt, nur um zu bemerken, dass Hangol die seinen gerade verlassen hatten. Die beiden Menschen schienen ohne Rast den ganzen Tag und die ganze Nacht marschiert zu sein und nun da es wieder tagte, barch Hangol mitten im Gehen zusammen. Auch Jim sagte er müsste nun eine Rast machen, da auch er völlig am Ende sei. Doch da ich wusste, dass wir keinen Proviant merh hatten beschloss ich, als Jim kurz darauf eingeschlafen war, mich die letzte Strecke bis zum Dorf zu schleppen um dort Hilfe zu holen. Nach einem zermürbenden Marsch von etwa einer halben Stunde kam ich im Dorf an und berichtete außer Atem von den beiden anderen. Dann brachte man mich hier in ein Höhle, wo ich dann auch bald einschlief.
Vor zwei Tagen bin ich dann wieder erwacht. Man sagt mir ich hätte wohl drei Tage lang geschlafen. Meine Wunden sind behandelt und ich fühle mich nun etwas besser. Jim und Hangol sind nach Eidolon aufgebrochen, doch haben sie versprochen wieder zurück zu kehren.
An dieser Stelle endet die Erzählung von Hakanka Makaka und eine neue beginnt. Ich bin schon sehr gespannt, was mich als nächstes erwartet. Morgen hab ich das erste Mal wieder die Gelegenheit mit Gorga zu reden.


Wenn ihr weiter blättert kommt ihr zu dem Kapitel Trollgesang.





letzte Änderung 12-Jun-2008 12:58:11 MESZ von unknown.



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