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Ein Neues Gesicht

D

ie Zeit mit Androl zu reden war sehr angenehm. Trotzdem wollte ich wissen ob er auch praktischere Qualitäten besaß. Ich habe nicht wirklich gesehen wie er den Informanten abgestochen hat. Darum wollte ich mir einen Eindruck dessen holen, was ich von ihm zu erwarten habe. So zogen wir los um noch einige Besorgungen für den Tag zu machen, vielleicht ergab sich auf einem der Märkte ja ein kleiner Zwischenfall. Auf dem Weg dorthin geschah jedoch etwas Merkwürdiges. Erst bemerkte ich es gar nicht, doch dann klang ein wohlbekannter Ton an meine Hörlöcher. Jemand sprach T’skrang, und zwar mit mir. Es war die selbe herrscherische Stimme, wie sie meine Lahala an den Tag legt. Verdutzt drehte ich mich um und erblickte hinter mir auf der Straße eine T’skrangfrau. Erstaunlich! Ich hatte doch eben von Androl erfahren dass es hier keine Frauen gibt. Ich war wie vom Schiff gestoßen. Nur aus Gewohnheit zog ich Androl und die T’skrang von der Hauptstraße in eine Gasse. Ich denke das war das Beste was ich in dieser Situation machen konnte. Nicht, dass es noch ein anderer T’skrang bemerkt und uns Ärger eingehandelt hätte. Nun begann von neuem ein sehr langes Gespräch. Als hätte ich den ganzen Tag nichts Besseres zu tun.
Es stellte sich heraus, dass die T’skrang gerade erst mit einem der Sklavenschiffe angekommen war. Sie hieß Xercis und stammte aus der näheren Umgebung von K’tenshin. Hm, wenn das mal stimmt. Ich denke nicht, dass sie mir alles sagt, genau wie dieser Androl. Aber vielleicht ist es auch gut Geheimnisse vor den anderen zu haben. Ich jedenfalls werde meine Informationssammlung weiter betreiben und schon noch herausfinden woher sie stammt. Und was noch viel wichtiger ist, warum sie es mir verheimlicht! Schon die ganzen widersprüchlichen Beschreibungen was sie in ihrem vermeidlichen Dorf für eine Position inne hatte, machten mich stutzig. Auch die Tatsache wie sie auf das Sklavenschiff gekommen ist verschwieg sie. Da habe ich noch ganz schön was zu tun.
Ich für meinen Teil habe ihr erzählt wo ich herkam, jedoch verschwieg ich meine Arbeit als Spion. Sollte es wirklich keinen Ausweg aus dieser Kuppel geben, was ich allmählich auch glaube, ist die Herkunft ohne Bedeutung. Keine Differenzen zwischen den Häusern haben hier Bedeutung. Alle alten Feindschaften von der Oberfläche sind hier egal. Es war einen Versuch wert, vielleicht fingen die anderen ja an mir zu vertrauen wenn ich ihnen einen wahren Brocken aus meiner Vergangenheit hinwerfe. Die Wirkung bleibt abzuwarten.
Jedenfalls Androl hat den Köder geschluckt und gab etwas mehr von seiner Geschichte preis. Er offenbarte uns, das es unter der Kuppel durchaus doch Frauen gab. Diese jedoch befänden sich alle in der Oberstadt und würden als Lustsklavinen für die reichen Bewohner dort gehalten. Für mich hörte es sich schon fast so an als wolle Androl in die Oberstadt, um dort eine Verwandte oder Geliebte zu retten, doch irgendwas passt da noch nicht ganz. Anfänglich unterhielten Xercis und ich uns auf T’skrang, doch als Androl rummaulte, dass er nichts verstehe, wechselten wir ins Zwergische. Als er dann mitbekam das der andere T’skrang eine Frau ist, wuchs etwas in ihm heran. Als wäre er der Schutzpatron aller Frauen oder der gesandte Retter, so zuneigend führte er sich auf. Ganz ruhig lauschte er jedem Wort von Xercis und gab ihr sogar seinen Mantel, damit sie ihre weibliche Gestalt verstecken könne. Würde hier in der Unterstadt bekannt werden, dass Xercis eine Frau ist, würde ein wahrer Krieg um sie ausbrechen. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass sich die meisten Namensgeber die Köpfe eingeschlagen hätten, um nach vielen Jahren wieder einmal eine Frau ficken zu können. Entweder will Androl Xercis für sich allein gewinnen oder es steckt mehr dahinter.
Es ist zumindest ein Segen zu wissen, dass die anderen Namensgeber das Geschlecht der T’skrang nicht wirklich zu unterscheiden wissen. So ist Xercis vorerst keiner Gefahr ausgesetzt wenn sie sich richtig verhält, beziehungsweise wir Xercis als männlich ausgeben. Es war beschlossene Sache, dass Xercis bei uns bleibt, noch bevor ich richtig darüber nachgedacht habe. Androl wollte sie auf keinen Fall alleine wegschicken. So weihten Androl und ich Xercis schnell in unseren Packt ein und verpflichteten sie einzuwilligen. Sie meinte jedoch noch niemals ein Schwert geführt, geschweige denn jemanden getötet zu haben. ICH war davon nicht sehr begeistert! Nein ganz und gar nicht. Es ist egal ob ein neuer Gefährte die wohl einzige Frau ist die ich in den nächsten fünf Jahren sehe, oder nicht. Sollte Xercis sich als Last oder Hindernis erweisen, werde ich mich ihrer entledigen. Ich kann es mir einfach nicht erlauben hier einen Patzer zu machen oder mich auf unfähige Leute zu verlassen. Noch möchte ich hier nicht sterben.
Ich machte beiden klar, dass ich sie nur unterstützen würde, wenn sie mir bewiesen, dass sie es wert waren. Also setzten wir unseren Weg fort, diesmal zu dritt. Meine Absicht war es allerdings nicht neben meinen Gefährten zu stehen, wenn sie sich in die Kloake ritten, also verfolgte ich sie. Das trainierte mich zugleich im Beschatten. Beide wussten, dass ich im Hinterhalt warten und ihnen zu Hilfe kommen würde, sollten sie Schwierigkeiten bekommen. Eigentlich wollte ich jedoch nur nicht sofort durch naive Selbstüberschätzung sterben, verursacht durch zwei Halbstarke, die ihr Talent maßlos überschätzten. Es war eine gute Übung im Schatten zu schleichen und gleichzeitig den Anschluss nicht zu verlieren. Es ging eine ganze Weile durch die Unterstadt bis wir in ein scheinbar sehr abgelegenes Gebiet kamen. Viele leere Hütten standen hier und spendeten eine schaurige Atmosphäre. In der Mitte des ganzen war ein großer Turm errichtet. Ich mochte es als T’skrang vielleicht einem Turm der Unseren zuordnen, jedoch war allein der Gedanke daran hier einen solchen Turm zu finden schon verrückt. Xercis jedoch war begeistert und wollte sofort Kontakt aufnehmen, also versuchte sie ihr Glück. Jedoch kam sie enttäuscht vom Eingang zurück. Offensichtlich kam man hier ohne Password nicht weiter. Nach der Rückkehr in die normalen Gebiete machte sich zumindest Androl schnell an die Arbeit und verschaffte sich sein tägliches Brot von einem der Mienenarbeiter. Er "erlöste" ihn. Nun hieß es sich zusammenrotten und auf den nächsten Tag warten. Schließlich ließ ich mich dazu breitschlagen mein Quartier zu offenbaren. Irgendwie war mir die Lust fern mich nochmals um ein Haus in der Umgebung umzusehen. Schließlich habe ich immer noch den Unterschlupf an der Oberfläche sollte hier unten etwas schief gehen. Jetzt sind wir also zu dritt. Ich bin gespannt was noch so unerwartetes in nächster Zeit auf mich zukommen wird.

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letzte Änderung 29-Mai-2011 01:28:50 MESZ von Malak.



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