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Rache Des Informanten

E

s war die erste Nacht unter der Kuppel, die ich ohne Nachtwache verbrachte. Kein Gefährte war bei mir und würde mich wecken sollte Gefahr drohen. Meine schlimmste Sorge war es nicht, hier zu sterben, sondern aufzuwachen und festzustellen, dass einem alles genommen worden war. Hier unten bedeutet jedes Mittel zum Tausch einen Tag überleben. Ich hasse es. Diese Ungewissheit. Jede Nacht könnte sich ein Anderer in dein Versteck schleichen und dir alles nehmen. Das wäre die schlimmste Folter, hier unten zu verrecken aus Hunger und Durst. Dafür hasse ich sie! Sie alle! Alle die hier unten sind sollen meinen Hass kennen lernen. Ich werde sie spüren lassen, was es bedeutet in der erbarmungslosen Ungewissheit zu leben und sie foltern, so wie sie mich jede Nacht foltern.
Das erste was ich machte, als ich erwachte, war, mich nach meinen Sachen um zu schauen. Es war noch alles da. Ein Glück. Die Nacht war nicht sonderlich erholsam gewesen, ich fühlte mich trotz Strohunterlage völlig gerädert. Dieser Tag schien nicht sonderlich erfolgreich zu werden, also machte ich mir lieber nicht allzu große Hoffnungen. Erstmal schaute ich mich in der unmittelbaren Umgebung meiner Hütte um. Jeder Winkel und jeder Verkaufsstand kann mir bei einer Flucht von großem Nutzen sein.
Als die Zeit gekommen war ging ich zur Arena. Heute sollte ein großer Kampf stattfinden. Ein großer Krieger stellte sich gleichzeitig drei Viechern. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering war, könnte ich dort Lapis wiedertreffen. Außerdem wollte ich unbedingt wissen, was das für Kreaturen waren von denen hier unten alle sprechen. Doch diese Hoffnung zerschlug sich sehr schnell. Ich war zu spät. Die Arena quoll bereits aus allen Eingängen mit Namensgebern. Jedoch wartete Androl vor der Arena auf mich, als hätte er geahnt, dass ich zu diesem Spektakel wollte. Schnell schilderte ich ihm, wie mein gestriger Besuch bei den Schwarzmänteln abgelaufen war, bevor er schon über meine Schultern schielte. Tatsächlich. Hinter uns kam gerade der Informant mit drei Schwarzmänteln des Weges. Mit einem kurzen Kopfnicken verstanden wir uns, getrennte Wege zu gehen. Auch unsere Verfolger nahmen getrennte Wege. Die drei Schwarzmäntel mir hinterher, und der Informant verfolge Androl, der in die große Menge der Arena schlüpfte. Ich sprintete in die nahen Gassen, die ich inzwischen bestens kannte. Kurz darauf hatte ich die Verfolger auch schon abgehängt. Auch Androl war es nicht allzu schwer gefallen den Informanten los zu werden. Da lag er nun tot zwischen den ganzen Namensgebern mitten in der Arena. Später würde man denken der Informant wurde zu Tode getrampelt. Hehe, mir gefällt die Arbeitsweise dieses Mannes.
Dieser Androl hatte mir bewiesen was er konnte, jetzt mussten wir nur noch unsere Fronten klären. Als wäre es eine halbe Ewigkeit her gewesen, als ich mich das letzte Mal vernünftig unterhalten habe. Dieser Androl schien in seiner Zeit über der Oberfläche einen gepflegten Umgang gehabt zu haben. Aus dem folgenden Gespräch entnahm ich, dass er in die Oberstadt will um einen Racheakt zu vollführen. Er selbst sprach immer nur vom "erlösen". Offensichtlich hat ihm dort jemand ziemlich auf die Schuhe getreten. Ich wusste doch, ich würde mich mit jedem Gespräch weiter an ihn heran tasten. Androl klärte mich auch auf, dass es hier unter der Kuppel nur Männer gibt. Das liegt daran, dass die Namensgeber, die in diese Kolonie geworfen werden, für den Bergbau gedacht sind. Darum fühle ich mich also auch so unsicher hier. Alles männliche Namensgeber, und alle sind überdurchschnittlich stark. Bevorzugte Rassen die hier unten reingeworfen werden sind offensichtlich Orks und Menschen. Es gibt auch viele Zwerge und Trolle, doch kaum Obsidianer oder Windlinge. Nicht, dass es diese an der Oberfläche mehr geben würde. T’skrang gab es auch welche, jedoch ehr minder als häufig. Wie ich später feststellen würde, sind T’skrang nicht sehr gerne gesehen und werden für zwielichtig und hinterhältig gehalten. Ich weiß gar nicht wie sie darauf kommen.
Zusammen waren wir auf jeden Fall besser dran als einzeln. Außerdem hatte Androl sonst keinen Anderen der ihm helfen würde in die Oberstadt zu kommen als mich. So schlossen wir einen Packt und einigten uns auf gegenseitige Hilfe in brenzlichen Situationen. Ich hoffe damit keine Fehlentscheidung getroffen zu haben.

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letzte Änderung 29-Mai-2011 01:28:29 MESZ von Malak.



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