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Scar

Autor: Scar


S

car wurde am 5. Tag des Riag im Jahre 1485 TH als zweites Kind des Händlers Demfour und der Schneiderin Valeria in Tansiarda geboren. Ihm vorangegangen war sieben Jahre zuvor seine Schwester Benala.

Scar war zunächst Demfours ganzer Stolz, sollte er doch einmal das florierende Geschäft seines Vaters erben und das Handelshaus fortführen. Leider stellte sich recht früh heraus, dass Scar zu einer Enttäuschung für seinen Vater werden würde.

Denn anstatt sich für dessen Geschäfte zu interessieren und begeistert den Ausführungen seines privaten Lehrers zu den Feinheiten des Rechnungswesens, der Buchhaltung und Logistik zu lauschen, stahl er sich bei jeder ihm bietenden Gelegenheit aus dem Haus seiner Eltern und stromerte in der Flussstadt umher. Er verbrachte seine Zeit damit, den ankommenden Fischern zuzusehen und ihren Fang zu bestaunen, beobachtete heimlich das Training der Miliz, lauschte den Alten bei ihren Erzählungen von den Legenden und Mären vergangener Tage und war fasziniert von dem Sprachengewirr der verschiedenen Rassen an den Markttagen der Stadt. Oft schlich er sich auch in die Taverne, um dem Spiel der Barden zu lauschen und brachte sie sogar dazu, ihm ein paar Griffe auf der Laute beizubringen.

Als sein Vater merkte, dass die Unterrichtsstunden bei Scar nicht fruchteten, versuchte er, sich dessen Neugierde auf allerlei Dinge zu nutze zu machen und nahm ihn auf einige Handelsreisen zu den nahegelegenen Flussstädten mit. Befriedigten diese Reisen zunächst tatsächlich die Wissbegierde des Knaben, fühlte sich dieser jedoch sehr schnell eingeengt in dieser Rolle. Das Reisen faszinierte ihn zwar, jedoch zwangen die Art der Ware und die ausgehandelten Verträge mit anderen Geschäftspartnern den Karawanenführern stets einen strikten Zeitplan auf. Möglichkeiten, seinen Weg frei zu wählen und interessante Landschaften und Ruinen zu erkunden oder einfach nur sich die Zeit zu nehmen, um Geschichten und Legenden mit den Mitreisenden auszutauschen, boten sich ihm nicht im gewünschtem Maße.

Als Demfour erkennen musste, dass auch dies nicht den gewünschten Effekt auf seinen Sohn hatte, versuchte er es mit Härte und schrieb Scar, als dieser alt genug war, bei der Stadtmiliz ein. Innerlich hoffte er wohl den Knaben zu verschrecken und so doch irgendwie für ein Leben als Händler begeistern zu können. Seine Rechnung sollte allerdings nicht aufgehen. Es stellte sich heraus, dass Scar über eine natürlich Begabung zu verfügen schien, beigebrachte Dinge schneller als gewöhnlich anzunehmen und umzusetzen. Dies galt insbesondere für das Training mit dem Ausbilder der Miliz, einem Zwergen namens Regin, bei dem es sich um einen Adepten handelte, den Scar intuitiv als Adept der Kriegerdisziplin einstufte. Schon nach wenigen Wochen beherrschte er annehmbar den bewaffneten Kampf und ahmte sogar den Stil seines Ausbilders nach. Von ihm übernahm er auch die Affinität zu Zweihandäxten.

Tatsächlich war Regin sehr beeindruckt von den Leistungen seines Rekruten und vermutete bereits einen Anwärter seiner Disziplin gefunden zu haben, merkte jedoch bald, dass Scar die Sichtweise eines Kriegers fremd war. Er versucht dem Kampf zunächst aus dem Weg zu gehen und Worte statt Taten sprechen zu lassen, um den Kampf zu verhindern. Scheiterte er damit, ging es ihm jedoch nicht einfach darum, sich mit dem Gegner zu messen, um zu sehen wer seine Technik besser beherrschte. Kam es zum Kampf, wollte er gewinnen. Regin gab so schnell nicht auf, überraschte es ihn doch, woher diese schnelle Auffassungsgabe kam, seine magischen Talente anzunehmen. Er versuchte immer wieder nach dem Dienst Scar die Sicht eines Kriegers näher zu bringen und tatsächlich war der Knabe fasziniert von den Ausführungen des Zwerges. Am meisten jedoch erstaunte ihn, wie sich jemand freiwillig unter einen derartigen Zwang stellen konnte. Die Welt hatte so viele Eindrücke zu bieten, so viel was es zu entdecken galt, eine solche Vielfalt gerade auch in Bezug auf die Disziplinen, als dass man sich für eine entscheiden könnte. In diesen Momenten wurde Scar klar, dass er keinem vorgeschriebenen Weg einer Disziplin folgen würde. Er würde einfach versuchen zu lernen, was ihm gefiel, so wie bei Regin . Obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wie er das gemacht hatte.

Trotz des Umstands, dass Regin sich wohl in seinem Rekruten getäuscht hatte, was dessen zukünftigen Weg anbelangte, so genossen beide doch die abendlichen Gespräche und Diskussionen und es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den Beiden.

Scars Ausbildung war mittlerweile abgeschlossen und er begann seinen Dienst bei der Stadtwache und sammelte Erfahrung auf einigen, wenigen Patrouillen. Doch je länger er bei der Miliz blieb, desto stärker wurde das Gefühl von Beengtheit. Sein ganzes Wesen sehnte sich danach endlich die Welt zu erkunden und ihre Geheimnisse zu ergründen. Er wollte sämtliche Völker der Namensgeber kennen lernen, ihre Geschichten und Mären hören und ihre Sprache verstehen. Aber am meisten sehnte er sich danach, Vertreter anderer Disziplinen kennen zu lernen und von ihnen mehr über ihren Weg zu erfahren. Scar verstand damals noch nicht vorher dieser Drang kam, spürte ihn jedoch stärker denn je.

Also entschloss er sich eines Tages der Stadtwache den Rücken zukehren und seinem Wissensdrang nachzugehen. Er teilte seinen Entschluss seinem Freund Regin mit, der letztlich Verständnis aufbrachte und ein gutes Wort bei Kenvin, dem Hauptmann der Stadtwache einlegte. Diesem und dem Umstand, dass der Hauptmann ein Auge auf Benala geworfen hatte, verdankte Scar letztlich, dass er aus den Diensten der Stadtwache entlassen wurde. Benala, unterstütze ihren kleinen Bruder seit jeher bei seinen eigenwilligen Unternehmungen. Schon früh deckte sie ihn, so dass er sich aus dem Haus schleichen konnte, bewahrte ihn mehr als einmal vor dem Zorn seines Vaters und half ihm letztlich auch mit Kenvin. Sie machte ihm schöne Augen und umgarnte ihn und beeinflusste ihn auf diese Weise, Scar ziehen zu lassen.

Während Benala sich für ihren kleinen Bruder zu freuen schien, dass dieser endlich seinen Weg gefunden hatte, blickte er zum Abschied in das von Trauer gezeichnete Gesicht seiner Mutter. Diese hatte bis zu Letzt gehofft er würde sich doch für ein Leben als Händler begeistern können und seinen Vater stolz machen. Trotzdem überraschte sie ihn und gab ihm eine kleine Reisebörse, einen Rucksack mit Zelt und eine Laute, sie hatte also seine heimliche Leidenschaft für dieses Instrument bemerkt. Als Demfour von dem Entschluss seines Sohnes erfuhr, war er außer sich vor Zorn, nicht nur, dass er es abgelehnt hatte, sein Geschäft zu übernehmen nun würde er es nicht einmal mehr in der Stadtwache zu einigem Ansehen bringen. In der Woche vor dem Abschied ignorierte er Scar und würdigte ihn keines Blickes, am großen Tag selbst blieb Demfour einfach fern, angeblich hinderten ihn wichtige Geschäfte daran Abschied zu nehmen.

Scar brach im frühen Morgengrauen auf, er hatte sich einer Karawane angeschlossen und bot sich als Begleitschutz für diese an. Auf diese Weise bereiste er einige Zeit die nähere Umgebung Tansiardas. Auf einer dieser Reisen lernte er die Menschen-Frau Aylin kennen. Die Karawane mit der Scar unterwegs war, schlug ihr Lager bei einem großen Rastplatz auf, auf dem bereits eine weitere Karawane kampierte. Unter den Karawanenleuten befand sich auch Aylin, welche die Gesellschaft mit dem Spiel ihrer Flöte unterhielt und einige Geschichten zum Besten gab. Scar spürte, dass diese Frau Magie benutzte, und stellte erstaunt fest, dass diese ihren Ursprung in verschiedenen Disziplinen hatte. Er konnte sich diesen Umstand nicht erklären und sprach sie daraufhin an. Im dem folgenden Gespräch hörte Scar zum ersten Mal von der Disziplin des Gesellen und dass auch er die Magie besaß, diesem Pfad zu folgen.

Beschreibung

Scar ist für einen Menschen von durchschnittlicher Statur, seine Größe von 6 Ellen (180 cm) ist jedoch eher ungewöhnlich. Seine Augen sind von brauner Färbung und auch seine Haut weist ebenfalls einen leicht bräunlichen Farbton auf. Dass sein Haupthaar, welches er etwa schulterlang trägt, einmal ebenso schwarz gewesen ist, wie sein Schnurr- und Kinnbart, lässt sich nur erahnen. Denn trotz seiner jungen Jahre durchziehen nur noch vereinzelt schwarze Strähnen das inzwischen schlohweiße Haar, ein Erbe seines Vaters.

Scar ist von Natur aus äußerst neugierig und interessiert sich insbesondere für die Lebensweise und Kultur der Namensgeber Barsavies. Zu seinen Hobbys zählt unter anderem das Sammeln von Mären und Geschichten dieser Völker und das Studieren von Heilkräutern.





letzte Änderung 06-Aug-2010 17:23:57 MESZ von Scar.

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