Anmeldung



- search -
Edit...

JSPWiki v2.2.28
 
Jabuto Traumszenen


* Du stehst in einem Spiegelkabinett. Du siehst Dich selbst in tausend Spiegeln, bis in
  weite Ferne scheint es immer neue Abbilder Deiner selbst zu geben. Die Spiegelbilder reden
  miteinander, manche Lächeln Dich an, als sie Dich sehen. Du gleitest durch diese Welt,
  die Du selbst bist.
  Du gehst umher, und bleibst bei einem Spiegel stehen. Dort bist Du als kleines Kind. Es
  weint. Du siehst am Spiegel etwas Schmutz, er ist nicht sehr sauber, als wäre er mit
  schmierigen Händen betatscht. Das Kind schaut in die Ferne, seine Augen scheinen etwas 
  zu verfolgen, dann presst es stockend hervor "geht weg! Ich will nicht mit euch spielen"

  Verwundert entfernst Du Dich von dieser bedrückenden Szene.

  Weit hinter Dir hörst Du fernes Klirren. Du gehst dem nach, eilst durch die Spiegelhallen,
  rennst, als deine Füße auf dem Boden knirschen, Scherben, ein Spiegel ist zerbrochen... 
  Du schaust auf Deine Hand, dein kleiner Finger, ein kleiner Tropfen roter Flüssigkeit... 
  Du hörst ein Lachen... anders, fremd... es lacht Dich aus. Du schaust Dich um, hier sind
  nur Deine Spiegelbilder, aber sie schauen fremd, das bist nicht Du in diesen Spiegeln.

  Du rennst weg, an einen anderen Ort, hier ist alles wieder gut. 

  In der Ferne hörst Du ein Klirren...

* Du träumst, Du bist ein blauer Delphin, Du schwimmst durch das Meer, es ist ein anderes
  Meer, es ist kosmisch. Alles um Dich herum ist angenehm, Du fühlst Dich dauernd gut. 
  Ständig hast Du neue Ideen, und das kosmische Wasser um Dich herum reagiert auf 
  Deine Träume und nimmt entsprechende Gestallt an.
  Natürlich bist Du nicht alleine, Du hast viele Spielgefährten, die so sind wie Du. 
  Und Du weißt eine Menge, deshalb bist Du ja auch so was wie ein Gott. 

  So lebst Du also ein paar Millionen Jahre dahin.

  Eines Tages dann stößt Du auf ein Ding, das Du bisher nicht kanntest. Es ist schwarz, hat
  spitze Stacheln, an denen man sich leicht verletzen könnte, und es ist kalt und dunkel.

  Es fasziniert Dich. Es ist anders. Erst bist Du entsetzt und schwimmst weg, aber Du kommst
  immer wieder.. und näher. Du willst es kennen lernen. Einmal kommst Du zu nahe, und 
  da reißt es Dir die Haut auf - Schmerz, das kennst Du nicht, und fliehst, für ein
  paar Jahrhunderte meidest Du die Gegend.

  Also nach ein paar hundert Jahren schaust Du mal wieder vorbei. Es ist noch da. 
  Diesmal bist Du vorsichtig.. versuchst, das Ding wegzuwünschen, aber das geht nicht. 
  In seiner Nähe kannst Du das Wasser auch nicht formen, es ist ungehorsam..  
  Du umschwimmst das Ding in sicherem Abstand, und schaust es Dir sehr gut an.

  In seinem Innern siehst Du ein farbiges Licht, ein Funkeln. So ein Licht hast Du noch 
  nicht gesehen! Immer mal wieder leuchtet es in Farben, für die Du keinen Namen hast, 
  sattes Rot zum Beispiel, und plötzlich erkennst Du, wie grünlich-blau und eintönig 
  Deine Welt ist.

  Deine Gefährten wissen nichts von diesem Ort, sie wollen nichts davon hören und schwimmen
  niemals in diese Gegend. Eine gute Freundin ist etwas aufgeschlossener, hört sich Deine
  Geschichte etwas verwundert an, und sie kommt schließlich mit. 
  Schon von weitem spürt sie Kälte und bekommt Angst. Als sie merkt, dass das Wasser 
  hier nicht so gut formbar ist, flüchtet sie, und von da möchte sie Dir helfen, 
  redet auf Dich ein, "schau Dir doch nur Deine Wunden an! Das Ding ist nicht gut, 
  hör auf damit, dann verschwindet es von selbst!" Du versuchst ihr zu sagen, 
  dass es auch etwas besonderes, neues hat, dass Du darin Farben siehst und mehr 
  darüber wissen willst. Aber für sie bist Du krank und unter schlechtem Einfluß, 
  keiner der anderen kann sich an so einen Fall erinnern, sie möchten Dir helfen, aber damit
  treiben sie Dich nur noch weiter weg, weil Du sie nicht verstehen, warum Du so handelst,
  denn sie ignorieren das Ding einfach, und das ist ihr Fehler.
  Du stirbst natürlich qualvoll in den Stacheln, von der Kälte zu sehr ermattet, als Du Dich
  zu weit vorwagst, um mehr von dem eigenartigen Inneren des Dings zu sehen, das Dir zum
  Schluss wie ein Loch in eine viel größere Welt vorkam, aber da warst Du Deinem kosmischen
  Meer auch schon lange überdrüssig geworden.





letzte Änderung 21-Mai-2007 21:11:29 MESZ von unknown.



Earthdawn (R) ist ein eingetragenes Warenzeichen der FASA Corporation. Barsaive (TM) ist ein Warenzeichen der FASA Corporation. Copyright (c) 2015 by FASA Corporation. Copyright der deutschen Ausgabe (c) 2015 by Ulisses Spiele GmbH, Waldems. www.ulisses-spiele.de. Diese Webseite unterliegt keiner Abnahme oder Genehmigung durch Ulisses Spiele oder FASA.