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Anhilita

D

ieses Abenteur ist für ein Die Drei, die die Zwei spielen. Bitte lest ruhig, es ist nur eine Einleitung. -- Von Sebastian.

Prolog

X

'Lerul meditierte. Die neue Technik, die ihm ein theranischer Magier beibrachte, nutzte er für ein Experiment: Er verwob seine Matrix in den Felsen und spürte die Umgebung und das Alter des Steines. Wie ein Baum schlug er seine Wurzel in den Boden und zog Wärme in seinen Geist. Rote Energie führte ihn tiefer. Unter der Erde fühlte er den Frieden; nie warem Dämonen hierhergelangt. Er fokussierte seine Matrix und löste sie vom Körper, lies sie fallen und strömte im Geist dem eigenen Blute folgend hinab in die Hände, in den Faden, in den Boden. Glitzerndes Silber seines Lebensfadens vermischte sich mit rotem Boden, uraltem Sein und dem Stein, fand klares kühles Wasser und spühlte es in seine Matrix, Rot und Blau perlten umeinander, und er flutete in die Adern der Erde, wurde eins mit diesem Netz und fokkussierte sich neu. Er spürte die Schichten des Gesteins, mächtig formten sie Berge und fielen in die Tiefe hinab, zur Wärme, zur Lava, ins Feuer.

D

ie Fäden seiner Struktur kristalisierten in den Elementen, und da öffnete sich Gaja. Eine Macht, alt wie die Zeit, überall, und sie nahm seinen Geist, der ein Teil von ihr war, nahm ihr Kind bei der Hand und führte es zu einem Tor.

H

ier bist Du, kleiner X'Lerul. Weißt Du noch, am Ursprung, als Du reiftest im Ei und meinem Flüstern lauschtest, mit ganz wachen Augen hast Du Dich bewundert. Ich habe Dich mit Freuden betrachtet, als Du immer wieder gelacht hast, wenn ich Dich im Traum gekizelt habe, an den Füßen. Milde lächelnd schaute X'Lerul sie an. Sie berührte seine Hand, und da hörte er ein anderes Kind, es klang vertraut.

E

r ruft nach Dir, schon die ganze Zeit. Er möchte Dich kennenlernen. Dort, hinter dem Tor. Ein gewaltiger Raum erstreckte sich hinter dem Durchgang, der wie ein Tunnel in die Unendlichkeit führte. Dort war der andere, ein T'krang wie er. Ein Strudel aus Flammen umgab ihn, und direkt schaute er X'Lerul in die Augen, wie ein Spiegelbild, und sprach Ich finde Dich, Antipode!.

Gaja kniete sich neben X'Lerul und berührte seine pochenden Wangen mit einem Lächeln.

E

r ist Dein Ebenbild in einer anderen Welt, ein anderer Lebensweg und doch real. Sein Denken ist gerichtet und dient der Zerstörung. Nicht die Passionen des Lichtes führen seinen Weg, sondern ein erbarmungsloser Kampf des Lebens im Leid. In dieser Welt herrschen die Dämonen, die Plage hat dort endgültig gesiegt.

Musikvorschlag: Jupiter and Behind von Gyourgy Ligeti

S

ieh die Namensgeber. Wie das Schwarze ihre Struktur verschluckt. Sie alle sterben einen endlosen Tod, wenn ihre Kräfte schwinden, doch sie geben die Kerze des Lichtes von einer Generation an die Nächste weiter, und das alleine zählt, umgeben von den Haien des Astralraumes, die ihr Futter schon vor der Geburt lechzend betrachten.

X

'Lerul spürte den Schmerz eines Babies im Leib der Mutter, in deren Augen Würmer krochen.

A

ber sie leben. Ähnlich den Blutelfen in Deiner Welt, überleben sie durch Schmerz, den sie sich selbst zufügen. Gaha zeigte auf sein Ebenbild, der ihm ganz und gar glich, bis auf die Narben und das schwarze Feuer in seinem Blick. Er dient einem Dämon. Er versprach seinem Meister seinen eigenen Leib sowie den seines Kindes, und dafür dient der Dämon ihm als Schutzpassion und gewährt Magie.

M

itleidig sah sie zur Tür. Dafür jedoch verlangt der Dämon eine weitere Tat. Der Dämon weiß um Dich und will deine Vernichtung. Dein Antipode sucht Dich, um Dich zu töten und dein Blut dem Dämon zu opfern. Eine alte Magie, die dein Ebenenbild in einem verlorenen Kaer vermutet, befähigt ihn bald dazu, Dich zu finden. Doch der alte Zauber würde es auch den Dämonen gestatten, in deine Welt zu gelangen, namentlich in Thera. Das Ergebnis wäre ein leidvoller Kampf, der Euch für die nächste Plage schwächt.

X

'Lerul trat heran an das Tor, und Gaja sprach Tritt nicht über diese Schwelle. Suche deinen Gefährten, den Krieger. Und dann komme deinem Antipoden zuvor. Ich werde Dir ein Tor erschaffen, durch das Ihr beide in die andere Welt gelangen könnt. Fliege zum Scharlachmeer, und stürze Dich mit deinem Gefährten in die Lava. Ich werde ein Tor erschaffen, durch das Du sicher in jene Welt gelangst, ohne der Finsternis eine Fährte zu bieten. Ich werde zur selben Zeit, einen Monat darauf, ein zweites Mal den Durchgang öffnen und euch zurück in Eure Heimat bringen.

G

aja umarmte X'lerul. Es lag die tiefe Wärme Garlens, aber auch Mynbrujes Weisheit in ihrer Berührung. Geh' nun zurück und sprich mit Deinem Gefährten. Die Zeit drängt.

U

nd so erwachte X'Lerul aus seiner Meditation am Lagerfeuer und blickte auf Ak, der gerade eine billige Orkschlampe vögelte.

Nie gab es T'Skrangfrauen.





letzte Änderung 21-Mai-2007 21:11:28 MESZ von unknown.



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