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Rechenregel Von Lust Und Frust

Autor: Tel


D

er Master möchte seinen mühsam vorgetippten 12-Seiten-Monolog vortragen, den die Spieler bestimmt schon mit äußerster Spannung erwarten, als ihm der Spieler mit dem Troubadour mal wieder zuvorkommt...

Soll man ihn abwürgen, erwürgen oder sich zurücklehnen?

Hier kann eine simple Rechnung helfen - wie viele Leute haben Spaß daran, und wie viele ärgert es? Wenn es auch nur einen Spieler freut und die anderen nichts dagegen haben, dann laß ihm sein Spiel. Wenn es gut ist, unterstütze ihn sogar, spiel mit, vielleicht reißt er die ganze Gruppe mit, und du brauchst den langweiligen Monolog gar nicht ... Wenn es aber nur eine einzige Person ärgert, dann unterbinde es. Mit ein bischen Kreativität kann man jeden Charakter ruhig stellen.


Jeden? Sebastian wir beiden wissen, dass das nicht stimmt :-> -- Fabian

Also mit zumindest bei Dir hatte ich damit bisher durchschlagenden Erfolg... :-> -- Sebastian

Da habe ich auch eine Frage... wir haben jemanden, nicht falsch verstehen, ich hab ihn echt gerne, der manchmal einen spleen hat. Schönes Beispiel ist aus einer Shadowrunrunde wo das Einführungsabenteuer damit beginnt, dass es schon spät ist. So spät, dass alle ausser einem Laden in der Umgebung zu haben. "Master: Ihr seid alle Hungrig, also... - " Spieler: "Nö, ich nicht" Und er weigerte sich auch noch ein bisschen weiter, ließ sich bitten. Lässt man sojemanden dann daheim? Das Problem ist, dass er in sowas sehr kreativ ist :P Wie geht man mit so jemandem um? Er will sich auch gerne in einem Fantasyspiel Penecilin aus Pilzen machen (ohne eine Fähigkeit) mit dem Argument "aber ich weiß doch, was man dazu braucht". In direkt abzuwürgen, könnte ihn beleidigen... man könnte ihn machen lassen und dann verdeckt würfeln, ob es klappt... aber wenn er dann das Gefühl bekommt, er hatte Recht ermutigt man ihn doch nur weiterhin, oder? - Tel

Eine Möglichkeit wäre ihm zu verdeutlichen in was für einer Welt sein Held lebt, und dass er zwischen Spielerwissen und Heldenwissen unterscheiden sollte. Während der Spieler durch Schule, TV und Internet evtl. weis das man Penecilin aus Schimmelpilzen gewinnen kann, ist sein Held in einer Welt aufgewachsen, die der irdischen Antike oder dem Mittelalter entspricht, auch wenn bei Earthdawn Magie wie heutzutage elektrischer Strom verwendet wird. Selbst mit den Fertigkeiten "Arzt" und "Alchemie" ist der Held immer noch in der traditionellen Kräutermedizin + ein Schuss Magie behaftet. Er weis also, das bestimmte Pflanzen, Pilze, tierische Sekrete und Mineralien gegen bestimmte Beschwerden helfen, aber gezielt einzelne Inhaltsstoffe zu extrahieren, und künstlich nachzuproduzieren ist dann doch etwas, das den Erkenntnishorizont der Gesellschaft und des Helden übersteigt, es sei denn er widmet sein Heldenleben der intensiven und langjährigen Forschung und gibt sein Abenteurerleben auf.

Sollte der Spieler aber im Rahmen des Heldenwissens eine Spieleridee gut und glaubhaft umsetzen können (Sollte zwischen SL und Spieler besprochen werden) so steht dem natürlich nichts im Wege. Allerdings sollten solche Ideen i. d. R. nicht mit einem Fingerschnippen umgesetzt werden können, um zu verhindern, das Erfolgserlebnis des Spielers zu vermindern, die Spielbalance zu kippen oder die Allmachtsfantasien mancher Spieler zu befeuern. - Krux





letzte Änderung 12-Dez-2014 12:09:59 MEZ von 127.0.0.1.



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