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Klad Klad

Autor: die ständig Getrennten



K

lad-Klad ist eine etwas andere Art des normalen Reiseproviants, die seit einer Weile vor allem in Eidolon hergestellt wird und eine geschmackliche Abwechslung zum normalen Proviant bietet. Es besteht aus den weißen, bohnenartigen Früchten einer Pflanze, die man lange für Unkraut hielt. Diese Pflanze wächst zumeist an Flussufern, was ihr Wachstum in der Gegend um Eidolon, wo der Schlangen- und der Nachtfalterfluss aufeinandertreffen, besonders begünstigt.

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ach dem Ernten sind die Bohnen allerdings noch ziemlich weich, ja sogar manchmal etwas matschig. Deshalb werden die frischen Bohnen mit großen Stangen zu einem teigartigen Brei zerstoßen. Der Brei wird dann in riesigen Bottichen erhitzt, bis aus dem Brei eine feste, trockene Masse geworden ist. Diese wird danach wieder zerstampft, sodass ein weißes Pulver entsteht, welches abermals erhitzt wird, bis es eine braune Färbung bekommen hat. Unter dieses sehr nahrhafte "Bohnenmehl" werden dann noch Ziegenmilch, Fett und Unmengen Honig gemischt. Das ganze wird dann zu großen Klumpen geformt und zum Trocknen in die pralle Sonne gelegt.

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as klappt allerdings nur bei gutem Sonnenschein und warmem, trocknem Wetter, da man der Masse die gesamte Feuchtigkeit austreiben muss, damit sie später nicht zu schimmeln anfängt. Diese "Schimmelgefahr" bringt für Abenteurer einige Probleme mit sich, denn hat man beim Einkauf des Proviants nicht so sehr auf die Qualität geachtet, so endet ein Abenteuer schon einmal frühzeitig, da der Proviant verdorben ist.

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as Klad-Klad hat allerdings auch einige Vorteile, denn ist die Masse erst einmal fertig getrocknet, so erhält man einen äußerst energiereichen und leckeren Proviant mit der Konsistenz von Hartgummi. Außerdem verfügt das Klad-Klad nach den Aussagen einiger Abenteurer über eine leicht schmerzstillende Wirkung, und man kann, falls es nötig ist, auch etwas darin verstecken, das man hineingetan hat bevor der Teig festgeworden ist.

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eit es das Klad-Klad gibt, kursieren auch schon einige Geschichten, in denen es eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielt. So handelt eine Geschichte zum Beispiel von einem sehr armen Mann aus Eidolon, in dessen kärgliche Hütte des Nachts eingebrochen wird. Da er zu arm ist, um sich ein Schwert zu leisten, bleibt ihm nichts um sich gegen die Räuber zu verteidigen, doch dann fällt sein Blick auf ein sehr altes Stück Klad-Klad, das schon so hart geworden ist, dass er es trotz seines Hungers nicht mehr essen konnte. In seiner Not ergreift er es und durch den Mut der Verzweiflung gelingt es ihm damit den Räubern einige Beulen zu verpassen und sie aus seinem Heim zu jagen. W

oher der Name des Klad-Klad kommt ist im Übrigen für all jene recht leicht zu erraten, die der Herstellung schon einmal beigewohnt haben, denn "Klad-Klad" ist eigentlich nichts anderes als das Geräusch, das entsteht, wenn die Bohnen mit den Holzstangen zu Pampe zerstoßen werden.


Wir haben das ganze mal ausprobiert. Hier ein Rezept, das an die Beschreibung recht nah rankommt:

KladKlad.JPG

  • Man kaufe im Supermarkt der Wahl eine Packung weißer Bohnen.
  • Man lege etwa eine Tasse Bohnen über nacht in Wasser, damit sie quellen können (ruhig eine gute Menge Wasser mehr, als nur bedeckt, die Viecher saugen wie verrückt!).
  • Man koche die Bohnen bis sie aufplatzen.
  • Nun schütte man das Wasser ab und zerstampfe dann die Bohnen zu einem wunderbaren Matschebrei.
  • Diesen Matsch erhitze man in einem Topf auf geringer Stufe und unter kontinuierlichem Weiterstampfen solange, bis die Feuchtigkeit komplett raus ist und man nur noch Krümel hat.
  • Nun nehme man den Topf vom Herd und füge zu der trockenen Masse etwa 50g Butter hinzu. Gut umrühren.
  • Während dessen kann man schonmal eine Mischung aus etwa 25 ml Milch und einer ähnlichen Menge Honig vorbereiten (die Wahl des Honigs bestimmt nachher maßgeblich den Geschmack des KladKlads - also gut wählen).
  • Nun auf einer nachher gut abwischbaren Oberfläche die gefettete Trockenmaße aufhäufen und in die Mitte das Honig-Milch-Gemisch kippen.
  • Es gilt nun gut das Ganze zu verkneten. Am Anfang wird es noch recht flüssig wirken, aber sehr schnell saugt das Bohnenpulver die Flüssigkeit auf und man erhält eine zähe Masse. Diese kann man nun in die gewünschte Form bringen. (zum trocknen eignen sich am besten recht platte Riegel) - Nach Wunsch kann man bspw. auch noch Nüsse oder andere Spielereien (den Schlüssel zum Kaer ...) einarbeiten.
  • Man kann das ganze jetzt eine Weile in den Ofen stellen, oder aber einfach in der Sonne trocknen lassen.
  • Nun noch etwa einen Tag liegen lassen, dann ist es auch schon "spielbereit".

Das Ergebnis schmeckt am ersten Tag noch halbwegs passabel, aber schon am nächsten Tag kann man es nicht mehr riechen. Genau so wie der ideale Reiseproviant sein muss. Es ist übrigens tatsächlich recht nahrhaft mit einer guten Mischung aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett und es hält sich tatsächlich lange.
Viel Spaß beim Ausprobieren -- die ständig Getrennten





letzte Änderung 10-Okt-2010 16:44:28 MESZ von Hangol.

Dateien:
KladKlad.JPG KladKlad.JPG 39801 bytes


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