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Feuersbrunst001

Ehloklepp: Mit einer Handelskarawane kam ich in das Dorf Laco. Es liegt am Servosdschungel und an einem Ausläufer des Servosflusses und ist in diese Richtung die erste Siedlung von Märkteburg/Throal aus kommend. Die Handelsstraße teilt sich hier und führt weiter nach Iskenschien und, auf der anderen Seite, nach Karpasa.

Ich war als Wachmann bei der Karawane angestellt, aber da die Straße von hier ab durch das Königreich Throal geschützt wird, benötigte die Karawane keine weiteren Dienste einer Wachmannschaft und wir wurden hier ausgezahlt.

Auf Kosten des Karawanenführers wurden wir für die letzte Nacht in einer Herberge in Laco untergebracht, "Zum grünen Daumen". Sie gehört einem Windling. Als Bedienung hat er eine fette Zwergin angestellt und in seinem Stall arbeitet ein alter Mensch als Stallbursche.

Im Gastraum erregte ein übergroßer Troll aufsehen. Er maß fast 4 Schritt und bestellte sich ein ganzes Fass mit Bier. Er hat viele Narben und ich glaube er hat sich mindestens ein paar davon selbst zugefügt. Trachkar ist sein Name, wie ich etwas später erfahren 'durfte'. In seiner Begleitung war ein ebenfalls riesiger Hund.

Als ich mich weiter umsah, bemerkte ich an einem Tisch voller dreckiger Halsabschneider einen Mann der aus der Gruppe durch Kleidung, und allgemeinem Benimm hervorstach. Am auffälligsten war sein weißer Hut, der neben ihm auf dem Tisch lag und von einem Smaragd verziert wurde.

Wie ich später herausfand hat er keine Ahnung, das ihm da wertloser Tand angedreht wurde.

Sein Name ist Arviano Karmnion.

Ich sah mich weiter um und bemerkte, das der Hund des Trolls auf eien Servostiger aufmerksam wurde. Der Tiger, grünes Fell mit weißen Streifen, gehört zu einem Menschen der sich selbst in der dritten Person als Si-Yako bezeichnet.

Ein Wilder aus dem Dschungel vermutete ich.

Er ist von ebensolcher dunklen Farbe wie ich, aber stark verdreckt. Er trägt weiße Streifen auf der dunklen Haut. Ich vermutete das es sich um Farbe handelt und nicht um eine natürliche Färbung.

Der Troll hat sein "Hündchen" anscheinend gut unter Kontrolle, denn obwohl die Situation auch auf vergossenes Tier- und, vielleicht gar Namensgeber-Blut hindeutete, passierte nichts.

Leider, denn ein kleiner Aufruhr wäre eine gute Gelegenheit für mich.

Erst jetzt bemerkte ich, wie hässlich der Hund ist und seinem Herrchen dadurch in nichts nachsteht.

Interessanterweise lief die gesamte Situation darauf hinaus, dass diese drei Namensgeber mit einem Vierten an einem Tisch landeten.

Und da das Schicksal immer hart und grausam zuschlägt wurde ich später auch dazu gezwungen bei ihnen zu sitzen!

Der vierte Mann an ihrem Tisch war ein Elf wie ich, nur von eher knochenfarbiger Haut.

Er stellte sich mir später als DAngal Torn vor.

Wie der Troll und der Wilde trug auch er Narben mit sich herum, die aber wohl nicht selbst beigebracht waren.

Da ich ein wenig bewandert in der Flora und Fauna bin, trat der Karawanenführer an mich heran. Eines Der Pferde würde wohl lahmen und ich soll mir das einmal anschauen. Ich ging in den Stall und bemerkte nichts am Pferd, aber eines der Hufeisen war schon etwas mitgenommen. Ich teilte ihm das mit und als ich zurück in den Schankraum kam, war mein Platz in der Ecke bereits wieder besetzt.

Mir blieb als nur die Wahl zwischen den heruntergekommenen Halsabschenidern und den vorher beschriebenen Namensgebern.

Da erstere nicht aussahen als ob si etwas 'abzugeben' hätten, entschied ich mich für letztere.

Wie sich herausstellte trug jeder von ihnen Narben mit sich. Jedoch nicht (nur) physische sondern auch Narben seelischer Natur die teils noch blutig verkrustet sind!

Trachkar's Stamm wurde von einem anderen Trollstamm ausgelöscht.

Er selbst überlebte nur dank eines Amuletts seiner Mutter. Er sucht jetzt nach dem Führer dieses Stammes um ihn zu töten.

Si-Yako ist von einer Tigerin aufgezogen worden weil seine Eltern ihn wohl im Dschungel ausgesetzt haben. Diese Tigerin gab ihn weiter an einen Affenstamm, wenn ich es richtig verstanden habe.

Arviano Karmnion ist anscheinend ein leichtgläubiger Einfallspinsel der mit einem ganzen Kopf voller Ideale, die für ihn und alle anderen gelten sollen, geschlagen ist.

Armer Mann!

Ich hoffe sein Sturz in die Wirklichkeit kommt bald, sonst könnte er daran zerbrechen. Vielleicht sollte ich ihm meine ganz persönlichen Dienste zugute kommen lassen um ihn um ein paar "Gewichte" zu erleichtern.

Dangal Torn trägt eine Narbe auf der Brust und Amnesie im Kopf. Seine Nemesis kennt er nicht, aber er sucht Antworten. Alles an das er sich erinnert ist ein greller Blitz und was davor war ist alles ausgelöscht. Während ich gerade dabei war einen Teil meiner Geschichte zu erzählen betrat ein Obsidianer die Herberge. Seine steinerne Haut ist durchzogen mit Adern aus Orichalkum.

Er stellt sich uns als Arthos vor.

Aus seiner Geschichte schloss Trachka, das sie beide den gleichen Feind haben.

Namensgeber in brennenden Rüstungen und mit schwebenden Köpfen an ihrer Seite.

Das Dorf das Obsidianers wurde, während seiner Abwesenheit, niedergebrannt und die Bevölkerung abgeschlachtet. Nur ein Zeuge überlebte um die Geschichte an Arthos weiter zu geben.

Es wurde spät und mir Langweilig, so das ich just in dem Moment beschloss mich niederzulegen, in dem der Windling entschied, den Schankbetrieb für diese Nacht einzustellen.

In der Nacht wurde ich von einem Geräusch geweckt.

Da ich eh nicht viel Schlaf benötige seit ich in der Gefangenschaft des Magiers war entschied ich mich dazu weiter zu ziehen. Ich packte meine Sachen und fand im Schankraum ein Feuer vor.

Si-Yako, Arviano und ich bildeten eine Eimerkette von der Küche aus, um das Feuer zu löschen.

Nach dem das Feuer gelöscht war eilten sie nach draußen, wo ein weiteres Gebäude brannte.

Die Dorfbewohner waren bereits bei Löscharbeiten und die beiden reihten sich mit ein.

Als ich auf die Straße kam, sah ich Trachka und Dangal Torm in meine Richtung kommen.

Dangal Torm fragte mich, warum ich erst jetzt aus dem Gasthof kommen würde, was ich ungefähr mit: "Was geht es dich an?" beantwortete.

Ich meine: Warum hat er nicht mitgeholfen zu löschen, statt anderen Namensgebern irgendwelche Vorwürfe zu machen.

Schließlich sind das auch nicht meine Häuser und meine Nachbarn!

Der Hund des Trolls hatte einen Arm im Maul. Es handelt sich angeblich um den des Brandstifters.

Ein toter Knabe aus dem Dorf. Er hatte einen Steckbrief in der Hand, der eine hohe Belohnung auf den Kopf von Trachka verspricht, die aber nicht in Zahlen genannt wird.

Eine genauere Untersuchung des Briefes ließ Dangal Torm vermuten, das der Schreiber aus dem westlichen Barsaive stammt und es sich nicht um die Urschrift sondern um eine von vielen Abschriften handelt, da der Brief routiniert und recht zügig geschrieben wurde.

Als alle Gebäude gelöscht waren zogen sich viele der Dorfbewohner zurück und einige zogen mit der Gruppe in den grünen Daumen, um zu frühstücken.



T

agebuch von Trachkar - Eintrag 2 (22.04.13)
Es war der zweite Tag in diesem Nest namens Laco am Rande des Servos, der Tag begann trüb mit Nebelschwaden die vom Servos ausgingen. Die rauchenden Trümmer des Dorfes trugen ihr übriges zur bedrückenden Atmosphäre bei. Ich begann den Tag mit meinem Karmaritual und versuchte die Ereignisse der vergangenen Nacht zu verarbeiten. Das Zusammentreffen mit diesen unterschiedlichen Namensgebern, von denen zumindest zwei schon einmal mit Bulg ar zu tun hatten, konnte kein Zufall sein!

Dann dieser Brandstifter, ein junger Kerl der es, ehrlos wie er war, versuchte uns im Schlaf abzufackeln. DAS war eine neue Stufe der Beleidigung. Anscheinend reichten die normalen Attentäter nicht mehr aus, die sie mir auf den Hals schickten. Er starb den Tod eines Feiglings durch einen Kehlenbiss des guten Blutbeißer, wesentlich ehrenvoller und schneller als er es verdient hätte (und schneller und weniger qualvoll als der Tod den er für uns und das halbe Dorf vorgesehen hatte). Ein guter Kampf wäre mir lieber gewesen, niemand töten zu können war… wie eine Stelle zu haben die einen ständig juckt und sich nicht kratzen zu dürfen…

Die Nacht war kurz und voller Überlegungen, zu diesen Namensgebern, zu Bulg ar und seinen Plänen. Sollten sie mich ruhig für einen stumpfen Hochlandtroll halten, in mancherlei Beziehung mochte das sogar stimmen, doch in anderer Weise wurde es meinen Fähigkeiten nicht gerecht. Nunja wie sagte man im Thing so gern „Unterschätze niemals einen Namensgeber denn es kann sein, dass er dein letzter Schatten wird!“

Ich sitze also beim Frühstück und versuche mir eine hübsche Figur aus dem Unterarmknochen des Brandstifters zu schnitzen während die dampfende Suppe angerichtet wird. Naja sie ist zumindest heiß aber leider nicht fettig genug. Als gut gemeinte Warnung wies ich auf diesen Misstand hin, was einen der Elfen „Eloklep“ hieß er glaube ich, dazu brachte mir zu sagen ich sollte doch das Fett meiner Haare dazu rühren. Was für ein Wahnsinn, schließlich würde das die Qualität der Suppe ins unfassbare steigern, zu viel für diese schwächlichen Gestalten um mich herum.

So sann ich weiter und achtete nicht auf die Schnitzerei, was die Figur ruinierte und Bluti freute. Kaum hatte ich die Arbeit beendet, als vier abgerissene Gestalten in Bauernkleidung, mit finsterem Blick und bewaffnet das Wirtshaus betraten. Bei sich trugen sie einen schmutzigen Beutel der vor Blut troff und den sie neben sich auf den Tresen stellten. Das Blut lief auf den Tresen und Bluti war sofort alarmiert und er irrte sich nie, irgendetwas an diesen Fremden war nicht koscher, Bauern mit Schwertern und einem Sack voller Eingeweide, wohl kaum!
Als er auf sie zuging und warnend knurrte, zeigten sie schon ihr wahres Gesicht und beschimpften ihn, als er auch noch den Beutel schnappte um deren unlautere Machenschaften aufzudecken, machten sie anstalten ihn anzugreifen.
Der Beutel enthielt Knochen, Blut und ein Gewand. Welcher Dämonenanbeter konnte auf die Idee kommen so etwas mit in eine Herberge zu bringen, die Beweise waren erdrückend und der Angriff auf Bluti zeigte wessen Geisteskind sie waren. Etwas das ich nicht dulden konnte, in stillem Gebet zu Thystonius schwang ich meine Kriegssense und die ersten beiden Schufte gingen zu Boden. Der Obsidianer der Gruppe hinderte mich dann das restliche Pack zu richten. Das Geplapper und Gejammer der anderen zeigte mir wie wenig Erfahrung sie wirklich mit dem Bösen hatten, das auf uns alle lauert. Wer nicht entschlossen handelt muss die Folgen ertragen, für seine Freunde, seine Verwandten, seine Welt.

Mit Gebrüll erschütterte ich den Obsi schließlich so weit, dass er mir den Weg frei gab. Wie auch immer mein Schicksal mit dem dieser Fremden verknüpft sein mochte ich konnte den Gestank nach Angst hier drin nicht ertragen. Ich ging, die Zeit arbeitete sowieso gegen mich und der Hinweis des Obsi vom vorigen Abend konnte nicht ignoriert werden. Der Weg ging nach Westen und nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass dieser Eloklep neben mir ging. Nun es ist seine Entscheidung. Das gejammer wurde langsam leiser und verklang, der Weg zog sich in Windungen dahin und in erlösender Stille konnte ich meine Gedanken klären, so dachte ich…

Ein Fehler denn plötzlich bemerkte ich einen Stich im Nacken, neben mir sackte Bluti in sich zusammen und auch der Elf schien getroffen. Schnell machte sich ein Gefühl der Taubheit in meinem Körper breit und ich tat was die einzige Möglichkeit war…ich wurde sauer…so richtig sauer.
Es handelte sich um einige Halbwilde die diesem Si’acko ähnlich sahen und mit Blasrohren ihre vergifteten Pfeile auf uns schossen. Aus den Augenwinkeln sah ich den Elf seinen ersten Gegner umtänzeln und mit zwei mächtigen Hieben zur Strecke bringen, beeindruckend! Mir selbst fiel es nicht ganz so leicht mit dem Troll vor mir fertig zu werden, diverse Pfeile hatten meinen Körper taub werden lassen und jeder Schlag fühlte sich an als wollte man mit einem Amboss eine Fliege treffen.
Doch der Ehrlose starb, natürlich… ebenso wie der Mensch der mich weiter beschossen hatte. Auch der Elf hatte seinen zweiten Gegner verfolgt und schnell erledigt, er musste wohl unter Trollen aufgewachsen sein, wie sonst könnte ein Elf so etwas fertig bringen?

Mittlerweile zollte ich dieser zierlichen Person fast so etwas wie Respekt, auch wenn meine Sinne immer mehr unter der Wirkung des Giftes schwanden. Wenn er so weiter machte könnte er sicher eines Tages in einen Clan aufgenommen werden, vielleicht...

Ich ging zum guten Blutbeißer und versorgte seine Wunde nach alter Trolltradition, in dem ich ihm das Gift aussaugte. Dann wurde es schwarz und ich verlor das Bewusstsei……



Si-Yako

V

or einigen Stunden hatten wir noch am Morgen unsere Nachforschungen in Laco abgeschlossen. Der elfjährige 'Attentäter' Alfi hatte tatsächlich den Anschlag auf Trach'Kar verübt und anschließend, als Ablenkung, den Speicher in Brand gesteckt, bevor ihn Blutfang erwischt und regelrecht zerfleischt hatte. Arviano, DA ngal, Arthos und ich hatte uns, unter dem Druck der Dorfbewohner, die, verständlicherweise, wenig Verständnis für den brutalen und kaltblütigen Mord an ihrem Gefährten gezeigt hatte, die Brandruine genauer angesehen und unser Elementarist, war auf Reste eines Brandbeschleunigers gestoßen. Die Frage war nun: Warum sollte ein gerade einmal Elf Jahre alter Junge einen Anschlag verüben? Und wie kam er an solche Alchemica?
Wir erfuhren, dass die Familie des Jungen vor rund zwei Wochen überraschend verschwunden war. Doch hatte sich keiner im Dorf Sorgen gemacht. Man ging einfach davon aus, dass die Familie Verwandte besuche.
In der Hütte der Verschwundenen fanden wir Anzeichen dafür, dass Alfi und seine Eltern mitnichten einfach so davon gegangen war. Ich fand Spuren, die eher auf eine Entführung hindeuteten. Ich folgte der Fährte der Entführer, doch auf der Straße verlor ich sie schnell wieder, zumal die Entführung inzwischen ja bereits zwei Wochen zurücklag.
Aber ich war in der Lage, die Spuren des Jungen zurück zu verfolgen, die dieser letzte Nacht zurückgelassen hatte. Meine Gefährten mussten, als Zeichen des Vertrauens, den Großteil ihrer Habe als Pfand zurücklassen. Ich indessen hatte so gut wie nichts abzugeben, denn ich belastete mich nie mit irgendwelchen Besitztümer, die einem in der Wildnis meist ohnehin kaum von nutzen waren.
So zogen wir am Servos entlang, bis wir in der Ferne Rauch aufsteigen sahen. Es war das Lager der Entführer und Alfis Eltern waren an Marterpfählen gefesselt worden.
Es kam zu einem Kampf mit einem Vertreter meines Volkes, einem Kathaner, und einem kräftigen Troll. Trotz der Giftpfeile des Menschen, die Arviano und DA ngal trafen, gelang es uns recht schnell die Schurken zur Strecke zu bringen. Allerdings gelang es dem Troll noch, der Mutter mit einem Dolch das Herz zu durchstoßen.
Wir befreiten Alfis Vater Alfred, der jedoch von betäubenden Giften noch sehr angeschlagen war. Während sich meine Gefährten um den Mann und ihre eigenen Vergiftungen kümmerten, durchsuchte ich das Lager, konnte jedoch keine brauchbaren Spuren mehr finden. Es waren ursprünglich sieben Personen im Lager gewesen, die Gefangen nicht mitgezählt. Zwei Trolle und zwei weitere Kathaner waren vor einigen Stunden davon gegangen, ein dritter Troll, der ein wesentlich bequemeres Zelt genutzt hatte, war jedoch vor nicht allzu langer Zeit mit einem Pferd davon geritten.
Ich fand lediglich zwei halb leere Wasserschläuche, deren Inhalt DA ngal reinigte, um es ebenfalls zum Ausschwitzen des Giftes zu verwenden.
Ich kletterte auf einen der Marterpfähle, um nach den vier verbliebenen Schurken Ausschau zu halten und entdeckte eine Rauchschwade, einige Meilen entfernt. Davor befand sich ein größerer Tümpel.
Wir bauten aus zwei der Zelte jeweils eine Trage für den Mann und seine tote Frau und zogen zunächst in Richtung des Gewässers, um unsere Trinkvorräte aufzufüllen. Alfred war kurzzeitig bei Besinnung gewesen, doch nachdem ihm Arviano schonend versuchte hatte, den Tod seiner Frau und seines Kindes nahezubringen, war der Mann in eine Art Schockzustand gefallen und kaum noch zu einer Reaktion fähig.
Ich ließ die anderen bei dem Tümpel (wo auch meine Schlange Ampala endlich etwas zu fressen finden konnte) und ging zusammen mit meinem Tiger-Bruder Jad-Bal-Ja in Richtung der Rauchfahne.
Wir schlichen uns näher und erkannten, dass das Feuer mitten auf der Straße entzündet worden war. Neben der Feuerstelle lagen zwei Haufen, in denen ich erst jetzt Blutfang und seinen riesigen Herrn erkannte. In diesem Moment trat auch Eloklep, der sich in einem nahen Gebüsch verborgen gehalten hatte, auf die Straße.
Die beiden waren von eben den Vier Banditen aus dem Lager angegriffen und Trach'Kar dabei vergiftet worden. Durch intensives Schwitzen sollte das Gift aus seinem Körper getrieben werden. Der Elf hatte mit dem Troll genau das Gleiche gemacht, wie wir mit unseren Giftopfern. Mit einem Ruck fuhr Trach'Kar in die Höhe und knurrte mich an, ob ich etwas mit den Kathanern in der Gruppe zu tun hätte, die ihn überfallen hatten. Ich erklärte ihm, dass ich mit diesen Männer genauso viel zu tun hätte, wie er mit den Trollen und er beruhigte sich ein wenig.
Als ich von dem Lager erzählte, wollten sich die beiden dort umsehen. Ich führte sie also zunächst zu den anderen am Tümpel. Trach'Kar ging ohne ein Wort des Grußes an der Gruppe vorbei, die sich im Wasser wuschen und die Trinkschläuche auffüllten. Ehloklep lud alle ein, bei der Suche im Lager mitzumachen.
Arviano, dem der Mord an dem harmlosen Bauern in gerechten Zorn versetzte, verlangte von uns, dass wir ihm bei der Festsetzung Trach'Kars helfen sollten, doch keiner war so recht einverstanden damit.
Natürlich verstand ich was den Magier, dessen Mutter schließlich Richterin und Questorin der Mybruje war, bewog, doch der Riese würde sich wohl kaum freiwillig fesseln und abführen lassen. Und da meine Begleiter vom Gift noch geschwächt waren, würde es unweigerlich Verletzte, wenn nicht sogar Tote geben. Und es war bereits schon zu viel Blut geflossen. Ich riet ihm, vorerst zu warten.
Im Lager durchsuchten Ehloklep und Trach'Kar nun ebenfalls noch einmal die Zelte nach Hinweisen, fanden jedoch nichts brauchbares, sah man von einem Brandzeichen am Hintern des toten Trolls ab, das Trach'Kar herausschnitt und einsteckte.
Er wolle nun keine Zeit verlieren und die Verfolgung nach dem flüchtigem Reiter sofort wieder aufnehmen. Auch der Einwurf, dass er den Reiter zu Fuß kaum würde einholen können hielte ihn nicht auf und so zogen der riesige Troll und seine Dogge allein in die Steppe hinaus. Ich bezweifelte, dass er der Spur lange würde folgen können, denn spätestens mit Einbruch der Dunkelheit war an ein vernünftiges Spurenlesen nicht mehr zu denken.
Wir anderen brachten Alfred und seine Frau zurück zum Dorf, wo uns der Wirt Arason bereits erwartete. Er ließ uns im Stall einen Schlafplatz zuweisen, denn noch immer hielt er uns für Komplizen Trach'Kars.
Am nächsten Morgen wurden wir in das Gasthaus gerufen. Ehloklep vesuchte sich zu verdrücken, gab diesen Versuch jedoch schnell wieder auf, als er sich drei Schwertkämpfern und drei weiteren Bogenschützen gegenüber sah.
Im „Grünen Damen“ empfing uns ein Tribunal, bestehend aus Arason und einigen weiteren wichtigen Personen des Dorfes, die über unsere Schuld am Tod des Bauern Kato richten sollten. Doch nach unseren Aussagen, den Berichten der drei Überlebenden und der Schankmaid Throalia, erkannte man unsere Unschuld an. Dennoch hieß man uns das Dorf zu verlassen, denn der Tod schien uns auf leisen Pfoten zu folgen und man wollte nicht noch mehr Opfer im Dorf.
Arviano bat jedoch darum, ein letztes Gespräch mit Alfred führen zu dürfen, was ihm und DA ngal gewährt wurde.
Der am Boden zerstörte Vater, erzählte von seiner Gefangenschaft, der Marter am Pfahl, den Betäubungen durch Gift und wie man seinen Sohn gezwungen hatte, ins Dorf zu gehen und die Anschläge zu verüben, da man sonst seine Eltern töten würde.
Den Anführer beschrieb er als einen Troll mit einem Helm in Form eines Totenschädels, der mit brennenden Substanzen experimentiert habe. Zu meiner Erleichterung erfuhr ich, dass man meine Landsleute zu den Verbrechen gezwungen hatte, doch dies machte ihren Tod um so tragischer.
So machten wir uns wenig später auf, das Dorf zu verlassen, doch wussten wir noch nicht, wohin uns unser Weg zunächst führen würde...



T

agebuch des DAngal Torn

Wir hatten gerade das Dorf Richtung Westen verlassen. Mir war es recht, so konnte ich vielleicht bald mehr Wissen über meine Herkunft in Erfahrung bringen. Als sich ein dumpfes Getrampel aus Richtung Laco uns näherte. Was sollte es sein? Wollten uns die Dorfbewohner doch noch bestrafen? Verstohlen blickten wir uns um und sahen eine Staubwolke auf uns zukommen. In dieser Staubwolke war eine riesenhafte Dyre zu erkennen. Auf ihr saß ein Zwerg. Es war eine Karavane aus Dyren und Zwergen. Er stellte sich uns als Langus vor. Seine Neugier ist mir zu wieder. Wohl hat er von den Vorkommnissen etwas mitbekommen. Trotz aller Unbehagen bot er uns eine Anstellung als Karavanenbegleiter für 2 Silberstücke pro Tag an. Das Ziel der Reise ist ein Fluß in der Nähe des Servos. Ethokleppt, Arviano, Arthos, Si-Yako und ich schlossen uns der Karavane an.
Auf der Straße sind wir mit dem Dyren ziemlich zügig unterwergs.
Trachkar, dieser vom Feuer des Hasses, getriebene Troll ist immer noch vom Erdboden verschwunden. Hoffentlich treffe ich ihn wieder und kann mit ihm noch mehr in Erfahrung bringen. Warum sammelt er die Brandzeichen?
In der Nacht werden die Wachen verteilt. Meine Schicht verläuft ruhig, lasse mich aber nicht ablenken, gerne hätte ich versucht einen Elementengeist zu suchen, aber meine Wache ist wichtiger. Später - kurz vor Tagesanbruch, werde ich unsanft von diesen windigen Schwarzelf Ethokleppt geweckt, seine schwarze Hautfarbe bringt wohl nur für ihn Vorteile, beinahe hätte ich in mit meinem Kampfstab angegriffen. Doch plötzlich hörte ich Geräusche, die von großen Wesen verursacht wurden. Dieser Ethokleppt schleicht sich, seiner Natur gemäß, von der Gruppe weg, umkreist die Angreifer. Leider überschätzt er manchmal seine Fähigkeiten und will den größten Troll in die Mangel nehmen. Das macht den Troll leider nicht allzuviel aus, nur das dieser seine Kumpanen mit lautem Gebrüll warnt. Es sind ein weiterer Troll und ein Cataner. Arviano versucht sich mit dem 2. Troll, so daß mir, nur der Cataner als Gegner bleibt. Mein Angriff mit den Erdpfeilen trägt leider keine Früchte.
Es entbrennt ein heftiges Kampfgetümmel. Wiederum greift mich der Cataner an, diesmal mit einem Blasrohr. Entweder war er ein bischen angeschlagen oder noch nicht geübt genug mit dem Blasrohr, denn er traf nur meine Rüstung, das mir ein müdes Lächeln abringt. Mann soll den Tag nicht vor dem Abend loben.....
Während dessen greift Ariviano nochmals den 2. Troll an. Man mag es diesem schmächtigen und schnöseligen Zauberer kaum zumuten, aber er erledigt diesen einen Troll. Hindessen versuche ich mich nochmals mit der Vorbereitung um Erdpfeile zu verschießen. So kann ich nicht merken, daß der große Troll sich wieder erhebt. Ethokleppt wird durch einen Lähmpfeil ins Koma geschossen und ich durch einen weiteren Pfeil niedergestreckt. Arviano erledigt den Cataner und den 2. Troll. Der große Troll entflieht.
Nachdem sich die Situation wieder beruhigt hatte, keine Angreifer mehr anwesend schienen, kümmerte ich mich um Ethokleppt. Ich ging fälschlicherweise davon aus, daß er von einem Giftpfeil getroffen wurde. So behandelte ich ihn mit Wasser und Feuer.
Arviano durchsucht die Gefallenen und findet Geld.
Nachdem das Getümmel vorbei war, kamen die Zwerge und bereiteten das Frühstück vor. Schon komisch, daß sie sich nicht in den Kampf eingemischt haben, ging ja um ihre Ware, sie vertrauten 5 Namensgebern ihr Leben an. Langus der Karavanenführer bedankt sich für die Hilfe!! Und Arviano ist einfältig genug, die gemachte Beute dem Karavanenführer anzubieten. HAHA: Die Luft in seinem Hirn muß ja ganz schön kochen! Gut nur, daß der Karavanenführer, davon nix wissen wollte und das Ethokleppt nichts von dem Fund mitbekommen hatte. Sonst wäre Arviano bald doch noch leichter ums Herz geworden. Es kommt die Sprache auf diesen Troll Trachkar. Langus hat den Eindruck, wir wären eine Gruppe. So entläßt er uns aus seinen Diensten. Kurz überlegt der Menschenmagier ob er nicht bei der Karavane bleiben will, das hätte mir zu denken geben müssen....
Die Karavane macht sich weiter auf den Weg, während wir uns der Spur des fliehenden Trolls machen.
Ich sehne mich nach etwas Ruhe, damit sich meine Gefühle wieder ausgleichen können.
Nach einiger Zeit sehen wir in einiger Entfernung ein Lager mit neun Zelten, ein brennendes Feuer und in der Nähe des Feuers ein Marterpfahl an dem ein großes Wesen gefesselt war. Arviano schreit laut auf und versucht zu fliehen. Ich halte ihn lautstark zurück. Das war wohl zuviel des Guten. Die Wachen werden eingeteilt. Ethokleppt weckt mich wieder des Nächtens, weil Arviano verschwunden ist. Sogleich verfolgen wir seine Spur und ergreifen ihn in einem kurzen Getümmel. Leider waren wir nicht vorsichtig genug. Wir wurden überrumpelt und erwachen am nächsten Tag am Marterpfahl.
Links von mir war Trachkar, er zerrte an seinen Fesseln, ohne darauf zu achten, daß diese in weiter verletzten. Sein Hund Blutbeisser wurde von den Trollen weiterhin getreten und gequält, rechts von mir, war dieser ´"Mensch"´, der uns in diese Lage brachte. So mußte wohl in meinem Rücken der Schwarzelf hängen. Trachkar hatte sich in einer überaus starken Weise vom Marterpfahl losreissen können, wurde aber gleich von einen Troll wieder niedergeschlagen. Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, wie sich Arthos, Si-Yako und sein Tiger dem Lager näherten.
Erneut entbrennt eine Schlacht. Nachdem Ethoklepp sich befreien konnte, waren auch unsere Fesseln so locker, daß wir uns befreien konnte. Wiederum entwickelte ich Erdpfeile und konnte einen Angreifer erledigen. Arthos tötet einen Troll und Trachkar greift den Obertroll mit dem Erfolg an, dass dieser für immer sein Leben ausgehaucht hat. Weitere Trolle werden getötet.
.... und was macht Arviano? Er flieht, was ich nicht verstehen kann. Auf der einen Seite will er der Gerechtigkeit genüge tun und Trachkar vor Gericht bringen, weil er einen Namensgeber tötete, dann kämpft er und erreicht fast meine Achtung und nun flieht er ein zweites mal. Er hätte sich erklären sollen.
Ich bin nun nicht mehr so ohne weiteres gewillt, mich für ihn einzusetzen oder ihn zurückzuholen. Da muss man mich schon sehr überzeugen, oder könnte er mir vielleicht doch helfen?........



Bericht aus der Sicht von Ordinwulf

I

ch war alleine und zu Fuß auf der Straße unterwegs, als mir mehrere bewaffnete Trolle und Kathaner entgenkamen. Sie hielten mich an, und ein besonders stattlicher Troll unter ihnen, offenbar der Anführer des Trupps, wollte wissen, ob ich auf meinem Weg vor kurzem einen anderen Troll gesehen habe. Der Name des Gesuchten, den ich akustisch nicht genau verstand, klang so ähnlich wie “Koksschnee”. Da mir im Laufe der vergangenen Tage überhaupt kein Troll begegnet war, verneinte ich die Frage – woraufhin mich der Anführer sogleich der Lüge bezichtigte, da es mir angeblich gar nicht möglich gewesen sein konnte, den gesuchten Troll zu verfehlen. Ich blieb standhaft und bekräftigte mein Unwissen, weil ich fürchtete, dass eine erfundene und fehlerhafte Geschichte von einer Begegnung mit diesem “Koksschnee” mir in jedem Fall noch mehr Probleme mit dem Trupp einbringen würde als die schlichte Wahrheit. Darauf jedoch bekam der Anführer einen unglaublich gewaltigen Wutausbruch und schlug mich völlig unvermittelt nieder. Sofort umfing mich Schwärze.

Irgendwann flackerte mein Bewusstsein mehrmals kurzzeitig auf, und ich stellte fest, dass man mich an einen Marterpfahl gebunden hatte. Immer wieder wurde ich von dem trollischen Anführer angebrüllt und mit Folter traktiert. Selbst wenn ich seine Worte verstanden hätte – mein Körper war zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, als dass ich etwas verständliches hätte hervorbringen können.

Nachdem ich mein Bewusstsein schließlich dauerhaft zurück erlangt hatte, sah ich mich zunächst unauffällig, nur durch vorsichtiges Blinzeln und ohne meinen Kopf zu bewegen, um. Ich lag an einem Lagerfeuer, stark schwitzend in Decken gehüllt, jedoch nicht mehr gefesselt. Obwohl ich aus meiner Position heraus den Marterpfahl nicht sehen konnte, war ich mir ziemlich sicher, dass ich mich noch am gleichen Ort befand, an dem dem man mich gefoltert hatte. Neben mir bemerkte ich einen Elfen, an den ich mich nicht erinnern konnte und der seiner Kleidung nach ein Elementarist sein musste. Von den Stimmen meiner Entführer hingegen war weit und breit nichts zu hören. Vermutlich war ich aus der Gefangenschaft befreit worden – aber wer in Raggoks Namen hatte mich bei diesem mörderischen Dschungelklima in einer Decke neben ein Feuer gelegt und vor allem: warum?! Nach einer Weile räusperte ich mich bewusst und wurde daraufhin von dem Elfen angesprochen. Er stellte sich mit dem Namen Dangal vor und erklärte mir, dass man mich wie eine Mumie in Stoffbahnen eingewickelt und ohne Bewusstsein im Zelt des im Kampf besiegten Anführers gefunden habe und nun mittels Schwitzkur entgifte. Ehe ich weitere Fragen stellen konnte, kam ein Troll mit verunstaltetem Gesicht namens Trach'Kar hinzu und verlangte in misstrauischem, rüden Tonfall sofort eine Erklärung für meinen jetzigen Zustand von mir. Darauf stellte ich mich knapp vor und berichtete, soweit meine Erinnerung reichte, von den Geschehnissen seit der Begegnung mit dem Trupp. Trach'Kar, dessen Sippenname “Totenschnee” lautete, erkannte sich selbst in dem Gesuchten “Koksschnee” und schob mir dann meine Ausrüstung zu. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass mein Talisman, eine lederne Halskette mit den Haaren oder Nägeln der meisten von mir getöteten Namensgeber, fehlte. Auch Lochostyx, mein zahmes schwarzes Frettchen, war verschwunden. Für die nächsten Stunden suchte ich verzweifelt das Lager nach meinem Talisman und Lochostyx ab, deren Fehlen mich so sehr aufwühlte, dass ich schließlich nur noch kopflos umherlief, was mich im Nachhinein sehr beschämte. Über das Lager verstreut fand ich die Leichen meiner Entführer. Die Trolle unter ihnen trugen, bis auf den Anführer, identische Brandmale auf ihren entblößten Gesäßen. Beim Anführer hingegen klaffte anstelle jenes Brandmals eine tiefe Fleischwunde. Ihm hatte außerdem jemand mit nur einem sauberen Schnitt den Kopf abgetrennt.

Einige Zeit nach meinem Erwachen tauchte ein Kathaner, der ebenfalls zu der Gruppe um Trach'Kar und Dangal gehörte, in Begleitung eines grün-weiß-gestreiften Tigers im Lager auf. Der Si-Yako genannte Mann brachte aus diversem Kleinwild bestehende Jagdbeute mit, unter der ich ein schwarzes Frettchen erspähte. Angesichts der Seltenheit dieser Fellfärbung hielt ich das Tier natürlich zunächst für Lochostyx und riss, wie von Sinnen, dem verdutzten Jäger die Beute aus der Hand. Doch bei näherer Betrachtung stellte ich fest, dass ich mich geirrt hatte, und mir fiel ein wahrer Felsbrocken vom Herzen. Was für ein unglaublicher Zufall! Nachdem ich Si-Yako die Situation erklärt hatte, bot dieser an, mir bei der Suche nach Lochostyx zu helfen, was mich sehr freute. Überhaupt erschien mir Si-Yako augenblicklich sehr sympathisch. Er fand Lochostyx schließlich in einer Holzschatulle, die unter dem Boden des Anführerzeltes vergraben war. Si-Yako, der sich als Tiermeister herausstellte, gelang es, meinen extrem geschwächten und dem Tode nahen Vertrauten wiederzubeleben, wofür ich ihm herzlich dankte.

Zu der Gruppe, die meine Entführer erledigt hatte, gehörten noch ein Obsidianer namens Arthos und ein dunkelhäutiger Elf namens Ehloklep. Die beiden bekam ich an diesem Tag so gut wie gar nicht zu sehen, da sie (ebenso wie Trach'Kar) viele Stunden einzeln zurückgezogen mit Ritualen verbrachten. Erst zum Abendessen am Lagerfeuer saß ich mit der gesamten Gruppe vereint zusammen.

Für die bevorstehende Nacht wurden Wachen eingeteilt, ich übernahm die letzte Schicht. Während derselben, kurz vor dem Morgengrauen, bemerkte ich ein schleichendes Geräusch in der Nähe vom Lager. Als ich vorsichtig, auf leisen Sohlen, nachsah, sprang mich plötzlich etwas aus der Dunkelheit an und versetzte mir einen tiefen Prankenhieb, so dass ich schmerzerfüllt aufschrie und damit meine Befreier alarmierte. Bald war klar, das uns ein Rudel Feluxe aus mehreren Richtungen attackiert hatte – es mag wohl ein halbes Dutzend Tiere gewesen sein. Mit vereinten Kräften gelang es zwar, den Angriff abzuwehren – wobei Si-Yako vermöge seiner Disziplinstalente einigen der Raubkatzen den Rückzug befahl – doch der Kampf verlief blutiger und langwieriger als eine Auseinandersetzung mit gewöhnlichen Raubtieren, da die Feluxe mehrere der Verteidiger blendeten und somit für wertvolle Minuten massiv einschränkten. Die Augen der drei getöteten Feluxe wurden, nachdem Si-Yako auf ihren Wert hingewiesen hatte, als Trophäen an alle anwesenden Namensgeber verteilt. Nach Sonnenaufgang erblickten Dangal und Si-Yako an der Spitze des Marterpfahls in gut fünf Schritt Höhe endlich meine Halskette, die ich, so schnell es nur ging, überglücklich wieder an mich nahm.


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letzte Änderung 05-Jun-2013 09:34:43 MESZ von TheWho.



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