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Farin

Autor: Scar


M

ein Name ist Far-él Riyan, aber ich selbst nenne mich lieber Farin. Geboren wurde ich im Dorfe Aontacht, nördlich des Servus Dschungel. Ich wuchs in einer gemischten Dorfgemeinschaft auf, zusammen mit Menschen, Zwergen, Orks und sogar einem Troll. Meinem Vater Turan-dar Riyan war dies sehr wichtig, er hat mir beigebracht, dass jede Rasse ihre Stärken hat und man gemeinsam besser Schwierigkeiten und Probleme lösen kann. Aber er brachte mir auch bei, dass es wichtig ist, seine Wurzeln zu kennen, die eigenen Rasse zu verstehen und ihre Bräuche anzuwenden, denn nur so könnte man die eigenen Stärken am Besten herausbilden und der Gemeinschaft am effektivsten Dienen. Daher lernte ich von früh auf die Traditionen meines Volkes, ich bin stolz auf unsere Kunstfertigkeit und unsere herausragende Auffassungsgabe, welche sicherlich unter den Völkern Barsaives einmalig ist. Aber genauso sehe und weiß ich, dass meine körperliche Stärke nie die eines Trolles oder Obsidianers erreichen wird und ich mich nicht so zwischen den Disziplinen bewegen kann wie ein Mensch, welche leicht auch die Talente anderer Disziplinen erlernen können. Meine Familie war eine Bauernfamilie, mein Vater bestellt die Felder und meine Mutter verkaufte die Waren auf dem Markt. Schon frühzeitig half ich auf den Feldern mit oder ich passte auf meine kleine Schwester auf. Meinen Vater und meine Mutter schien das einfache Leben nichts auszumachen, obwohl ich persönlich im Verlaufe meines Lebens immer mehr der Meinung und Überzeugung war, dass dies nicht die effektivste Art war der Gemeinschaft zu dienen. Gerade unsere natürlichen Fähigkeiten sollten nicht bei der Feldarbeit verschwendet werden, sondern der Erforschung der Magie oder der Künste zugewandt sein, wobei mich persönlich Ersteres mehr reizte. Außerdem wollte ich auch unsere Kultur direkt erleben, nicht nur durch Erzählungen und Rituale, ich wollte auch einmal in eine Elfenstadt, oder vielleicht sogar in den Blutwald, beides stieß nicht gerade auf Begeisterung bei meinen Eltern. Aber sie ließen mir die Freiheit, selbst zu entscheiden was ich machen wollte, als meine Jugend vorbei war. Ich entschied mich zu gehen, um die Magie in einer entfernten Elfenstadt Namens EL-Garlain zu studieren. Mein Vater gab mir noch ein kleines Kästchen mit, welches ich dem dortigen Magier-Magistrat überreichen sollte, mit der Anweisung, es weder zu öffnen noch dem Empfänger zu sagen woher ich es hätte oder woher ich kam. Ich war sehr erstaunt ob dieses merkwürdigen Verhaltens, jedoch sollte ich später noch erkennen, warum er dies tat. In El-Garlain tat ich wie geheißen und stellte mit noch größerer Verwunderung fest, dass ich, nachdem ich das Kästchen überreicht hatte, sofort als Novize ohne weitere Prüfung aufgenommen wurde. Es wurde auch nie mehr mir gegenüber darüber gesprochen. So lebte ich nun in El-Garlain und lernte die Magie kennen, welches mir ungemein gefiel und worin ich auch schnell gute Fortschritte machte. Aber ich merkte, dass ich als von außen Kommender immer argwöhnisch betrachtet wurde und viele Elfen über die anderen Rassen spöttisch bis herablassend sprachen. Dieses Verhalten war mir befremdlich und unverständlich und entsprach nicht dem Bilde, welches ich bisher von meiner Rasse gehabt hatte … sprich ich fühlte mich, obwohl unter meinesgleichen, unwohl hier. Aber meine Ausbildung wollte ich nicht abbrechen und so blieb ich. Ich begann, meinen Eltern über meine Erfahrungen hier zu berichten und hegte auch den Wunsch zurückzukehren, wenn ich mehr Erfahrungen im Umgang mit der Magie gesammelt hätte.

Die Rückkehr von El-Garlain kam dann jedoch schneller, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich verließ die Stadt, nachdem mich aus unserem Dorfe die Nachricht erreicht hatte, dass meiner Familie etwas Schreckliches zugestoßen wäre. So schnell ich konnte kehrte ich nach Aontacht zurück. Einige Bereiche des Dorfes waren immer noch verwüstet, das Haus meiner Eltern niedergebrannt, meine Familie tot. Die Dorfbewohner berichteten, dass das Dorf eines Nachts überfallen worden wäre. Als erstes wurde unser Haus überfallen, da es am Dorfrand stand. Der entstehende Kampf war heftig und ermöglichte vielen Dorfbewohnern die Flucht, da anscheinend der Feind selbst überrascht war, auf heftige Gegenwehr zu stossen. Einige Männer des Dorfes beteiligten sich ebenfalls am Kampf, aber als auch Geister und Tote in den Kampf eingriffen, ergriffen auch die letzten die Flucht und ließen meine Eltern allein. Sie kamen erst wieder, als der Kampf vorbei war und meine Eltern Tod vor unserem brennenden Haus lagen. Wütend und voller Hass ob dieser Feigheit beschloss ich, dieses Dorf, was einst die Gemeinschaft war in der ich mich wohlfühlte, unverzüglich zu verlassen. Die Erklärungen meines Vaters zu den Stärken der einzelnen Rassen und der daraus erwachsenden Stärke einer gemischten Gemeinschaft erschienen mir nur noch wie Hohn. Und ausserdem wollte ich den Räubern, welche meine Familie umgebracht hatten nun Ihrerseits den Tod bringen. Als ich ging, hielt mich unser Schmied auf, und erzählte mir, dass eine Abenteuergruppe nach diesem Anschlag in das Dorf gekommen war und meinen Vater gesucht hätten. Als Sie von mir erfuhren, hinterließen Sie eine Nachricht wo ich Sie finden könnte mit dem kryptischen Hinweis, dass nur die Vergangenheit die Gegenwart erklären könne.

Ich folgte Ihnen um mehr darüber herauszufinden. Der Anführer der Gruppe war ein Zwerg Namens Borafor und er kannte meinen Vater von früher, einer Zeit bevor ich geboren wurde. Er erzählte mir dieser viele Dinge über meinen Vater, die ich am Anfang nicht glauben konnte. Mein Vater war früher ein sehr mächtiger Magier gewesen, welcher sich nach dem öffnen der Kaers darum bemüht hat, alte Artefakte wieder zu beschaffen, damit das Land wieder aufgebaut werden konnte. Vieles brachte er nach Throal, weil er wohl die dortigen gepflegte Gemeinschaft der Rassen als die Beste zukünftige Lösung für Barsaives sah, aber auch in einige Elfenstädte, damit unsere Kultur von neuem erblühen konnte, insbesondere auch die Reinigung des Blutwaldes. Borafor berichtete mir, dass er meinen Vater eines Tages in der Nähe von Haven gefunden hätte, als dieser und ein Mensch Namens Al-Rihad schwer verletzt in das Lager seiner Gruppe gestolpert wären. Borafor meinte er wüsste heute nicht mehr genau wieso, aber damals war ihm sofort klar, dass er meinem Vater helfen müsse. Der Kampf gegen die Gegner, welche meinen Vater verfolgten war, war kurz. Die Verfolger hatten wohl keine Chance, da sie nicht mit so vielen Gegnern gerechnet hatten. Mein Vater hat ihm nie erzählt, worum es damals ging, aber er und der Mensch begleiteten die Gruppe ein paar Monate. Sie erlebten einige Abenteuer, aber irgendwann trennten sich auf Wunsch meines Vaters ihre Wege, der Mensch ging mit meinem Vater. Das Ganze war jetzt über 30 Jahre her.

Zum Abschied überreichte mein Vater Borafor noch seine Robe und meinte, er benötige diese nun nicht mehr. Beizeiten werde Borafor wissen, wem er diese im Namen meines Vaters übergeben könne. So erhielt ich die Robe meines Vaters.

Ich blieb eine Weile mit der Gruppe und lernte nun, mich in der Welt von Barsaive als Abenteurer zu bewegen. Insbesondere lernte ich auch einige weniger direkt magische Fähigkeiten, welche mir aber im weiteren Verlauf viel Nutzen bringen sollten. Eines Abends, ich hatte gerade Wache, stolperte ein Bär mitten in unser Lager. Ich schaffte noch die anderen zu Wecke, bevor er mich angriff. Aber anstatt mir zu helfen, bildeten die anderen einen Kreis und feuerten mich an. Borafor rief mir zu, dass es Kämpfe gebe die jeder alleine bestehen müsse. So rang ich mit dem Bären und auf einmal war er direkt über mir und warf mich zu Boden. Unter ihm war ich meines einzigen Kampfzaubers den ich in meiner Matrix hatte beraubt und sah mich schon dem Ende nahe. Ich erinnerte mich jedoch rechtzeitig des Schwertes, welches ich seit neuestem trug und auch zu nutzen wusste. Ich trieb es dem Bären mitten ins Herz. Ich war stolz ob meines Sieges und auf meinen neuen Fähigkeiten. Nach diesem Erlebnis beschloss ich, das es Zeit war, meinen eigenen Weg zu gehen, und insbesondere, die Leute zu finden, welche für den Tod meiner Familie verantwortlich waren. Ich war der Überzeugung, dass der Überfall etwas mit den Taten meines Vaters zu tun hatte. Ich befragte Borafor diesbezüglich nochmal und bat um seine Einschätzung. Auch er war dieser Überzeugung und meinte, dass es viele unterschiedliche Kulte gebe, welche gegen die Wiederherstellung barsaives seien oder die alten Artefakte für Ihre oft dunkle Weltanschauung nutzen wollten. Vielleicht war mein Vater ja in Haven mit Ihnen in Kontakt gekommen oder es hatte etwas mit dem Artefakt aus Haven zu tun. Aber ich müsste meine eigenen Antworten finden und am Besten ich begänne mit meiner Suche bei Al-Rahid. Soweit er wüsste befände sich dieser in der Diebesstadt Kratas. Borafor empfahl mir, aber noch etwas mehr Erfahrung zu sammeln, bevor ich Al-Rahid aufsuche, da Kratas ein gefährlicher Ort für unerfahrene Abenteurer wäre. Er empfahl mir, nach Märkteburg zu gehen, da dort immer Abenteurer unterschiedlicher Erfahrung gesucht würden. Er war wieder Richtung Haven unterwegs und so trennten wir uns auf der Rückseite der Throalberge. Ca. zwei Tagesmärsche entfernt sollte eine kleine Siedlung sein, vielleicht bekam ich von dort eine Gelegenheit, nach Märkteburg zu reisen. Ich fühlte mich stark und erfahren genug, diesen Weg allein zu gehen. Er gab mir zu Abschied noch eine Fellrüstung mit, welche er aus der Haut des von mir besiegten Bären gefertigt hatte.





letzte Änderung 05-Aug-2010 17:04:59 MESZ von Scar.



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