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Vraccas

Als die Abenteurer das Kaer fanden, war es bereits Nacht. Ein mächtiges Gewitter lies sie einen trockenen Unterschlupf suchen. Das Donnern des Gewitters, von dem das Gebirge seinen Namen hatte, war allgegenwärtig und schien von allen Seiten zu kommen. Die grellen Blitze die die bedrohliche Dunkelheit durchschnitten liesen genug Licht um das Ausmaß der Zerstörung zu erkennen. Das Kaer war zerstört. Und wie es schien nicht von außen.......

Die Abenteurer betraten das Kaer und ein fauliger Geruch stieg zu ihnen herauf. Was immer hier verweste musste schon mehrere Tage tot sein. Als der nächste Morgen graute machte sich die Truppe auf das Kaer näher zu erkunden. Schon nach wenigen Schritten fanden sie sich von einer Gestankwolke und unregelmäßigen Zwielicht eingehüllt. Ein oder mehere Horror hatten hier gewütet, die Wände waren über und über mit getrocknetem Blut bedeckt, einzelne Körper oder Körperteile lagen in der Eingangshalle umher. Weniger die Suche nach Überlebenden sondern die Gier trieb sie tiefer in dieses Höllenloch und je tiefer sie kamen desto mehr Mitglieder der Abenteurergruppe bildeten sich ein, ein schlurfendes Geräusch zu hören. Aber das konnte nicht sein, hier konnte einfach nichts mehr leben

Sie durchforsteten die Gänge und Räume wo sich überall ein ähnliches Bild bot. Teilweise mussten sich die Bewohner auch selbst das Leben genommen haben. Hin und wieder fanden sie Einzelne oder ganze Gruppen, vermutlich Familien, deren Überreste an Stricken von den Decken hingen. Der Geruch wurde stärker und die stark parfümierten Tücher reichten schon lang nicht mehr aus den widerwärtigen Geruch zu überdecken der sie zum schrecklichen Höhepunkt ihrer Expedition führte. Im großen Versammlungsraum der mehrere hundert Meter tief im Fels lag war ein riesiger Haufen Leichen aufgetürmt. Da war es wieder, das schlurfende Geräusch und es kam aus einem der Gänge direkt auf sie zu. Sie zogen hastig ihre Waffen und machten sich bereit, wie die vielen vor ihnen, hier in diesem Kaer ihr Leben zu lassen. Doch es sollte anders kommen.

Als das Geräusch näher kam bildete sich langsam der Schemen eines Kindes ab, das irgendwas hinter sich herzog. Als es vollkommen aus den Schatten trat erkannten sie auch sein Transportgut. Es war ein Leiche. Es war genau so erstaunt die Abenteurer zu sehen wie sie ihn. Es vergingen mehrer Minuten in denen die Abenteurer auf der einen Seite des Leichenbergs mit gezückten Waffen, und das Kind auf der anderen, mit dem Fuß der Leiche in der Hand gegenüberstanden bis sich der Anführer der Truppe vorsichtig dem Kind nährte. Als er näher kam erkannte er zuerst, das es sich nicht um ein Kind, sondern um einen sehr jungen Zwerg handelte welcher mit entblößtem Oberkörper in der Gangöffnung stand. Er war über und über mit Schmutz, getrocknetem Blut und Wunden übersäht. Der Zweite Blick offenbarte das wahre Ausmaß seines Zustandes. Er war abgemagert und mehr ein Skelett, dass nur noch durch die für sein Alter, der Anführer schätzte ihn auf ca. 5 Jahre, sehr ausgeprägte Muskulatur zusammengehalten wurde. Der Blick des jungen Zwerges schien starr durch ihn durchzugehen und es lag ein seltsamer Glanz in seinen Augen. Der Anführer versuchte ein paar Worte an ihn zu richten und stellte sich als Ankh’Var und Waffenschmied vor. Doch entweder sprach der namelose Jungzwerg ihre Sprache nicht oder er konnte es nicht. Als Ankh’Var seine Hand auf die Schulter der jungen Zwergs legen wollte schnellte dessen freie Rechte vor und packte sein Unterarm mit schmerzhaften Griff. Mit verzerrtem Gesicht und dem anderen freien Arm bedeutet er dem Zwerg ihnen nach draußen zu folgen. Er musste es verstanden haben, denn er ließ den Arm sowie die Leiche plötzlich los, doch folgte er dem sich umdrehenden Mann nicht sondern lief wieder ein Stück den Gang aus dem er gekommen war zurück, um wieder etwas hinter sich herziehend, hervorzutreten. Doch diesmal war es keine Leiche sondern ein mächtig großer, sehr gut gearbeiteter Streithammer. So langsam begriff Ankh’var woher der Junge seine Stärke hatte. Er musste der Sohn eines starken Kriegers sein und dies die ehemalige Waffe seines Vaters. Und vor allem war er der einzige Überlebende dieses Massakers.....oder der Grund.....

Den ganzen Rückweg aus dem Kaer und die darauffolgende Tage liefen sie schweigend neben einander her. Der junge Zwerg lies den Hammer während der ganzen Reise Richtung Travar nicht los. Die Männer der Gruppe gaben ihn in Ermangelung eines anderen Namens den Namen der auf dem Hammer eingraviert war : VRACCAS.

Die Nächte die sie auf der Reise erlebten waren alles andere als ruhig. Anfangs schlief der junge Zwerg überhaupt nicht und später schreckte er immer wieder hoch und schlug wild um sich was jedem anderen wenig bis kein Schlaf bescherte. Eines Nachts erwischte er in seinem Tobsuchtsanfall das kleine Bierfass aus dem privatem Proviant Ankh’Vars, zertrümmerte es, rutschte in der sich bildende Pfütze aus und nahm unfreiwillig einen großen Schluck des Biers, was ihn sofort besänftigte. Nach dieser Nacht gaben ihm die Männer des Trupps aus Selbstnützigkeit und dem starken Wunsch nach Schlaf bei Anbruch der Nacht immer einen Schluck Bier. Der junge Zwerg taute bei den rauen Gesellen des Trupps langsam auf und mit ihm seine Zunge, was vielleicht auch am Bier lag. Er begann zu erzählen, wie das Leben in dem Kaer war und dass dieser Hammer das Erbe seines bei der Verteidigung des Kaers getöteten Vaters sei. Doch sobald er auf das Massaker angesprochen wurde verstummte er und er bekam wieder den starren und glänzenden Blick. Schon bald gaben es die Männer auf ihm irgendwas darüber entlocken zu wollen. Der Waffenschmied nahm sich seiner an, fütterte ihn wieder auf ein normales Gewicht und zeigte ihm wie man mit seinem Hammer umgeht. Und als sie endlich Travare erreichten übergab er Vraccas seinem Bruder Ankh’ Tash, ebenfalls ein Waffenschmied, welcher ihn aufnahm. Als Vraccas älter wurde übernahm er kleinere Arbeiten und wurde zum Gehilfen in der Schmiede. Meistens war er damit beschäftigte die Ambosse und die schweren Geräte umherzutragen was ihm von Tag zu Tag leichter von der Hand ging. Nebenher lernte er mit dem Hammer umzugehen um auch „andere Materialien als Eisen zu bearbeiten“ wie sein Meister immer mit einem Augenzwinkern zu sagen pflegte. Die Tobsuchtanfälle wurden seltener bis er sie schließlich ganz unter Kontrolle hatte. Es gelang ihm sogar diese gewaltige Emotionsentladung zu steuern und auf seinen Wunsch freizulassen. Sein erster Erfolg kam als er knapp 12 Jahre alt war. Ein aufstrebender Magistrat suchte die Schmiede seines Ziehvater Ankh’ Tash als offizielle Schmiede für seine Champions heraus. Seit dem Tag gingen in der Schmiede die Champions, die in dem kommenden Turnier um einen Magistratsplatz im Stadtrat für ihren Lehnsherren kämpfen sollten, ein und aus. Sie orderten allerlei Waffen und Rüstungsteile welche natürlich auf den jeweiligen Kämpfer angepasst werden mussten. Als Gegenleistung für die Arbeit und persönliche Betreuung der Champions brachten sie Vraccas ein paar Kniffe und Tricks für den Kampf bei, mit deren Hilfe Vraccas den Lehrling der Konkurrenzschmiede in einem „nicht-offiziellen“ Turnier zuerst auf die Bretter und dann zum Medicus schickte. Durch den Ausfall des Lehrlings konnte die Arbeiten für das gegnerische Championteam nicht rechtzeitig fertiggestellt werden und so siegten die Champions welche von Ankh’ Tash betreut wurden und er erhielt vom Magistrat eine großzügige Belohnung von der ein Teil an Vraccas weiterging. Mit diesem Geld und der geweckten Abenteuerlust machte er sich sehr zum Bedauern seines Ziehvaters Ankh’ Tash auf die weite Welt zu entdecken und vielleicht den inneren Frieden zu finden den er so schmerzlich vermisste.



Vraccas der Irre ist ein Adept der "Berserker"-Disziplin.
Die Berserker-Disziplin habe ich in Absprache mit meinem SL designt. Im Grunde ist es ein Krieger mit anderen Talenten und natürlich dem Berserker-Talent.

Berserker : Um in Raserei zu gelangen muss eine Willenskraftprobe gegen die magische WK des Charakters gemacht werden. Bei Erfolg befindet sich der Charakter in Raserei.

Mali :

  • MUSS pro Runde Raserei einen Karmapunkt einsetzten.
  • MUSS auf jeden Schadenswurf einen Karmapunkt einsetzen.
  • Körperliche WK um 2 Punkte reduziert für die Dauer der Raserei.
Boni :
  • kann bis zu 3 Angriffe pro Runde durchführen
  • für die Dauer der Raserei +2 Stärkestufen
  • Keine Bewusstlosigkeitsschwelle.




letzte Änderung 21-Mai-2007 21:11:31 MESZ von unknown.

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