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Theseus Von Travars Begegnung Mit Clystein

Wir schreiben das Jahr 1545 n.T. Das Wasser des Lebens fließt noch in uns. Ich berichte dies von meiner zweiten Mission. Mögen die Sterne uns günstig sein, und es füge sich das Schicksal. -- Theseus von Travar, Mensch und Reisender Scholar
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nser erster Auftrag war beendet, es ging um ein lebendsspendendes Elexier, ein besonderes Wasser aus den Tiefen des Servos. Leider war es Umgeben von den abscheulichsten Kreaturen, jedes wahren Lebens ausgesogene Kadavermenschen, die jede Nacht erneut erwachten. Erst hatten wir die verstreuten Leichen gar nicht beachtet, abgesehen von einem ersten Schrecken. Unzählige waren es, ein Dorf, zuviele selbst um sie an einem Tag in den Bach zu werfen. Am Tage lagen sie herum und waren einfach nur damit beschäftigt, tot zu sein.

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ber in der Nacht standen wir an den Toren des Abgrundes, ein Dämon war das Zentrum aller Befleckung. Wir metzelten uns durch die Untoten, nur mit einem Stock wehrte ich mich ihrer, Stinkbomben waren da wohl nicht mehr nötig gewesen. Meine Kameraden schlugen sich tapfer, ohne sie wäre ich jetzt tot, was mich eindeutig unterfordert hätte. Und wir schafften das unmögliche. Wir töteten das absolute Negative, die Essenz des Grauens und der Schrecken, einem Dämon standen wir gegenüber, und auch wenn mancher fiel - niemand folgte dem Höllenhund in seine Tiefen, wir alle blieben am Leben, schwer verwundet, aber die Quelle gab uns Kraft.

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nd unser erstes finanzielles Auskommen. Unser Auftraggeber wollte erste Geschäftsbeziehungen wegen der Nutzung der Quelle schließen und schickte uns so nach Darranis mit einem Faß Quellwasser. Als ich am ersten Morgen zu meinen Kameraden zum Frühstück kam, saß dort dieser Type, ein kräftiger blonder Elf im Schießershirt, Marke Alphamännchen. Und er machte allen Kaffee. Doch hatte er diesen Blutfleck auf dem Hemd, es schien nicht von ihm zu sein. War cool und relaxed, und wie mir unsere Elfe verriet, war er Schwertmeister und von noch höherer Erstdiziplin dazu. Unser Troubadour schien ihn nicht zu mögen, im Gegensatz zu den meisten anderen.



Der Unterschied zwischen Männern und Frauen? Wir werden vielleicht nie das Wunder der Geburt selbst erleben, dafür können wir aber Dosen selbst öffnen. -- Bruce San

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ie Nacht wahr sehr ruhig gewesen, und die kleine Elfe war noch nicht so weit. Ein gutes Glas Wodka und eine Havanna halfen mir über meine Lage hinweg, so saß ich also da in meinem miefigen Hotelzimmer und putzte meine Waffen. Man konnte nie wissen. Manchmal flog so eine auf Dich ab, und peng! Direkt am ersten Abend erwischst Du sie. Manchmal läßt man sie aber auch ein wenig zappeln. Oder sie einen selbst... und genau das unterscheidet einen echten Profi von einem Amateur.

Ich hatte mich vor kurzem als Amateur erwiesen.

Eine Truppe Frischlinge kampierte in der Herberge. Ein Zergkrieger, ein Dieb, noch ein freakiges Weichei, die Kleine und ein Alchemist, den man von weitem roch. Er war wohl in eine russische Chemiepfütze gefallen, stellte sich aber als Scholar vor.

Tja, am Abend hatte ich diesen Besucher. Sollte mir schöne Grüße von Clystein ausrichten und wollte mich umbringen. Vom Bürgermeister von Märkteburg hätte ich mehr erwartet. Ein gewöhnlicher Straßenräuber für 50 Goldmünzen.... ich verstand die Botschaft. Wo sollte ich mit der Leiche hin? Morgen früh würden wohl die Wachen kommen.

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s gibt verschiedene Wege, sich einer Leiche zu entledigen. Die spektakulärste ist, sie von einem Drachen fressen zu lassen. Was eine Meisterleistung ist, an der schon mancher gescheitert ist. Schnapp! Und Du bist weg. Sie mögen es, Dich so al dente zu schmoren, daß der Kern noch schön lebendig ist. Man kann so was am besten hinbekommen, wenn man einen größenwahnsinnigen Konkurrenten aus dem eigenen Gewerbe ausschalten will. So wie damals der alte Jack... hielt sich für die Nummer eins. War gut im Geschäft gewesen und hatte einen ordentlichen Coup hingelegt, der ihm eine Menge Zaster einbrachte, viel mehr, als für einen einzelnen Mann gesund sein könnte. Ich erzählte ihm von dieser Drachennummer und nahm mir auf derselben Party seine Frau vor. Er schmiedete einen Plan, suchte nach einem Drachen - und fand einen. Amateur.

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ber für gewöhnlich reicht ein Sumpf, ein Friedhof, oder einfach nur Misthaufen. Nur im Zentrum von Märkteburg ist es nicht wirklich einfach. Auf den Straßen war noch immer ziemlich viel los.

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chließlich gab es da noch das Hackbrett. Eine Schweinearbeit. Jeder, der schon einmal in einem Schweineschlachthof war, weiß, was ich meine. Litterweise Blut. Man braucht also eine Kanalisation und eine Badewanne. Leider war das Zimmer nicht so gut ausgestattet. Das Zerlegen ist nicht einfach, wenn man noch Pläne mit dem Fleisch hat, aber in der Regel muß man nur die Knochen kleinsägen und alles andere gleich mit. Hat man einen Schweinestall, ist der Abend gerettet.

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ch hatte nichts übrig für unnötige Küchenarbeit, und wozu gibt es denn Frauen? Also probierte ich es noch mal bei der kleinen Elfe. So ganz abgeneigt zu sein schien sie j a nicht, mein Arsch war ihr wohl aufgefallen. Ein paar Glas billigen Wein - ein paar ehrliche Komplimente - und schon könnte sich ein langweiliger Abend von einem Problem in eine Lösung verwandeln, in eine Lösung mit Titten und Sex, was mein persönlicher Weg ist. Und am nächsten Morgen liegt unter dem Bett, in dem sie schläft, eine Leiche.

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rgendwie hatte ich mich wohl nicht genug angestrengt, jedenfalls blieb ich in der Nacht alleine, abgesehen von meinem Zimmergenossen, der seinen ewigen Schlaf schon gefunden hatte.

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er Schlaf wollte nicht leicht kommen, hatte ich doch immer noch diese Gefühl, beobachtet zu sein. Tja, in meiner Branche. Vanessa kam mir wieder in den Sinn. Nicht diese kleine Elfe da nebenan, sondern Vanessa Clystein. Ihr hatte ich das alles schließlich zu verdanken. Erste Regel, verliebe Dich nie. Schon gar nicht in die Frau von einem hohen Tier. Schon gar nicht von Clystein.

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ber so kam halt eines zum anderen. Dinge finden sich, und in diesem Fall hat sie gesucht. Sie suchte Nähe. Schutz. Ein Mann. Mich. Eine Traumfrau, selbst für einen Menschen hatte sie dieses etwas, ihre primitive Menschlichkeit zog mich irgendwie an...Sie erzählte mir von ihrem Mann und von all dem Quatsch, der Ehe zu so einer leeren Lüge macht.

Wo sie jetzt wohl gerade steckte?

Egal.

Ich würde sie finden.



Was'n das? Sin City und Stirb Langsam meets Earthdawn oO ? -- Fabian

Gottverdammtnochmal! Ich kenne diese toughe Schwein von einem Hurensohn! Wir haben damals mal ein beschissenes Ding gedreht, unten in goldenen Hölle von Vivane. Außerdem ist er behangen wie ein verfluchter Oifanten-Bulle! -- Ein Partner

@Fabster: fast. Aber weder noch... falscher Film -- Sebastian

@Partner: Ja, war nett damals. Ich muß mal wieder in den Komakasten... -- Bruce



Gleiches zieht gleiches an. Das Wasser fließt ins Meer, ein Stein fällt zu Boden, unser Körper wird in neue Körper eingehen. Dies ist das erste Alchemistische Prinzip. So lehrte es mich mein Meister Rodan. -- Theseus von Travar

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nsere Reise per Luftschiff über die Berge und weiter mit dem Flußboot über den Schlingenfluß war angenehm und unterhaltsam. Unsere Elfe fand einen Schiffsjungen, der sie so lange mit seinem Wunsch beredete, Adept zu werden, daß sie schließlich einwilligte und ihn als neuen Gefährten in unsere Truppe brachte.

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ie Übergabe des Wassers in Darranis war erfreulich glatt verlaufen, und es zeichnete sich ein florierender Handel für die Zukunft ab. Wir bekamen unser Geld, auf dem Rückweg verliefen wir uns in der unbekannten Hafengegend und gelangten zu einem Pier, als uns ein paar Gestalten auffielen, die eine Frau mit passenden Betonschuhen versenken wollten.

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ie Entscheidung fiel augenblicklich. Meine Kameraden pirschten sich vor, mutig stürmte unser Zwerg die Treppe hinunter, die anderen liefen vom Steg auf sie zu und unser tapferer Dieb sprang gewagt in den Fluß. Ich hielt den Bootsjungen bei mir und bereitete meine Mixturen vor - meine Molotovcocktails sollten ihnen einheizen! Doch leider war ich zu ungeschickt, denn die Flasche explodierte direkt vor uns, wir beide wurden umgeworfen.

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n der Zwischenzeit hatte sich ein wilder Kampf mit den Typen entfacht. Einer stand bei der Frau und drohte, sie umzubringen - eine Verschwendung sondergleichen, war sie doch äußerst attraktiv. Doch unser Dieb kletterte von hinten die Reling hoch und überraschte ihn mit einer Gittarrenseite, die er spannte, um den Typen zu würgen und mit ihm von der Reling ins Wasser zu stürzen. Die anderen wurden von meinen Kameraden niedergemetzelt.

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ie Frau stellte sich als Vanessa Clystein vor und sagte, ihr Mann, der berühmt-berüchtigte Bürgermeister von Märkteburg, habe ihren Tod gewollt. Wir begleiteten sie in ein Versteck, ein Troll, ein Freund von Ihr, nahm uns auf. Sie hatte ein Verhältnis mit einem uns nicht unbekannten Mann gehabt, mit Bruce San, und nun trachtete ihr Mann ihr nach dem Leben. Und noch mehr lockten wir aus ihr heraus: Es gab ein Schließfach in Throal, bei einer Niederlassung der Überlandhandelsgesellschaft. Ihr Onkel sei dort Leiter, dort sei sie sicher. Im Schließfach sei ein großer Teil des Vermögens von Clystein hinterlegt...

to be continued


Ich hab das mal restored, weil ich denke, dass sich da jemand nen schlechten Scherz erlaubt hat. -- Hangol

Danke! So ein Troll... nächstes Mal sperre ich seine IP... -- Sebastian





letzte Änderung 17-Sep-2007 19:05:01 MESZ von unknown.



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