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Rettungsaktion Teil1

D

a waren wir nun, Märkteburg lag nach Tagen anstrengenden Wanderns vor uns. Asak war mittlerweile wieder zu Bewusstsein gekommen, doch er schleppte sich recht mühsam durch die Lande. Mir selbst ging es auch noch nicht wieder so gut.
Als wir schliesslich auf der Suche nach einem bestimmten Haus durch die Lücken zwischen den Zelten gingen, entdeckte unser Troll dann einen Stand, wo diverse Tränke angeboten wurden. Also ging Asak hin und bestand auf einem Heiltrank.
Der Händler bot ihm schliesslich wort- und gestenreich einen Trank an, und Asak grollte: "Vom Preis her mache ich dir ein Angebot. Du kriegst den Diamanten, und wenn ich nicht zufrieden bin, komme ich noch mal zurück!"
Der Händler fand den Deal gut. Dachte wohl, dass er schon weit, weit weg sein würde, wenn Asak merken würde, dass der Trank nix taugte. Doch der gute Mann kannte Asak nicht!
Vom Absturz beim Kaer noch immer geschädigt, kippte er sich den Trank direkt an Ort und Stelle in den Rachen. Und er kam sehr schnell zu dem Schluss, dass der Heiltrank nichts weiter als ein Erholungstrank war. Das war zwar auch nicht schlecht, aber eben nicht dass, was Asak haben wollte. Also zog er ohne Umschweife seine Höhlentrollaxt und zerlegte den Stand...

G

eraume Zeit später stiessen wir dann auf das Haus von Siris, einer T'Skrang-Händlerin, die loyal zu Throal stand und zu den Verbündeten der Freiklingen zählte. Doch das Haus war verlassen. Dennoch suchten wir dort Schutz, denn wir konnten alle ein wenig Ruhe und Erholung brauchen.
Aber zunächst durchsuchten wir das Haus auf einen Hinweis, was passiert sein mochte. Schliesslich fanden wir an einer Wand mit einem Dolch regelrecht festgenagelt.
In dem Buch standen Gedichte in der Sprache der T'Skrang, und der Titel von einem war durchgestrichen und durch die Worte Mögen wir uns bei Chorrolis' Segen wiedertreffen ersetzt worden.
Ein wenig ratlos sahen wir uns an.
"In Ordnung", brummte Kiwa. "Und was soll das jetzt bedeuten?" Die Ork wirkte ziemlich missmutig.
"Ein Hinweis von Siris?" gab ich müde zurück, lehnte mich an eine Wand und liess mich langsam zu Boden sinken. Meine durch den Absturz erlittenen Verletzungen waren noch immer nicht vollständig abgeheilt, und genauso fühlte mich mich auch. Einziger Trost: unserem Troll ging es noch schlechter.
Doch offenbar funktionierten seine grauen Zellen noch, denn plötzlich grollte er: "Sag mal, Iis, hiess nicht Siris' Schiff Chorrolis' Segen? Das Ding ist doch damals in einer kleinen Bucht abgesoffen."
"Stimmt", meinte Iis nachdenklich.

D

en Rest des Tages sprachen wir alle kaum ein Wort, und als es langsam dunkel wurde, teilten wir die Wachen ein, wobei wir den Troll aussparten. Ausserdem beschloss Iis, dass er mit Teru schon mal nach Lorcam wollte. Er hatte da so eine Ahnung, meinte er. Wir anderen sollten dem Hinweis auf die Chorrolis' Segen folgen.
Vierna wollte ein Feuer machen, doch ich hielt sie davon ab. "Vierna, denk nach! Wir haben, so wie's aussieht, Verfolger. Wenn wir jetzt hier Feuer machen, hier, in einem leerstehenden Haus, können wir genauso gut Wir sind hier, bitte macht uns platt! auf die Mauern schreiben. Ausserdem, wenn du vom Hellen ins Dunkle starrst, wirst du kaum etwas sehen, während du ein klares Ziel abgeben würdest."
Sprachlos starrten mich alle ein paar Augenblicke lang an, dann jedoch meinte ausgerechnet Iis: "Unser Geisterbeschwörer hat da nicht ganz Unrecht, Vierna. Ich sag's ja wirklich nur äusserst ungern..."

F

rüh am Morgen, es war noch dunkel draussen, brachen Iis und Teru auf. Der Elfenkrieger wollte sich aber noch ein Pferd besorgen. Wir vereinbarten, dass wir uns entweder in Lorcam treffen, oder aber eine Nachricht dort hinterlassen würden. Dann brachen die beiden auf.
Asak, Kiwa, Vierna und ich brachen erst am späten Vormittag auf, wobei uns der strömende Regen zusätzliche Deckung bot. Den ganzen Tag wanderten wir schweigend weiter, und als es bereits dunkelte, entdeckte Kiwa eine Höhle, in der es sogar einen kleinen Brennholzvorrat gab. Wir sammelten noch ein wenig vertrocknetes Holz, das wir aus den spärlichen Bäumen rupften, um damit dem nächsten Wanderer ein Feuer zu ermöglichen. Als wir die Wachen einteilten, wurde Asak erneut ausgespart.

W

ir waren mehrere verregnete Tage unterwegs, bis wir schliesslich schlammbesudelt und erschöpft die kleine Bucht fanden, in der Asak die gesunkene Chorrolis' Segen wusste. Wir wurden auch schnell entdeckt, und als Asak seinen Namen nannte und erklärte, mit Siris sprechen zu wollen, wurden wir freundlich empfangen.
Hinter der Chorrolis' Segen, die Siris gehörte, war die Briton II vertäut. Dieses Schiff gehörte, wie Asak uns erklärte, einem ebenfalls verbündeten T'Skrang-Händler namens Emilius, und sah momentan ziemlich beschädigt aus.
Siris und Emilius begrüßten uns freundlich, und ein Heiler kümmerte sich erst einmal um Asaks Wunden. Meine waren inzwischen endlich verheilt. Während dessen erklärte uns Emilius, dass sein Schiff von mehreren anderen angegriffen worden war, jedoch siegreich aus diesem Kampf hervorgegangen war, wenn auch nicht unbeschädigt. Allerdings hatte dieser Kampf einen Erdrutsch zur Folge gehabt, der den Fluss derzeit blockierte, was sich früher oder später bei den Preisen der Handelswaren niederschlagen würde...
Dann berichteten wir, was uns widerfahren war: unsere Begegnung mit Kopfgeldjägern bei Urupa, die Begegnung mit Amon Task in Urupa, unsere überstürzte Flucht aus Urupa... Nur das Kaer liessen wir wohlweisslich weg.
Dann berichtete Siris, dass sie ebenfalls völlig überstürzt aus Märkteburg hatte fliehen müssen, was Asak in Tränen ausbrechen liess, denn er hatte bei Siris einen Großteil seines Vermögens gelagert gehabt, und das war nun futsch... Tröstend legte ich dem Troll eine Hand auf die breiten Schultern.
Wir erfuhren von Siris, dass die Alte Garde, eine Gruppe von Leuten, die lieber wieder mit Thera gemeinsame Sache machen wollten, offenbar mit Hilfe theranischer Agenten ein ganz fieses Ding planen würden. Die T'Skrang riet uns, nach Lorcam zu gehen, weil dort eine Hochburg der Alten Garde war, mit Treffpunkt in der Taverne Zum Reisenden.
"Trifft sich gut", knurrte Kiwa. "Iis und ein Ork-Steppenreiter namens Teru wollten schon mal dorthin, und wir sollten dann später zu ihnen stoßen."
"Nun, dann solltet ihr das tun", meinte Siris. "Aber ich schlage vor, dass ihr euch erst mal hier ausruht."
"Gar keine schlechte Idee", stimmte Vierna zu. "Wenn wir dürfen, würden wir gerne hier bleiben, bis Asak wieder vollkommen auf den Beinen ist."
"Fühlt euch wie zuhause", lachte Siris leise. "Ihr seid uns willkommen!"

To be continued...





letzte Änderung 21-Mai-2007 21:11:30 MESZ von unknown.



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