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Liaj Dschungel

dschungel.jpg

W

ir marschierten wochenlang. Viele Gefahren warteten in dem dichten Dunkel aus Blättern, Bäumen und Ranken, die jeden Versuch des Tageslichts, an die Erde zu kommen, zunichte machten. Die Luft war meist schwül, schon am frühen morgen, kurz nachdem die Sonne aufgegangen war, war es für den Rest des Tages unerträglich heiß. Die schweren Regenfälle, die es nicht selten 2- oder 3-mal täglich gab, durchnässte unsere Ausrüstung und Kleidung nur noch mehr, wurde schwerer. Unsere Kleider klebten an unserer Haut, machten das ohnehin schon schwere Atmen nur noch anstrengender. Zum Glück hatte ich meinen Trägergeist Bodo dabei, der zumindest mir meine Ausrüstung abnehmen konnte. N

icht nur die körperlichen Anstrengungen waren enorm: Auch psychisch raubte uns der Liaj-Dschungel den letzen Nerv. Es gab keine Wege, die durch den Dichten Regenwald führen, so mussten wir uns mit unseren Macheten eine Schneise quer durch den Dschungel schlagen, oft kamen wir am Tag nur wenige Kilometer weit, ehe die Nacht wieder hineinbrach. Doch auch diese brachte uns keine Ruhe: Fauchen, Schritte im Unterholz, das Surren und Ziepen der Insekten, die andauernde Befürchtung, bald auf der Speisekarte einer Jehutra oder eines Crojenrudels zu werden, war immer mitten unter uns. Wir wechselten uns mit den Nachtwachen immer ab, wir wussten, wenn wir einschlafen würden, würden die Raubtiere des Dschungels nicht lange zögern, ehe sie uns, ihre "Beute" angreifen würden. A

uch unser Proviant, hielt, wie fast schon erwartet, nicht lange genug. Wir mussten meist auf mein Pflanzenmenü zurückgreifen, mit Sicherheit keine schlechte Alternative. Das größere Problem war das Trinkwasser: War es nun wirklich sauber, oder war diese Quelle, dieser Bach oder das gesammelte Wasser von den Blättern vielleicht doch irgendwie verunreinigt? Konnte ich alle Gifte und Schädlinge beseitigen? Die Angst im Liaj-Dschungel war immer und überall anwesend.
Ironischerweise war das einzige, was die Stimmung der Gruppe wieder heben konnte, ein offener Kampf: Ein Rudel Crojen oder Blutaffen, ein wütender Brithan oder 2 Jehutras. Ein Kampf gab vielen von uns die Möglichkeit, die Frustration und das Unbehagen unserer Reise in ungezügelte Aggression umzusetzen, ein Umstand, der uns vielleicht mehrmals das Leben gerettet haben könnte. D

ann, als wir nach Wochen, vielleicht sogar Monaten (irgendwann habe ich aufgehört, die Tage zu zählen) das Ende des ewigen Grün sahen, waren wir alle heilfroh, am Ende unserer Kräfte und mit den Nerven am Ende. Adepten Barsaives, überlegt euch gut, ob ihr in die "grüne Hölle Barsaives" reisen wollt, es ist wohl einer der gefährlichsten Orte in unserem Schönen Land...

Xaragon Eisregen, Scavia, 1534 TH

Dörfer:

Die schwarzen Blätter





letzte Änderung 04-Aug-2010 18:52:56 MESZ von Clanngett.

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dschungel.jpg dschungel.jpg 23732 bytes


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