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Flamel

Thema Alchimist

Während wir über Geber so gut wie nichts wissen, wissen wir über Flamel so gut wie alles - sofern wir seinen eigenen Worten glauben. Die Geschichte seiner Alchemie ist die Geschichte seines Lebens.

F

lamel war Mensch und lebte während der Plage in Kaer von Throal, und wir wissen, daß er Scholar war, genauer Notar. Auf seinem Grabstein steht geschrieben, daß er den Passionen Floranuus, Garlen, Jaspree und Upandal je einen Tempel gespendet hat, des weiteren zwei Armenhäuser, 14 Spitäler und zwei Waisenhäuser. Er selbst stammt aus relativ unbedeutenden Verhältnissen und ist nie auf Abenteuerschaft gezogen. Die Frage ist also: Konnte wirklich ein Schreiber ohne ererbtes Vermögen zu so viel Geld gelangen? Während der Plage zumindest war das sehr unwahrscheinlich, aber Flamel behauptet denn auch, durch etwas anderes zu Reichtum gelangt zu sein, so steht es in seiner Autobiographie.

Er habe einige Jahre vor der Schließung der Tore Throals für nur zwei Goldmünzen ein Buch von einem ihm völlig unbekannten zwergischen Händler gekauft, aber nicht von ungefähr. Denn einige Wochen zuvor hatte er einen Traum, wo ihm die Passion Floranuus erschien und ein wunderbares Buch ehrwürdigen Alters in den Händen hielt. "Flamel", sagte die Passion, "schau dieses Buch. Du wirst nichts davon verstehen, nur irgendjemand anderer, aber ein Tag wird kommen, an dem du etwas sehen wirst, was sonst niemand je zu Gesicht bekommt."

A

ls Flamel zufällig auf dieses vergoldete, alte und sehr große Buch des Händlers stieß, fiel ihm sein Traum wieder ein. Aber lassen wir ihn selbst berichten: "Das Buch war alt, und war weder aus Papier noch aus Pergament, sondern aus der feinen Rinde junger Bäume. Der Einband bestand aus gehämmerten Kupfer und war voll von fremdartigen Symbolen. Ich kenne mich aufgrund meines Berufes mit Schriften aus, aber diese Sprache war mir nicht bekannt, weswegen ich vermutete, daß sie wohl sehr alt sein mußte. Die Rindenblätter im Inneren waren prachtvoll graviert und farbig bemalt und in gut leserlichem Throalisch geschrieben. Das Buch war aus drei mal sieben Blättern zusammengeheftet; das siebente Blatt war jeweils ohne Schriftzeichen, dafür aber mit geheimnisvollen Bildern bemalt. Auf dem ersten der sieben Blätter war ein Stab mit zwei Schlangen gemalt, die sich gegenseitig fraßen, auf dem zweiten eine gekreuzigte Schlange, auf dem dritten war eine Sandwüste gemalt, in deren Mitte eine wunderschöne Quelle entsprang, aus deren Seiten aber Schlangen emporkrochen. Das Titelblatt des Buches zeigte den stolzen Ork Maharba, einer der Gründer des untergegangenen Ork-Königreiches von Cara Fahd, der Priester, Astrologe, Philisoph und Magier war, sowie einen Gruße an das unterdrückte Volke der Orks. Des weiteren war die Seite gefüllt mit schrecklichen Verwünschungen und Flüchen gegen jeden, der dieses Buch lese, außer er sei Priester oder Schriftgelehrter. Auf dem zweiten Blatt spendete der Verfasser seinem Volke Trost und Hoffnung: daß sich die stolze Nation der Orks einst wieder erheben werde unter der Führung einer von Lochost auserwählten Orkin. Vermutlich war das Buch armen Orks weggenommen worden, jedenfalls wußte der Händler nicht, was es wert war, und ich habe dies auch nicht gewußt, als ich es kaufte.... Vom dritten Blatte an lehrt das Buch in einfachen Worten die Umwandlung der Metalle. Wahrscheinlich wollte der unbekannte Verfasser seinem unterdrückten Volke helfen, ihre Steuern zu zahlen und noch anderes zu tun, aber davon werde ich hier nicht sprechen. Neben der Schrift waren Gefäße, Utensilien und das erste Angens angegeben."

Flamel war selbst kein Magier oder Priester, aber Notar, und so fühlte es sich berechtigt, das Buch zu lesen, das nach Flamels Beschreibung mit einer sonderbaren Bildsprache untermalt war: "Das erste Blatt auf dem vierten Blatt stellte einen jungen Mann dar mit Flügeln an den Füßen, der einen Stab mit zwei Schlangen darum in der Hand hielt, mit dem er an den Helm auf seinem Kopf schlug. Auf ihn nun stürzte sich mit ausgebreiteten Schwingen ein großer alter Mann mit einem Stundenglas auf seinem Haupte und in seinen Händen eine Sense wie der Tod. In furchtbarer Wut versuchte er, die Füße des jungen Mannes abzuschneiden."

So unverständlich Flamel die Bilder anfangs erschienen, so machen sie doch für einen Alchemisten Sinn, und so ist es nicht verwunderlich, daß Flamel von der alchemistischen Leidenschaft, einem Furor alchimismus, ergriffen wurde, der ihn nie wieder los ließ. 21 Jahre lang forschte Flamel vergeblich, begleitet auf der Suche nach dem Lapis philosophorum durch seine treue Ehefrau. Der Prozess des Steines war laut Flamel ausführlich erläutert, jedoch waren die Hinweise für die Prima Materia, für die Ausganzsubstanzen, absolut unverständlich.

S

chließlich, als Flamel schon aufgeben wollte, kam ihm der rettende Gedanke: Das Buch war doch von einem Ork für orkische Leserschaft geschrieben worden, also müsse er einen gelehrten Ork finden, der ihm bei der Suche helfen könnte. Und tatsächlich fand er nach langer Suche einen Mann namens Canches, ein orkischer Arzt, der in alten Geheimlehren bewandert war, und ihm helfen konnte. Meister Canches erkannte, daß es sich bei Flamels Buch um ein lange verloren geglaubtes elementaristisches Buch namens "Asch Mazareph" handeln müsse. Gemeinsam suchten sie nach alten Schriften, die sie im Untergrund des Throalischen Kaers vermuteten, doch leider verstarb Canches an einer Darmerkrankung, und wurde von Flamel dankbar beweint, denn auf dem Totenbett hatte Canches ihm die entscheidenden Hinweise verraten.

Alleine mit seiner Frau forschte Flamel weiter, und tatsächlich gelang ihm der große Wurf, er findet das Elixier, daß "er sofort am Geruch erkennt". Zuerst projiziert er es auf eineinhalb Pfund Quecksilber und erhält ebensoviel Silber, "Silber, daß besser war als das der zwergischen Bergwerke, was ich mehrmals prüfen lies. Später, am 25. Tag desselben Monats um fünf Uhr abends; ich verwandelte das Quecksilber wahrhaftig in ebensoviel reines Gold um, das sicher besser, nämlich weicher und geschmeidiger war als gewöhnliches Gold."

Flamel scheint auch das Elixier des Lebens gefunden zu haben, wurde er doch noch vor einigen Jahren in Begleitung seiner Frau in Ostindrisien gesichtet.





Und da besteht natürlich überhaupt kein Zusammenhang zu einem gewissen "Nicolas Flamel" ;) -- Amaranth

Ähhhh.... nööööööööööööööööööööööööööööö....... (Nase wird länger)..... ok, beim Klauen ertappt. Aber woher kennst Du denn den Nicolas? -- Sebastian

Auch ich kenne Nicolas Flamel als Randfigur aus einem Roman. Reale Personen klauen finde ich ok, denn die Geschichte ist meist besser als jede Fantasie Wenn man schon von realen Personen klaut finde ich sollte man diese Personen umbennen und im Text einen Hinweis: Ist der Person X nachempfunden setzen. Die Umbenennung hat mehrere Vorteile. Nutzer von Suchmaschinen, die nach Informationen über den realen Flamel suchen, finden nicht diesen Artikel. Auf deiner Übersichtsseite BeruehmteAlchemisten könntest Du die Links in reale Alchemisten und in Fantasie-Alchemisten teilen sprich eine Trennung zwischen Realität und Fiktion. Bei den realen Alchemisten findet der Leser dann echte, historische Infos (auch gut um einem Alchemisten zu spielen) und bei Fanatasie-Alchemisten können die realen Alchemisten ja unter einem anderen Namen als NPCs auftauchen. Der Nutzer, der nach Flamel sucht wird so nicht enttäuscht werden, als wenn er liest, dass Flamel in einem Kaer lebte. Weiterer Effekt, die Spieler können den Namen dieses NPCs nicht erkennen und somit keine Rückschlüsse auf den NPC machen. ' -- yennico

Es ist nicht meine Aufgabe, Google zu helfen, und ich finde die Einbindung "echter" Alchimisten sehr spannend (so übrigens auch Geber, Hermes Trismegistus und Albertus Magnus, so auch der Stein der Weisen oder das Alkahest). Das verbindet diese Disziplin mit dem echten Alchemismus, der gar nicht weniger fantastisch war als Earthdawn, und führt doch zu interessanten Aha-Effekten. Einen Alchemisten wie Newton oder Kepler würde ich dagegen nicht so übernehmen, sondern umbenennen, dazu ist mir der Name zu bekannt und zu sehr mit Physik verbunden. Flamel, Geber, Hermes Trismegistus oder Albertus Magnus sind nach meinem Empfinden aber oberflächlich unbekannt genug, gleichzeitig aber doch angenehm dunkel vertraut und klanglich in die ED-Welt passend. Nicolas Flamel wäre mir vom Namen nicht mehr ganz so passend. -- Sebastian





letzte Änderung 20-Dez-2007 08:47:59 MEZ von unknown.

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