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Der Weg Der Freiheit Nach Vapaa IGHUL

Autor: Yannick


Im Folgenden möchte ich die Sicht meiner jungen Befreierin Vapaa auf ihre eigene Disziplin schildern. Bei meinen Überlegungen zu diesem Charakter habe ich vor allem auf die Spielbarkeit der Disziplin in einer - von der Zusammen- und Zielsetzung her - normalen Gruppe Wert gelegt. Genauso sind aber natürlich persönliche Ideen zum Thema eingeflossen. Andererseits aber auch beabsichtigter Weise unvollständige oder unausgereifte Gedanken, die dem Charakter Raum zur Entwicklung geben, während er in den Kreisen seiner Disziplin aufsteigt.
Ich werde versuchen, diesen Eintrag zu eben diesen Momenten der Erkenntnis um den nächsten Kreisaufstieg herum zu erweitern. Im Zuge dessen werde ich die Erweiterungen als solche kenntlich machen, aber nicht den gesamten Text überarbeiten. Daher wird es eventuell zu Widersprüchen zwischen früheren und späteren Abschnitten kommen, die daher rühren, dass Vapaas Sicht ihrer Disziplin sich im Laufe ihrer wachsenden Erfahrung in manchen Punkten ändert.
Gleichzeitig mit einer Disziplinbeschreibung wird der folgende Text also auch Einblick in Vapaas Charakterentwicklung bieten.


K

reis 1-2:

Die nachfolgende Zusammenfassung des Wesens und der Bedeutung der Disziplin des Befreiers ist die persönliche Anschauung Vapaa IG-HULs. Es muss darauf hingewiesen werden, dass der Weg des Befreiers niemals wirklich verstanden werden kann, ohne selbst auf ihm zu wandeln, da Worte niemals das Wesen der Freiheit wiedergeben können. – zur Erbauung dem geneigten Leser vorgelegt von Yannick Dietz

Das ist wohl der einzige Weg, dem ein Ork in seinem Leben jemals wirklich folgt. Der Ruf der Freiheit hallt immerhin so laut in unserem Körper wider, dass er jedes unserer Organe zum zittern bringt.
Keine andere Rasse könnte ihn so deutlich hören wie wir es tun – wurden wir doch lange von eben diesen Rassen als Sklaven gehalten. Diese Erfahrung hat unseren Körper empfindsam gemacht für das Rufen der Freiheit. Kein Wunder ist es, dass die Freiheit Ziel allen Strebens eines Orks ist, der nicht seine Wurzeln und das wahre Wesen seines Strebens gewaltsam niederringt und verbiegt.
Wir haben viele Möglichkeiten gefunden, dem Ruf zu folgen. An erster Stelle all dieser steht zweifelsohne der von Hrak Gron als erster beschrittene Weg der Befreierin. Dieser Weg ist es, aus dem alle anderen für uns hervorgingen. Ihm zu folgen ist höchster Ausdruck der Freiheitsliebe. Es bedeutet zu handeln wie es nötig ist, um diese Freiheitsliebe in die Herzen anderer zu tragen. Denn anders als das der anderen Wege ist das Ziel dieser edlen Disziplin nicht die Freiheit, sondern die Freiheit zu verbreiten und in die Herzen derer zu tragen, die unfrei sind.
Unfrei jedoch sind alle Namensgeber schon sobald sie geboren werden, denn das Leben selbst zwingt uns in seine Fesseln. Dem setzen wir entgegen, was wir „das Leben packen und schütteln“ nennen. Der Weg der Befreierin ist also nicht nur, Unterdrückte aus den Klauen ihrer „Herren“ zu reißen. Sondern auch und vor allem, jedem Namensgeber dabei zu helfen seine eigene Unfreiheit abzulegen. Um dieses Ziel zu erreichen muss natürlich die Befreierin selbst zuerst lernen, vollkommen frei zu sein.
In der Tat ist das die vermutlich schwierigste Aufgabe, die einen auf diesem Weg erwartet. Bis man sie gemeistert hat können lange Jahre der Übung vergehen und viele schwere Stunden, in denen wir fühlen, dass unser Ziel in unnahbare Ferne zu schwinden droht. In solchen Situationen jedoch aufzugeben bedeutet, den Sinn für die Freiheit zu verlieren und sich erst dem Leben und später anderen Namensgebern zu unterwerfen.

Das oberste Gebot der Befreierin ist also, in jahrelangem, zähen Übungsprozess nicht gegen sich selbst zu verlieren, sondern durch die stetige Selbstzucht schließlich den eigenen Geist vollkommen frei zu machen.
Erst wenn dies gelungen ist, kann der Befreier jemals wirklich hoffen, andere in die Freiheit zu führen.

K

reis 2-3:

Im Zuge der Ereignisse in Verseucht mit einer komplizierten Art erzwungener Unfreiheit in Kontakt gekommen nahmen - katalysiert durch die Ausbildung bei einem Befreier mit sehr radikalen Ansichten und dem einzigen Ziel, Sklaven zu Befreien - folgende Gedanken Gestalt an:

Die Art der Unfreiheit, der man am offensten begegnet, die Sklaverei der Theraner und – bedauerlicher Weise – auch einiger anderer Fehlgeleiteter, ist zwar das grausamste Verbrechen. Aber auch dasjenige, das am einfachsten zu bekämpfen ist. Ein Schwert in der Hand, die Macht des gebündelten Willens zur Freiheit der Unterdrückten: Das sind Wege, die solchem schändlichen Treiben ein glorreiches, blutiges Ende bringen. Den tosenden Sturm, der Bäume entwurzelt, anrufend erhebt sich die Flut der Unterdrückten und springt dem Tod als Blutzeuge der Freiheit stolz entgegen. Jahre später erinnern sich noch die, die an diesem Tag die Freiheit gewannen, derer, die ihr Leben dafür ließen. Als Helden gehen sie in die Geschichte ein.– Und verloren an jenem Tag doch das einzige, das sie je besaßen; Das einzige, an das die Freiheit gebunden ist wie die ungeborene Tochter an die Mutter: Das Leben. Und damit jede Möglichkeit, frei zu sein.
Wer an dieser Stelle sagt, der Tod für das Wohlergehen eines anderen sei eine großartige Sache und nur die nobelsten Helden dazu fähig, dem entgegne ich dies: Nur die Unwürdigsten sind es. Nur Feiglinge und selbstsüchtige Bastarde, diejenigen, die die Freiheit längst verstoßen haben. Und mit der Tochter die Mutter. Nämlich ist das einzige Ziel eines solchen Todes die Erfüllung selbstauferlegter Zwänge: falsch verstandener Nächstenliebe, der Gier nach Bewunderung, persönlicher Lebensmüdigkeit. Ein solcher Tod zeigt die Verachtung des jeweiligen Namensgebers für das Leben. –Und wie könnte, wer sein eigenes Leben nicht liebt, das eines anderen lieben?– Ein solcher Tod ist Ausdruck der Verzweiflung und sein Ziel ist nur die Flucht vor den Härten des Lebens. Das ist Unfreiheit.
Wenn das schlechteste Wesen aber derjenige ist, der Namensgeber in Unfreiheit zwingt, wie viel schlimmer ist dann der, der sie dazu bringt, die Unfreiheit für Freiheit zu halten?

Was aber ist die Freiheit? Ein Teil von uns. Wenn sie aber ein Teil von uns ist, wie kommt es, dass es Unfreiheit gibt? Weil sie ungeboren in uns schlummert. Gibt es dann eine persönliche Freiheit für jeden Namensgeber? So wie es nicht ein Leben gibt, sondern eines für jeden Namensgeber und jedes Tier.
Die Freiheit ist unsere ungeborene Schwester. Ihre Mutter das Leben. Doch mit den hellen Augen des Adlers, seinen scharfen Krallen und seinem spitzen Schnabel hütet die Mutter das Kind in ihrem Schoß eifersüchtig. Sie lässt die Schwester in ihrer grausamen Fürsorge nicht auch noch entkommen, wie sehr sie auch fleht und weint. Doch selbst wenn wir es schaffen sie ihrem dunklen Gefängnis zu entreißen ist der Kampf nicht gewonnen. Wie wir ist die Schwester an die Mutter gebunden. Und diese hält – getrieben von böser Vorahnung – die Geschwister getrennt, hindert die junge Tochter daran, zur Frau zu werden. Leicht kann sie nämlich den Tod der Mutter bedeuten. Stirbt aber die Mutter, sterben die Kinder.
Vollkommen die Freiheit zu erringen bedeutet also in Blutschande mit Schwester und Mutter sich vereinen.
Wer dies verstanden hat, muss auch verstehen, dass er den Vater nicht fürchten darf, wenn er frei zu sein verlangt. Wem das gelingt, der wird erhaben sein bis der Vater Mutter und Kind zurückfordert.
Der Zustand des Erhabenen aber ist mehr als Worte auszudrücken vermögen, und der Weg zu ihm länger als Füße zu tragen vermögen. Im Ende wird es der Geist sein, der ihn gehen muss. Nur die Stärksten werden ihn jemals beschreiten. Aber nur wer die vollkommene Stärke übertrifft wird das Ziel erreichen.
Dies ist die erste und letzte Wahrheit meiner Disziplin: Wer zurückbleibt, um anderen den Weg zu zeigen, wird ihn niemals beschreiten.





letzte Änderung 26-Nov-2008 15:40:30 MEZ von Yannick.



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